Forum: Wissenschaft
Klimakrise: Wälder könnten zwei Drittel aller CO2-Emissionen ausgleichen
ETH Zurich / Crowther Lab

300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff hat der Mensch seit Beginn der Industrialisierung in die Luft geblasen. Zu viel, um die globale Temperatur stabil zu halten. Doch die Natur bietet eine Möglichkeit, die Klimakrise aufzuhalten.

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blueshift774 05.07.2019, 12:19
110. Diese Ideen sind gut...

lenken aber ab und können aber den Trend allein nicht umdrehen. Wir müssen den industriellen Prozess umkehren, um den CO2-Ausstoss massiv zu verringern. Mit dem "dicken Daumen" gepeilt:

30% der klimaschädlichen Emissionen kommen vom Flugverkehr. Dort brauchen wir eine Carbon Tax von 200 Euro pro Tonne.

Weitere 30% der schädlichen Emissionen an CO2 und Methan kommen aus der Landwirtschaft, speziell der Massentierhaltung und Tierzucht. Dort benötigen wir ebenfalls eine Emissionssteuer von 200 Euro pro Tonne.

Weitere 30% macht die Kohleverstromung in Kraftwerken aus. Auch dort am besten gleich 200 Euro pro Tonne drauf, damit sich was ändert.

Die restlichen 10% kommen vom Autoverkehr, über den wir heute lächerlicherweise sprechen... Dort können wir dann auch noch mal aus "kosmetischen Gründen" gern ein paar Euro pro Tonne bepreisen, damit "alle Geister" beruhigt sind.

Die "30%-Punkte" sind wichtig, weil sie nur erreichbar sind, wenn wir den gesamten Wirtschaftsprozess umsteuern. Da will niemand ran. Da gibt es gewaltige Berührungsangst.
Gelingt dies - und wir werden keine andere Wahl haben - wäre eine klima- und resourceneutrale Industrietechnologie ein bedeutender Unique Selling Point und Key Differentiator im globalen Weltmarkt der Zukunft, der auch andere Staaten zu ähnlichen Maßnahmen zwingen würde. So funktioniert Klimaschutz - vielleicht. Der Schutz und die Aufforstung von Wäldern gehören natürlich flankierend mit dazu und ist ebenso wichtig, wie Zertifikate.

Wenn man einen verdreckten See reinigen will, dann bekommt man ihn nicht sauber, indem man ihn reinigt, sondern indem man die dreckigen Zuflüsse reinigt oder begrenzt. Den rest erledigt der See dann selber...

Wir dürfen daher, wie ich meine, nicht zulassen, dass Klimaschutz am 10%-Anteil des Autoverkehrs ausgetobt wird, was Politik, Wirtschaft und Industrie am liebsten wollen. Denn dann ist der "Run" auf das Klima bereits verloren, bevor er überhaupt angefangen hat. Politik und Wirtschaft müssen gezwungen werden, sich die "harten Brocken" zuerst zur Brust zu nehmen. Dann haben wir vielleicht eine Chance...

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schlob 05.07.2019, 12:21
111.

Ein wichtiger Baustein wäre die Produktion von Milch in Fabriken. Das ist auch schon mehrfach versucht worden-offenbar hat man noch nicht den richtigen Geschmack entwickelt.Eigentlich müsste man ja sowieso eher die menschliche Milch nachahmen.Das wäre eine Sache,mit der Deutschland auf einen Schlag alle Verpflichtungen übererfüllen könnte.Und das würde dem Export gut tun.-Der Stand der Forschung ist so,dass es solche Milch eigentlich schon 20 Jahre geben müsste.-

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Beat Adler 05.07.2019, 12:38
112. Entwicklungshilfe ist prinzipiell falsch fuer Afrika!

Zitat von schlob
Man müsste die Entwicklungshilfe damit koppeln. Warum ist das nicht längst so? Weil einem das Klima weniger wichtig ,ist als durch Harmonie mit dem Kongo Wähler zu gewinnen.
Entwicklungshilfe ist prinzipiell falsch fuer Afrika! Seit 1974 sah ich mir einige Projekte in ueber 40 verschiedenen afrikanischen Staaten aus der Naehe an: Keines konnte bisher die 3 Kriterien: Nachhaltigkeit, Sozialvertraeglichkeit und Umweltschutz gleichzeitig erfuellen.

Viele afrikanische Intellektuelle sind mittlerweile auch auf einen Anti-Entwicklunsghilfekurs eingeschwenkt. Es funktioniert so gut wie nie.

Investitionen in Bildung und Ausbildung, in Infrastruktur, mit Material und Technologien, ja kein Geld, das in korrupten taschen versickert, sind hier gefragt.

Das gilt auch fuer jedes Baumpflanzprojekt!
mfG Beat

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euro-paradies 05.07.2019, 12:43
113. Wie einige Forenmitglieder schreiben, sollte

die Entwicklungshilfe, wen die geol. Voraussetzungen passen, von Pflanzungsmaßnahmen abhängig gemacht werden. Allerdings ist der Pflege und Erhaltung des Jungbestands bis zur gesicherten Größe der Bäume ebenfalls größte Beachtung zu schenken. Sinnvolle Tätigkeiten für zig tausende Leute würden sich ergeben.

