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Kindergarten-Studie: So weit sind Mädchen Jungen voraus
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Essen, Anziehen, aufs Töpfchen gehen: Zweijährige Mädchen erledigen solche Aufgaben deutlich selbstständiger als Jungen, berichten norwegische Forscherinnen. Vor allem in einem Bereich sind die Unterschiede eklatant.

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Crom 17.08.2015, 18:35
10.

Solche Sätzen wie "Auch beim Sozialverhalten hatten die Mädchen die Nase vorn: [...]" bitte unterlassen, da sexistisch.

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Bondurant 17.08.2015, 18:36
11.

Man ist schon gespannt, wie das

Als Kleinkinder zwischen 30 und 33 Monaten können demnach nicht nur mehr Mädchen alleine essen und sich anziehen. Sie sind auch sozialer als Jungen in dem Alter, ...

jetzt wieder mit der Umwelt erklärt und darauf hingewiesen wird, dass es keinesfalls etwas mit denen Genen zu tun haben kann.

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mistalov 17.08.2015, 18:36
12. Weibliche Erziehung ... ?

Kann das vermeintliche Ergebnis der Studie eventuell auch damit zusammenhängen, dass die sogenannte "Erziehung" der kleinen Menschen sowohl in der Familie, als auch in den frühkindlichen Aufzuchtprogrammen hauptsächlich von Frauen veranstaltet wird?

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plutinowski 17.08.2015, 18:37
13. Wo?

Zitat von affenstrasse44
Also ich finde es löblich, dass dieses Mal in SPON auch ausdrücklich auf die Schwächen der Studie hingewiesen werden. Ok die Ergebnisse dieser Studie sind da... aber mir erschließt sich der konkrete Mehrwert nicht wirklich? Sollen Kinder jetzt dahingegend optimiert werden, dass Sie spätestens mit 5 Jahren schon in das Berufsleben einsteigen sollen? Oder ist das wieder einmal der dezente Hinweis das eben nicht alle Geschlechter gleich sind? Oder ist das eine Kritik an dem Betreuungssystem in Norwegen? Oder ist das eine Kritik an dem Forschungssystem in Norwegen (nur weibliche Wissenschaftlerinnen)? Oder soll man jetzt mehr Männer in das Betreuungssystem für Kinder zwingen? Mir leuchtet es jedenfalls irgendwie nicht ein, daher bin ich offen für plausible Erklärungen.
Die Forscher haben zunächst mal nur die Studie gemacht. Es ist nicht ihre Aufgabe, politische Schlüsse zu ziehen oder Empfehlungen auszusprechen. Für das Ergebnis werden verschiedene mögliche Erklärungen diskutiert. Das ist doch in Ordnung. Wo ist das Problem?

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Plasmabruzzler 17.08.2015, 18:39
14. Quote bitte

Solange behauptet wird, dass Frauen in der Gesellschaft benachteiligt sind und einer Quote bedürfen, ist diese Studie der Beweis dafür, dass Jungen eine Förderung und/oder Quote benötigen.

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phreak123 17.08.2015, 18:40
15.

Was soll die take home message solcher Studien sein? Am ende können doch eh alle aufs Töpchen gehen. Was kommt als nächstes? Vermessung von Schädeln, um auf Rassenunterschide hinzuweisen? Im Prinzip sind solche Studien schlimmer als die Rassenlehre, da sie mal eben die Hälfte der Menschheit minderbemittelt darstellen wollen. Diese Art von "Rassismus" nennt man Sexismus. Das Wort Sexismus hat nur leider immer noch nicht die negative Behaftung wie das Wort Rassismus, obwohl mehr Menschen davon betroffen sind.

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zila 17.08.2015, 18:41
16. Geniales Beispiel wie man Fakten eine Richtung geben kann

Die größten Unterschiede zwischen den Geschlechtern fanden sie beim Toilettengang. Während mehr als jedes fünfte Mädchen (21 Prozent) keine Windeln mehr trug und Bescheid sagen konnte, wenn es zur Toilette musste, waren es bei den Jungen nur 8 Prozent.

hatte man auch so formulieren koennen:
Den geringsten Unterschied zwischen den Geschlechtern fanden sie beim Toilettengang. Während immer noch fast vier fuenftel der Mädchen (79 Prozent) keine Windeln mehr trug und Bescheid sagen konnte, wenn es zur Toilette musste, waren es bei den Jungen sogar noch etwas mehr mit 92 Prozent.

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Rido 17.08.2015, 18:46
17.

