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Klimaschutztechnik: Gesetz zur CO2-Speicherung beschlossen

Um das Klima zu schützen, soll das Treibhausgas CO2 in den Boden gepresst werden. Anwohner protestieren jedoch gegen das Verfahren. Nun hat sich die Bundesregierung offenbar auf ein Gesetz*für die sogenannte*CCS-Technologie einigen können.

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mitbürger 12.04.2011, 16:28
1. Nicht mit mir!

Das ist eine Kampfansage gegen das Volk. Von mir aus kann man es unter dem Reichstag speichern, aber nicht in meiner Nähe. CO2 ist schwerer als Luft und es gab schon CO2-Ausbrüche vulkanischen Ursprungs die in Tälern tausende von Menschen getötet haben.

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gbartkowiak 12.04.2011, 16:41
2.

Zitat von sysop
Um das Klima zu schützen, soll das Treibhausgas CO2 in den Boden gepresst werden...Nun hat sich die Bundesregierung offenbar auf ein Gesetz*für die sogenannte*CCS-Technologie einigen können.
In alle Modellen zur Erreichung einer Absenkung der CO2-Emmissionen um 80% gegenüber 1990 spielt CCS eine wichtige Rolle, da fossile Energieträger noch über Jahrzehnte benötigt werden um en Energiebedarf zu decken, umso mehr wenn beschleunigt der Ausstieg aus der Atomkraft voran getrieben werden soll.

Es ist daher höchste Zeit eine rechtliche Grundlage um die industrielle Einführung von CCS zu ermöglichen.

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hjm 12.04.2011, 16:43
3. .

Zitat von sysop
... das dem Klimaschutz dienen soll.
So so. Langfristig.

Langfristig wird dieses Kohlendioxid munter durch alle Erdschichten hindurchdiffundieren und ebenso am globalen Flussgleichgewicht von Atmosphäre und Ozeanen teilhaben wie jedes andere auch. Aber wahrscheinlich ist hier mit langfristig die Zeit gemeint, bis wieder eine ganz neue globale Treibhauspolitik angesagt ist. Also in etwa 10 Jahren oder so.

Ansonsten: Langfristig werden alle vorhandenen fossilen Kohlenstoffvorkommen verbrannt sein und sich ein Gleichgewicht aus nachwachsenden Pflanzen und dem bei deren Verbrennung entstehenden CO2 einstellen. Und zwar vollkommen unabhängig von irgendeiner Umweltpolitik. Der Anteil von CO2 in der Atmosphäre ist denn einzig und alleine von der Masse der aktuell lebenden Pflanzen abhängig: Je mehr lebende Pflanzen, desto weniger CO2 und umgekehrt. Wenn es wirklich um langfristigen Klimaschutz geht, sind alle aktuell so heiß diskutierten Projekte daher ohnehin Quark.

Den langfristig besten Klimaschutz (vorausgesetzt, dieser besteht tatsächlich in einer möglichst geringen Konzentration von CO2 in der Atmosphäre) erreicht man, wenn man jetzt einfach erstmal alles Öl und alle Kohle verbrennt und die Zeit bis zum Ende derselben dazu nutzt, Energiequellen zu erschließen, die mit dem CO2-Haushalt überhaupt nichts zu tun haben. Das (autofahrende und biospritverweigernde) Volk scheint das instinktiv (dem genetisch veranlagten Schutz des eigenen „liebsten“ Kindes folgend) besser kapiert zu haben als die großen Vorzeigeumweltschützer.

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Nichdoch 12.04.2011, 16:56
4. Noch ein Restrisiko

Zitat von mitbürger
..... und es gab schon CO2-Ausbrüche vulkanischen Ursprungs die in Tälern tausende von Menschen getötet haben.
Nicht nur das. Es gab auch Seen, in denen CO2-Blasen emporgestiegen sind und Mensch und Tier in der Umgebung getötet haben.

Aber das eigentliche Problem ist die "Abdichtung nach oben". Da wird mal wieder angenommen, daß eine abdichtende Schicht völlig homogen ist und keine gestörten Abschnitte hätte, durch die das CO2 nach oben entweichen könnte.

Es gibt solche geologischen Schichten ohne Störungen nicht. Man kann eine geologische Schicht in der gesamten Fläche gar nicht genau genug untersuchen, um Störungen auszuschließen.

Außerdem fehlt mal wieder ein Kostenvergleich mit den regenerativen Alternativen; schließlich wird der Gesamtwirkungsgrad der Kohlekraftwerke dadurch nicht unwesentlich verschlechtert.

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Nichdoch 12.04.2011, 17:05
5. User hjm: langfristig?

Lieber Herr hjm,

Vielleicht sind ja Ihre langfristigen CO2-Betrachtungen richtig. Das hilft aber der Weltbevölkerung kurzfristig überhaupt nicht.

