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Klimakatastrophe: Die Kinder sind längst noch nicht wütend genug
Bernat Armangue / AP / DPA

Die Schülerinnen und Schüler, die jeden Freitag auf die Straße gehen, haben etwas Entsetzliches verstanden: Sie werden gerade verraten. Dafür hat diese Woche wieder erschütternde Beispiele geliefert.

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ichliebeeuchdochalle 31.03.2019, 11:21
210.

Zitat von Bulle Geiger
1. alle Kommentare gelesen - aber übernehme gern die Rolle des Bösewichts... auch, wenn Sie es abstreiten: der Klimawandel ist eben nicht „beschlossen und real“ - es gibt immer noch genug kritische Stimmen gegen die allgemeine Untergangsstimmung. 2. Und nebenbei: wer selber mal zur Schule gegangen ist, wird wissen, dass 50 - 75% der Schüler sich eher an einem freien Tag erfreuen, als für irgendein höheres Ziel einzutreten...
1. Weil diese Leugner wie Sie denken, sind es "kritische" Stimmen ... ja, nee, is' klar ... nein es sind die Stimmen von dummen Menschen, es sind also "dumme" Stimmen.

2. Realiter gab es in den 1960er Jahren bereits eine Generation junger Menschen, die aus politischer Motivation auf die Straße gegangen ist ... und jetzt nach 45 Jahren Bewußtseins-Rückentwicklung der Nach-68er-Generationen ab Mitte der 1970er Jahre durch Konsumverfall und Schulverblödung kommt da wieder eine politische Bewegung in Gang. Die sind dabei, die Schulverblödung abzuschütteln, die sie zu Deppen-Konsumenten degradiert. Und sie schnallen, daß es um die nackte Existenz geht und nicht darum, es mal etwas besser zu haben als die Eltern-Generation. Und das mit dem Klamottenkauf für 1-Euro für Textilien, die 3 Monate halten und Jedes-Jahr-neues-Handy mit 1% verbesserter Leistung ist auch bald vorbei.

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Neandiausdemtal 31.03.2019, 11:22
211. Korrekt!

Zitat von Wolfgang Simon
Hier protestieren Schneeflocken gegen die Lawine in der sie sich befinden. "Das Klima" "die Umwelt" und einfach alles kann " gerettet werden indem die Weltbevölkerung minimiert wird. Bekannt seit den 70ern (Club of Rome). Stattdessen werden Kinder instrumentalisiert um gehen Symptome zu protestieren statt die Wurzel des Übels zu benennen. Ich habe keine Kinder (sprich Konsumenten der Ressourcen) in die Welt gesetzt. Genau aus diesem Grund. Auch wenn mir das wahrscheinlich keiner glaubt. Stattdessen ziehe ich adoptierte Kinder auf. Der/die, welcher sich verpflichtet ebenfalls keine Kinder (und damit Enkel, Urenkel etc) in die Welt zu setzen, der darf Imho gegen "die Alten" protestieren. Alles andere ist grotesk. Kindisch eben.
Ich glaube Ihnen das sehr wohl.
Auch ich habe meiner damaligen Lebensgefährtin erklärt, keinen Nachwuchs zu wollen, da jedes Kind ein überflüssiger Beitrag zur Umweltverschmutzung ist. Das war in den 80ern.

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stoffi 31.03.2019, 11:22
212. Ich denke

schon, das diese Generation etwas ändern möchte, aber, hat ihnen mal jemand alles aufgezählt, auf was sie verzichten müssten ? Gerade diese Generation wird von dem Verzicht betroffen sein. Die Älteren brauchten keine Schnellrestaurante, keine Kaffebecher für unterwegs und auch keine Plastiktüten, Keinen Kleinkram aus Plastik und auch nicht ständig neue Klamotten und das neuste Handy. Das könnte noch eine lange Liste werden. Ob dann, wenn sie auf vieles Liebgewonnene verzichten müssten, auch noch so viele auf die Strasse gingen, wage ich zu bezweifeln. Ich habe sieben Enkel, mit denen ich das mal ,,durch gekaut" habe und danach waren alle sieben SEHR nachdenklich.

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steiger 31.03.2019, 11:22
213. Zurück in die Zukunft.

Auf die Gefahr das sie ganz Kluger das alles schon wissen. Vielleicht wissen sie es auch gar nicht, sondern tun nur mit einer an Perversion grenzenden Kommunikationsmethodik den Leuten sinnvolle Argumente im Vorfeld wegnehmen zu wollen. Sie geben sich praktisch selber schon die möglichen Antworten um auch wirklich sinnvolle Antworten darunter vorab als Minderwertig zu desavouieren. Pressefreiheit an sich ist schön und gut, aber Pressefreiheit kann man nicht essen. Was die Weltgerade jetzt braucht sind bestimmt nicht solche Angstmacher und Phrasendrescher, wie sie. Herr Kolumnist, legen sie doch erst einmal ihre familiäre Klimabilanz und die ihrer klimaradikalen Redaktion offen. Die Welt braucht gut gekühlte emotionsfreie WissenschaftlerInnen und nicht weinerliche und aufrührerische ReporterInnen. WissenschaftlerInnen, die immer wieder versuchen das Unmöglich möglich zu machen. Wie sie selbstverständlich wissen, Mehrwasser kann man tatsächlich entsalzen. Häuser, Büros, Autos und Mals kann man tatsächlich klimatisieren. Atommüll kann man zum Saturn schicken. Atemluft kann man filtern. Krankheiten die früher tödlich waren, kann man heute heilen. Übrigens in vielen Teilen der Welt ist es schon länger heißer als im goldenen Westen, die Menschen leben dort auch schon etwas länger und sind nicht ausgestorben, nur technologisch viel weiter zurück. Eis- und Heißzeiten haben sicher sogar erst zur heutigen Entwicklung des Planeten geführt, oder glauben sie wirklich an den Schöpfer?

