Forum: Wissenschaft
Kernfusionsforschung in Greifswald: Die 100-Millionen-Grad-Maschine

Eine*kontrollierte Kernfusion ist die große Hoffnung der Menschheit - alle Energieprobleme wären damit gelöst.*Im Reaktor "Wendelstein 7-X" in Greifswald soll das Kunststück*gelingen. Mit einem raffinierten Magnetfeld wollen die Forscher*unfassbare 100 Millionen Grad Hitze bändigen.

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sample-d 17.11.2011, 14:07
180. |||||||

Zitat von Irek
Welche Neutrinos? Die sind doch nur eine Lüge der Physiker wie auch alles andere.
...blöd, dass der LHC Ihre ganzen Vorhersagen nicht einhält, oder ^^

http://op-webtools.web.cern.ch/op-we...ar/vistars.php

Ich lese da "Stable Beams" - warum überhitzen denn die Magnete nicht ? liegt wohl an der Jahreszeit ?

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Reiner_Habitus 17.11.2011, 14:08
181. -

Zitat von StuggieWoogie
Zur Ergänzung: Tritium kann auch aus Kernkraftwerken gewonnen werden: Mir ist nicht ganz klar, weswegen man Tritium nicht auch technisch aus Stickstoff in quasi unbegrenzter Menge gewinnen kann? Immerhin stammt sämtliches natürlich vorkommende Tritium aus Stickstoff, welches mit Neutronen beschossen wurde..
Die Reaktion Stickstoff Tritium ist sehr unwahrscheinlich. Sie müssten also jede Menge Neutronen draufjagen um ein Tritumatom zu gewinnen. Wenn man sich überlegt, dass die gesamte kosmische Strahlung gerde mal genug produziert um permanent 3,5 kg auf der Erde zu haben, werden wohl pro Jahr kaum mehr als 200g natürlich produziert.


Wäre energetisch daher wohl nicht sinnvoll.....

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StuggieWoogie 17.11.2011, 14:08
182. Ja, es ist noch viel zu tun!

Zitat von Emil Peisker
Wissen Sie wieviel Energieaufwand notwendig ist, um 100mg Partikel in die Nähe dieser Geschwindigkeit zu bringen? Jetzt schätzen Sie mal, wieviel Energie nötig ist, das mit 10t zu schaffen? Viel Spaß, Kirk.
Ja lieber Kirk, Ja, es ist noch viel zu tun!
Das passiert aber nur dann, wenn wir es auch angehen...
Alles was ich sagte war, dass es mit chemischen Antrieben 100% unmöglich ist interstellare Reisen anzutreten.
Ein Öko-Forist war eben der Meinung, außer Wasserstoff (gewonnen mit Windrädern...lol) bräuchte man nichts anderes für die Raumfahrt, das wollte ich nicht so stehen lassen.
Mich regen solche Statements etwas auf.
Das hat was mittelalterliches, der Tenor ist immer wieder in etwa so:
"Was soll denn all die Forschung=Geldverschwendung, wir haben doch schon alles, was wir brauchen, lasst uns lieber von dem Geld noch mehr Windkraftwerke bauen, blabla..."

Mit Fusionsantrieb kommt man wenigstens theoretisch (wenn er fertig entwickelt und miniaturisiert ist, hier bitte keine Spitzfindigkeiten!) auch auf Geschwindigkeiten, die eine solche Reise überhaupt erst sinnvoll machen.

