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Klimaschutz: Weltweit größter CO2-Speicher in der Nordsee geplant
Dean Mouhtaropoulos/ Getty Images

60 Millionen Tonnen Kohlendioxid setzen die Häfen von Rotterdam, Amsterdam und Gent jährlich frei. Ein Teil der klimaschädlichen Emissionen soll nun in leere Gasfelder unter der Nordsee gepumpt werden.

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spmc-12355639674612 10.05.2019, 20:09
30. Ganz blöde Idee

Naive Fragen: Wer garantiert, dass das CO2 dort drinbleibt und für wie lange? Was passiert bei einem plötzlichen Leck?
Das, was gegen CO2 nach wie vor am besten hilft ist: Bäume planzen - oder Bambus (der wächst besonders schnell).

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der-preusse 10.05.2019, 20:09
31. Frage als Laie

Wenn ich das unter der Erde verstecke, ist das da weg?

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willibaldus 10.05.2019, 20:10
32.

Zitat von hermann_huber
Vom fast schon zurückgebliebenen Argrarstaat innerhalb von 30 Jahren weit an Deutschland vorbeigezogen und heute weit voraus. Wer einmal da war in letzter Zeit und Firmen wie Infrastruktur gesehen hat und dann die Bürgerbeteiligung und den modernen Staat gesehen hat weiss. Alternativloser Stillstand ist halt doch nicht das gelbe vom Eir
Die Holländer haben ihren Hafen, sehr viel Gas auf Land und in der Nordsee. Das haben sie offensichtlich gut angelegt. Die Holländer haben ihre Schulden ähnlich zurückgefahren, wie Deutschland und sind uns auch da voraus.

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alt-nassauer 10.05.2019, 20:12
33. Ich wusste..

Zitat von jj2005
Weiss denn das CO2, dass es nicht durch den porösen Sandstein diffundieren darf? Selten so einen Schwachsinn gelesen. Die einzige Erklärung ist wohl, dass man wohl von der aktuellen CO2-Steuer mit Rückverteilung-Debatte ablenken will.
Ich wusste gar nicht das die Niederlande (Rotterdam/Amsterdam) und Belgien (Gent), mit der CO2 Steuer (Diskussion) in Deutschland etwas zu tun hat. Die Niederlande und Belgien habe ganz andere Gesetze um Klima ziele zu erfüllen. Da beide Länder kleiner und weniger CO2 in die Luft blasen. Somit sind deren Ideen und Projekte ganz anders, als die in D.

Zu dem was hier viele gar nicht auf dem Schirm haben. Das einpressen von CO2 findet in Norwegen schon seit 1996 statt, ebenso in den in Texas/USA.

Komisch wie hier sich einige äußern.. beim entnehmen von Erdgas und Erdöl - keine Umwelt bedenken. Aber beim einpressen große Sorgen um die Fische in der Nordsee. Da sind beim "verklappen" von Chemie-Brühe aus Deutscher Industrieanlagen mehr Fische und der Nordsee geschadet worden als manch einer hier wahr haben will!

Auch Norwegen denkt um und macht sich neue Gedanken wie das Land CO2 Speicher im großen Stil anlegen kann. Natürlich so das nichts passiert oder so viel wie eben auch bei der "sauberen" Förderung von Rohstoffen.... Aber lieber Verschmutzung um den Rohstoff zubekommen, als einen los zu werden...

1996 Norwegen und CO2 Steuer Deutschland 2019, nun mal eine Erklärung dazu!

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willibaldus 10.05.2019, 20:14
34.

Zitat von joejoejoe
Wie war das nochmal? CO² + Wasser ergibt Kohlensäure. Auch wenn das eine schwache Säure ist - weiß eigentlich irgend jemand, was die über Jahrzehnte hinweg im Untergrund anrichtet?
Das sind Lagerstätten, wo vorher Erdgas drin war. Das Gas enthält selbst schon CO2 in wenigen Prozent. Da ist auch meist Wasser in diesen Lagerstätten. Wegen des Salzgehalt löst sich aber nicht viel Gas in dem Wasser.

Davon abgesehen, diese Lagerstätten bestehen aus Sandstein. Da passiert nichts mit Kohlensäure. Wenn man da was erreichen will muss man schon HF Säure einsetzen, die löst auch Sand, Quarz und Glas. Ist aber etwas gefährlich und auch giftig.

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willibaldus 10.05.2019, 20:21
35.

Zitat von hup
Was kann da wohl schief gehen in hunderten von Jahren? Richtig: Einfach alles. Das erinnert mich an die Futurama-Folge "A big ball of garbage" in der die New Yorker einen Müllberg mit einer Rakete in den Weltraum entsorgen, damit ihr Problem kurzfristig gelöst ist. Aus den Augen, aus dem Sinn. Aber nach 1000 Jahren ist der Müll als künstlicher Asteroid wieder Richtung Erde unterwegs um New York auszulöschen." Und die Moral von der Geschicht? Einfach seinen Müll weiter zu produzieren und dann kompliziert und teuer zu verbuddeln löst keine Umweltprobleme. Wir müssen schlicht damit aufhören fossile Energiequellen zu verbrennen und damit CO2 in die Atmosphäre einzutragen. Das ist die billigste, einfachste und nachhaltigste Lösung für das Problem. Die Idee mit den Gasfeldern ist *nicht* zukunftsfähig und man kann sicher sein, dass man sich in mittlerer bis ferner Zukunft wieder damit beschäftigen muss, diese CO2-Gasfelder dann wieder zu sanieren, damit sie keine Katastrophe auslösen oder die Umwelt schleichend vergiften.
Das sind keine Kavernen. Das sind Lagerstätten, in denen vorher Erdgas war. Das ist Sandstein, wie der Kölner Dom. Zwischen den Sandkörnern sind kleine Hohlräume in denen sich das Gas befindet.
Auch wenn die Lagerstätten undicht werden sollten, oder die Verrohrung verrottet (wenn man es nicht komplett mit Beton füllt, wie vorgeschrieben), ist das kein Beinbruch. Dann war die ganze Arbeit mit sammeln und verpumpen umsonst, schlimm genug.

