Forum: Wissenschaft
Klimakrise: Gemeinsam gegen den Golem
baona/ iStockphoto/ Getty Images

Zum ersten Mal hat die Menschheit einen gemeinsamen Feind. Und wir alle tragen eine Mitschuld, dass die Klimakrise bisher nicht entschlossen bekämpft wurde. Diese Woche wird weltweit zeigen, dass sich das nun ändert.

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kajob 16.09.2019, 10:01
40. Globale Zusammenarbeit

Puh. Mir fehlt die Phantasie mir vorzustellen das die Regierungen der Welt ernsthaft und friedlich kollaborieren um dieses Problem anzugehen. Und die einzelnen Menschen auch nicht. Es wird immer Leugner geben die ihren Lebensstandard höher einschätzen als eine, aus ihrer Sicht, maximal theoretische Bedrohung. Was ich privat schon alles gehört habe an Ausflüchten. Es ist korrekt das die Klimaänderungen sehr, sehr träge ablaufen und genau das wird auch der Grund sein warum die Menschheit daran untergeht. Zu divers sind Systeme und Ideologien. Wie will man eine aufstrebende Nation wie China davon überzeugen ihre Kohlekraftwerke abzuschalten und sich damit selbst zu schaden während der Westen so weitermacht. Niemand wird zurück treten wollen weil er immer davon ausgehen muss das er damit einen Nachteil im globalen Markt einstecken muss. Zu viele Nationen sind unverlässliche, nicht vertrauenswürdige Partner geworden. Und dann sind da noch die vielen ernsthaften Feindschaften die sich wahrscheinlich niemand einigen lassen. Ich persönlich glaube das global betrachtet der Homo Sapiens gescheitert ist. Ich hoffe, ich irre mich gewaltig.

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RioTokio 16.09.2019, 10:04
41.

"Im Weißen Haus in Washington sitzt einer der verbliebenen Vertreter dieses Clubs der Skrupellosen"

Nein, im Weißen Haus sitzt der demokratisch gewählte Präsident einer der größten Länder dieser Erde.
Der US Präsident versucht Politik zu Gunsten seiner Bevölkerung zu machen.
Wir haben 1% der Weltbevölkerung, sind für 2,3% der CO2 Emissionen verantwortlich. Unsere Regierung will aber dem Klimathema alles unterordnen. Koste es was es wolle.

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Greenkeeper2021 16.09.2019, 10:12
42.

Zitat von r.voelckel
Alles richtig. Allerletzte Chance und zwar radikal, wie bisher noch nie, aber warum, verdammt noch mal, schon wieder das Tabu der Bevölkerungsexplosion. Welcher Neunmalkluge will mir erklären, das 7 oder 14 Milliarden egal ist. Aber nein: böse Industrieländer, ökologischer Fußabdruck usw. sorry aber wir müssen an einem Strang ziehen ohne Ideologie, sonst ist es in 100 Jahren vorbei
Whataboutism in Reinform

1: Deutschland erzeugt doppelt so viel CO2 als gerecht Anteilig an der Weltbevölkerung

2: Das Ziel ist es klimaneutral zu werden
Und ob die Weltbevölkerung auf 7, 9 oder 14 MRD steigt spielt da überhaupt keine Rolle

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WolframS 16.09.2019, 10:14
43. Lösen der Klimakrise

Ich glaube, dass die Klimakrise lösbar ist, wenn wir es zuallererst mal als Europäer schaffen nicht nur am gleichen Strang, sondern auch in die gleiche Richtung zu ziehen.
Dann bräuchten wir folgendes:
1.) Die Europäischen Regierungen müssen zuallererst damit aufhören die EU als Entschuldigung für eigene Fehler zu benutzen, sondern klarlegen, dass dieses Problem in Europa nur gemeinsam zu lösen sein wird und die EU die logische Behörde zur Koordination gemeinsam beschlossener Massnahmen ist.
2.) Das Problem muss zuallererst gemeinsam als solches erkannt und benannt werden.
3.) Die EU muss mit den entsprechenden Kompetenzen und dem Budget dafür ausgestattet werden. Umwelt sollte EU-Kompetenz sein.
4.) Wir sollten nicht darauf warten, dass der Rest der Welt mitmacht, wir sollten vorangehen, neue Technologien entwickeln und/oder bestehende anwenden, und die anderen werden folgen.

