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Kernfusionsforschung in Greifswald: Die 100-Millionen-Grad-Maschine

Eine*kontrollierte Kernfusion ist die große Hoffnung der Menschheit - alle Energieprobleme wären damit gelöst.*Im Reaktor "Wendelstein 7-X" in Greifswald soll das Kunststück*gelingen. Mit einem raffinierten Magnetfeld wollen die Forscher*unfassbare 100 Millionen Grad Hitze bändigen.

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T-Rex 21.11.2011, 13:14
470. Wasser im THTR

Zitat von Knutie
Ganz im Gegenteil. Ein THTR würde hochgehen wie der Reaktor von Tchernobyl aufgrund des Moderators Graphit. Ein Wassereinbruch bei entsprechender Betriebstemperatur des Reaktors reicht dazu aus. Und Wassereinbrüche gab es. Zum Glück nicht bei einer hohen Betriebstemperatur.
Nein, dass ist falsch. die in s.g. PAC Partikeln eingeschlossenen Nuklearbrennstoffe können nicht thermisch 'durchgehen' - sie sind zu weit voneinander entfernt.
Grafit ist nur 'schlecht' als Moderator für Kernbrennstoff in Brennstäben.
Ein massiver unkontrollierter Wassereinbruch kann zu einer Wasserstoffexplosion führen und Kernbrennstoff freisetzen. Aufgrund der PAC Partikel wird aber kein Radionukleid durch Fall-Out herumgetragen und es wird auch kein radioaktives Cäsium in die Nahrungskette einer erweiterten Region eingetragen - das Grundwasser wird nicht gefährdet etc. Man dekontaminiert die nahe Umgebung und gut.

Natürlich läßt sich bei diesem Reaktortyp ein massiver Wassereinbruch gut verhindern.

Die Folgen einer Havarie sind im Vergleich zu SWR und DWRs um mehrere Größenordnungen undramatischer - der Vergleich mit der Havarie eines Tchernobyl Reaktors ist... nun ja... der Vergleich zwischen einer Ameise und einem Dinosaurier.


Die THTR eignen sich übrigens wahrscheinlich besser als Kleinkraftwerke... das würde die Auswirkung einer Havarie nochmals stark begrenzen - sie sind auch im großen Maßstab konzeptionel keine 'Bundeslandkiller' - ihre Havarie währe unkritischer als die eines ICE oder eines Schiffes etc. etc.

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T-Rex 21.11.2011, 13:18
471. Nö

Zitat von hman2
Selbstverständlich geht das. Wir machen es gerade.
Wir steigen nur aus der Stromerzeugung durch Uran aus.

nukleare Medizin, technik etc. können wir nicht abschaffen.

Auch der Ausstieg aus den vielen Tonnen Radionukleiden aus der Stromwirtschaft wird in den nächsten 100000 Jahren nicht stattfinden.

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StuggieWoogie 22.11.2011, 23:41
472. Anpassung an Radioaktivität

Zitat von StuggieWoogie
Ich spreche nicht von menschlichen Generationen... Es gibt dazu auch einen Spiegel-Artikel, aber die suche ist so schlecht, den finde ich nie wieder: letzter Absatz beschreibt das Experiment
Zitat von Knutie
Und aus diesem sechswöchigem Experiment mit Mäusen schließen Sie allgemeingültig ,dass Lebewesen sich an radioaktive Strahlung über Generationen gewöhnen? Ich fasse es nicht. Im übrigen wird nichts darüber gesagt, wie die Nachkommen dieser Mäuse aussehen oder ob sie überhaupt welche hatten.
Nun seien sie nicht kleinkariert.
Natürlich hat man dieses Experiment nur deswegen durchgeführt, weil man sich wunderte, dass in verseuchten Gebieten die Tiere nach nun 25 Jahren in teilweise hochversuchtem Areal so gut vermehren können... die Antwort ist ja sonnenklar und jedes 6 jährige Kind wird das Experiment nachvollziehen können -und verstehen können, was da bewiesen wurde -nur sie scheinen ein Problem zu haben.

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Beteigeuze 22.11.2011, 00:06
473. Relativistischer Energiesatz

Zitat von top_quark_physiker
Sorry, aber bei solchen Äußerungen bekommt man tatsächlich den Verdacht, dass Sie es nicht können. Ansatz: E=gamma*m_0*c^2 gamma=1/sqrt(1-beta^2) (mit beta=0.1 (10% Lichtgeschwindigkeit)) Als Masse des Raumschiffs nehme ich jetzt einfach mal 5t an. Mit den Werten ist gamma=1.00503781526 und damit E=4.5*10^20 J = 450 EJ (Exajoule). Allerdings steckt da ja noch die Ruhmasse des Raumschiffs mit drin, also ist die kinetische Energie die ich aufbringen muss: E_kin=E-m_0*c^2 = 2.23 EJ = 630 GWh Hoffe, ich hab mich nicht verrechnet.
Es ist problematisch, in der ST die Gesamtenergie eines Massenpunktes ( das Raumschiff ) als die Summe der Ruheenergie und einer kinetischen Energie aufzufassen. Der relativisitische Energiesatz:

