Forum: Wissenschaft
Klimawandel: Das Ende des Alarmismus

Steigende Temperaturen, steigende Meeresspiegel, steigende Not - das Erdklima wird sich dramatisch ändern. Aber auch die Wahrnehmung der Menschen: Vom Alarmismus müde, werden sie wieder vernünftig und pragmatisch mit dem Thema umgehen.

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Olaf aus der Hauptstadt 25.03.2009, 20:22
150. Politiker und Wissenschaftler

Zitat von Dumme Fragen
Weder Obama noch Schmidt sind Naturwissenschaftler, sondern Jurist bzw. Volkswirtschaftler. Letzterer ist übrigens noch zu Zeiten groß geworden, wo ein blinder Fortschrittsglaube tonangebend war. Ich bezweifel daher, dass er zu dem Thema sinnvolle Aussagen machen kann. Vermutlich wäre der Mensch nach einem atomaren Krieg im nuklearen Winter danach auch nicht an der "Klimamacherei" beteiligt gewesen, oder?
Was mich auf das Klimathema aufmerksam gemacht hat, ist der inquisitorische Eifer, mit der Wissenschaftler bekämpft werden, die auch nur mal zu einem wachsenden Gletscher (davon gibt es aktuell viele) reisen wollen. Ein Biologe, der über "Das Ernährungsverhalten der Eichhörnchen im Stadtpark" arbeiten will bekommt mit geringerer Wahrscheinlichkeit Geld als einer, der über "Das Ernährungsverhalten der Eichhörnchen im Stadtpark im Zeichen des Klimawandels" arbeiten will.

So endet Wissenschaft. Wissenschaftler sollen wertfreie und saubere Daten liefern, nicht mit einer Meinung über die Welt losrennen und dafür passende Daten suchen. Genau das passierte beim Thema Klima. Dahinter stehen inzwischen mächtige Industrien: http://business.timesonline.co.uk/to...cle5821334.ece

Auf diesem Weg werden der Menschheit und auch meinen Kindern hunderte Milliarden zur Lösung ernster Probleme entzogen.

Thema nuklearer Winter: Beim Golfkrieg I wurde uns von den Wissenschaftlern der "nukleare Winter" (in Folge hunderter brennender Ölfelder) vorausgesagt - aber nix passierte. Das zeigt, wie wenig die Zusammenhänge erforscht sind.

Wenn das C02 die Wärme wirklich so sehr reflektieren würde, würde es das auch über der Sahara tun. Dort wird es nachts extrem kalt, obwohl es am Tage bekanntlich sehr warm ist. Kalt wird es dort, weil keine Wolken da sind. Wasserdampf ist offensichtlich erwärmungsrelevant, C02 fast bedeutungslos, auch wenn es ein theoretisches Treibhausgas ist.

Die C02-These ist gerade ein wenig angeschlagen: http://wattsupwiththat.com/2009/03/2...torial-source/

Helmuth Schmidt ist einfach mal ein weiser Mann.

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barium 26.03.2009, 00:19
151. Wissenschaft verstehen und moralische Konsequenzen

Zitat von Olaf aus der Hauptstadt
Die C02-These ist gerade ein wenig angeschlagen: Helmuth Schmidt ist einfach mal ein weiser Mann.
In dem Link ist ja eine Abbildung der NASA welche die globale Verteilung von CO2 und den offensichtlichen Gradienten zeigt. In der noerdlichen Hemisphere sind systematisch groessere Flaechen mit um einigen ppm hoeheren CO2 Konzentrationen zu sehen. Dies ist qualitativ genau in Uebereinstimmung mit der Zunahme der gemessenen Gradienten als funktion der menchenverursachten CO2 Emission, die im IPPC Assessment Report 4 gezeigt werden, und als klarer Beweis fuer die anthropogene Quelle von CO2 gelten. Sie koennen sich das gerne selber anschauen: http://www.ipcc.ch/ipccreports/ar4-wg1.htm, Chapter 7, Figure 7.5. Also, mit Verlaub, Herr Olaf, hier lesen einige ihre Posts, und damit haben Sie durchaus eine Verantwortung fuer das was sie sagen. Es stimmt schon, jeder kann und soll seine Meinung sagen, aber dieses Beispiel zeigt wohl, dass man als Leser von Foren wie diesem schon sehr aufpassen muss zwischen Meinungen, und den sehr muehsam gewonnenen Erkenntnissen der Wissenschaftler zu unterscheiden.

