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Klimawandel: Forscher glauben an Abschwächung des Golfstroms
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Wissenschaftler rücken den Golfstrom wieder in den Mittelpunkt der Klimadebatte. Ihre Studie zeigt: Die Meeresströmung verliert doch an Kraft.

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knuty 12.04.2018, 15:51
90.

Zitat von moev
Wie kommen Sie dazu festlegen zu wollen, welche Gase da hin gehören und welche nicht? Sie wissen schon, dass die Gase alle man in der Atmosphäre waren lange bevor es uns Menschen gab? Der Planet kennt keinen Soll-Zustand und kein Richtig/Falsch. Der Erde ist es egal ob Bedingungen herrschen würden wie auf Venus oder Mars.
Dem Planet Erde ist es egal, aber den Menschen kann es nicht egal sein, ob hier Bedingungen wie auf der Venus oder dem Mars sind.

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sachgerecht 12.04.2018, 15:51
91. Verdrängung der Realität

Bis auf wenige Zeitgenossen, die aus Gründen persönlicher Vorteile oder einfach aus Unkenntnis einen Klimawandel leugnen, dürfte inzwischen unter Wissenschaftlern kein Zweifel mehr an einem anthropogenen Treibhauseffekt bestehen. Was den Golfstrom betrifft, so ist doch die Schwerkraftdynamik, die auch alte Heizungsanlagen ohne Pumpen funktionieren läßt, leicht nachvollziehbar. Kaltes Wasser ist eben dichter und damit auch schwerer als warmes Wasser und kann unter den Bedingungen den Kreislauf des Golfstroms aus warmer Oberströmung und kalter Unterströmung ebenso in Gang halten, wie den Wasserkreislauf in einer Heizungsanlage. Wird der Schwerkraftmotor allerdings durch höhere Polartemperaturen und leichteres Schmelzwasser gebremst, wird er in nicht all zu langer Zeit völlig stehen bleiben und wir werden in Europa kanadische Klimaverhältnisse bekommen, denn Europa liegt mit Kanada auf gleichen Breitengraden.
Zu befürchten ist allerdings, dass durch veränderte Luftströmungen die durchschnittlichen Temperaturen in den gemäßigten Zonen der Nord- und Südhalbkugel noch weiter sinken werden. Die Klimaerwärmung wird in den wärmeren Regionen rechts und links vom Äquator immer größere Luftmassen nach oben treiben, die nur in Richtung Pole ausweichen können, wo sie zwangsläufig absinken müssen und in die subtropischen und tropischen Regionen zurückgeleitet werden. Die Konsequenz ist die überdurchschnittliche Erwärmung der Polgebiete, wie sie in den vergangenen Wintern festzustellen war und die Abkühlung der gemäßigten Zonen durch zunehmend verdrängte kalte Polarluft. Diese Entwicklung wird in Zukunft mehr leichtes Schmelzwasser in die Golfströmung treiben und den Bremseffekt des Golfstroms beschleunigen. Eine weitere negative Begleiterscheinung der überproportionalen Erwärmung der Polregionen dürfte das Auftauen der weiten Permafrostflächen sein, wodurch enorme Mengen Methangas freigesetzt werden. Methangas ist 20 mal klimaschädlicher als CO2. Sind wir überhaupt noch in der Lage eine sich verselbständigende Klimakatastrophe aufzuhalten? Wenn ich die Zusammenhänge sehe, wird mir wirklich bange um unser Raumschiff Erde, mit dem wir und unsere Kinder auf Gedeih und Verderben verbunden sind. Wir sollten uns nicht gewissenlosen Profiteuren widerspruchslos ausliefern.

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geotie 12.04.2018, 15:51
92.

