Forum: Wissenschaft
Klimakrise: Wälder könnten zwei Drittel aller CO2-Emissionen ausgleichen
ETH Zurich / Crowther Lab

300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff hat der Mensch seit Beginn der Industrialisierung in die Luft geblasen. Zu viel, um die globale Temperatur stabil zu halten. Doch die Natur bietet eine Möglichkeit, die Klimakrise aufzuhalten.

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gankuhr 04.07.2019, 23:05
20.

Irgendwie ja auch logisch, oder? Immerhin ist ja alles CO2, was wir durch Verbrennung von fossilen Kohlenstoffen freisetzen, irgendwann mal ein Baum gewesen. Und alles andere CO2 (atmen zb) ist sowieso ein Kreislauf. Ich hätte nur nicht gedacht, dass so viel davon oberirdisch „hinpasst“. Ich dachte, die Wälder müssten versteinert und unter die Erde gebracht werden, quasi wie damals in der Eiszeit. Super Untersuchung!

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jeby 04.07.2019, 23:05
21.

Zitat von spysong
USA und RU werden einen Dreck tun. Vor allen zeitnah. Kanada und Australien maybe. Dann Brasilien (lol) und China... Ne gute Nacht. Sollten eher schnell schauen wie wir Sklaven Kolonien auf dem Mond und Mars erschaffen können. Das kann man der Wirtschaft und den Ländern auch schmackhaft machen.
Es mag sie verwundern, aber die Chinesen haben in den letzten Jahren fleißig Millionen von Bäumen gepflanzt.

https://www.weforum.org/agenda/2018/02/china-army-soldiers-plant-trees/

https://www.carbonbrief.org/one-third-worlds-new-vegetation-in-china-and-india-satellite-data-shows

Sie leiden so unter Smog und zum Teil auch Sandstürmen in ihren Megastädten, dass sie sich durch die Aufforstung von Wäldern Milderung erhoffen. Leider steigt Chinas CO2 Ausstoß immer noch, aber gegen das Pflanzen von Bäumen haben sie nun wirklich nichts.

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calavera_berlin 04.07.2019, 23:06
22. wußte mein Erdkundelehrer schon vor 29 Jahren

Zitat meines Lehrers aus dem Jahr 1990: "Ich verstehe nicht, warum nicht einfach die Welt aufgeforstet wird."

Und ich verstehe nicht, dass es bis zum Jahr 2019 gedauert hat, bis mal eine entsprechende Arbeit vorgelegt wurde.

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Onkel Drops 04.07.2019, 23:13
23. Bäume sind ehr langsame co2 Binder, dauert Jahre...

wie schon erwähnt Bambus produziert recht flott und wen es gebunden ist ( Cellulose etc.) dann sollte man es weder verheizen noch vergammeln lassen( co2 wieder da ). ein Bekannter empfahl Hanf (sehr schneller Wuchs) und das man dieses auch zur Dämmung nutzen kann ( weniger heizen plus gebundenes co2 = win win). wieviel Energie braucht allein die Stein/Glaswolle Herstellung die wieviel co2 bindet? jetzt werden wieder welche meckern weil Hanf und Drogen. in Deutschland gibt es Drogen die durch co2 Freigabe entstehen und gesund sind die auch nicht wirklich. man sollte nicht nur auf Bäume setzen... ein Waldbrand und es brauch wieder zig Jahre um es zu binden ist zu langsam! sonst sind die FfF kids im Altersheim und wartet das der Wald wächst...

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knuty 04.07.2019, 23:13
24.

Zitat von brain0naut
"300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff hat der Mensch seit Beginn der Industrialisierung in die Luft geblasen" ich weiss nicht, woher der autor diese zahl hat (auch der verlinkte science-artikel gibt diese zahl nicht her), tatsache ist daß die menscheit alleine in den letzten 10 jahren diese menge in die atmosphäre ausgebracht hat (ca. 30 GT/jahr seit 2010). im gegenteil wurden seit 1850 rund 2000(!) gigatonnen "in die Luft geblasen", eine quelle unter vielen: "On average, ESMs suggest that there has been 1,989GtCO2 emitted since the year 1860, compared to estimated actual emissions of around 2,267GtCO2." https://www.carbonbrief.org/analysis-why-the-ipcc-1-5c-report-expanded-the-carbon-budget
Ich kann die Zahlen im Artikel auch nicht nachvollziehen. 2018 wurden 38 GT CO2 weltweit emittiert. Steigen die CO2-Emissionen in den nächsten Jahen nicht weiter, dann sind das schon allein 380 GT CO2.

Und wenn eine massive Aufforstung "je nach Waldtyp 30 bis 60 Jahre dauern, bis diese Menge erreicht wäre - teilweise sogar noch länger" brauchen, um "205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern", wären das nur 3,4 GT pro Jahr, also noch nicht mal 10% des jährlich emittierten fossilen CO2.

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Dr.T 04.07.2019, 23:23
25. Das wäre win win win

Damit würden alle gewinnen. Selbst Kohle- und Ölstaaten dürften nichts dagegen haben, für Aufforstungen bezahlt zu werden. Kann jetzt schon jeder tun, mit kleinen Spenden an entsprechende NGOs. Was ich mich aktuell allerdings frage: wofür werden die Ländereien aktuell genutzt? Wenn da Bäume wachsen können, warum wachsen da aktuell keine? Normalerweise siedeln die sich da ganz von alleine an.

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roland_rengaw 04.07.2019, 23:26
26. Eher eine Fläche 4 mal so groß wie die USA

4400 Millionen ha = 4400 000 000 x 10 000 : 1.000.000 = 44.000.000 Quadratkilometer

USA = 9.834.000 Quadratkilometer

Oder seh ich da was falsch?

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stefan.martens.75 04.07.2019, 23:36
27. Wird auch Zeit

Da wir es nie im Leben schaffen werden die notwendigen Rekuktionen global durchzusetzen, sind solche Maßnahmen und Erforschungen lebenswichtig.

Da schließen sich gleich mehrere Forschungsfragen an.
Welche Bäume und Pflanzen sind am effektivsten im Hinblick auf Wachstumsgeschwindigkeit und Aufnahmefähigkeit.
Gibt es Forschungen z.B. Gentechnik um das zu beschleunigen?
(Geschrei höre ich jetzt schon)

Wie retten wir als reiche Industrienationen den Regenwald und welche Anreize sind nötig.

Welche Forschungen zur CO2 Reduktion bzw. Umwandlung können wir noch unterstützen bzw. mittelfristig nutzen.

Selbst wenn Deutschland morgen Klimaneutral wäre, sind wir global trotzdem am Ende. Solange es noch 5 Milliarden Menschen gibt die unseren Lebensstandard wollen.

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brain0naut 04.07.2019, 23:36
28. 2267 gt

Zitat von vox veritas
Suggests steht für 'man vermutet'. Das ist eine eher unwissenschaftliche Aussage.
seufz. entschuldigen sie, daß ich nicht explizit auf das thema des von mir verlinkten beitrags hingewiesen habe.

aber danke, daß sie wenigstens den vollständigen satz zitiert haben, der nach dem "suggest" weiter ausführt:

"...compared to estimated actual emissions of around 2,267GtCO2."

ich gehe schwer davon aus, daß sie wissen was "compared to" bedeutet.

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litholas 04.07.2019, 23:36
29.

200 Mrd t Kohlenstoff stösst die Menschheit zur Zeit in 20 Jahren aus. Noch dazu steigt der Ausstoss immer noch.

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