Forum: Wissenschaft
Klimaschutz: Weltweit größter CO2-Speicher in der Nordsee geplant
Dean Mouhtaropoulos/ Getty Images

60 Millionen Tonnen Kohlendioxid setzen die Häfen von Rotterdam, Amsterdam und Gent jährlich frei. Ein Teil der klimaschädlichen Emissionen soll nun in leere Gasfelder unter der Nordsee gepumpt werden.

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pethof 10.05.2019, 20:55
40. Klimaschutz vs. Menschenschutz

Es ist schon über 30 Jahre her, dass eine Sensationsmeldung durch die Medien ging: Am Ufer eines bislang wenig bekannten Sees in Zentralafrika lagen plötzlich fast 2000 Tode Dorfbewohner und unzählige Haustiere. Niemand konnte sich anfangs dieses urplötzliche Massensterben erklären. Bis Wissenschaftler schließlich die Ursache herausfanden: Im See hatte sich über einen langen Zeitraum CO2 bis an die Sättigungsgrenze angereichert. Aus ungeklärter Ursache entwich das Gas explosionsartig in die Atmosphäre (jeder kennt den Effekt, wenn man einen Strohhalm in eine Coca-Cola-Flasche fallen lässt). Die Folgen waren katastrophal.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nyos-See
Ein ähnliches Szenario , jedoch im weitaus größerem Maßstab, könnten durch das Verpressen von CO2 in den Nordseeboden auch provoziert werden. Die Folgen wären unvorstellbar. Kann ein solches Horrorszenario sicher ausgeschlossen werden? Wenn das nicht der Fall sein sollte, sollte sich eine breite Öffentlichkeit gegen die Realisierung dieses Projektes organisieren.

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alt-nassauer 10.05.2019, 21:02
41. Auch das ist so nicht richtig!

Zitat von willibaldus
Eine CO2 Steuer wird weltweit über das Parisabkommen diskutiert. Damit hat man eine Struktur in der solche Ideen zirkulieren. Das wird übrigens auch in Kanada und USA diskutiert. Ganz böser Sozialismus. Geht gar nicht und andere Sprüche hört man da. CO2 oder auch Stickstoff wird in alternde Öl und Gasfelder gepresst, um dort den Druck zu erhalten und eventuell sogar Kohlenwasserstoffe von der Einpressbohrung Richtung Förderbohrung zu schieben. Das wird dann aber wieder zum grossen Teil mit dem Öl und Gas ausgefördert. Ein altes Verfahren.
Schweden hat seit 1991 schon ein solche Steuer, sowie die Baltischen Staaten Anfang der 2000er Jahre. Selbst Frankreich seit 2014, nur durch Steuerverteilung hat es keine Mehrkosten für den Verbraucher. Dennoch nimmt der Französische Staat so Geld für Erneuerbarer Energieprojekte ein.

Ist schon eigenartig... Immer wieder machen hier und in anderen Foren breite Front - Andere sollen mal etwas machen. Ich sage es mal so, Deutschland sollte mal in die Pötte kommen und nicht nur weil es die Politik vor gibt. Der Mensch hat auf dem Hals einen Kopf sitzen und da sollte Hirn drin sein...

Oder täusche ich mich. Haben Schweden einen anderen Kopf oder anderen Verstand?

Zum Thema Einpressung hat ja Norwegen mit der Einpressung etwas Lehrgeld bezahlt. Dennoch geben die Norweger nicht auf und suchen weiter nach Lösungen und stellen sich sogar vor. Europa nicht nur mit Energie (Wasser) zu beliefern, sondern auch CO2 für Europa zu lagern.

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herm16 10.05.2019, 22:28
42. jetzt

wartet doch ab, in 3-5 Jahren haben wir keine Industrie mehr, dafür sorgt schon der Spiegel mit seinen negativ Beiträgen, und das Thema CO2 ist vom Tisch

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herm16 10.05.2019, 22:51
43. warum diese Laender

uns vorraus sind? Ganz einfach, weil die Bürger eine andere Grundeinstellung haben. Lest die Beiträge hier

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ziehenimbein 10.05.2019, 23:52
44. Was ein Humbug!

