Forum: Wissenschaft
Klimakrise: Wälder könnten zwei Drittel aller CO2-Emissionen ausgleichen
ETH Zurich / Crowther Lab

300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff hat der Mensch seit Beginn der Industrialisierung in die Luft geblasen. Zu viel, um die globale Temperatur stabil zu halten. Doch die Natur bietet eine Möglichkeit, die Klimakrise aufzuhalten.

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brain0naut 04.07.2019, 22:10
10. 300 GT?!? eher 2000...

"300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff hat der Mensch seit Beginn der Industrialisierung in die Luft geblasen"

ich weiss nicht, woher der autor diese zahl hat (auch der verlinkte science-artikel gibt diese zahl nicht her), tatsache ist daß die menscheit alleine in den letzten 10 jahren diese menge in die atmosphäre ausgebracht hat (ca. 30 GT/jahr seit 2010).

im gegenteil wurden seit 1850 rund 2000(!) gigatonnen "in die Luft geblasen", eine quelle unter vielen:

"On average, ESMs suggest that there has been 1,989GtCO2 emitted since the year 1860, compared to estimated actual emissions of around 2,267GtCO2."

https://www.carbonbrief.org/analysis-why-the-ipcc-1-5c-report-expanded-the-carbon-budget

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frankcrx 04.07.2019, 22:16
11.

Zitat von Maulverbot
...wieviel Wald in den letzten 300 Jahren gerodet wurde. Allein Deutschland hat bestimmt seinen Baumbestand seit dem um 50% reduziert.
Der Baumbestand in D hat von 2002 - 2012 um 0,4 % zugenommen und umfasst ca. 32% der Gesamtfläche des Landes.
Extremes Wetter mit extremen Kälte- und Hitzeperioden gab es in den letzten 1000 Jahren zuhauf, zur zeit ist das Wetter eher beschaulich.

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spysong 04.07.2019, 22:18
12. Na dann gute Nacht

USA und RU werden einen Dreck tun. Vor allen zeitnah. Kanada und Australien maybe. Dann Brasilien (lol) und China... Ne gute Nacht. Sollten eher schnell schauen wie wir Sklaven Kolonien auf dem Mond und Mars erschaffen können. Das kann man der Wirtschaft und den Ländern auch schmackhaft machen.

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vox veritas 04.07.2019, 22:26
13.

Zitat von brain0naut
""On average, ESMs suggest that there has been 1,989GtCO2 emitted since the year 1860, compared to estimated actual emissions of around 2,267GtCO2." https://www.carbonbrief.org/analysis-why-the-ipcc-1-5c-report-expanded-the-carbon-budget
Suggests steht für 'man vermutet'. Das ist eine eher unwissenschaftliche Aussage.

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Pkaul030 04.07.2019, 22:40
14. Ich hör es wohl....

nur allein mir fehlt der Glaube. Dass, was hier als wissenschaftliche Neuheit verkauft wird ist doch ein alter Hut. Die Weltgemeinschaft sollte die Länder mit der größten Abholzungsrate den Kahlschlag verbieten. Dazu gehört Brasilien und Südostasien. Jährlich verschwindet Wald mit einer Fläche von Deutschland, für die Möbelproduktion und Schaffung von Weideflächen auf denen Rinder noch mehr CO² produzieren. Die Autos können dabei unsere geringste Sorge sein. Da sollte man eher die Berufsschiffahrt an die Kette legen.

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smart75 04.07.2019, 22:44
15. Und Europa?

Welchen Beitrag liefert Europa? Der Kontinent war mal komplett bewaldet. Heute werden immer noch Bäume gefällt... für Windkraft und so weiter

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holzghetto 04.07.2019, 22:50
16. der Anfang ist ja gut gedacht

Aber was wird mit dem Holz nach dem Fällen gemacht? Wird er zu Holzkohle verarbeitet und dann noch zusätzlich verbrannt gelangt alles aufgenommene wieder in die freie Umwelt. Vernichtet wird es nicht. Es wurde ja nur gespeichert. Klar kann man damit Häuser oder ähnliches bauen aber der grosse Teil wird schlichtweg wieder verbrannt.

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peterzar 04.07.2019, 22:56
17. Die Produktion von klimaschädlichen Gasen

über die großangelegte Anpflanzung und Kultivierung von Bäumen und Wäldern zu neutralisieren ist ein
Moment einer Weltrettungsstrategie.
Aber diese merkwürdige Spezies Mensch ist relativ spät dran mit solchen Plänen. Und der große Teil der Großkopfeten ist mental im Verweigerungsmodus (noch in der Steinzeit) und von Konfliktneurosen geplagt.
Was man spätestens seit den Siebzigern begriffen haben sollte, wird ansatzweise jetzt in seiner ganzen wachsenden Dynamik erfaßt.
Allerdings ist die Speicherung über lebendige Bäume ein netter kleiner Beitrag. Rein von der Menge dessen , was an Lagern mit Methanhydrid in den Permafrostboden über Jahrhunderte gespeichert wurde, was unterhalb des Meeresspiegels durch die Erwärmung freigesetzt werden könnt , ist vergleichsweise ein Vielfaches an klimaschädlichen Gasen.
So allmählich sollte es der menschlichen Gemeinschaft klar werden, daß die synergetischen und kumulativen Effekte , die mit den Steigerungen um wenige Grade ausgelöst werden könnten , jetzt mit aller Entschiedenheit bekämpft werden müssen , um katastrophalen Entwicklungen vorzubeugen.
Da wird noch ein bisschen mehr investiert werden müssen als das versammelte Budget aller konflikttreibenden Parteien, die von ihrem militärischen Anstrengungen aber gegenwärtig nicht lassen wollen.
Wir brauchen keinen Weltkrieg , um die menschliche Rasse auszulöschen , Wir schaffen es auch mit einfachen wirtschaftlichen kapitalistischen Methoden und ein paar vernagelten Köpfen an den Spitzen unserer großen Mächte.

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gruj1 04.07.2019, 23:01
18. Nun ja, dann

Zitat von Maulverbot
...wieviel Wald in den letzten 300 Jahren gerodet wurde. Allein Deutschland hat bestimmt seinen Baumbestand seit dem um 50% reduziert.
machen Sie sich doch einfach schlau. Sie werden erstaunt sein, wie es vor 300 Jahren in D ausgesehen hat... Ganz sicher gab es da nicht doppelt so viel Wald (= "Baumbestand"?), wie Sie hier in den Raum werfen.

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isar56 04.07.2019, 23:05
19. Das Entwicklungsministerium

fördert 200 Projekte zur Aufforstung in Afrika und Südamerka. Während abgeholzt dort wird. Und wer prüft die zweckgebundene Verwendung? Wenn das so läuft wie die Entwicklungshilfe - gute Nacht Erde.

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