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Klimaschutz-Studie aus Potsdam: Ohne CO2-Preis bleibt der Kohleausstieg wirkungslos
Florian Gaertner/ Photothek/ Getty Images

Durch den beschlossenen Kohleausstieg allein ist für den Klimaschutz noch nicht viel gewonnen. Wird CO2-Ausstoß nicht zusätzlich bepreist, könnten die Emissionen sogar steigen, zeigt eine neue Studie.

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paysdoufs 04.06.2019, 14:59
40. Überschrift

Unter einer Studie stelle ich mir eigentlich etwas anderes vor als eine Aneinanderreihung von Hypothesen und Modellrechnungen. Aber gut... Was auf jeden Fall unzweifelhaft ist, ist das die Dutzenden von Milliarden Euros, die die deutschen Weltrettungsalleingänge kosten werden, 1:1 auf die Lebenshaltungskosten der Deutschen aufgeschlagen werden werden.

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Teekante 04.06.2019, 14:59
41. @Beitrag14

Der Bundespräsident hat Ihnen darauf vorheriges Jahr eine Antwort gegeben vom gesamten Klima beeinflussen wir Deutschen ca. 1-2%.

also ja solange alle 98% weitermachen. Ist es einfach Sinnlos.
Aber Politiker mit Logik oder Rationalen denken gibt es ja nicht mehr den was haben, Sie vergessen ihrem Nachwuchs Bildung entgegen kommen zu lassen.

MFG Q

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einerkeiner 04.06.2019, 15:03
42. CO2 Steuer könnte funktionieren

Wenn man es richtig angehen würde, könnte es helfen. Man sollte sich dabei an die Ökonomen halten, und sich nicht auf das Bauchgefühl verlassen. Es darf nur kein bürokratisches Monster werden, und darf die Steuerbelastung insgesamt nicht erhöhen (man könnte z.B. im Gegenzug die Mehrwertsteuer abschaffen). Ein Großteil unseres CO2-Ausstoßes ensteht durch den allgemeinen Konsum in der Wirtschaft. Natürlich werden die Kosten von den Kunden bezahlt, aber die Kunden werden dann durch ihren Preisdruck dafür sorgen, dass die Unternehmen ihre gesamte Phantasie und Innovationskraft darauf einsetzen, den CO2-Rucksack ihrer Produkte zu reduzieren.

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archi47 04.06.2019, 15:05
43. Es ist traurig, wie oft das wiederholt werden muß

In einer Marktwirtschaft in der das betriebswirtschaftliche billigste Gut das Rennen macht, ist es selbstverständlich dass nicht im Preis enthaltene Kosten schleunigst eingepreist werden müssen.

Sonst werden Gewinne zu Lasten unserer Ressourcen weiterhin privatisiert und Reperaturen, Nachbesserung die Ressourcen sozialisiert.
Das geht aber nur solange gut, solange die nicht eingepreisten Faktoren nicht mit ihrem Grenzwert unendlich zu Buche schlagen.
Also auf gut Deutsch: Kaputt sind.

Lebensmittel wie Atemluft, Trinkwasser sind dann so kontaminiert, dass sie empfindlichen Arten schon vernichtet haben (ist schon teilweise geschehen), wir kommen etwas später dran, weil sich immer ein "Daniel Düsentrieb" findet, der noch etwas verschlimmbessert.

Der Profitgeier selbst hofft natürlich als letzter abzugehen, wg. seine zusammengerafften Ressourcen und weil er sich noch auf dem letzten kulturfernen Eiland zurückziehen kann. Aber selbst wenn er einige Jahre noch in Isolierung hat, was wären das für Jahre ...

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andrehe 04.06.2019, 15:07
44. CO2-Steuer ist notwendig und überfällig