Wenn man das CO2 dort einfängt wo es entsteht, ist es mit Sicherheit mittlerweile günstiger die Entstehung zu vermeiden. Es wird wohl da entstehen wo Kohlenwasserstoffe oder auch Kohlenstoff verbrannt wird, in Kraftwerken und/oder Heizungen. Sinnvoller wären Energiespeicher, die die Energie sonst abgeregelter Windkraft- oder Solaranlagen aufnehmen. Sehr viel davon könnte als Wärme gespeichert werden, was aber kaum jemand macht. Der Plan der Häfen ist pure Geldverschwendung!

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Paul-Merlin 11.05.2019, 01:52
45. Zu kritisch gedacht ....

Ihr rechnerischer Würfel von 8,9 km Kantenlänge = rd. 705 km³ hört sich gewaltig an. Verteilt man diese Masse aber über die Erdoberfläche von rd. 510 Millionen km² dann ergibt dies lediglich eine Schicht mit einer Höhe von ca. 1,4 mm. Um die zusätzlich aufzubauen, braucht es sicher keine Jahrmillionen. Abhängig davon welche Gesteine betroffen sind, wie intensiv Wasser, Sonneneinstrahlung, Wind und kalte Witterung am Gestein arbeiten läuft der Verwitterungsprozess doch deutlich schneller ab. Ich erinnere nur an unsere Kirchen, deren Gemäuer schon nach wenigen Jahren deutliche Abnutzungsspuren zeigen. Erfreulicherweise sind die natürlichen Anpassungs- und Selbstregulierungsmöglichkeiten der Natur schon gewaltig.

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winden.silvia 11.05.2019, 03:09
46. mal überlegen ...

Wo soll ich anfangen. Zu den Gepflogenheiten der Globalisierungen gehören unter anderem Containerfracht unter CO2-Karantäne zu begasungen um die Verbreitung sog. biologischer Fracht zu begrenzen. Aber es hat sich als weitaus nützlicher erwiesen die CO2. Konzentration in Gewächshäusern auf bis zu 1000 ppm zu erhöhen da erst mit über 400 ppm Pflanzenwachstum in nennenswerten Masstab einsetzt. Dies und anderes wird nur uns als Verbrauchern als Mangel in der Gretadebatte nicht gesagt. Weiterhin sind durch die Ausbeutung der Gasfelder die Microsoftserverfarmen durch Erstösse belastet worden. Deutlich ist auch der Ausstoss der Raffenerien in der Region Antwerpen an der Situation nicht ganz unbeteiligt.

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thomas_linz 11.05.2019, 06:34
47. Gar nichts

Zitat von joejoejoe
Wie war das nochmal? CO² + Wasser ergibt Kohlensäure. Auch wenn das eine schwache Säure ist - weiß eigentlich irgend jemand, was die über Jahrzehnte hinweg im Untergrund anrichtet?
CO2 ist seit mehreren 100.000.000 Jahren in der Erdkruste gebunden. Was mich nur wundert, wie das Projekt hier im Forum aufgenommen wird. Wuerde man das in Hamburg machen, wuerde der deutsche Forist Sturm laufen. Tropfen auf den heissen Stein, bringt nix, Steuergeldverschwendung, etc. Macht die Regierung nichts, ist sie natürlich untätig und treibt Deutschland in den Ruin. Verglichen mit dem weltweiten CO2 Ausstoß ist die Aktion ein Tropfenauf den heissen Stein, aber es ist ein Anfang und darauf kommt es an. Nur den CO2 Ausstoß zu reduzieren reicht laengst nicht mehr. Die aktive Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre wird sicherlich noch wichtig.

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thomas_linz 11.05.2019, 06:51
48. Wenn man es

Zitat von der-preusse
Wenn ich das unter der Erde verstecke, ist das da weg?
richtig macht, ist es fuer lange weg. Ja. Nachdem wir schon soviel CO2 in die Atmosphäre eingebracht haben, dass wir das Klima negativ beeinflussen, ist das sicherlich ein Ansatz. Man darf nicht vergessen. Wenn wir gar nichts machen, wird durch die schlagartige Erwaermung des Planeten das natürlich gebundene CO2 in der Erdkruste und den Weltmeeren freigesetzt. Schlimmer noch, das Methan wird folgen und das Leben auf diesem Planeten waere extrem gefährdet, wie z.B. im PT Ereignis

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ding.dong 11.05.2019, 07:23
49. Mein Senf

Es wird etwas warm und danach wieder kalt.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e3/Iceage_time-slice_hg.png
https://de.wikipedia.org/wiki/Milanković-Zyklen

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