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apst 05.07.2019, 12:48
114. Co2...

...ist der neue Ablassbrief, für Menschen die sich nicht mit echten Problemen auseinandersetzen wollen.
Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten, da er zur Erdgeschichte gehört. Selbst wenn alles Öl und alle Kohle verbrannt worden ist, werden nicht die CO2-Konzentrationen erreicht, die vor 100 Mio. Jahren auf der Erde waren. Damit ist das CO2 nicht der Untergang des Lebens auf der Erde.
Aber mit der CO2-Phobie lässt sich ein gutes Geschäft machen. Damit ist das auch wieder für mich OK - die Wirtschaft muss brummen. Das Problem der Überbevölkerung wird damit auch gleich erledigt, da irgendwann nicht genug Land mehr da ist - auch OK. Unterm Strich wird mit dem CO2 nicht das Überleben der Menschheit gesichert - die Erde wird es nicht jucken.

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Byrne 05.07.2019, 13:12
115. Leider falsch gerechnet...

Zitat von blueshift774
lenken aber ab und können aber den Trend allein nicht umdrehen. Wir müssen den industriellen Prozess umkehren, um den CO2-Ausstoss massiv zu verringern. Mit dem "dicken Daumen" gepeilt: 30% der klimaschädlichen Emissionen kommen vom Flugverkehr. Dort brauchen wir eine Carbon Tax von 200 Euro pro Tonne. Weitere 30% der schädlichen Emissionen an CO2 und Methan kommen aus der Landwirtschaft, speziell der Massentierhaltung und Tierzucht. Dort benötigen wir ebenfalls eine Emissionssteuer von 200 Euro pro Tonne. Weitere 30% macht die Kohleverstromung in Kraftwerken aus. Auch dort am besten gleich 200 Euro pro Tonne drauf, damit sich was ändert. Die restlichen 10% kommen vom Autoverkehr, über den wir heute lächerlicherweise sprechen... Dort können wir dann auch noch mal aus "kosmetischen Gründen" gern ein paar Euro pro Tonne bepreisen, damit "alle Geister" beruhigt sind. Die "30%-Punkte" sind wichtig, weil sie nur erreichbar sind, wenn wir den gesamten Wirtschaftsprozess umsteuern. Da will niemand ran. Da gibt es gewaltige Berührungsangst. Gelingt dies - und wir werden keine andere Wahl haben - wäre eine klima- und resourceneutrale Industrietechnologie ein bedeutender Unique Selling Point und Key Differentiator im globalen Weltmarkt der Zukunft, der auch andere Staaten zu ähnlichen Maßnahmen zwingen würde. So funktioniert Klimaschutz - vielleicht. Der Schutz und die Aufforstung von Wäldern gehören natürlich flankierend mit dazu und ist ebenso wichtig, wie Zertifikate. Wenn man einen verdreckten See reinigen will, dann bekommt man ihn nicht sauber, indem man ihn reinigt, sondern indem man die dreckigen Zuflüsse reinigt oder begrenzt. Den rest erledigt der See dann selber... Wir dürfen daher, wie ich meine, nicht zulassen, dass Klimaschutz am 10%-Anteil des Autoverkehrs ausgetobt wird, was Politik, Wirtschaft und Industrie am liebsten wollen. Denn dann ist der "Run" auf das Klima bereits verloren, bevor er überhaupt angefangen hat. Politik und Wirtschaft müssen gezwungen werden, sich die "harten Brocken" zuerst zur Brust zu nehmen. Dann haben wir vielleicht eine Chance...
Ihre Rechnung sollten Sie noch mal überdenken! Da fehlen der schienengebundene und der Schiffsverkehr. In kKraftwerken wird auch nicht nur Kohle eingesetzt, sondern auch Gas und ÖL. Auch fehlt das Heizen. Gerade letzterer Posten ist sehr erheblich.

Wo haben Sie denn Ihre Zahlen her?

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schuggerleo 05.07.2019, 13:15
116. Stimmen diese Zahlen überhaupt?

Der gesunde Menschenverstand sagt, dass vor der Ausbreitung der menschlichen Spezies überall da, wo es möglich es, tatsächlich auch Wald stand. So waren in der Steinzeit z.B. Irland, Schottland oder der Mittelmeerraum, wo es heute nur noch wenig Wald gibt, fast vollständig bewaldet. D.h. auch wenn man überall, wo es möglich ist, Wald pflanzen würde, würde man logischerweise erst mal das CO2 zurückholen, das vorher bereits durch den Menschen durch die Abholzung der Wälder in die Atmosphäre abgegeben wurde.
Prinzipiell ist es natürlich super, weltweit den Waldanteil deutlich zu erhöhen, aber um den CO2-Gehalt in größerem Umfang zu reduzieren, müsste man das Gegenteil vom Verbrennen fossiler Rohstoffe machen, nämlich letztlich Biomasse unterirdisch einlagern, um das CO2 definitiv der Atmosphäre zu entziehen.