Zitat von tailspin
Es ist ein ziemlicher Bloedsinn, etwas zu versteuern, was man nicht vermeiden kann, und sich davon einen steuernden Einfluss zu versprechen. Das fuettert nur die Buerokratie und die Umverteiler. Am Ende werden alle Buerger zu Buerokraten und Umverteilern, weil alle anderen ausgesaugt werden, und keiner mehr fuer diese Leute arbeiten will, und alle nur noch im eigenen Saft rotieren.
Natürlich kann man CO2-Emissionen vermeiden. Ich wohne in der Stadt wie die meisten Menschen und habe kein Auto, dafür ein Fahrrad. Flugreisen unternehme ich auf Kerosin-Basis nicht mehr, nachdem ich sie vorher bereits reduziert habe. Ich ernähre mich vegan, auch um die Methan-Emissionen in der Viehzucht zu vermeiden. Das kann jeder andere Städter auch tun, denn dafür muss man nicht reich sein. Da es aber nur eine Minderheit tut und wir wegen der tipping points (Punkte, an denen eine Rückkehr nicht mehr möglich ist) nur noch ca. neun Jahre Zeit haben, die Emissionen zu stoppen, brauchen wir Anreize. Klimaschädliches Verhalten muss bestraft werden, durch eine Bepreisung der verursachten Schäden (eigentlich keine Strafe, aber das kann man so sehen). Die wenigsten wollen, dass wir unseren Planeten ruinieren, aber der innere Schweinehund verhindert noch die Verhaltensänderung des Einzelnen. Subventionen für die Kohle, das geht natürlich gar nicht. Ich war überrascht, das zu erfahren. CDU/SPD sind völlig inkompetent, und die AfD ignoriert den Konsens von unabhängigen Wissenschaftlern (weil der Rechtspopulismus immer ein Feindbild braucht, wie man bei Trump sieht).

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shotaro_kaneda 04.06.2019, 15:08
45.

Ganz ehrlich, ich lese in dem Beitrag: Der Strom wird so oder so durch den Braunkohleausstieg teurer (wieviel wird übrigens gar nicht erwähnt) und darauf soll auch noch eine CO2-Steuer drauf komm? Davon, dass die erneuerbaren Energien den Wegfall ersetzen können steht auch nichts im Artikel, was mich annehmen lässt, dass diese es nicht leißten können. Dies bedeutet, dass man keine Ausweichmöglichkeit hat, und die CO2-Bepreisung lediglich ein zusätzliches schröpfen der Bevölkerung darstellt. Aber vielleicht bauen die Franzosen, Schweizer und Tschechen weiter die Kernenergie aus, und verkaufem uns den Strom dann knapp unter dem dann teuren Kohlestrompreis. Ein einträgliches Geschäft für die genannten Staaten.

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burgundy 04.06.2019, 15:09
46.

Zitat von nach-mir-die-springflut
Der CO2-Ausstoß wird zunehmen. Wenn die Finanzierung der Energiewende(n) geklärt ist, braucht die Umstellung ihre 100 Jahre. Von 2200 bis 2300 bekommen Sie dann die Wetter- und Klimadaten, die Rückschlüsse aufs Jahr 2000 zulassen, ob der Klimawandel menschengemacht war oder nicht. Wenn ja, beginnt sich der Planet dann, ab heute in 200 Jahren, zu erholen. Und jetzt?
Wenn der Klimawandel sich später als nicht menschengemacht erweisen sollte (ist theoretisch immer noch möglich), dann war er wenigstens ein schönes Geschäftsmodell, das sich aufs Beste mit der Globalisierung ergänzt, die ja wohl im wesentlichen für erhöhte CO2 - Emissionen verantwortlich sein dürfte. Billig produzieren mit billigen Arbeitskräften und billiger Energie, ganz gleich, wie klimaschädlich sie gewonnen wird, billig transportieren mit billigen Arbeitskräften und billiger Energie und teuer verkaufen an einen Endverbraucher, der die Ware kaufen muss, in die alles schon eingepreist ist, auch die zu erwartenden CO2 - Steuer bzw. die Zertifikate, das ist ja wohl die monetäre Philosophie der Globalisierung. Und die Philosophie des Klimaschutzes, so berechtigt er auch immer sein mag, ist ihr Steigbügelhalter. Das Volk applaudiert und wählt Grün, die Klimaschutz- und Globalisierungspartei und fühlt sich damit unbeschreiblich gut. Bis das Erwachen kommt..., aber dann ist es zu spät.

