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Klimakrise: Wälder könnten zwei Drittel aller CO2-Emissionen ausgleichen
ETH Zurich / Crowther Lab

300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff hat der Mensch seit Beginn der Industrialisierung in die Luft geblasen. Zu viel, um die globale Temperatur stabil zu halten. Doch die Natur bietet eine Möglichkeit, die Klimakrise aufzuhalten.

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iggyp. 04.07.2019, 21:45
1. Anreize

Und welche Anreize wird die Weltgemeinschaft diesen Ländern bieten, damit sie zu unser aller Wohl diese Wälder aufforsten?

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betonklotz 04.07.2019, 21:47
2. Da wird etwas mißverständlich dargestellt

Der Artikel erweckt den Eindruck, als würden Wälder erst Kohlendioxid speichern sobald sie ausgewachsen sind. Tatsächlich aber findet eine Nettoaufnahme nur in der Wachstumsphase statt. Sobald der Wald ausgewachsen ist stellt sich ein Fließgleichgewicht zwischen Aufnahme und Freisetzung ein. Grundsätzlich ist eine solche Maßnahme aber durchaus sinnvoll. Insbesondere sollte man dabei berücksichtigen, daß Wälder neben der Speicherung von Kohlendioxid noch eine ganze Reihe weiterer positiver Effekte haben. Stichworte Bodenerosion, Wasserhaushalt, Mikroklima, Windgeschwindigkeit in Bodennähe, alles Punkte die von Wäldern günstig beeinflusst werden.

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a-cologne 04.07.2019, 21:55
3.

Klingt im Grunde nach einem guten Plan, ohne da jetzt tiefer in die Materie eingestiegen zu sein. Fragt sich nur, wie man die gelisteten Länder an einen Tisch bringen könnte, um dieses Vorhaben relativ zeitnah umzusetzen. Ich denke, es gäbe genügend Big Player aus der Wirtschaft, die hier entsprechend finanzielle Unterstützung leisten würden. Kauf dies oder das und wir pflanzen einen Baum (sinnvoll, wenn es um eher nachhaltige Produkte geht). Auf geht's, die Sache irgendwie schnellstmöglich anpacken. Vor allem dürfte es hier keine Grabenkriege geben, außer, es gibt Baumhasser, die sich bisher nur noch nicht geoutet haben.

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kasimier 04.07.2019, 22:00
4. auch in Städten bitte

Straßen halbieren, Bäume drauf pflanzen, fände ich super. Vor allen Dingen bei über 30°.

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Maulverbot 04.07.2019, 22:00
5. Interessant wäre es zu wissen....

...wieviel Wald in den letzten 300 Jahren gerodet wurde. Allein Deutschland hat bestimmt seinen Baumbestand seit dem um 50% reduziert.

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a.vollmer 04.07.2019, 22:01
6.

Eine weltweite Treibhausgas-Steuer (Carbon Tax) kann Ausgleichszahlungen an Waldbesitzer finanzieren und den Anreiz für mehr Waldflächen erzeugen.

Laubbäume können durch Laubwurf permanent CO2 binden und dem Humus als Pflanzenmasse zuführen.

Eine Bepflanzung mit schnell wachsenden Bäumen oder Bambus sind ebenfalls Optionen, die den Effekt beschleunigen können.

Einfach mal machen. Zusammen mit Energiewende und technologischem Fortschritt kann man den Effekt umkehren und für mehr Sauerstoff in der Atmosphäre sorgen, das fördert die Denkleistung. Können wir auch brauchen.

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ouananiche 04.07.2019, 22:01
7. C4-Pflanzen

Ich frage mich, ob es nicht wegen des überlegenen Photosynthesewegs erfolgversprechender sein könnte, geeignete C4-Pflanzen auszuwählen. Die hätten zudem den Vorteil, in vielen der betroffenen Regionen leichter anbaubar zu sein.

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vox veritas 04.07.2019, 22:04
8.

"Es geht nicht darum, die Wüste mit dichtem Wald zu bepflanzen", erklärt er.

Warum nicht? Theoretisch ist es möglich; allerdings wäre dies ein mehr-Generationen Projekt.

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mps58 04.07.2019, 22:08
9. Endlich

Endlich diskutiert man auch diese Frage, statt sich stets nur auf den Autoverkehr zu verengen. Deutschland hätte auch Bedarf an Wiederaufforstung, das würde auch der Artenvielfalt helfen. Es ist falsch, Aufforstung nur von anderen Ländern zu verlangen, unabhängig davon, ob die Bedingungen dort besser wären.

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