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Klimakrise: Die Menschheit verliert die Kontrolle über den Zustand der Erde
Diane Keough/ Getty Images

Über Jahrtausende hat sich der Mensch zu einer Kraft entwickelt, die den ganzen Planeten verändert. Nun ist sie so stark geworden, dass sie das Erdsystem zum Kippen bringen könnte.

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Gerlinde66 01.09.2019, 01:45
340. Mensch oder System

DIE MENSCHHEIT als Übeltäter einer Fehlentwicklung, wenn nicht gar als GAU der Geschichte zu deklarieren, war schon immer ein beliebtes Argument zur Ablenkung von den tiefer liegenden institutionellen und strukturellen Imperativen des warenproduzierenden Systems. Dennoch: Keine Gesellschaftsformation hat in einem historisch so kurzen Zeitraum von wenigen Jahrhunderten so zahlreiche, so große und so vernichtende Zerstörung hervorgebracht wie das kapitalistisch immanente Betrugs- und Bereicherungssystem. Niemals zuvor gab es ein gesellschaftliches System, das die Menschheit näher an die Vernichtung ihrer eigenen Naturgrundlagen im planetarischen Maßstab herangeführt hat – weder Steinzeitkulturen, noch sogenannte Naturvölker, Stämme, Groß- und Gottkönige der Geschichte hatten jemals über ein derartiges Zerstörungspotenzial verfügt – dieser nicht unerhebliche Teil der Menschheit kann also für die profit- und konkurrenzgetriebenen "Menschheitsfallen" nicht verantwortlich gemacht werden. Wenn es Armut, Elend und Gewalt auf diesem Planeten gibt, dann ist daran nie zu viel Kapitalismus, sondern immer zu wenig Kapitalismus schuld – so die infame Verdrehung der Tatsachen. Eine Gesellschaft, die auf der dumpfen Ungesellschaftlichkeit ihrer Mitglieder beruht, trägt notwendig die Potenz von Barbarei und Umweltzerstörung in sich. Das Rad der Geschichte soll und kann natürlich nicht zurückgedreht werden, aber vielleicht bedarf es angesichts der drohenden Klimakatastrophe der völligen historischen Delegitimierung des Kapitalismus, der notwendig völligen Negation seiner angeblichen "Fortschrittlichkeit" – um überhaupt jemals mit ihm Schluss machen zu können.

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Maria--Galeria 01.09.2019, 01:45
341. Apokalypse, steht schon in der Bibel

Es gibt da so Geschichten, auch in der Bibel und anderen gescheiten Büchern, in denen immer am Ende der Welt von einer Apokalypse erzählt wird. Erfahrungen von unseren Vorvorderen. Vermutlich, in hundert Jahren werden die Menschen seufzen, ja hätten wir nur auf diese junge Frau gehört, aber vermutlich ist dann schon der Ofen aus, denn den einen steht das Wasser bis zum Hals und die anderen verstecken sich in ihren Hütten und haben nichts mehr zu essen und zu trinken, draußen ist es vor Hitze nicht mehr auszuhalten. Reset, dauert dann wieder ein paar Millionen Jahre bis sich die Erde von unserem Treiben wieder erholt hat, nur vielleicht werden sich ein paar irgendwie retten können und das Rad dreht sich weiter. Ich tippe auf Trump und seinen Clan, die haben die besten Chancen in ihren Bunkern, vielleicht, nö, vermutlich sogar, mit ihrer künstlichen Intelligenz, die ihnen den Wein serviert und das Bettchen macht. Sie sind ja dabei wieder ihre Anzahl zu vermehren, schwer beschäftigt. Na, wer will da nicht der Letzte sein. Vermutlich haben sie sogar eine Genbank eingebunkert um sich div. Lebewesen und Pflanzen züchten zu können, funktioniert vermutlich so lange bis der letzte Roboter seinen Geist aufgegeben hat. Holderie und Holdera, aufjedenfall wir bleiben für immer da, auch wenn nur noch kleine Trumps rum springen. Kann nur hoffen dass die Botschaft von Greta überall auf der Erde zündet und die Leute ihr Hirn dazu verwenden für was es eigentlich da ist, nämlich, ganz schön dämlich, zum denken, na, so was.

