Forum: Wissenschaft
Kernfusionsforschung in Greifswald: Die 100-Millionen-Grad-Maschine

Eine*kontrollierte Kernfusion ist die große Hoffnung der Menschheit - alle Energieprobleme wären damit gelöst.*Im Reaktor "Wendelstein 7-X" in Greifswald soll das Kunststück*gelingen. Mit einem raffinierten Magnetfeld wollen die Forscher*unfassbare 100 Millionen Grad Hitze bändigen.

Seite 7 von 48
gapun 17.11.2011, 10:44
60. Forschung muss Frei sein!

Zitat von Nihil novi
wird in hundert Jahren nicht funktionieren. Und wenns so toll ist, dann kann ja die Industrie die Forschung bezahlen, denn der Staat kanns eh nicht. Der taugt nix und sollte deshalb nur aufs wesentliche beschränkt bleiben. Also zuvorderst zum Schutze meines Reichtums tätig sein, weltweit. Für solchen Firlefanz wie obigen darf gerne die freie Wirtschaft ihre Visionen entwickeln. Die wollen dann ja auch am Ende dran verdienen, ned wahr?
Dann schalten Sie mal ganz schnell den Rechner aus... und wehe Sie gehen noch einmal in Internet. Es sei denn Sie wollen sich selber auch als Nutznieser eben dieser Forschung betrachten. Was glauben Sie, wo die Grundlagen her gekommen sind und was man zur Verarbeitung eben solcher Grundlagen alles geschaffen hat?
Unter anderem auch das Internet.
Forschung muss Frei sein!
Ggf. verdient später jemand was daran... Schlimm? Oder Neidisch?

Alles Kostenlos haben wollen und nichts dafür leisten wollen?

Diese Technik verspricht genug Energieausbeute. Klar gibt es auch Negatives. Es wird verstrahlen Müll geben. Aber eben deutlich weniger und vor allem einen der nicht tausende von Jahren strahlt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tizzle 17.11.2011, 10:44
61. naja

Zitat von Strichnid
Von wegen gelöst. Die Kernfusion kann die Energieprobleme nicht "lösen", sondern wäre nur eine weitere irreversible Veränderung des Zustands des Planeten, und ebenso endlich wie fossile Brennstoffe. Selbst wenn es gelänge, sämtliches Lithium aus der Erdkruste zu kratzen, würde dies beim gegenwärtigen globalen Energieverbrauch nur für 18.000 Jahre reichen. Und dann? Warum also nicht gleich die Energien anzapfen, die nachhaltigerweise stetig anfallen?
Selten so gelacht. Selbst wenn es nicht in erster Linie um Profit sondern um Nachhaltigkeit geht, dann sind 18.000 Jahre ein ordentlicher Horizont.
Alles deutet darauf hin, dass wir Menschen den Planeten bis dahin aufgebraucht haben, i.e. ausgestorben sind. Das ist auch nicht weiter tragisch, denn der Planet würde sich ohne uns relativ schnell erholen (geologisch gesehen). Ein paar Million Jahre später könnten sich wieder neue Primaten als 'intelligente' Wesen herausbilden - oder auch nicht, den Planeten würde es nicht stören.
Das kann noch einige Male so weitergehen bis die Sonne erlischt.

Bezogen auf das Universum hat doch die Menschheit bestenfalls die Bedeutung eines feuchten Furzes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
T-Rex 17.11.2011, 10:45
62. Entropie

Zitat von Strichnid
Warum also nicht gleich die Energien anzapfen, die nachhaltigerweise stetig anfallen?
... läuft nunmal nur rückwärts.

Die Sonne kann uns länger mit Energie versorgen - klar.
Aber die Verfügbarkeit großer Mengen von Energie über PV ist eben nicht gegeben.

Wenn die Zivilisation einen höheren Level erreichen will (das Streben danach liegt im Evolutionsprogramm fest) müssen wir wohl an technische, irdische Fusion heran.
Das klingt natürlich nach Science Fiction aber die Resourcen für Fusionsmeiler sind natürlich gegenüber fossilen Resourcen oder Uran um viele Größenordnungen energiehaltiger und würden die Menschheit jahrhunderte lang begleiten.

Bei solchen dimensionen lohnt es sich auch über Risiken wie Meteoriteneinschläge nachzudenken - die sich damit vielleicht abdecken liessen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bins 17.11.2011, 10:46
63. Titel der Verwunderung

Zitat von Emil Peisker
Die.....
Hätte mich auch gewundert, wenn das alles so problemlos wäre, wie manche Foristen vermuten. Trotzdem scheint diese Forschung mehr wert zu sein, als z.B. einen Thoriumreaktor zu erforschen usw. usw.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Onkel Uwe 17.11.2011, 10:47
64. Hier könnte IHR Titel stehen!