Und Helmuth Schmidt, den ich sehr verehre, liegt in diesem Punkt einfach falsch. Das ist ja auch nichts schlimmes, er ist ja schliesslich kein Klimaforscher. Sein Ausspruch bringt lediglich zum Ausdruck was sich auch bei vielen von uns und in diesem und aehnlichen Foren zeigt: Es gibt eine ganze Menge von undenkbaren Moelichkeiten, dass heisst, fuer die meisten von uns undenkbar oder unvorstellbar. Es scheint, dass der menschenverursachte Klimawandel mit seinen verheerenden Folgen von der ueberwaeltigenden Mehrheit der Klimaforscher nicht nur denkbar sondern inzwischen als unausweichlich angesehen wird. Aber, die Klimaforscher sagen uns auch: wir haben als Menschheit noch ein Woertchen mitzureden, wenn es darum geht wie schlimm es wird.

Und nochmals, als Gesellschaft bezahlen wir viel Geld dafuer dass Wissenschaftler fuer uns herausfinden was Sache ist. Und wenn wir dann reinen Wein eingeschenkt bekommen, dann wollen wir die Medizin nicht schlucken. Anders als in der Politik gibt es in der Wissenschaft letztendlich nur eine richtige Antwort. Medien sollten sich hier nicht um eine ausgeglichene Berichterstattung bemuehen, sondern mit hochqualifizierten Wissenschaftsjournalisten um die Richtige. Und wenn eine Institution wie dass IPCC dann endlich zu einem Ergebnis kommt, dann scheint es mir ausgesprochen irrational sich an den versprengten Zweiflern festzuklammern, nur damit man weiterhin nichts tun muss.

Hier ist noch ein letzter Gedanke, den sich die Zweifler mal ganz in Ruhe durch den Kopf gehen lassen sollten: Das ganze Klimaproblem hat natuerlich auch eine immense moralische Komponente. Die Klimafolgen werden natuerlich zuerst die Aermsten der Armen treffen, die sich neue Deiche und sonstige Anpassungsmassnahmen schlicht nicht leisten koennen. Und wie schon so oft in der Geschichte machen wir im Westen/Norden/Suedosten so weiter wie bisher, und scheren uns einen Dreck um die Konsequenzen. Wenn man das alles konsequent zuende denkt, dann fuerchte ich, wird man zu dem Schluss kommen, dass sich niemand unter den Klimazweiflern, z.B. ueber den Sklavenhandel oder die Ausbeutung in der Kolonialzeit ereifern duerfte.

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reuanmuc 26.03.2009, 08:51
152. .

Zitat von Olaf aus der Hauptstadt
Auf diesem Weg werden der Menschheit und auch meinen Kindern hunderte Milliarden zur Lösung ernster Probleme entzogen.
Das haben die Banker in wenigen Wochen geschafft, ohne jede Gegenleistung. Dieses Geld fehlt nun für ökologische Maßnahmen, neben anderen. Unsere Kinder werden dafür bezahlen, mit höheren Steuern und Wohlstandsverlust.
Zitat von
Thema nuklearer Winter: Beim Golfkrieg I wurde uns von den Wissenschaftlern der "nukleare Winter" (in Folge hunderter brennender Ölfelder) vorausgesagt - aber nix passierte. Das zeigt, wie wenig die Zusammenhänge erforscht sind.
Die Voraussage ist nicht eingetreten, weil die Brände überraschend schnell gelöscht werden konnten. Das war keineswegs selbstverständlich und nur mit äußerster Kraft möglich. Die Zusammenhänge sind gut erforscht, nur Ihnen nicht bekannt.