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rap 17.11.2011, 14:14
183. Tauchsieder der Flüsse

Zitat von Oberschlawutzi
... werden niemals funktionieren. Ich wage diese Aussage, weil ich absolut sicher bin, dass ich sie zu meinen Lebzeiten nicht revidieren muss. (Und fürchterlich alt bin ich nicht) Nicht einmal die Protagonisten der Fusionsenergie würden darauf wetten, dass innerhalb der nächsten 50 Jahre diese hypothetischen Kraftwerke einen nennenswerten Beitrag leisten könnten. Und Investitionen in Photovoltaik sind schon allein deswegen sinnvoll, weil diese Stromerzeugung dezentral erfolgt, also das Potenzial hat, unabhängig zu machen von den Energiekonzernen. Jeder, der ein Dach über dem Kopf hat, sollte sich dafür interessieren.
Es gibt eigentlich keinen Grund warum sie bessere Wirkungsgrade erreichen sollten als AKW, die ich ja auch gerne als Tauchsieder der Flüsse bezeichne.

Die Wärmeauskopllung wäre noch deutlich komplizierter und die Flüsse haben nicht um Aufheizung gebeten.

2. Problem: was würde die Menschheit mit einer unendlichen Energiequelle anfangen?
Frieden, Wohlstand für alle etc?
Angesicht der normalen Defizite des menschlichen Charakters kann ich nicht glauben daß dadurch auch nur etwas besser würde.
Abgesehen davon daß die Kernfusion nur ein Spielzeug für sehr Reiche wäre....

Kriege, Unterdrückung, Ressourcenverschwendung/-vernichtung etc etc.
Das hat nichts mit Technologie zu tun

Zur Raumfahrt: das All incl. anderer Planeten ist

1. tödlich
2. tödlich
3. tödlich
4. tödlich
5. tödlich
5. eventuell was anderes, schön zB?

Selbst die Tiefseegräben sich im Vergleich wohnlich. Man ist zB umgeben von Wasser und gelöstem Sauerstoff....

Ich plädiere dafür die Erde bewohnbar zu halten. Es gibt definitiv keine Alternative.
Wenn wir unter den hiesigen optimalen Bedingungen nicht überleben können können wir es nirgends.

Und unsere Probleme die wir hier haben würde wir überall mit hinnehmen.

Ist eh die Frage wie lange man noch ohne stark erhöhte Lebensgefahr von der Erde wegkommen kann.

Ab einer gewissen Mülldichte im Orbit vermehrt der sich durch Kollisionen dann selbstständig.

Gibt es irgendwas was die Menschheit nicht zerstört wenn sie damit in Kontakt kommt?
Vor der "Raumfahrt" waren die Umlaufbahnen sauber.
Heute siehts da aus wie in Kairo hinter jeder Mauer ;)

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e.schw 17.11.2011, 14:14
184. Trau, schau, wem...

Zitat von gnympf
Aha! sie sind einer von denen, die glauben, daß Bücher nur zur Irreführung geschrieben werden und das das wahre Wissen NUR durch göttliche Eingebung kommt... - - -
Rainer Kunze traute wohl auch dem, was sich Wissenschaft nennt, offenbar nicht. Er schrieb:

“Unwissende, damit ihr unwissend bleibt, werden wir euch schulen.”

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Oberschlawutzi 17.11.2011, 14:15
185. Nene

Zitat von hman2
Das ist Haarspalterei. Zwar findet bei einem "durchbrennenden" Spaltungsreaktor keine nukleare Explosion statt, wohl aber eine unkontrollierte nukleare Kettenreaktion, die spätestens beim Passieren der Grundwasserschicht für eine konventionelle Explosion durch Knallgasbildung sorgt, die dann die Radionuklide bestmöglich in der Biospäre verteilt. De fakto eine schmutzige Bombe... Bei einem Fusionsreaktor ist nichts dergleichen möglich, der Brennstoff kann außerhalb seinens Magnetsfeld nicht weiterbrennen und die Mengen sind so winzig, dass es nicht einmal das Reaktorgebäude nennenswert kontaminiert.
Also wenn man mit einem theoretisch existierenden Fusionsreaktor ganze Städte mit Strom versorgen will, dann ist da drin eine Menge los. 100 Millionen Grad sind kein Pappenstiel. Wer kann garantieren, dass diese Fusion ihre Energie nicht mal ein bisschen heftiger losbläst und dann den ganzen schönen bestrahlten Mantel mitnimmt? Wer weiß überhaupt, wie ein "funktionierender" Fusionsreaktor reagiert? Es gibt ja noch keinen.

