Forum: Wissenschaft
Kernfusionsforschung in Greifswald: Die 100-Millionen-Grad-Maschine

Eine*kontrollierte Kernfusion ist die große Hoffnung der Menschheit - alle Energieprobleme wären damit gelöst.*Im Reaktor "Wendelstein 7-X" in Greifswald soll das Kunststück*gelingen. Mit einem raffinierten Magnetfeld wollen die Forscher*unfassbare 100 Millionen Grad Hitze bändigen.

Seite 22 von 48
rap 17.11.2011, 14:58
210. Aufwand sinnvoller angelegt?

Zitat von Irek
Das ist tatsächlich eine Fake-Grafik die der Ausmass der Versagen des LHC verschleiern soll. Warum zeigen die nicht die Kurve über den Längeren Zeitrau? Weil sie noch schlimmer aussehen wird als diese
Mann, bei dem Aufwand nur fürs Kühlsystem hätten man quasi ganz nebenbei einen billigen Stirlingmotor entwickeln können der aus jedem Heizkessel ein BHKW macht.
Erhitzerkopf in den Heizkessel, Heizungsrücklauf als Kühlung = 0 Verluste.

Wenn der Stromverteiler (Ex-Versorger ;)) dann ein paar 10x10^5 bis 10^6 Klein-BHKW aus der Ferne ein- und aussschalten kann (der BHKW-Besitzer bekommt täglich eine vertraglich geregete Wärmemenge zum Heizen in einen Speicher) ist auch die fein austarierte Stromversorgung im Winter gewährleistet.

Im Sommer solltens Solarmodule & Co + Pufferspeicher tun

Die obigen BHKW könnte man zB mit Hackschnitzel aus Kurzumtriebsplantagen füttern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gnympf 17.11.2011, 14:59
211. Ha!

Zitat von Oberschlawutzi
Salpeter ist kein Sprengstoff. Man verwendet es als Sauerstofflieferant im Gemisch mit Kohlenstaub und Schwefel für Schwarzpulver, aber für sich genommen ist es so wenig explosiv wie ein Sack Kohle.
Hm, da fällt mir die Explosion von Oppau 1921 ein, als jemand mit derselben Ansicht wie Sie versuchte, einen Berg Ammonniumnitrat, mithin Ammonsalpeter mithilfe von Dynamit zu zerkleinern. Es stellte sich heraus, daß Salpeter sehr wohl ein Sprengstoff ist, der bloß eine gute Initialzündung benötigt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hman2 17.11.2011, 15:00
212. Rechnen

Zitat von Oberschlawutzi
Also wenn man mit einem theoretisch existierenden Fusionsreaktor ganze Städte mit Strom versorgen will, dann ist da drin eine Menge los. 100 Millionen Grad sind kein Pappenstiel.
Doch, sind Sie. Betrachten Sie bitte die Massen, also nicht die Temperatur, sondern die Energie die drin steckt. Die ist keineswegs so gewaltig. Wenn das Plasma in die Reaktorwand kracht, weil das Magnetfeld zusammenbricht, sind die 100 Millionen Grad schlagartig abgekühlt.

Zitat von
Wer kann garantieren, dass diese Fusion ihre Energie nicht mal ein bisschen heftiger losbläst und dann den ganzen schönen bestrahlten Mantel mitnimmt?
Wie sollte das physikalisch möglich sein?

Zitat von
Wer weiß überhaupt, wie ein "funktionierender" Fusionsreaktor reagiert? Es gibt ja noch keinen.
Na und wie es die gibt. Hier bei mir um die Ecke stehen schon mal zwei, und das seit vierzig Jahren. Dazu den neuen Wendelstein-7X, Jet, die Reaktoren der Japaner, Amerikaner und Russen...

Zitat von
In Fukushima wusste man, was passieren kann, und man hat es ignoriert. Wieviel Ignoranz darf man in einer Wissenschaftlerklientel vermuten, deren gesamte wirtschaftliche Existenz von dem Fusionstraum abhängt?
Unsinn. Deren wirtschaftliche Existenz ist zumindest bei uns unabhängig von der Fusion. Außerdem: Wie Sie schon schrieben, die Risiken von Fukushima waren jedermann zuvor bekannt, es gab kein "dunkles Geheimnis" das niemand an die Öffentlichkeit gelassen hätte. Man hatte das Risiko akzeptiert, und nun hat es sich eben materialisiert.