In überschaubaren Zeiten dürfte wohl zunächst ein CO2-Jammertal angesagt sein, das viele Menschen nicht überleben werden.

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gbartkowiak 12.04.2011, 17:18
6. kein titel

Zitat von hjm
wird dieses Kohlendioxid munter durch alle Erdschichten hindurchdiffundieren und ebenso am globalen Flussgleichgewicht von Atmosphäre und Ozeanen teilhaben wie jedes andere auch.
Unter der Annahme dass die Abdichtung der Lagerstätte dicht hält, was sehr wahrscheinlich ist unter den korrekten geologischen Bedingungen, mineralisiert das CO2 in ca 1000-2000 Jahren nach Berechnungen des CO2CRC in Australien.

Zitat von
Den besten Klimaschutz (vorausgesetzt, dieser besteht tatsächlich in einer möglichst geringen Konzentration von CO2 in der Atmosphäre) erreicht man, wenn man jetzt einfach erstmal alles Öl und alle Kohle verbrennt und die Zeit bis zum Ende derselben dazu nutzt, Energiequellen zu erschließen, die mit dem CO2-Haushalt überhaupt nichts zu tun haben. Das (autofahrende und biospritverweigernde) Volk scheint das instinktiv (dem genetisch veranlagten Schutz des eigenen „liebsten“ Kindes folgend) besser kapiert zu haben als die großen Vorzeigeumweltschützer.
Theoretisch stimme ich Ihnen zu, aber: Langfristig heisst im deutschen Kontext eine Absenkung der CO2-Emmissionen um 80% bis 2050, also in knapp vierzig Jahren. Das ist eine politisch vergegebene Zeitspanne, basierend auf der Annahmne das ein Anstieg der globalen Temperatur auf plus Zwei Grad Celsius zu beschränken sei wenn es gelingt bis 2050 den Anteil von CO2 in der oberen Atmosphäre auf 450 ppm zu stabilisieren.

Und da deutschen nunmal wie wild an diese Theorie Glauben und sich auf die Idee versteigt haben das Weltklima in Deutschland zu retten muss CCS im industriellen MAsstab in Deutschlmand eingeführt werden; Ansonsten ist das hehre Ziel nicht zu erreichen!

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Zuversicht7 12.04.2011, 17:38
7. CO2 wird gebraucht

Zitat von Nichdoch
Nicht nur das. Es gab auch Seen, in denen CO2-Blasen emporgestiegen sind und Mensch und Tier in der Umgebung getötet haben. Aber das eigentliche Problem ist die "Abdichtung nach oben". Da wird mal wieder angenommen, daß eine abdichtende Schicht völlig homogen ist und keine gestörten Abschnitte hätte, durch die das CO2 nach oben entweichen könnte. Es gibt solche geologischen Schichten ohne Störungen nicht. Man kann eine geologische Schicht in der gesamten Fläche gar nicht genau genug untersuchen, um Störungen auszuschließen. Außerdem fehlt mal wieder ein Kostenvergleich mit den regenerativen Alternativen; schließlich wird der Gesamtwirkungsgrad der Kohlekraftwerke dadurch nicht unwesentlich verschlechtert.
Co2 wird gebraucht, um "Erneuerbares Erdgas" herzustellen!

Siehe:http://www.solar-fuel.net/loesung/alpha-anlage-laeuft/
http://www.greenphttp://www.schatten...e/windgas.html

http://www.schattenblick.de/infopool.../uine1372.html
Bitte, wirklich durchlesen!

MfG.
"weserübung"

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627235 12.04.2011, 17:41
8. Das macht mich...

...traurig. CCS senkt den Wirkungsgrad von Kraftwerken gewaltig. Sollen wirklich (neben Atomausstieg etc) zehn oder zwanzig neue Kohlekraftwerksblöcke gebaut werden mit dem alleinigen Verwendungszweck, die Energie für die Kohlendioxidabscheidung und -lagerung zu liefern? Sollen große Mengen Energie und Metall aufgewandt werden, um ein tragfähiges Hochdruck-CO2-Netz aufzubauen, mit dem das Gas von den Kraftwerken zu Lagerstätten verbracht wird? Oder soll das Zeug lieber unter Aufwand von Diesel und Elektrizität per LKW, Schiff und Zug transportiert werden - was eine deutliche Erhöhung des Verkehrsaufkommens bedeuten würde?

Ich beschäftige mich professionell mit Energieeffizienz und es macht mich traurig, meine Arbeit nun durch ein Gesetz aufgehoben zu sehen, und das im Namen des Umweltschutzes!

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gbartkowiak 12.04.2011, 17:42
9.

Zitat von Nichdoch
Nicht nur das. Es gab auch Seen, in denen CO2-Blasen emporgestiegen sind und Mensch und Tier in der Umgebung getötet haben.
Es sind auch schon Menschen vom Blitz erschlagen worden. Deswegen sollte man am besten nicht aus dem Haus gehen.

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