In Fukushima wusste man, was passieren kann, und man hat es ignoriert. Wieviel Ignoranz darf man in einer Wissenschaftlerklientel vermuten, deren gesamte wirtschaftliche Existenz von dem Fusionstraum abhängt?

Was würde wohl einem Fusionsphysiker passieren, wenn er an die Öffentlichkeit geht und sagt, das ist alles Augenwischerei, wir schaffen das nie und es ist außerdem hochriskant ...

Stoff für einen Thriller, würd ich mal sagen.

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Sysiphos110 17.11.2011, 14:16
186. Fusionitis..

Zitat von StuggieWoogie
Mit Fusionsantrieb kommt man wenigstens theoretisch (wenn er fertig entwickelt und miniaturisiert ist, hier bitte keine Spitzfindigkeiten!) auch auf Geschwindigkeiten, die eine solche Reise überhaupt erst sinnvoll machen.
Dann wäre da noch die Lichtgeschwindigkeit - und die intergalaktischen Entfernungen.

Sie wissen, wie lange solche Reisen dann trotzdem noch dauern?

Zum Thema:

Zitat von Emil Peisker
Alle bisherigen Verlautbarungen der mit der Materie Beschäftigten, waren um die Glaubwürdigkeit des Prinzips bemüht. Trotzdem werden seit Jahrzehnten alle Termine verschoben, die Projekte immer größer und teurer, und das Versprechen der Lösung aller Energieprobleme in immer weitere Zukunft verschoben.
1.) Seit den frühen 70-er Jahren wurde versprochen, spätestens im Jahre 2000 ein "netzfähige" Anlage - also einen Apparat, der in der Lage ist, eine Turbine mit Generator zu betreiben, verfügbar zu stellen.

Damals kokelte das solare Feuer noch Bruchteile von Sekunden, jetzt gilt die Deadline von 30 Minuten.

Das hat mit Lastfähigkeit nichts zu tun, jede WKA ist da effektiver.

2.) Zur Geschichte von Wendelstein 7 X:

Der Reaktor ist der Nachfolger des von 1988 bis 2002 betriebenen Experiments Wendelstein 7-AS.

3.) Für den Betrieb der starken Magnetfelder zur Stabilisierung des Plasmas wird Strom in großer Menge und hoher Stärke benötigt.

Wo kommt der her? Interessant wäre in diesem Zusammenhang, wenn sich herausstellte, daß der wissenschaftliche Betrieb durch einen Strommix aus Kohle und regenerativer Energieerzeugung gesichert wird.

;-)

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Michael Giertz 17.11.2011, 14:20
187. Umweltschutz und Altruismus

Zitat von Bins
Einerseits geißeln Sie das Umweltbewußtsein von Einzelnen und beklagen andererseits den "Vernichtungswillen" Wie hätten Sie es denn jetzt gerne ? (bitte ohne Endzeitpalaver)....
Machen wir's mal so: ich hätte gern einen Umweltschutz, der sich nicht auf den Altruismus der Menschen stützt, denn dann scheitert er von vornherein.

Mal an einem ganz einfachen Beispiel erklärt: wie soll ich mich als Eigenheimbesitzer für neue Dämmmaterialien begeistern, wenn die zwar die Umwelt schützen, ich aber Amortisierungszeiträume von 30, 40 Jahren habe?
Reden wir über zeitnahe Amoritisierung von vielleicht 3, 4 Jahren, sähe die Sache schon anders aus, da habe ich nämlich wirklich was getan UND auch noch ein bisschen Geld gespart.
Das gleiche gilt auch für Solaranlagen - wenn die von der Gesellschaft nicht gefördert wären (Subventionierung usw), würden die sich vermutlich niemals rechnen. Ich hab also die Ausgaben aber keinen Nutzen, außer natürlich das "grüne Gewissen".