Seit vielen Jahren wissen wir von der Problematik und setzen viel mehr Energie dafür ein festzustellen, dass es nicht geht, als wir einsetzen um herauszufinden wie es geht.

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Greenkeeper2021 16.09.2019, 10:14
44.

Zitat von janjaeger
Ich stimme dem Kommentar insofern zu, dass eine kleine Gruppe von Wirtschaftsbossen die Hauptverantwortung dafür trägt, dass wir auf eine globale Umweltkatastrophe zusteuern. Ich stimme auch zu, dass wir diese Umweltkatastrophe abwenden können und müssen. Dafür ist es aber auch wichtig, die Verantwortung zu klären. Die angebliche Schuld oder Mitschuld der Verbraucher ist ein Mythos, der seit Jahren verbreitet wird und nur verhindern soll, dass wir gemeinsam die wirklich Verantwortlichen wirkungsvoll bekämpfen. Auch jetzt wird wieder viel über Maßnahmen diskutiert, die die Bevölkerung zur Kasse bitten. Die Konzerne, die über Jahrzehnte Profit aus der Zerstörung der Umwelt gezogen haben, sollten jetzt auch dafür geradestehen. Lasst uns also nicht über eine CO2-Steuer für Autofahrer diskutieren, sondern darüber, dass die Autoindustrie den Umbau zu einem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und das Recycling der hunderte Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bezahlen. Das ist auch genug Arbeit, dass man nicht ständig behaupten muss, dass wir alle arbeitslos werden, wenn mit dem Umweltschutz endlich ernst gemacht wird.
Auch hier Whataboutism

Ein Konzern stellt das her, was nachgefragt wird
Ein Konzern macht das, was Gesetze virgeben

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Leonia Bavariensis 16.09.2019, 10:15
45. Wir werden dabei sein

Und zwar mit einer regionalen Fahrraddemo und einem örtlichen Klimaforum für den Austausch mit anderen Ortsansässigen. So tragen wir das Thema in den Alltag aller und unterstützen die Jugend bei ihren berechtigten Forderungen. Immerhin kann man hier im Ort eigentlich problemlos auf ein eigenes Auto verzichten, denn wir haben eine sehr gute ÖVP-Anbindung an die Landeshauptstadt, haben CarSharing in Vereinsform und der Ort ist überschaubar groß, so dass man mit Fahrrad und zu Fuß alles abdecken kann, was zu erledigen ist. Es wird höchste Zeit für Veränderung in den Köpfen!

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nils.freitag 16.09.2019, 10:16
46. RE: "ohne Polemik"

Zitat von SummseMann
Ich bin mal sehr gespannt ob da wirklich objektiv berichtet wird. Ob der Hautpgrund für die Probleme, die Überbevölkerung, angesprochen wird. Ob ehrlich berichtet wird wie weit sich unser Lebensstandard reduzieren muss um bei 12 Mrd. Menschen (da wird es sich einpendeln) die Ressourcen einer Erde zu verbrauchen. Ob ernsthaft darüber berichtet wird wer was beeinflussen kann oder ob die Illusion gepflegt wird Deutschland hätte einen messbaren Einfluss auf das Klima. Wie nachhaltig sind E-Autos, wie stark belastet das Internet, der Liebling der Friday Schulschwänzer, das Klima, welchen Einlfuss hat fliegen global, welchen Anteil hat Verkehr, welchen Heizen, wer hat welchen Einfluss auf das Klima und was wäre der beste, nicht der populistischte, Hebel um bei der Rettung anzusetzen. Es wäre wirklich schön einmal subjektive Berichte zu lesen ohne Polemik, nur Fakten.
Ist schon ein starkes Stück, dieser Kommentar. Zum einen wird hier ganz deutlich die Mentalität der Bremser deutlich: "Ich weiss eigentlich, wie es wirklich ist, und so lange nicht berichtet wird, was ich will, bewege ich mich eh nicht!" Ziemlich kurzsichtig und ignorant. Ganz zu schweigen von der Vorderung nach "Berichten ohne Polemik", nachdem der eigene Kommentar praktisch nur aus Polemik und Suggestiv-Fragen besteht. Da sucht wohl jemand nach möglichst vielen Ausreden, damit man bloß nicht umdenken muss. Deine Kinder werden's dir danken.