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chrbrunswick 31.03.2019, 11:24
214.

Mit Schreien und Unterrichtsverweigerung wird es nicht gelingen, moderne Technologien zu erforschen und zu erschaffen.
Insbesondere im Norden Deutschland sind die schwächsten Schüler Deutschlands zu finden und gerade dort wird gestreikt.

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spon_4_me 31.03.2019, 11:26
215. @ Bulle Geiger (# 179):

Kritische Stimmen gegen Untergangsstimmung gibt es immer. Es gibt tatsächlich eine intensive wissenschaftliche Debatte über Multikausalitäten und Polyvariabilität beim Thema Klimawandel. Aber da geht es um das Wie oder Wann oder Wo, nie um das ob. Tun Sie mir den Gefallen (stellvertretend für all diejenigen, die denken wie Sie) und nennen Sie mir eine einzige mit wissenschaftlicher Methodik durchgeführte Untersuchung, die die Realität des anthropogenen Klimawandels leugnet. Nicht anders bewertet oder in andere Kontexte stellt oder auf der Metaebene die vermeintliche Hysterie zu dem Thema kritisiert. Eine einzige Studie. Ich verspreche Ihnen, sie zu lesen, sofern sie in einer mir zugänglichen Sprache geschrieben ist. Ach was, ich zahle für die Übersetzung dieser Studie aus eigener Tasche und schicke Sie Herrn Stöcker zur Mahnung. Eine einzige Quelle, die sagt, anthropogenen Klimawandel gibt es nicht, das Ganze hat andere Ursachen. Bitte!

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sardor99 31.03.2019, 11:28
216. Als ich in dem...

... Alter war konnte jeder Tag der letzte sein und morgen die Welt in einem Atomkrieg untergehen. Wurde vorhergesagt, das der Wald bald durch den sauren Regen wegstirbt und die Sonne durch das Ozonloch Tausende Krebstote verursachen wird. Bei youtube mal nach 'Telerop 2009' suchen, wie man damals die Zukunft gesehen hat.
Und? Hat die Menschheit alles zurechtgebogen.
Statt ständig einen auf Panik machen sollte man besser sagen, das schaffen wir auch noch...

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rainalddassel 31.03.2019, 11:28
217. Es gibt keine absolute Wahrheit

Klimaschutz ist sehr wichtig. Aber wir müssen Stück für Stück vorangehen. Nicht wie bei Lenin's Was tun. Hört sich alles toll an aber Besserwisserei und von oben herab, aber damit wird man nicht die breiteste Unterstützung für den so wichtigen Klimawandel zu erreichen. Und bitte mehr auf riesige Probleme hinweisen - die Umweltverschmutzung in China und Indien und vorallem die enorm anwachsende Überbevölkerung sind die größeren Probleme für das Klima als sich nur auf die deutsche Kohle zu fokussieren. Bitte ehrlich bleiben.

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ichliebeeuchdochalle 31.03.2019, 11:28
218.

Zitat von markus_wienken
Und solange nach der Demo McDonalds (mit dem damit verbundenen Müll) voll mit den vorher demonstrierenden Jugendlichen ist (zu beobachten z.B. in Mainz, ich wohne direkt im Zentrum und bekomme das regelmäßig mit), vermag ich eh nur noch amüsiert den Kopf zu schütteln.
Ich wäre da rein und hätte lauthals (habe das entsprechende Organ) ausgerufen "Ah ja, nachhaltig Leben heißt für euch also bei McD... einzukaufen ... die sind ja für Nachhaltigkeit bekannt" ... und dann hätte ich denen den Kopf aber sowas von gewaschen.

Warum haben Sie das nicht gemacht?

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insel-banker 31.03.2019, 11:29
219. Jetzt kann es nur noch ums Ganze gehen

Vielen Dank für Ihre klaren und notwendigen Worte!
Bereits vor etwa vier Jahren hat Naomi Klein in ihrem Buch - "Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima" - unmissverständlich klar gemacht, dass es keine befriedigenden nachhaltigen Lösungen innerhalb des heutigen Wirtschaftssystems geben kann. All die ignoranten Schön-Schwätzer, die den unermesslich wertvollen Aufschrei der jungen Menschen zu verniedlichen oder gar "weg-zu-Lindener-n" versuchen, können endgültig dann entlarvt werden, wenn man die Finger noch viel tiefer in die Wunde legt: So lange die Menschheit einem System huldigt, das als Grundlage den grenzenlosen Egoismus und nicht z. B. sozial und ökologisch fundierte Kooperation hat, kann man außer Eigennutz nichts wirklich Substanzielles mehr erwarten.
Deshalb ist es genau jetzt an der Zeit, dass sich möglichst viele Bewegungen zugleich besonnen und äußerst druckvoll auf das gemeinsame Ziel einigen: "Die Kooperationswirtschaft", in der all die vielen Probleme des 21. Jhs. eine realistische Chance auf kluge Antworten haben - beschrieben im brandaktuellen "Handbuch soziale Revolution". Nur so lässt sich den Schön-Schwätzern der Teppich auch wirklich unter den Füßen wegziehen und alle Parteien mit einseitigen Weltsichten können "weg-ge-Lindener-t" werden. Gebraucht wird die generations-, partei- und gesellschaftsübergreifende Bewegung: "Dayly for Future". Der Freitag ist erst der Anfang.

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