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Klima-Risiko-Index: Pakistan erklimmt Spitze in der Rangsliste des Todes

Stürme, Hochwasser, Hitze - viele Staaten erlebten 2010 den reinsten Horror. Eine Umweltorganisation hat nun aufgelistet, wo Unwetter am schlimmsten zuschlugen. Unter den ersten 20 Ländern befindet sich nur ein Industriestaat.

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kabelfritze 29.11.2011, 18:35
1. Nun,

Zitat von sysop
Stürme, Hochwasser, Hitze - viele Staaten erlebten 2010 den reinsten Horror. Eine Umweltorganisation hat nun aufgelistet, wo Unwetter am schlimmsten zuschlugen. Unter den ersten 20 Ländern befindet sich nur ein Industriestaat.
dann werden wir wohl warten müssen bis es mehr Industriestaaten betrifft. So lange nur ein paar "Kaffernstaaten" absaufen, interessiert das in den Gasfußländern doch keine Sau.

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hierro 29.11.2011, 18:50
2. Fragwürdiges Ergebnis

Zitat von sysop
Stürme, Hochwasser, Hitze - viele Staaten erlebten 2010 den reinsten Horror. Eine Umweltorganisation hat nun aufgelistet, wo Unwetter am schlimmsten zuschlugen. Unter den ersten 20 Ländern befindet sich nur ein Industriestaat.
Das Bemühen von Germanwatch, einen Klima-Risiko-Index zu erstellen, ist begrüßenswert. Es besteht auch kein Zweifel, dass eine ganze Reihe Staaten im vergangenen Jahr von Stürmen, Hochwasser, Hitze, Trockenheit etc. heimgesucht worden sind. Die Ermittlung jener Länder, wo die Unwetter besonders drastisch zugeschlagen haben, dürfte m. E. jedoch schwierig gewesen sein. Dies dann auch noch mit Zahlen zu belegen und eine Länderrangfolge zu erstellen, halte ich schlichtweg für Unfug. Das Beispiel Pakistan: Wer sich nur klein wenig in diesem Land auskennt und mit den dort vorhandenen Statistiken arbeiten musste, der zweifelt sehr an der Germanwatch-Aussage, dass Pakistan in der " Rangliste des Todes" Platz 1 eingenommen hat. Neben den sehr fragwürdigen Zahlen, die während und nach der Flut von den Pakistanern vorgelegt wurden, muss auch berücksichtigt werden, dass die pakistanische Regierung ihre Opfer- und Schadenszahlen erheblich manipuliert hat, um so eine umfangreichere internationale Hilfe zu bekommen. Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Kooperation mit den Pakistanern glaube ich, dass die von der deutschen Umweltorganisation vorgelegten Zahlen einer kritischen Überprüfung nicht standhalten.

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Fakler 30.11.2011, 09:36
3. Kaffernstaaten

Zitat von kabelfritze
dann werden wir wohl warten müssen bis es mehr Industriestaaten betrifft. So lange nur ein paar "Kaffernstaaten" absaufen, interessiert das in den Gasfußländern doch keine Sau.
Immerhin hat Pakistan die Atombombe.

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riolouco 30.11.2011, 10:01
4. Japan?

Japan hat wohl wesentlich mehr Katastrophen erlebt, aber sie haben sich haltz auch entsprechend geschützt.

Auch Deutschland und die Niederlande haben mehr Sturmfluten und Stürme, aber wir haben bereits ab 1600 mit intensivem Deichbau begonnen.

Das Problem in Pakistan ist nicht die Natur, sondern die mangelnde Vorsorge gegen die "Katastrophen".

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JEW-T 30.11.2011, 10:03
5. Ohne

Korrelation mit dem jeweiligen Bevölkerungswachstum sowie der Besiedlungsdichte sind solche Zahlen und Rankings völliger Unfug; was Todeszahlen angeht, dürfte der Weihnachtstsunami von 2004 ungeschlagen sein und auch das Erdbeben in Haiti liegt da im Ranking -trotz Herabstufung auf etwa 20 000 Tote- immer noch deutlich vorn. In Bangladesh gibt es derzeit durch erhöhte Sedimentationsraten einen Nettozugewinn an Land von ca. 1km²/Jahr und ein Großteil der Überflutungen im 5-Flüsse-Delta wird durch die Intensivierung der Garnelenzucht und den damit einhergehenden Verbau vieler Flußarme verursacht. Wenn wir schon ungefragt Warnsignale in alle Welt hinausposaunen, dann doch bitte auf Grundlage verifizierbarer Fakten.

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fernossi 30.11.2011, 10:12
6. Begrifflichkeiten

Zitat von hierro
Das Bemühen von Germanwatch, einen Klima-Risiko-Index zu erstellen, ist begrüßenswert.
Nachdem nun endlich IPCC und andere eingesehen haben, dass es wissenschaftlich unmoeglich ist, einen direkten Zusammenhang zwischen Klimawandel und Wetterextremen herzustellen, sollte endlich der Begriff Klima-Risiko-Index abgeschafft werden. Das ist alarmistischer Schwachfug.
Wetter-Risiko-Index oder Katastrophen-Risiko-Index waeren passender.
Germanwatch ist einer dieser Alarmisten, die so oft "Wolf" geschrien haben wo nichts war, dass das Anwachsen der Zahl der Kimawandelskeptiker nicht verwunderlich ist.

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JEW-T 30.11.2011, 10:21
7. Ohne

Korrelation mit dem jeweiligen Bevölkerungswachstum sowie der Besiedlungsdichte sind solche Zahlen und Rankings völliger Unfug; was Todeszahlen angeht, dürfte der Weihnachtstsunami von 2004 ungeschlagen sein und auch das Erdbeben in Haiti liegt da im Ranking -trotz Herabstufung auf etwa 20 000 Tote- immer noch deutlich vorn. In Bangladesh gibt es derzeit durch erhöhte Sedimentationsraten einen Nettozugewinn an Land von ca. 1km²/Jahr und ein Großteil der Überflutungen im 5-Flüsse-Delta wird durch die Intensivierung der Garnelenzucht und den damit einhergehenden Verbau vieler Flußarme verursacht. Wenn wir schon ungefragt Warnsignale in alle Welt hinausposaunen, dann doch bitte auf Grundlage verifizierbarer Fakten.

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besso 30.11.2011, 13:19
8. ist ja alles...

recht und gut - was hat es aber mit CO2 zu tun?

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wolfvr 30.11.2011, 13:26
9. Unfug Hitzetote

Wie soll man diese Statistik ernstnehmen, wenn Hitzewellen (allerdings nur in sonst kalten Ländern) als verheerende Tötungsmaschinen dargestellt, die wesentlich höheren Opferzahlen von großer Kälte aber unter den Tisch gekehrt werden. Sorry!

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