E^2 = E_0^2 + ( c * p(v) )^2

gilt unabhängig von einer Bilanzierung von Energiebträgen i. S. einer Energieerhaltung, in der Weise, daß der energetische Aufwand gegeben ist als die Differenz der Energie des Raumschiffes vor dem Start zur Energie des Raumschiffes nach dem Start. Darin ist die E_0 Ruheenergie:

E_0 = m_0 * c^2,

mit der Ruhemasse m_0, E die Gesamtenergie:

E = E_0 / sqrt[ 1 - (v/c)^2 ],

p(v) der relativistische Impuls der Raumschiffes:

p(v) = m_0 * v / sqrt[ 1 - ( v/c )^2 ] --- ( v -> 0 ) ---> 0

und v die klassische vorrelativistische Geschwindigkeit. Am ehesten entspricht die also Größe c * p(v) einer kinetischen Energie.

Die Bilanzierung von Energieumsätzen und Gesamtnergien verschiedner Zeitpunkten ist eine Sache, die Verteilung der Energie zu einem Zeitpunkte ein andere. Unterläßt man diese Unterschiedung, kann das zu Fehlern führen.

Ihre Überlegung ist aber im Kern denoch richtig, denn für Ihre Überlegung benötigen Sie den relativistischen Energiesatz nicht; lediglich wäre an Stelle einer kinetischen Energie besser bloß von einer aufzuwendenden Energie zu sprechen:

E_Vorher := E_0

E_Nachher := E

E_Aufwand := E_Nachher - E_Vorher = E_0{ 1/sqrt[ 1 - (v/c)^2 ] - 1 } --- ( v -> 0 ) ---> 0

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thomas_ko 06.05.2012, 03:09
474.

"geforce666" geb ich vollständig Recht(Beitrag 45). Zum Thema Iter, welches das verwandte Fusionsprojekt im französischen Cadarache ist habe ich einen sehr ausführlichen Kommentar abgegeben. Hier will ich jetzt nicht s schreiben. Nur bin ich enttäusch wie engstirnig, eingeschränkt und intolerant viele Menschen gegenüber Neuerungen und Innovationen sind. "geforce666" hat schon Recht, manche Leute sollten wieder Jäger und Sammler werden und in Höhlen wohnen bevor sie irgendeinen Schwachsinn von sich geben weil sie uninformiert sind. Viel schlimmer das sie gar nicht erst den Willen haben sich genauer zu informieren. Es ist nun mal viel einfacher Vorurteile seiner Meinung zugunsten auszunutzen anstatt sich neue Informationen anzueignen.

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envi 06.05.2012, 09:55
475. Entäuscht!!!

Zitat von thomas_ko
"geforce666" geb ich vollständig Recht(Beitrag 45). Zum Thema Iter, welches das verwandte Fusionsprojekt im französischen Cadarache ist habe ich einen sehr ausführlichen Kommentar abgegeben. Hier will ich jetzt nicht s schreiben. Nur bin ich enttäusch wie engstirnig, eingeschränkt und intolerant viele Menschen gegenüber Neuerungen und Innovationen sind. "geforce666" hat schon Recht, manche Leute sollten wieder Jäger und Sammler werden und in Höhlen wohnen bevor sie irgendeinen Schwachsinn von sich geben weil sie uninformiert sind. Viel schlimmer das sie gar nicht erst den Willen haben sich genauer zu informieren. Es ist nun mal viel einfacher Vorurteile seiner Meinung zugunsten auszunutzen anstatt sich neue Informationen anzueignen.
Ja das bin ich auch.

von diesem blinden Innovationswahn (Innovation - wie einem diese abgedroschene Worthülse zum Hals raushängt)

Da wird ein extrem kompliziertes stark zentralisiertes Gebilde irgendwo mit Hilfe einer äußerst diversifizierten Infrastruktur auf Kosten weit entfernter Regionen aufgebaut, um dann deren beschränkten Output wieder weit über das Land zu verteilen.

So kann man das dahinterstehende Grundprinzip, die eigentlichen Physik mal außen vor lassend, beschreiben.

Äußerst innovativ, muss man schon sagen.

und so erfolgreich?

eigentlich nur dumm, arrogant und abgehoben

von jedweder biophysikalischen Realität sich immer weiter entfernend

da waren und sind die Jäger und Sammler klar im Vorteil

Die haben uns nämlich eine intakte Landbasis hinterlassen, ganz im Gegenteil zu uns.

Nach uns wird es bei einem "Weiter so" nichts mehr zum Sammeln und Jagen geben.

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joachim.kepler 27.07.2012, 23:24
476. Die Kosten für diese Forschung ... ...

.. werden auch per Umlage auf die Stromverbraucher umgelegt? Oder wer zahlt hier?

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bidi94 11.04.2013, 12:49
477. Lösung der Energieprobleme

Wenn es gelingt die extreme Temperatur und die anderen Probleme zu beheben sind unsere Energieprobleme quasi gelöst. Es entsteht zwar auch Atommüll, aber wesentlich weniger und dieser strahlt über einen deutlich kürzeren Zeitraum. Die verwendeten Stoffe kommen in großen Mengen vor, also ist keine Anreicherungvon Uran erforderlich. Allerdings sollten die Sicherheitsvorkehrungen hoch genug sein

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