Zitat von
Was würde wohl einem Fusionsphysiker passieren, wenn er an die Öffentlichkeit geht und sagt, das ist alles Augenwischerei, wir schaffen das nie und es ist außerdem hochriskant ...
Er würde sich blamieren, denn Fakten sprechen dagegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
r52 17.11.2011, 15:00
213. ja, es stimmt, leider

Zitat von rap
Es gibt eigentlich keinen Grund warum sie bessere Wirkungsgrade erreichen sollten als AKW, die ich ja auch gerne als Tauchsieder der Flüsse bezeichne. ... Gibt es irgendwas was die Menschheit nicht zerstört wenn sie damit in Kontakt kommt? Vor der "Raumfahrt" waren die Umlaufbahnen sauber. Heute siehts da aus wie in Kairo hinter jeder Mauer ;)
Leider: Die "Menschheit" zerstört alles, was sie in die Finger bekommt. Leider. Einzelne Menschen sind ausgenommen. Aber das Große Ganze ist eine Katastrophe. Leider. Und warum? Weil wir im Grunde Raubtiere/Räuber sind. Und weil wir Dank unseres "überragenden Intellekts" in der Lage sind, unsere Umwelt umzuformen. Und das tun wir ohne Sinn und Verstand und ohne Verantwortungsgefühl für die Schöpfung als Ganzes. Ohne Rücksicht auf Flora und Fauna. Und wir vermehren uns ohne Rücksicht auf irgendwas. Ich bin nicht mehr optimistisch, leider. Ich bin überzeugt, wir werden die Erde so lange ausräubern, bis sie uns nicht mehr trägt und dann ist es aus und vorbei mit der Menschheit, der Krone der Schöpfung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unente 17.11.2011, 15:01
214. vergessene Missionen

Zitat von Balzac
...sprach der geistige Kleingärtner... ...Mag sein, dass wir uns hier in Deutschland und Europa in ein geistiges Mittelalter bewegen, aber zum Glück gibt es ja noch Länder wie Brasilien, China, Indien und auch Russland, die an eine andere Zukunft glauben.
Wie hieß noch gleich das Raumschiff und die Crew, welches die UdSSR wann in die Weiten des Weltalls schickte, damit die welchen Auftag ausführen sollte? So würde es allen "Sterneneroberern" ergehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gsm900 17.11.2011, 15:05
215. Auch Sonnennergie ist Fusionsenergie

Zitat von fabian03
Klingt sehr interessant. Wenn da allerdings irgendeine radioaktive Strahlung bei vorkommt, und sei sie noch so unbedeutent, gebe ich dem Projekt in Deutschland keine Chance. Das werden unsere Ökofundis schon zu verhindern wissen, für die Lösung des Energieproblems im Rest der Welt könnte das aber ein wichtiger Schritt sein.
aber so weit denkt man mit 20 Semestern Politok/Soziologie/Geschischte(pun intended) wohl nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mrotz 17.11.2011, 15:06
216. Haken hacken Häkchen - doofer Titel