Zitat von instant_karma
So beeindruckend die Leistung der Wissenschaftler, Ingeneure und Techniker auch ist, wäre es wirklich einfacher riesige Solarfarmen in Wüste aufzubauen mit dem Geld - schließlich haben wir einen gigantischen Fusionsreaktor zur verfügung der genug Energie abstrahlt um die Menschheit bis zum Ende ihrer Existenz mit Energie zu versorgen -> wir müssen sie einfach nur einsammeln.
1. Mal wirklich mit dem Thema beschäftigt?
Desertec will genau das machen, was sie vorschlagen. Dabei werden ca. 400Mrd. € bis 2050 investiert um 15% des europäischen Strombedarfs zu decken.
Das ITER-Projekt schluckt nach momentanen Stadn ca. 16Mrd. €, also knapp 5% davon. Kostensteigerungen werden wohl an beiden Stellen auftreten und am Verhältnis wenig ändern.
Da können wir also noch ein paar Forschungsstufen einbauen. (Wendelstein 7-X hat übrigens ein Budget von ca. 400Mio. €)

Ehe also die Kernfusionsforschung und -umsetzung (so es sich als machbar abzeichnet) in die Kostenbereiche vordringt, könnten wir tatsächlich auch nennbare Mengen an Strom damit erzeugen. Auf der anderen Seite könnten wir mit der Einsparung der Forschungskosten nicht mal 1% des benötigten Stroms erzeugen.

2. Brauchen wir effinziente, transportable Energieerzeuger. Wenn die Menschheit je sinnvoll weiter im Weltraum agieren möchte, benötigt man Energieerzeuger, welche mit erheblich geringerer Materialmenge Energie erzeugen können. An dieser Stelle wäre ein Fusionsreaktor ein Quantensprung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bendel77 17.11.2011, 10:47
65. Jaja

Zitat von Pastor_David
Die große Hoffnung der Menschheit ist die kalte Fusion, die laufen würde, wenn die Medien und Industrie nicht alles daran setzen würden, diese Technologien zu unterdrücken,....
Stimmt, wenn man nur 10% der Energie nutzen könnte, die Leute aufwenden, um sinnlose Posting in irgendwelche Foren zu posten, dann wären vermutlich alle Ernergieprobleme auf immer gelöst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TheBear 17.11.2011, 10:48
66. Stabilität der Voraussagen

Zitat von hyho
...kratzte sich so mancher dieser Wissenschaftler am Kopf und gab eine neue Schätzung ab: ab jetzt also noch ca. 30 Jahre bis zu Fusionsreaktor.
Das sehen Sie zu negativ. Endlich mal eine Branche der Wissenschaft, in der nicht dauernd die Meinung geändert wird: Nach wie vor sind es noch genau 30 Jahre bis zur Verwirklichung, Kommerzialisierung des Fusionsreaktors.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
captndelta 17.11.2011, 10:48
67. .

Zitat von Michael Giertz
Theoretisch richtig, praktisch grenzwertig: die Wüstengegenden sind alles andere als politisch stabil, zudem neigen Photovoltaikzellen zu Alterung. Sie müssen also regelmäßig ausgetauscht werden, sonst schwindet deren Leistung massiv.
Soweit richtig...

Zitat von Michael Giertz
Wesentlich einfacher sind einfache Solarpanels welche Wasser erhitzen bis es verdampft und der Dampf treibt Turbinen an. Auch das ist möglich, möglicherweise sogar viel energieeffizienter, es ist umweltfreundlicher und es ist auch weniger schadensanfällig.
CSP ist praktisch tot, siehe Blythe. Zuviele ungeloeste Probleme, auch wenn's auf den ersten Blick einfach aussieht.

Zitat von Michael Giertz
ABER: dafür haben wir in beiden Alternativen immernoch lange Transportwege. Und natürlich sind entsprechende Kraftwerkstypen höchst sabotageanfällig wegen der politisch instabilen Situation in Afrika.
Zustimmung.

Was micht wundert ist das noch keiner der Oeko-Ueberzeugten darauf gekommen ist, anstatt CSP einfach Windmuehlen in die Wueste zu stellen. Koennte mir vorstellen das dies ertragreicher ist als CSP oder PV....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oberschlawutzi 17.11.2011, 10:48
68. Forschung?

Zitat von u30
...dass viele Foristen der Forschung gegenüber so negativ eingestellt zu sein scheinen. Mein erster Impuls als ich den Artikel las war „Cool - wie bei Spiderman" Ich find das Projekt interessant, wirklich innovativ und fand auch den Artikel gut für verständlich ohne den Leser zu belehren. Mal schauen was draus wird.
Forschung per se ist gut, die Frage ist halt, was man erforscht und mit welchem Aufwand.

Was am nötigsten wäre, ist Forschung zur Energiespeicherung, wegen der unregelmäßigen Lieferung regenerativer Energien. Dieses Problem muss innerhalb von einer Dekade gelöst werden.

Hier würden sich Forschungsmilliarden viel schneller und sicherer rentieren als in der Fusionsforschung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
happy2009 17.11.2011, 10:48
69. erzwungener Titel-warum eigentlich

Zitat von Pastor_David
Es gibt weitere "freie Energieformen", die man für einen Bruchteil des Forschungsgeldes mit großem Erfolg entwickeln könnte - doch das würde natürlich alle bisherien "Energieversorger" ausschalten und davor fürchten sie sich so, daß unsere Energieprobleme schön weiterhin deren Gewinn bleiben. Denken und googlen!
Guter Ansatz
Denken und Googeln
Nehmen wir das Beispiel Siemens
Die investieren jedes Jahr Milliarden in dieser Richtung, aber anscheinend kamen die noch nicht auf die Idee mit Ihrem Ansatz

Denken und Googeln

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 48