Zitat von lesheinen
Ich denke mal ganz weit voraus (und weitschweifend): AfD-und Pegida-Anhänger wird das nicht erfreuen. Die müssen langsam kleine Brötchen backen. Im Moment möchten sie das christliche Abendland vor Horden südländischer Invasoren abschotten- Wenn aber bei Versiegen des Golfstromes eine erneute Eiszeit ausbricht und halb Europa in wärmere Gefilde auszuwandern gezwungen ist, müssen sie hoffen, dass die dortigen Bewohner keine Abschottungspolitik betreiben.
Wenn die Ressourcen nicht schon vorher die Kriege entfacht haben, dann später das Klima. Ist eine Frage der Zeit, wie schnell es geht. Hat jemand Kinder, mit voll aufgedrehten Heizkörper verzogen, die werden die Kälte kennen lernen!

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litholas 12.04.2018, 15:53
93.

Zitat von asparsha
Der Erstkommentator hat ganz recht. Wir wissen nicht sicher, was passiert und werden es erst wissen, wenn wir es nicht mehr ändern können. Auch bessere Klimamodelle helfen da kaum, denn bekanntlich geht es hier um nichtlinearen Dynamik. De facto interessiert diese Frage aber wohl auch nicht allzu viele Menschen, denn der Absatz von SUVs, Kreuzfahrten und Flügen nach Australien steigt nach wie vor. Dann hoffen wir doch einfach mal, dass Sibirien fruchtbar wird und die ozeanischen Methanhydrate stabil bleiben ...
Glücklicherweise gibt es viele Menschen, die den Wandel hin zu einem schonenden Umgang mit dem Planeten bzw der Biosphäre vorantreiben. Das ist leider kein grosser Ruck der durch die gesamte Menschheit geht, sondern Millionen und Milliarden kleinere und grössere Schritte, von denen so gut wie jeder hart gegen die Gleichgültigen, die Frustrierten, die Trotzigen, und die Profiteure des Status Quo erkämpft werden muss.

Inzwischen sind schonendere, nachhaltigere und zukunftssichere Methoden (Solarenergie, Windkraft, Wärmepumpen) glücklicherweise schon ähnlich günstig wie die konventionellen Methoden, und mit zunehmender Verbreitung werden sie noch günstiger. Auch unter den Einflussreichen gibt es glücklicherweise viele, die sich für diese schonenderen Methoden einsetzen.

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litholas 12.04.2018, 16:03
94.

Zitat von PolitBarometer
Ich glaube eher, dass die Forscher überhaupt keinen plausible Erklärung dafür haben, was wirklich von statten geht. Ob Warmzeit oder Kaltzeit; der Faktor Mensch ist m.E. das geringere Übel. Den Lauf der Erdgeschichte können wir nun mal nicht beeinflussen. Solange aber sinnloserweise Geldmittel in unbegrenzter Höhe fliessen, werden von wissenschaftlicher Seite keine vernünftigen Ergebnisse herauskommen. Man schaue sich mal die übrigen, lebensfeindlichen Planeten unserer Galaxie an. Dahingegen ist es auf unserer Erde doch nun richtig schön. Die meteorologischen Diensten schaffen es ja heute trotz modernstem Gerät noch nicht einmal, eine verlässliche Wetterprognose für NRW im Zeitraum von etwa 4-8 Stunden abzugeben, was sollen dann Spekulationen und Berechnungen mithilfe von Supercomputern über ein hypothetisches Welt-Klimamodell?
Die Kenntnis über den Einfluss des Menschen auf das Klima beruht nicht auf Simulationen, sondern darauf, dass CO2 die Wärmestrahlung der Erde genau in dem Wellenlängenbereich absorbiert und damit am Entkommen ins Weltall hindert, in dem die Erde den grössten Teil ihrer Wärme abgibt.

Und mit der Emission von signifikanten Mengen an CO2 tun wir genau das, wozu Sie uns die Fähigkeit absprechen - wir verändern den Lauf der Erdgeschichte.

Und wenn wir dumm genug sind, die klimaaktiven Substanzen freizusetzen, die hier vorhanden sind, dann bekommen wir hier ebenfalls einen lebensfeindlichen Planeten. Das Material für eine zweite Venusatmosphäre haben wir, die wäre dann eben nur 330 Grad Celsius "warm" anstatt 470.