Zitat von Giraffenzebra
Ja, genau Ihr letzter Satz ist der Punkt, auf den es ankommt. Solaranlagen sind so günstig in der Anschaffung geworden, dass der derzeitige Einspeisungspreis pro kWh schon so niedrig ist, wie der Preis, den man zahlen muss, wenn man die kWh ganz normal von seinem Versorger kauft. Das heißt, es ist jetzt schon fast billiger, den Solarstrom selbst zu verbrauchen, als ihn zu verkaufen, da die Produktionskosten niedriger sind, als wenn man sich den Strom ganz normal irgendwo kauft. Die Leute, die also jetzt ihren Solarstrom selbst verbrauchen, weil sie damit sogar etwas sparen, als wenn sie ihn verkaufen würden, sind demzufolge auch nicht mehr am EEG-Umlage-Verfahren beteiligt. Jetzt ist gerade so die Schwelle erreicht, bei der es sich für Verbraucher lohnt, in Erneuerbare einzusteigen, ohne dass irgendjamend anders das über Umlagen oder Steuern subventionieren muss. Denn wenn der Verbraucher ja seinen selbst produzierten Strom verbraucht, nimmt er am Strommarkt garnicht mehr teil. Und die Preise für Solaranlagen und Windkraftanlagen fallen weiter bei gleichzeitig steigenden Wirkungsgraden, während Öl, Gas, Kohle und Uran aufgrund der zunehmenden Verknappung immer teurer werden ... wobei die Kohle wohl noch am längsten reichen würde. Eigentlich ist jetzt schon fast entschieden, welche Energieform am Ende gewinnen wird ... allein schon aus finanziellen Gründen. MfG
Angenommen Sie haben eine 10 kW Anlage auf dem Dach. Dann verbraucht so ein Haushalt im Schnitt 1 kW und wenn sie ihren Elektroherd anstellen auch mal 10 kW. Wenn sie dann eben nicht gerade den Elektroherd anstellen, wenn die Sonne grad optimal scheint, so haben sie falls sie den Strom selbst verbrauchen nicht viel davon.
Wäre dies anderst, so könnte man jetzt sagen, die Einspeisevergütung sei absofort nicht mehr vorgegeben. Die EE Branche würde dann Sturm laufen, da eben diese Grid-Parity nichts wirklich aussagt.

Ohne Speicher ist solcher Strom eigentlich nichts wert.

mfg

Beitrag melden Antworten / Zitieren
StuggieWoogie 17.11.2011, 15:06
217. Vorgärten sind nicht die Welt

Zitat von Oberschlawutzi
Das ist doch was! Willst du die Welt verändern, fang in deinem Vorgarten an. Ich bin gerne von mir selbst abhängig, der ich ausreichend umweltfreundliche Energie auf meinem eigenen Dach herstelle.
Wenn Herr Oberschlawutzi völlige Energieunabhägigkeit als oberstes Ziel haben möge, so könne er auch ein Feuer entzünden... in dem Vorgarten seiner Wohnhöhle.
Auch das ist Unabhängigkeit.
Vorgartenegoismus verändert jedoch nie die Welt.

Ich bevorzuge es die Welt zu verändern, indem man sich zusammen tut und große Forschungsprojekte fördert und nicht indem man seine Vorgärten pflegt.

Ich wende mich hier nicht gegen "tue gutes im Kleinen", aber alles zu seiner zeit.
Man darf nicht Verblinden und denken, es würde die Welt schon genug zu besseren geändert, wenn man sich ein paar Wättchen Solarleistung auf Dächlein pflanzzt.
Was hier einige von grüner Homöopathie schrieben, stimmt.

Es sollte mehr Geld in Fusionsforschung fließen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hman2 17.11.2011, 15:07
218. Forschung

Zitat von Sysiphos110
Wo kommt der her? Interessant wäre in diesem Zusammenhang, wenn sich herausstellte, daß der wissenschaftliche Betrieb durch einen Strommix aus Kohle und regenerativer Energieerzeugung gesichert wird.
Wieso "herausstellte"? Natürlich holen sich die Forschungsinstitute wie der MPI für Plasmaphysik und die TU München ihren Strom aus dem normalen Stromnetz, also im Deutschlandmix mit 600 g CO2/kWh, regenerativen und auch Kernenergie.

Allerdings stellen die z.B. die Stadtwerke München innerhalb der nächsten Jahrzehnte Schritt für Schritt vollständig auf regenerative um.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hman2 17.11.2011, 15:08
219. Frage

Zitat von Michael Giertz
Mal an einem ganz einfachen Beispiel erklärt: wie soll ich mich als Eigenheimbesitzer für neue Dämmmaterialien begeistern, wenn die zwar die Umwelt schützen, ich aber Amortisierungszeiträume von 30, 40 Jahren habe?
Wollen Sie die Umwelt schützen oder wollen Sie nur Geld sparen? Das ist der eigentliche Kern ihrer Überlegungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 22 von 48