Zitat von dr.joe.66
Nein, von Förderprogrammen für Jungen können Sie lange träumen! Alice Schwarzer & Co. werden vielmehr noch stärkere Förderung von Mädchen fordern, mit folgender Begründung: 1) Mädchen sind den Jungen offenbar schon frühzeitig grundsätzlich überlegen. 2) Ein Aufholen der Rückstände durch Jungen ist nur durch die Unterdrückung der überlegenen Mädchen möglich. 3) Also müssen Mädchen noch mehr gefördert werden. //IRONIE AUS// Das Furchtbare daran ist, dass das keine blöde Ironie ist, sondern dass ein steigender Anteil von Frauen tatsächlich in diesen Bahnen denkt.
Mit dieser Denkweise könnten Sie auch das künstliche Erzeugen und Einsetzen eines weibl. Embryos begründen.

So nach dem Motto:
In der heutigen Zeit braucht man kaum noch Arbeitskräfte für körperliche Arbeit und die wenigen Männer die man hier und da noch braucht werden begrenzt "hergestellt".

Kinder werden künstlich erzeugt, denn Männer sind Minderleister bei "Kopfarbeiten" und daher brauchen wir sie nicht.
Arterhaltung klappt dann über künstliche Befruchtung.

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sikasuu 17.08.2015, 18:50
18. Das ist eine IST-Aufnahme, die die Situation in Norwegen beschreibt...

Die Problemfelder. Fehlermöglichkeiten sind auch im Ansatz beschrieben. Wichtig wäre jetzt heraus zu finden wie und warum dieser Unterschied "zu Stande" kommt und ob er sich auch in anderen Gesellschaften und Populationen so signifikannt zeigt.
.
Was weiter spannend ist, ist ob das nur eine Zeitverschiebung in der sozialen Entwicklung zw. den Geschlechtern ist, ob das kulturtradiert zu erklären sein dürfte und wie das auf Sicht z.b bis zum Alter von 18-20 Jahren so bleibt, es zu Verschiebungen kommt usw.
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Solche Studien sind bitter nötig, aber da zu aussagefähigen Ergebissen zu kommen ist wohl genau so ein langer Weg, wie der der Physik auf der Suche nach der "Weltformel" Die Parameter dabei dürfte gegen Unendlich tendieren :-))
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Ein ziemlich grosses Stück Forschung, das man/Frau nicht kurzschlüssig interpertierrn sollte.

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FocusTurnier 17.08.2015, 18:50
19. Interessante Studie

Zitat von acyonyx
Die Studie ist interessant. Aber was beschreibt sie denn eigentlich? Darf es denn so ein Ergebnis überhaupt geben? Lesen wir nicht seit Jahren, daß es dank gender Studies gar keine Unterschiede gibt?
...in der Tat. Die wäre es wert, mal im Ganzen betrachtet zu werden.
Auf den ersten Blick beschreibt die Studie die unterschiedliche Entwicklung hinsichtlich des Sozialverhaltens und der motorischen Entwicklung bei Kleinkindern beiderlei Geschlechts in norwegischen Kindertageseinrichtungen. Das Setting der Untersuchung ist diskutabel, daß haben die Forscherinnen (und SpOn) aber ausdrücklich formuliert (ein Umstand, der bei deutschen Gender-Studies eigentlich nie vorkommt).
Interessant ist an diesen Studien doch eigentlich, was man daraus in die Praxis ableitet. Jeder, der zwei oder mehr Kinder unterschiedlichen Geschlechts hat, wird es sofort bestätigen können, daß Jungen und Mädchen unterschiedliche Verläufe in ihrer Entwicklung haben. Im Bereich der Motorik zB kann das jedes Elternteil, welches Kind/er in der Kita hat, sofort sehen, wenn in der Kita gemalte Bilder der Kinder ausgelegt werden - da können Sie eine scharfe Trennlinie zwischen Jungen und Mädchen ziehen, ohne zu wissen, wer das Bild wirklich gemalt hat.
Der Knackpunkt ist eigentlich der, daß solche Studien teilweise sehr subjektiv sind, da die Definition zB eines "positiven Sozialverhaltens" subjektiv ist. Wer definiert, ob "schnellere Interaktion mit Gleichaltrigen" etwas Positives ist? Wer definiert, daß zB ruhiges gemeinsames Spielen auf dem Fußboden einen höheren Stellenwert besitzt, als lautes Rumtoben auf einem Klettergerüst? Die größte Fehlerbeeinflussung dieser Studie liegt eigentlich darin, daß Männer bei der Bewertung des Verhaltens (da nur 7% Männeranteil bei den Erziehern, in Deutschland sind es noch weniger) und der Auswertung der Fragebögen gar nicht vorkommen, und somit ihre subjektive Sicht (auf zB das Sozialverhalten) vollkommen untergeht. Wenn daraus dann politische Forderungen formuliert und umgesetzt werden, dann kann das durchaus drastische gesellschaftliche Konsequenzen haben.
Zu vielen gelungenen Analysen solcher Studien und der daraus entstehenden Verzerrungen in der Geschlechterforschung kann ich Ihnen das Buch "Rettet unsere Söhne" von Arne Hoffmann empfehlen.

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