Zudem endet ohnehin der Umweltschutz spätestens an der Grenze. Während wir uns die Köpfe zermartern wie wir aus dem Atomstrom rauskommen bauen unsere Nachbarn neue KKWs. Auch da wieder wird man für seinen Altruismus bestraft - man büßt Lebensqualität ein, ohne irgendeinen Unterschied zugunsten der Umwelt zu erreichen.

Im Prinzip müsste die GANZE Menschheit an einem Strang ziehen, wenn wirklich was bewegt werden soll. Aber es ist ja schon unmöglich in einem Raum mit zehn Personen all diesen Leuten zur "gleichen Meinung" zu verhelfen, bei 7 Mrd Menschen ist es völlig unmöglich.

Aus dem Grund scheitert einfach Umweltschutz, der auf altruistischer Motivation basiert. Es muss sich für jeden einzelnen LOHNEN: direkt mehr Geld in der Tasche, direkt mehr Lebensqualität. Und genau das ist nicht der Fall.

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StuggieWoogie 17.11.2011, 14:21
188. Unabhängig von den Energiekonzernen

Zitat von Oberschlawutzi
Und Investitionen in Photovoltaik sind schon allein deswegen sinnvoll, weil diese Stromerzeugung dezentral erfolgt, also das Potenzial hat, unabhängig zu machen von den Energiekonzernen. Jeder, der ein Dach über dem Kopf hat, sollte sich dafür interessieren.
Das ist zunächst ein gutes Argument.
Nunja wirklich unabhängig wird man mit den paar Wättchen auf dem Dach nicht, aber ja.
Dennoch meine ich eine Warmwasseraufbereitung bringt (energetisch betrachtet) deutlich mehr fürs Geld.
Wer dann noch was über hat, kann ja über eine PV nachdenken.

Aber dennoch, die Zivilisation ist nunmal eine Gesellschaftsleistung und daher wäre es m.E. besser das viele vorhandene Geld zu einem größeren Anteil in die Fusionsforschung zu stecken.
Rechnen Sie doch mal zusammen, wieviel Geld in alle die kleinen PV-Anlagen auf den Dächern schon so geflossen ist.
Jeder Einzelnne hat dadurch zwar einen kleinen Vorteil gewonnen, aber das wars auch schon.

Leider geht es aber vielen so wie Ihnen.
Man glaubt inzwischen im Allgemeinen nicht mehr an einen baldigen Durchbruch der Fusion. Das setzt einen Teufelskreislauf mit weniger Investitionswillen und noch langsamerer Entwicklung in Gang.
Schade.

Ich wäre gerne von Energiekonzernen abhängig, die mit Fusionskraftwerken große Mengen umweltfreundlicher Energie bereitstellen würden.

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Michael Giertz 17.11.2011, 14:22
189. Thema Umweltschutz

Zitat von Oberschlawutzi
Der Admin misst nicht den intellektuellen Gehalt der Beiträge. Ich würde sagen, schlau sind Menschen, die nicht in Misanthropie machen, sondern erkennen, was man sinnvollerweise verändert, damit die Menschheit eben nicht untergeht. Und da fängt man am besten bei sich selber an, denn das ist der kürzeste Weg.
Wenn ein weiterer meiner Beiträge freigeschaltet wird, dann erklärt sich das gleich von selbst: Umweltschutz aus rein altruistischer Motivation funktioniert nicht, weil es Idealismus ist.

Umweltschutz, der den Leuten den Geldbeutel füllt oder andersweitig SOFORT eine Lebensqualitätssteigerung einbringt ist dagegen schnell umsetzbar. Allein ... wir haben hier in Deutschland nur "Umweltschutzzwang" und "Umweltschutz aus altrustischen Gründen" - und beides funktioniert nicht.

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