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Little_Nemo 01.09.2019, 01:47
342. Zwangs-Vorstellungen

Zitat von helmut_tholen
Wir müssen pflanzen, pflanzen, pflanzen und sterilisieren, sterilisieren, sterilisieren. Klimaanlagen verbieten ist ein weiterer essentieller Schritt. Klimaanlagen nur für Krankenhäuser. Pflanzen ohne Geschwafel, lernen wir von den geknechteten älteren Völkern und vermeiden mafiöse Strukturen wie PfP. Beim Sterilisieren ist das leuchtende Vorbild Indira Gandhi, die mit Militärhilfe MassenOP durchführte.
Das mit dem Pflanzen halte ich für einen sehr erfolgversprechenden und richtigen Weg, wenn es klug und sachkundig gemacht wird. Blindes Drauflospflanzen könnte auch verheerende Folgen haben oder pure sinnlose Verschwendung sein. Wir müssen der Natur aber viel mehr Raum geben. Und Sie haben meiner Ansicht nach auch recht, dass wir weniger werden müssen. Und zwar ohne Kriege. Aber Zwangssterilisationen sind Faschismus. Das ist kein gangbarer Weg. Das muss über Aufklärung funktionieren. Das wird zwar schwierig in diesen Zeiten, in denen die Gegenaufklärung mal wieder Hochkonjunktur hat, aber einen anderen Weg sehe ich nicht.

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doc_snyeder 01.09.2019, 01:52
343. Wann kommt endlich die Überbevölkerungskonferenz?

Von Klimaerwärmung und Artenvernichtung bis zu Mikroplastik in den Weltmeeren - alle diese Probleme entstehen durch die zu hohe Anzahl von Menschen auf diesem Planeten. Der Mensch zerstört die Biosphäre der Erde. Und man wird keines dieser Probleme lösen, wenn die Weltbevölkerung ständig weiterwächst..

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ontwoone 01.09.2019, 01:59
344. Zeit inne zu halten

Wir müssen es schaffen, inne zu halten, die Lage ernsthaft sondieren und die richtigen Lösungen finden. Inne halten heißt: erst mal alles verbrauchen was vorhanden ist, nichts Neues erschaffen. Dann erkennbar machen, was wirklich notwendig ist. Wir haben die Kontrolle über uns dann verloren, als wir Dinge hergestellt haben, die wir nicht zum Überleben brauchen, sondern nur so zum Spaß und Zeitvertreib. Öffnen wir die Augen, erkennen wir uns wieder in einer Welt, voller unnötiger Gadgets und Angewohnheiten. Stellt euch vor, wie schön unsere Welt wäre, wenn es keinen Billigschund mehr gäbe, wie z.B. Überraschungseier, Werbeartikel oder ständig neue Spaß-Technik oder Urlaube rund um den Planeten mit allen möglichen Verkehrsmitteln und um jeden Preis. Oder die ständig neuen Waffen die zu dauernden Kriegen führen die immer einen extrem großen Umweltschaden anrichten. Oder bedenken wir doch einmal die Ökobilanz der vielen Film-, Fernseh- und Musikprodktionen. Ist uns eigentlich klar, wieviele Filme, Sendungen und Shows bereits vorhanden sind, die wir bis zum Tode niemals alle anschauen könnten. Stoppen wir doch mal die Neuproduktion und schauen und hören wir erst mal durch, was bereits vorhanden ist. Mal im Ernst, während der Planet und viele Lebewesen auf ihm leiden, werden Unnötiges und ständig neue Filme erschaffen. Stãndig wechseln Mode und Automodelle. Angewohnheiten wechseln sich zerstörerisch ab, z.B. werden erst viele Landstriche mit Hotelburgen zugepflastert, dann rennen alle auf die vielen Riesenschiffe. Bald stehen diese ungenutzt herum, weil wir alle ein Wohnmobil oder Camper haben müssen. Zuhause das gleiche: die Küche oder Fernseher sind noch gut, da braucht es was neues, weil moderner. Es wird rumgeprotzt und stãndig Müll produziert. Selbst unsere vielen unnötigen Spaß-Haustiere sind echte Klimakiller, mit ihrem Fressen, Kacken, Spielen und Wohlfühlen. Wir haben die Kontrolle über uns und den Respekt vor der Natur verloren und sind, vor allem in den reichen Gebieten, unanständig und asozial geworden.

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Little_Nemo 01.09.2019, 02:00
345. Mensch und Natur und die Natur des Menschen

Zitat von schnepfenelse
Die Menschheit hat nie die Kontrolle über die Natur gehabt, sie hat nur erst in den letzten 200 Jahren zunehmend die Naturkreisläufe gestört - wider besseren Wissens. Der Natur ist es egal, ob die Spezies Mensch mit den Lebensbedingungen zurecht kommt oder nicht. Es gab Milliarden Jahre vor dem Menschen und es wird Milliarden Jahre nach dem Menschen geben. Darum ist es auch Unsinn, von "Klimarettung" zu sprechen - es müsste wohl eher "Menschenrettung" heißen.
Das sehe ich ein wenig ähnlich, obwohl es auch ein bisschen Wortklauberei ist. Ich würde sagen, wir haben die Kontrolle über uns selbst verloren, sofern wir die jemals hatten. Hätten wir die Kontrolle über uns, würden wir uns wenigstens soweit beherrschen, dass wir nicht ständig neue Sachen erfinden, auf den Markt werfen und dann unserer Kontrolle entgleiten lassen, die uns selbst schaden oder uns gar letztlich vernichten.