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andrehe 04.06.2019, 15:13
47. Bevölkerungsexplosion

Zitat von scientific78
da wäre noch der Anstieg der Weltbevölkerung! Sie meinen doch nicht ernsthaft dass das kleine Land Deutschland so viel ausrichten kann, das die Weltbevölkerung sinkt. Das passt gar nicht zusammen....oder wird jetzt ab sofort eine Ein-Kind-Politik auf dem Globus festgelegt? Darauf gibts nämlich keine Antworten!
Ich bin auch für eine Ein-Kind-Politik weltweit. Die Familienpolitik muss ihren Anteil am Klimaschutz leisten. Das wurde bisher noch nicht genügend thematisiert, wenn überhaupt. Entwicklungspolitisch sollte die Bildung in Entwicklungsländern verbessert werden, damit die Geburtenrate abnimmt. Es wäre weiterhin sinnvoll, den Klimaschutz im Grundgesetz zu verankern, damit er nicht durch "Schutz der Familie" und einfache Gesetze ausgebremst wird. Das alles ändert nichts daran, dass wir, um die kritische Menge an CO2 in der Atmosphäre nicht zu erreichen, an die Emissionen heranmüssen. Familienpolitik wirkt sich langsam aus, und die Zeit haben wir nicht mehr, uns darauf zu beschränken und weiterhin Kohle und Erdöl/Erdgas zu verbrennen. Ich fordere beides: 1-Kind-Politik und CO2-Steuer (Methan und Lachgas aus Landwirtschaft und Viehzucht sollten dabei nicht vergessen werden).

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Schartin Mulz 04.06.2019, 15:22
48. Das ist doch alles viel zu simpel

Zitat von andrehe
Bei einem Preis von 180 Euro pro Tonne CO2 ist eine Zunahme nicht möglich, da die Geldmenge begrenzt ist. Ich habe auch schon einmal einen Preis von 300 Euro pro Tonne CO2 als Vorschlag gelesen. Es ist klar, dass wir schleunigst von den fossilen Brennstoffen wegkommen müssen. Daher kommt die Idee einer Besteuerung. Die Steuer wird so hoch ausfallen, dass die Lenkungswirkung ausreicht. Freiwillig haben wir leider zu wenig unternommen, um unser Überleben zu sichern. Mit der Steuer wird es ökonomisch sinnvoll, klimaschädliches Verhalten zu vermeiden, was für viele die einzig relevante Größe ist. Insbesondere für Unternehmen, die bei Börsennotierung sogar verpflichtet sind, den Profit zu maximieren. Die Kosten für den Klimawandel müssen eingepreist werden. Anders ginge es nur mit einem Totalverbot von fossilen Brennstoffen, was die Umstellung noch schwieriger machen dürfte.
Man kann doch nur CO2 vermeiden, wenn man auf umweltfeundliche Alternativen umsteigen kann.
Wenn es die nicht gibt, ist das reine Abzockerei. Ich muss meine Wohnung heizen. Die CO2-Steuer wird das teurer machen, aber heizen werde ich weiter. Wo ist der Effekt?
Und eine nationale CO2Steuer wird eh nichts bringen, da dann Importe aus Ländern ohne diese Steuer die heimischen Produkte ersetzen werden. Dann ist unsere nationale Klimabilanz zwar besser, aber dem Weltklima nutzt das nichts.

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andrehe 04.06.2019, 15:23
49. Mehr CO2 aus der Natur, weniger von uns - triviale Rechnung

Zitat von frankcrx
Wer muß denn eigentlich grad für den enormen CO2 Ausstoss des Ätna bezahlen. Wer erklärt denn der brasilianischen Regierung dass das abholzen des Regenwaldes aufhören muss. Und müssen nur die deutschen eine CO2 Steuer bezahlen und moment mal, haben wir nicht schon eine sogenannte Ökosteuer?
Wenn der Ätna CO2 ausstößt, reduziert das unser CO2-Budget. Denn es geht um die Gesamtmenge an CO2 in der Atmosphäre. Danke für den Hinweis. Wir sollten die erlaubte Menge demnach geringer ansetzen, um auf der sicheren Seite zu sein. Wenn Brasilien einen CO2-Zoll beim Handel mit Deutschland, Schweden, England und den vielen anderen Ländern, die bereits eine CO2-Steuer haben, zahlen muss, dann wird der Druck auf Bolsonaro steigen. Embargos würden bei solchen Verbrechen gegen die Natur wie die Zerstörung des Regenwaldes angemessen sein, im Gegensatz zum derzeitigen Embargo-Regime. Wir haben keine durchgehende CO2-Besteuerung: Das Kerosin ist nicht besteuert. Der Diesel ist geringer besteuert als das Benzin. Die Höhe ist im Verhältnis zum Einkommen viel zu gering, um eine Lenkungswirkung auszuüben, was man am Verkauf von SUV sehen kann. Kohle wird sogar noch subventioniert.

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