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litholas 12.04.2018, 16:11
95.

Zitat von Beat Adler
Wir wissen nicht sicher, was passiert? Falsch: Wir wissen es genau! Das Wissen, das heute jedem Politiker zur Verfuegung steht, verbreitet Angst. Denn die Massnahmen, die zu ergreifen waeren, lassen sich von einem Politiker nicht vertreten, wenn er wiedergewaehlt werden will. ...
Ganz im Gegenteil: Die Politiker und die von der Fossillobby bezahlten PR-Agenturen müssen sich bei der Anti-EE-Agitation schon richtig anstrengen, damit die Politiker noch gewählt werden obwohl sie so zögerlich gegen den Klimawandel vorgehen, weil die wichtigste Massnahme, der Ausbau von Windkraft- und Solarenergiegewinnung, volkswirtschaftlich jedes Jahr hunderte Milliarden Euro einbringen würde.

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vrachui 12.04.2018, 16:12
96. Rahmstorf läßt grüßen

Seit wann betreiben die Kollegen des PIK eigene Klima- oder besser
Meeresforschung? Es sind immer dieselben Horrormeldungen, die, dem ansonsten abebbenden Interesse an der "Klimakatastrophe", in Stellung gebracht werden. Bereits 1999 sahnte Herr Prof. Rahmstorf für seine Golfstrom-Versagens-Theorie eine Million Dollar "Preisgeld" der McDonnell-Stiftung (US, eh. Rüstungskonzern) ab. Ist das Geld etwa alle?
Selbst wenn man feststellt (wer eigentlich?), dass die Oberflächentemperaturen nicht konstant bleiben, heißt das noch gar nichts. Aller Logik fehlt eine ganz bestimmte Zutat zur seriösen Wissenschaft: der Beweis!

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Andraax 12.04.2018, 16:21
97.

Zitat von vrachui
Seit wann betreiben die Kollegen des PIK eigene Klima- oder besser Meeresforschung? Es sind immer dieselben Horrormeldungen, die, dem ansonsten abebbenden Interesse an der "Klimakatastrophe", in Stellung gebracht werden. Bereits 1999 sahnte Herr Prof. Rahmstorf für seine Golfstrom-Versagens-Theorie eine Million Dollar "Preisgeld" der McDonnell-Stiftung (US, eh. Rüstungskonzern) ab. Ist das Geld etwa alle? Selbst wenn man feststellt (wer eigentlich?), dass die Oberflächentemperaturen nicht konstant bleiben, heißt das noch gar nichts. Aller Logik fehlt eine ganz bestimmte Zutat zur seriösen Wissenschaft: der Beweis!
Pubilzieren Sie Ihre Ansichten doch in Nature, vielleicht nimmt Sie dann jemand ernst. Ohne Publikation können Sie gerne Ihre Meinung verbreiten, muss aber nicht ernst genommen werden.

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10prozentfett 12.04.2018, 16:23
98. Ja aber

Zitat von mostly_harmless
New York liegt etwa auf dem Breitengrad Neapels. Guckt man 1500 km weiter Nördlich, auf der Höhe von Berlin liegt Neufundland
das meine ich ja:

https://de.wikipedia.org/wiki/St._John’s_(Neufundland)#Klimatabelle

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg#Klima

Wir haben "dank" Golfstrom das "Hamburger Schietwetter" und der Rest auf unserem Breitengrad tolle Sommer (warm) und Winter (kalt). Wir haben ganzjährig etwas dazwischen ...

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litholas 12.04.2018, 16:28
99.

Zitat von warum_nicht?
Da frage ich mich, wie es zum Bauspiel nach dem Silur (vor 440-420 Mio. Jahren), mit einem CO2-Gehalt von 4500 ppm noch Eiszeiten geben konnte?
Sie meinen VOR dem Silur.

Zu der Zeit strahlte die Sonne etwa 3% schwächer als heute, und es gab unter 10% Sauerstoff in der Atmosphäre, der klimawirksam ein atmosphärisches Fenster schliesst.

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