Den Begriff "Klimarettung" halte ich aber keineswegs für Unsinn, denn es geht nicht nur um Menschenrettung. Die Chancen stehen derzeit nicht schlecht, dass wir mit unserem Verhalten die Erde in eine zweite Venus verwandeln, also tatsächlich in einen unbewohnbaren Planeten - nicht nur für uns Menschen. Es gibt keinen Grund sich sicher zu sein, dass die irdische Natur uns Menschen in irgendeiner Weise überleben wird. Wir haben es bereits bis jetzt geschafft eine Vielzahl von Arten unwiederbringlich auszurotten. Wir sind verdammt effizient, was das anbelangt. Und wir müssen uns dafür noch nichtmal Mühe geben. Im Gegenteil.

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thilog 01.09.2019, 02:03
346. Reißerische, dumme Überschriften, ein lohnendes Geschäftsmodell?

Man könnte an der Menschheit verzweifeln: SPON erfindet- wie leider oft - eine reißerische Überschrift, die vom Inhalt des nachfolgenden Artikels nicht abgedeckt wird und hunderte Leser springen über dieses Stöckchen, arbeiten sich ausschließlich an dieser Überschrift ab und merken gar nicht, wie der SPIEGEL sie für dumm verkauft. Vielleicht wäre es lohnendes Geschäftsmodell, künftig auf Artikel, Reportagen, Interviews ganz zu verzichten und nur reißerische Überschriften in den Raum zu werfen.

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Maria--Galeria 01.09.2019, 02:05
347. Natürlich haben wir eine Kontrollfunktion

aber wir benutzen sie nicht. Als Krone der Schöpfung, sprich Evolution, ausgestattet mit Hirn, eigentlich bin ich nicht Bibelaffin, werden wir schon seit ca. sechstausend Jahren aufgefordert als Hüter unserer Mitwelt aufzutreten und nicht als Zerstörer. Sogar schon vor ca. sechstausend Jahren haben kluge Menschen es schon für nötig gehalten, Genesis, die Menschen darauf hinzuweisen Hüter zu sein, ist aber leider in Größenwahn ausgeartet. Jetzt haben wir den Salat, übel.

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steveleader 01.09.2019, 02:06
348. Man fühlt doch in Deutschland...

schon seit ca. 3 Jahren das sich an unserem Klima etwas verändert hat.
Einige wollen oder können dies nicht wahrnehmen. Auch das krampfhafte behaupten wir könnten nichts dagegen tun, ist doch eher der mangelnde Willen etwas signifikant zu verändern. Veränderung wird manchmal gescheut wie Dracula das Weihwasser.
War bei der Titanic auch so, sie war ja unsinkbar.
Ist der Mensch nicht in der Lage sich selbst zu retten?

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lamblies 01.09.2019, 02:22
349. Mein Titel

Nach dem Lesen von "Versuch und Irrtum, der Mensch, ein Fehlschlag der Natur" von Theo Löbsack ungefähr im Jahre 1979 verfolge ich gewisse Entwicklungen und Vorgänge in dieser Hinsicht.
Aufgegeben habe ich die Hoffnung, dass Wege zur Umkehr beschritten werden. Die Zerstörung der Natur in Verbindung mit der Bevölkerungsentwicklung gewinnt weiter an Fahrt.
In absehbar kurzer Zeit wird sich das Leben auf dieser Erde radikal zum negativen ändern.
-hier folgen nun alles Sauereien...
Es stellen sich mir folgende Fragen:
1. Ist diese Entwicklung positiv oder eher negativ aus Sicht einer Person oder Gesellschaftsgruppe?
Wahrscheinlich ist diese Entwicklung für Einige positiv, sonst würde man damit ja aufhören.
2. Warum lässt man die Nutznießer gewähren und stoppt diese nicht?
Die Nutznießer haben zu viel Macht oder es profitieren zu viele.
3. Was kann ich tun, um die Situation zu verbessern
Wahrscheinlich symbolisch ein Apfelbäumchen pflanzen.
4. Darf ich nun meine Kreuzfahrt trotzdem machen?
Das muss jeder für sich entscheiden, ich würde es trotzdem nicht tun.

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