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jjcamera 05.07.2019, 13:24
117. Permafrost

Gestern Abend lief in der ARD ein Beitrag, nach dem laut Wissenschaft die Permafrostböden bei ihrem bereits voll im Gang befindlichen Abschmelzen so viel CO2 freisetzen werden, dass jeder Versuch, den industriellen Ausstoß zu mindern, zum Beispiel durch Aufforstung, viel zu spät kommt.
Wir werden auf auf eine Hitzephase der Erde einrichten müssen - mit allen Konsequenzen.

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spidermann 05.07.2019, 13:26
118. Des Kaisers neue Kleider

Ich bin definitiv für mehr Wälder oder einfach mal den Stopp der Abholzung der Regenwälder, aber das nur aus allgemeinem Umweltschutz Interessen. Was CO2 angeht, komme ich mir schon lange vor wie bei des Kaisers neue Kleider. Jedem mit etwas gesundem Menschenverstand und normaler Schulbildung muß eigentlich klar sein, daß CO2 nicht unser Feind sein kann. Es geht aber auch wissenschaftlich fundierter:
"Die Klimakunde gehörte früher einmal zur Geographie, die - wie es schon der Name sagt - eine typisch beschreibende Wissenschaft ohne echte sichere, nichttriviale Vorhersagemöglichkeiten ist. Teile der modernen Klimatologen, die grundsätzlich nur nicht überprüfbare Behauptungen aufstellen, was die Leserbriefe von den Professoren Flohn, Heinloth und Schönwiese besonders deutlich belegen, verstehen die Klimatologie als eine Theorie fiktiver Wettermittelwerte, bei der weder die Mittelwertsbildungen und die Mathematik, noch die Physik oder Chemie stimmen. Es werden dort mit Sicherheit weniger physikalische Gesetzmäßigkeiten richtig verwendet - nämlich keine! - , als in der Astrologie. Auch die Prognosefähigkeit ist in der gleichen Weise einzuordnen. Wie die Texte von Herrn Schönwiese zeigen, kann er noch nicht einmal die Strahlungsgesetze vernünftig verwenden. Die verunstalteten hydrodynamischen Gleichungen in den Klimamodellen (gekoppelte Atmosphären- und Ozeanmodelle) darf man keinem Physiker zeigen oder jemandem, der ein numerisches Computerprogramm geschrieben hat. Wie sagte doch der Kollege Hasselmann in diesem Zusammenhang sinngemäß so schön im Rundfunk? Lieber ein schlechtes Modell, als gar kein Modell, damit man in die Zukunft blicken kann. Dies kann man sehr gut auch so ausdrücken: Lieber falsche Prognosen, als gar keine Prognosen, damit die öffentlichen Gelder in früher überflüssige, neu erfundene "Wissenschaften" und Institute fließen und damit Leute wie Herr Schönwiese für ihre "Beratertätigkeit" ordentlich Spesen bekommen und Weltreisen machen können. Es geht hier nicht um ehrliche Wissenschaft, sondern um ein Beispiel vom Märchen von Kaisers neuen Kleidern, in dem Nichtphysiker vortäuschen, sie wüßten, wie man physikalisch nicht berechenbare Vorgänge beschreiben und berechnen kann.“

http://tsch.de/gerhard-gerlich/

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schlob 05.07.2019, 13:26
119.

Zitat von Beat Adler
Entwicklungshilfe ist prinzipiell falsch fuer Afrika! Seit 1974 sah ich mir einige Projekte in ueber 40 verschiedenen afrikanischen Staaten aus der Naehe an: Keines konnte bisher die 3 Kriterien: Nachhaltigkeit, Sozialvertraeglichkeit und Umweltschutz gleichzeitig erfuellen. Viele afrikanische Intellektuelle sind mittlerweile auch auf einen Anti-Entwicklunsghilfekurs eingeschwenkt. Es funktioniert so gut wie nie. Investitionen in Bildung und Ausbildung, in Infrastruktur, mit Material und Technologien, ja kein Geld, das in korrupten taschen versickert, sind hier gefragt. Das gilt auch fuer jedes Baumpflanzprojekt! mfG Beat
Sie haben Recht .Insofern sollte das auch eher als deutsches Projekt unter deutscher Aufsicht zur Erzeugung von Verschmutzungsrechten laufen.-
Dies könnte ein Exportschlager für Afrika werden,ohne Transportkosten -da immateriell.-und würde zugleich vielen angelernten arbeit geben-und damit Fluchtursachen mindern.
Insbesondere mit der CO 2 Vernichtungsmaschine -
Grünzeug mit Machete abhauen und auf LKW zur Trockenanstalt.
Dies Zeug zu trocknen und zu pressen und vor allem die Lagerung,passiert dann unter Aufsicht.-
Denn wenn das Zeug verrottet,war alles umsonst.

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