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Klimaschutz: Forscher beurteilen CO2-Lagerstätten in der Nordsee als sicher
Andrew Aitchison/ Getty Images

Den Kohlendioxid-Ausstoß drastisch zu senken, ist die große umwelttechnische Herausforderung. Es gibt auch Modelle, vorhandenes CO2 einzufangen und im Meer zu versenken. Forscher haben nun untersucht: Ist das auch sicher?

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RufindenWald 29.05.2019, 11:40
1. Ist doch relativ einfach....

Wenn wir sooo viele Windräder und Strom in der Nordsee haben (demnächst) und noch keine Leitungen gen Süden... dann kann man ja in der Zwischenzeit, oder zumindest wenn es keine Verbrauchsspitzen gibt, den überschüssigen Strom für die CCS-Lagerung benutzen... :-) Klingt einfach... aber ich denke mir mal.. da gibt es noch genug Cruxes.. Und sei es nur die Zeit bis das alles genehmigt und erprobt ist... so ca. 2080, wenn das Meer gefühlt vor Hannover steht *grins*..

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syracusa 29.05.2019, 11:50
2. Schnappsidee

Mit neuesten, noch nicht großtechnisch erprobten Technologien kostet das Filtern von CO2 aus der Atmosphäre zwischen 94 und 232 Euro je Tonne (https://www.tagesspiegel.de/wissen/menschengemachter-klimawandel-ab-94-dollar-pro-tonne-guenstiger-kohlendioxid-aus-der-luft-entfernen/22664026.html) gegenüber mit bisher bekannten Methoden 1000 Euro/Tonne. Eine Tonne CO2 wird beispielsweise bei der Erzeugung von ca 3000 kWh Kohlestrom freigesetzt. Diese 3000 kWh haben einen Börsenwert von ca 120 Euro.

Einerseits CO2 aus der Atmosphäre zu fangen und unterirdisch einzulagern ist also eine Schnappsidee, solange man gleichzeitig fossile Kraftwerke betreibt.

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K. Larname 29.05.2019, 11:51
3.

Aja, OK, der letzte Satz beantwortet meine Frage, indem er sie stellt.

"Auch technische Probleme gibt es noch. Bisher ist unklar, wie CO2 weltweit effizient aufgefangen werden kann."

Tipp:
Regenwald

Ansonsten:
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/da-brennt-die-luft-85859

Zitat: "Das Problem bisher: Es ist zu teuer. Wer will schon 1000 Dollar bezahlen, um eine Tonne CO2 zu filtern? Und dann: Wohin mit dem Treibhausgas?"
Antwort wohin: Dieser Spiegel-Artikel
Antwort Kosten: Tja...

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mxl 29.05.2019, 11:51
4. Warum ...

forschen diese Wissenschaftler nicht daran, wie man die Entstehung des CO2 radikal senken kann - ja weil, das ist schon alles bekannt, nur umsetzen kann/will's keiner so richtig - käme übrigens auf Dauer viel billiger.

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tinnytim 29.05.2019, 11:53
5. CCS gibts auch in 30 Jahren nicht für lau

Glaubt eigentlich irgendjemand, dass es diese CO2-Endlagerung für lau geben wird? Die derzeitige Politik tut jedenfalls so, weil sie mit dem Argument "aber die Wirtschaft..." munter weiter CO2 an allem Ecken und Enden emittiert. Es gibt so viele gute Ideen im Großen wie im Kleinen, die einfach nur mal angepackt werden müssen. Kostet halt Geld, spart aber in Zukunft Milliarden.
Ohnehin geht mir nicht in den Kopf, wieso verantwortliche Wirtschaftsberater nicht endlich mal den Zusammenhang verstehen, dass das Geld, was man mit weniger verbrauchten fossilen Brennstoffen spart, quasi eins zu eins für Investitionskaptial und damit für zusätzliche Wirtschaftsleistung und Arbeitsplätze zur Verfügung steht.

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Martuk 29.05.2019, 11:55
6. Top Idee, CO2 im Meer verklappen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Versauerung_der_Meere

Es ist richtig, dass das Meer das CO2 aufnimmt, und es ist auch richtig, dass es sich verteilt. Nur macht es die Nummer noch lange nicht ungefährlich.

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The Restless 29.05.2019, 11:57
7. Verklappung

Das ist das Grundprinzip der Verklappung: Die Substanz verteilt sich im Wasser so rasch, dass potenziell schädliche Wirkungen gering sind. Gut, aber die Lagerung von CO2 würde nur dann einen signifikanten Effekt auf unsere Klimaentwicklung haben, wenn man sehr viel davon einlagern würde. Einmal freigesetzt bleibt freigesetzt: Über die Ozeanoberfläche wird sich auf Dauer wieder ein Konzentrationsgleichgewicht einstellen. Man muss das CO2 chemisch binden, um es unschädlich zu machen. Pflanzen tun genau das. Also: Wälder anlegen, dann abholzen und das Holz tief in den Bergwerken versenken. In einigen Millionen Jahren können unsere Nachfahren dann vielleicht wieder Kohle abbauen :-)

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hausfeen 29.05.2019, 12:01
8. So wenig, wie es das Perpetuum Mobile gibt, gibt es ...

... auch nicht die Möglichkeit, Öl in der Wüste aus dem Boden zu holen, es zu transportiere, raffinieren und durch Verbrennen Energie zu gewinnen, um dann mit weniger als der gewonnenen Energie es wieder in den Boden zu bringen.
Die preiswerteste Lösung, CO2 im Boden zu binden, wird immer sein, es dort, wo es ist, zu belassen.
Damit sind wir wieder beim Klimaschutz. Solche Erkenntnisse erreichen eben auch immer mehr Menschen und werden für AKK und CoKG zum Standpunktproblem. Und nicht etwa zu einem Kommunikationsproblem.

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oinarc 29.05.2019, 12:10
9. Also immer weiter im Modus "Nimmerleinstag"?

Was sind das für Wissenschaftler, die hinter solch einem Projekt stehen?
Beraten sie auch Herrn Trump?
In derart "nachhaltige" Zukunftsprojekte müssen die "Jungen Rebellen" mit einbezogen werden.
Sie sind Diejenigen, die auch diese Suppe wieder auslöffeln müssen

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