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barium 26.03.2009, 09:51
153. Einfluss auf die Aermsten

Zitat von sowosammerneger
... daß eben die Klimakatastrophiker dafür sorgen wollen, daß die Ärmsten der Armen vollen Zugriff auf den Fortschritt haben sollen, ...
Wer sagt denn das? Kannst Du das irgendwie belegen?

Ich denke, in dieser Diskussion geht es doch um zwei ganz unterschiedliche Dinge, die zunaechst einmal gar nichts miteinander zu tun haben, und sorgfaeltig getrennt werden sollten. Die erste Frage ist ob der Klimawandel durch die Menschen (mit-)verursacht wird, und in welchem Masse unsere zukuenftigen Verhaltensweisen auf die zukuenftige Klimaentwicklung einfluss haben. Und da gibt der IPCC Report und im folgenden dann die aktuellen Befunde klare Aussagen. Da kann man nun natuerlich meinen, neunmal schlau zu sein, und das alles besser zu wissen, aber das kann ich dann nicht mehr so recht nachvollziehen.

Dann geht's im 2. Schritt um die Frage was denn nun zu tun ist, und auch da sollte man sich erstmal ganz konkret die Strategien anschauen, die da zur Debatte stehen. Ich glaube nicht, dass es zu einem Konsens kommen kann, in dem man den aermeren Laendern eine gleichberechtigte Anteilnahme an der globalen Entwicklung wird vorenthalten koennen. Das gilt allerdings nur wenn wir dieses Problem angehen solange sich die ersten Katastrophen noch nicht so deutlich zeigen (also in den naechsten 5-10 Jahren). Danach wird wohl jeder (jede Nation/politischer Block) nur noch an sich denken. Wenn es erstmal soweit kommt, dann wird es sehr ungemuetlich auf unserem Planeten, und dann wird es wohl in der Tat zu einem knallharten Wettbewerb um die schwindenden Land und sonstigen Resourcen geben. [OK, dass sind natuerlich jetzt alles nur meine ganz subjektiven Spekulationen ...]

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reuanmuc 26.03.2009, 11:01
154. .

Zitat von sowosammerneger
Ich stelle mir nur gerade die Frage, was passiert, wenn morgen mit einem lauten Knall irgendein Vulkan in die Luft fliegt. Dann können wir doch die ganzen schönen Prognosen wieder in die Tonne treten, weil es dann alles ganz anders kommt - es wird dann bekanntlich kälter, wegen der Verdunklung durch Asche, Rauch, u.s.w.
Für die meisten Fragen gibt es bereits Antworten, auch für diese. Ein Vulkanausbruch ist etwa drei Jahre in der Atmosphäre wirksam, die Zunahme des Kohlendioxids dagegen weit mehr als tausend Jahre. Die eine Sache ist die Enwicklung in diesem Jahrhundert für die Kinder, die ab heute geboren werden, die andere Sache ist die, dass die langfristigen Auswirkungen den Untergang eines großen Teils oder der ganzen Menschheit bedeuten können.

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dab131086 05.04.2009, 15:45
155. Warum gibt es dieses Forum?

Also zuerst möchte ich einem ziemlich provokanten Punkt anfangen?

Warum gibt es dieses Forum?
Ein Forum ist doch eigentlich eine Plattform auf der man diskutieren kann. oder?

Am Klimawandel gibt es nichts zu diskutieren.

Das ist Wissenschaft.
Die Globale Erwärmung ist eine Tatsache und jeder, der daran zweifelt hat entweder keine Ahnung von Wissenschaft, will die traurige Wahrheit nicht wahrhaben oder hat Interessen das ganze zu vertuschen.

