Forum: Wissenschaft
Klischee adé: Frauen sind keine besseren Multitasker
Jo Kirchherr/ Westend61/ Getty Images

Mehrere Dinge gleichzeitig erledigen - das ist alles andere als einfach. Und entgegen der weit verbreiteten Annahme können Frauen das auch nicht grundsätzlich besser als Männer.

Seite 1 von 6
Kerosinist 14.08.2019, 20:42
1. Der Unterschied

Zwischen Männern und Frauen bei Multitasking ist nach meiner Erfahrung eher, dass Frauen es einfach tun, während Männer sich auf eine Aufgabe konzentrieren und damit den Eindruck erwecken, sie könnte nur einspurig denken

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TaramTaram 14.08.2019, 20:57
2. Was für eine Neuigkeit,

aber leider leben Menschen weltweit nur von Schlagzeilen.
Schlagzeilen und halbgaren umfragen. Da wurden bspw. 1001 Menschen befragt, oder 5001, oder weltweit eine Studie an 10.000 Probanden durchgeführt, über einen Bruchteil eines Zeitrahmens.
Genauso wenig wie Frauen oder Männer schlechter einparken können, ist auch die Annahme einer einseitig besseren oder schlechteren Möglichkeit mehrere Dinge auf einmal zu tun ein Irrglaube.

Multitasking läßt sich gar nicht greundsätzlich beurteilen, da viele Nebenfaktoren mit berücksichtigt werden müssen. Das fängt bei Stress an, Ablenkung, geht über die Konzentrationsfähigkeit , über enger gebundene äussere Einflüsse oder weniger wichtig empfundene Nebenfaktoren, über persönliches Schreckempfinden, persönliche Ängste, etc. bla bla

Das ist eben eines dieser Klischees - eine Studie besagt, dass Frauen besser einparken oder multitaskingfähig sind. Dazu müssen nur noch zwei oder drei grosse deutsche Medien darüber berichten und das Gerücht ist in der Welt und in den Köpfen der Menschen!

traurig!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joeHB 14.08.2019, 21:31
3. 96 Teilnehmer?

Für eine Studie mit weltbewegender Aussage vielleicht eine zu geringe Teilnehmeranzahl...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
a.weishaupt 14.08.2019, 21:53
4. Ich hatte es von Anfang an gesagt

Das war damals dieser typische populärwissenschaftliche Unfug, den man glaubte, weil man ihn eben glauben wollte. Frauen konnten angeblich plötzlich alles mögliche besser. War kaum glaubwürdiger als die "Fachaussagen" zu solchen Themen aus der Kaiserzeit, nur diesmal mit umgekehrtem Vorzeichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kika2012 14.08.2019, 21:57
5. Meine Erfahrung

ist eher die, dass Frauen besser Multitasking können, gerade die Mütter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SlackNSlooth 14.08.2019, 21:58
6.

Multitasking heißt normalerweise 2 Fehler gleichzeitig machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pjotrmorgen 14.08.2019, 22:17
7. Heilige Kühe

Da wird eine weitere Lieblingsidee des Feminismus auf das zurückgestutzt, was sie wirklich ist: reines Wunschdenken und ein Mittel, um Männern nahezulegen, dass sie die schlechteren Menschen sind. Ähnlich war es mit der Behauptung. Männer seien Testosteron-vergiftet, aggressiv, triebgesteuert, nur auf schnellen Sex mit vielen Partnerinnen gepolt. Die Wahrheit ist: Hohe Testosteronspiegel führen zu fairem, altruistischen Verhalten, was ja nicht im Widerspruch zu stärkerem sexuellen Drang und dessen Ausleben stehen muss, siehe: https://www.nature.com/news/2009/091208/full/news.2009.1131.html

Übermäßige männliche Aggression dürfte zu einem großen Teil erlernt bzw. kulturell geprägt sein. Vermutlich ist das eventuell bessere Multitasking der Frauen auf die moderne Rolle als Mutter, Berufstätige und Partnerin zurückzuführen, bei der Frauen womöglich besser trainiert sind als Männer, ohne dass es genetisch festgelegt ist. Dennoch sind solche Eigendschaften wie Aggressivität und die Fähigkeit zum Multitasking sicher individuell unter Frauen wie Männer sehr unterschiedlich, Verallgmeinern führt meistens weit weg von der Wahrheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ch.weichberger 14.08.2019, 22:34
8. Frauen sind meistens

Besser organisiert ..das erweckt den eindruck
Von multitasking ..muessen sie auch oft sein
Sonst reicht die zeit nicht fuer den tag..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Anwalt55 15.08.2019, 23:00
9.

Der entscheidende Satz in diesem Artikel ist der letzte:
"Hätten Studien hingegen keinen Unterschied zutage gefördert, seien sie oft nicht publiziert worden."
Und genau daran krankt das ganze Forschungssystem, dass man "keine Unterschiede" nicht veröffentlichen kann, dabei ist aus wissenschaftstheoretischer Sicht diese Information genau so wertvoll, wie der herausgefundene Unterschied. Aber es scheint, als sei das menschliche Gehirn nicht nur fürs Multitasking nicht geschaffen, sondern ebensowenig für die Anwendung allzustrenger Logik.
S ist halt leichter sichs zurechtzubiegen.... ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6