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Greenkeeper2021 16.09.2019, 10:18
47.

Zitat von horst_müller
Katastrophe, Ende der Menschheit.... Jeden Tag die dollsten Superlative. Dass es auch Wissenschaftler gibt, die Bezweifeln, dass der Mensch am Klimawandel schuld ist, wird überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Wo ist denn mal ein Interview mit diesen Wissenschaftlern? Wo ist der Diskurs? Ist es denn nicht die Aufgabe der vierten Gewalt die Standpunkte der Wissenschaft so breit gefächert wie möglich darzustellen? Egal welche größere Zeitung (online oder offline) man aufschlägt, es gibt nur noch Journalismus ala Rezo "Es gibt nur eine legitime Einstellung!". Konträre wissenschaftliche Ansichten werden konsequent ausgeblendet und nicht benannt. Dabei ist genau das die Natur der Wissenschaft. Thesen, Beweise, Gegenbeweise, kritisches Hinterfragen. Diskussionen. Vielleicht kann SPON ja, anstatt des tägliches Weltunterganges, mal eine Reihe von Interviews mit verschieden Wissenschaftlern bringen. Das fände ich super.
Bemerkenswert: Nahezu 100% der Wissenschaft ist vom Klimawandel, menschengemacht, überzeugt

Und Sie fordern konträre Ansichten

So lange reden, bis ...dann weitergeredet wird?

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mostly_harmless 16.09.2019, 10:22
48. Ross und Reiter nennen

Es gibt in diesem Kontext eine Menge Material im Netz:

Finanzierung der Lügenkampagne gegen die AGW, Koch Industries etc.

https://climateinvestigations.org/who-is-paying-for-heartland-institute-climate-denial-palooza/

https://www.desmogblog.com/heartland-institute-manifestation-kochtopus-empire

https://theweek.com/articles/860632/terrifying-legacy-david-koch

Exxon und die Finanzierung der "Klimaskeptiker"
https://repositori.upf.edu/bitstream/handle/10230/1096/591.pdf?sequence=1&isAllowed=y

https://www.scientificamerican.com/article/exxon-knew-about-climate-change-almost-40-years-ago/

https://en.wikipedia.org/wiki/ExxonMobil_climate_change_controversy

Andere Finanziers
https://www.nytimes.com/2019/07/10/climate/nyt-climate-newsletter-cei.html

https://theintercept.com/2019/05/16/coal-industry-climate-change-denial-cloud-peak-energy/

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so-long 16.09.2019, 10:32
49. Überbevölkerung

Zitat von SummseMann
Ich bin mal sehr gespannt ob da wirklich objektiv berichtet wird. Ob der Hautpgrund für die Probleme, die Überbevölkerung, angesprochen wird. Ob ehrlich berichtet wird wie weit sich unser Lebensstandard reduzieren muss um bei 12 Mrd. Menschen (da wird es sich einpendeln) die Ressourcen einer Erde zu verbrauchen. Ob ernsthaft darüber berichtet wird wer was beeinflussen kann oder ob die Illusion gepflegt wird Deutschland hätte einen messbaren Einfluss auf das Klima. Wie nachhaltig sind E-Autos, wie stark belastet das Internet, der Liebling der Friday Schulschwänzer, das Klima, welchen Einlfuss hat fliegen global, welchen Anteil hat Verkehr, welchen Heizen, wer hat welchen Einfluss auf das Klima und was wäre der beste, nicht der populistischte, Hebel um bei der Rettung anzusetzen. Es wäre wirklich schön einmal subjektive Berichte zu lesen ohne Polemik, nur Fakten.
Dieses Problem lässt sich nicht lösen, ohne unsere über Jahrhunderte gewachsenen Moralvorstellungen zu hinterfragen. Wenn alle künftig im Lendenschurz durch die Gegend laufen, hat der Globus noch Platz; wenn alle die „ Errungenschaften der modernen Zivilisation“ mit all ihren Annehmlichkeiten genießen wollen, werden auch e-Autos nicht helfen.

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