Dewegen fordere ich dieses Forum zu schließen oder die Klimakritischen Einträge zu löschen, denn diese senden nur falsche Gerüchte in die Welt.

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Bruddler II 05.04.2009, 17:26
156. Diskussionsverbot?

Zitat von dab131086
Am Klimawandel gibt es nichts zu diskutieren. Das ist Wissenschaft. Die Globale Erwärmung ist eine Tatsache und jeder, der daran zweifelt hat entweder keine Ahnung von Wissenschaft, will die traurige Wahrheit nicht wahrhaben oder hat Interessen das ganze zu vertuschen.
Da machst Du es Dir zu einfach - sicher, das Klima hat sich im Laufe der Jahrtausende schon immer gewandelt.

Die Frage jedoch, ob der Mensch einen nennenswerten Einfluß dabei ausübt darf bezweifelt werden. Die Wissenschaftler, die dem momentanen Mainstream folgend ihren eigenen Vorteil befördern sind zahlreich, und deren Theorien ohne Beweiskraft dürfen durchaus, auch sehr kritisch, diskutiert werden.

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otropogo 05.04.2009, 18:02
157. Wissenschaftler oder Priester?

Zitat von Olaf aus der Hauptstadt
Was mich auf das Klimathema aufmerksam gemacht hat, ist der inquisitorische Eifer, mit der Wissenschaftler bekämpft werden,...
Das ist leider nicht mehr neu. Schon in den fuenfziger Jahren konnte man sehen, dass Wissenschaftler sich in eine Priesterschaft verwandelt hatten. Es wurde klar, als damals amerikanische Akademiker den MacMillan-Verlag mit einem Boykott zwungen, Immanuel Velikovsky's Buch "Worlds in Collision" (varchive.org) auser Lauf zu nehmen. Der Autor selbst wurde lebenslang (und immer noch) als nichtswissender Laie verhoent, obwohl seine Behauptungung ueber die Atmosphaere von Venus richtig waren, waehrend die "Wissenschaftler" es ganz falsch vorhersagten.

Diese Verwandlung ist die groesste Gefahr, die die Menschheit bedroht, denn sie ersetzt Denken mit Glauben, und vertreibt die Skeptiker, die den wissenschaftlichen Erfolg der letzten Jahrhunderten moeglich machten, als boesartige Ketzer und Feinde der Menschheit.

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fintenklecks 06.04.2009, 11:13
158. Warum ist Kohlendioxid ein Problem?

Ich bin weder Wetter- noch Klimaexperte, dennoch wundert mich die CO2 Debatte. CO2 wird verantwortlich gemacht für den Treibhauseffekt.
Aber ist der Anteil an CO2 so gestiegen?
Es besteht doch ein Gleichgewicht durch die Pflanzen die CO2 in Sauerstoff umwandeln - nachts hingegen Kohlendioxid wieder abgeben.
Vergleicht man den Verdünnungseffekt des Luftraums, ist der Kohlendioxid-Anteil doch recht klein. Natürlich wird CO2 durch den Menschen (Ausatmen) emittiert, genauso ist es in Auto- und Flugzeugabgasen sowie aus Schornsteinen der Kohlekraftwerke etc.. M.E. ist schon viel für die Minimierung der Abgase getan worden, ebenso Emissionsminderung durch Rauchgasreinigung.
Warum ist das Kohlendioxid so ein Problem für die Umwelt aus Klimabetrachtung?

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Klimaskeptiker 12.04.2009, 21:45
159. Forum schließen - klar ?!?

@dab131086
#Deswegen fordere ich dieses Forum zu schließen oder die Klimakritischen Einträge zu löschen, denn diese senden nur falsche Gerüchte in die Welt.#

Na, wenn diese Äußerung stilistisch ausgefeilter rüber gekommen wäre, hätte man meinen können, daß stamme vom GröKliFaz ( größten Klimaforscher aller Zeiten )und selbsternanten IPCC "Chef-Schreiber" Rahmstorf persönlich.

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