Klar ist das besser, wenn man das CO2 gar nicht erst produziert. Das wird aber wohl noch einige Jahrzehnte anfallen und solange kann man das CO2 irgendwo verstecken. Es gibt andere Projekte. zB auf Island wird CO2 in vulkanisches Gestein gepresst, wo es mit den vulkanischen Mineralen zu festen Karbonaten reagiert, sogar schneller als erst gedacht. Besser geht es eigentlich nicht. Allerdings gibt es nicht so viel geeignetes Vulkangestein.

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willibaldus 10.05.2019, 20:23
36.

Zitat von aussenminister
Wie sicher sind die Speicher?was passiert,wenn alles ins Meer entweicht?Fisch essen aus der Nordsee,nie wieder?
CO2 ist nicht giftig. Es verdrängt allerdings O2. Die Menge ist nicht Ausreichend um eine grosse Tote Zone in der Nordsee zu erzeugen.

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Ökofred 10.05.2019, 20:27
37. *seufz*

Zitat von mantrid
Viel sinnvoller wäre es, Kohlenstoff dauerhaft zu binden, z.B. in Karbonfasern. Damit könnte man riesige Mengen Stahl ersetzen und es nach Gebrauch umweltneutral deponieren. Ob unterseeische oder unterirdische Speicher wirklich absolut dicht sind, ist keinesfalls sicher. Eventuell schafft man für kommende Generationen nicht zu beherrschende Probleme. Die genannten Häfen könnten CO2-Emmissionen deutlich reduzieren, wenn Schiffe konsequent Landstrom aus erneuerbaren Energien nutzen müssten.
Und den Kohlenstoff..? Gewinnt man aus Co2? Oder was wollen Sie uns sagen? Mit demselben Energieaufwand, den man vorher gewonnen hat? Suuuper Projekt!
Am besten man lässt das Zeug einfach im Boden.
Mit dem Landstrom mögen Sie recht haben, aber vlt ist das auch nur ein dt. Problem und in NL muss der sowieso schon genutzt werden...

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willibaldus 10.05.2019, 20:27
38.

Zitat von jj2005
Weiss denn das CO2, dass es nicht durch den porösen Sandstein diffundieren darf? Selten so einen Schwachsinn gelesen. Die einzige Erklärung ist wohl, dass man wohl von der aktuellen CO2-Steuer mit Rückverteilung-Debatte ablenken will.
Über dem Sandstein ist eine undurchlässige Schicht. Vorher ist Erdgas aus diesem Sandstein gefördert worden.

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willibaldus 10.05.2019, 20:33
39.

Zitat von alt-nassauer
Ich wusste gar nicht das die Niederlande (Rotterdam/Amsterdam) und Belgien (Gent), mit der CO2 Steuer (Diskussion) in Deutschland etwas zu tun hat. Die Niederlande und Belgien habe ganz andere Gesetze um Klima ziele zu erfüllen. Da beide Länder kleiner und weniger CO2 in die Luft blasen. Somit sind deren Ideen und Projekte ganz anders, als die in D. Zu dem was hier viele gar nicht auf dem Schirm haben. Das einpressen von CO2 findet in Norwegen schon seit 1996 statt, ebenso in den in Texas/USA. Komisch wie hier sich einige äußern.. beim entnehmen von Erdgas und Erdöl - keine Umwelt bedenken. Aber beim einpressen große Sorgen um die Fische in der Nordsee. Da sind beim "verklappen" von Chemie-Brühe aus Deutscher Industrieanlagen mehr Fische und der Nordsee geschadet worden als manch einer hier wahr haben will! Auch Norwegen denkt um und macht sich neue Gedanken wie das Land CO2 Speicher im großen Stil anlegen kann. Natürlich so das nichts passiert oder so viel wie eben auch bei der "sauberen" Förderung von Rohstoffen.... Aber lieber Verschmutzung um den Rohstoff zubekommen, als einen los zu werden... 1996 Norwegen und CO2 Steuer Deutschland 2019, nun mal eine Erklärung dazu!
Eine CO2 Steuer wird weltweit über das Parisabkommen diskutiert. Damit hat man eine Struktur in der solche Ideen zirkulieren. Das wird übrigens auch in Kanada und USA diskutiert. Ganz böser Sozialismus. Geht gar nicht und andere Sprüche hört man da.

CO2 oder auch Stickstoff wird in alternde Öl und Gasfelder gepresst, um dort den Druck zu erhalten und eventuell sogar Kohlenwasserstoffe von der Einpressbohrung Richtung Förderbohrung zu schieben. Das wird dann aber wieder zum grossen Teil mit dem Öl und Gas ausgefördert. Ein altes Verfahren.

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