Forum: Wissenschaft
Kobaltförderung im Kongo: Hier sterben Menschen für unsere E-Autos
FEDERICO SCOPPA/ AFP

Kinder schleppen Erzkörbe, Bergleute schürfen unter lebensgefährlichen Bedingungen: Kobalt ist unerlässlich für die Produktion von Akkus, der Abbau hoch umstritten. Experten haben nun Minen im Kongo geprüft.

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Darwins Affe 16.10.2019, 19:25
100. Populisten

Zitat von christian.fiedler2601
der ist maßgeblich. Hier müssen die NOx Werte runter. Das ist für die Grünen am wichtigsten. Wenn man dabei noch die Autoindustrie zerstören kann, um so besser. Die gesamte Energiewende mit Schwerpunktsetzung auf E Autos und Wind ist ökologisch und ökonomisch zerstörerisch und vollkommen Unsinnig. Gegen jede Physik. Daher finden es wohl die Grünen auch so toll
1) Populisten brauchen immer Dumme, die an ihre monothematischen Phrasen glauben.
2) Dass man damit der Bevölkerung die Arbeitsplätze entzieht – umso besser: Dann kann man noch besser im Trüben fischen.
3) Bleibt nur die Frage: Werden eure grünen oder braunen Populisten mit ihren 1-Themen-Programmen reüssieren?
4) Nebenbei: Einzig sinnvolle Energieversorgung wird in Zukunft die Kernfusion sein.

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Ökofred 16.10.2019, 19:30
101. danke!

Zitat von prevewan
Die Menge an Cobalt in einem Smartphone ist nur unwesentlich geringer als in einem Fahrzeug Akku. Die Menge an Cobalt ist am geringsten in Tesla Fahrzeugen, die zu 100% aus Cobalt von Glencore gefoerdert werden. Wie die meisten Fahrzeug Batterien. Tatsaechlich konrolliert Glencore etwa 95% des Weltmarktes fuer Cobalt, nur den im Kongo nicht. Cobalt aus dem Kongo ist primaer in "Chinaware" zu finden, weniger in KfZ. Aber schone zu sehen das SPON gerne das Geld der VDA nimmt.
Nach Interview sind auch 80% der Minen im Kongo eigentlich nicht zu beanstanden. Wir reden also von 20% der Förderung aus einem 5% Marktbereich.
Klar, aber das ist genug, um E- Autos (Kobalt wird nirgendwo woanders verwendet???) massiv zu diskreditieren...

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descartes 16.10.2019, 19:30
102.

Zitat von Duesendaniel
Dass derzeit noch das meiste Kobalt für Mobiltelefone gefördert wird hat Herrn Seidler bisher offensichtlich auch nicht gestört und dass Tesla den Kobalt-Anteil massiv reduziert hat und die nächste Generation Akkus schon ganz ohne Kobalt bauen wird, wird auch mit keiner Silbe erwähnt. Außerdem sterben diese Menschen nicht 'für unsere E-Autos', sondern durch eine gewissenlose Industrie, die für welche Produkte auch immer Menschen auf der ganzen Welt ausbeutet. Herrn Seidlers Engagement in allen Ehren, aber hat er sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wo seine Kleider herkommen und unter welchen Bedingungen seine Leuchtstoffröhren und andere China-Produkte hergestellt werden? Von den armen Tierseelen, die bei Herrn Seidler auf dem Teller landen, wollen wir lieber auch nicht reden. Jede Initiative für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Tier begrüße ich sehr, aber das hier ist billiger Populismus und soll nur die E-Mobilität verteufeln. Ich kann nur hoffen, dass diese Hetzkampagne aus gekränkter Eitelkeit eines Motorsportfanatikers entstanden ist und nicht noch etwas Schlimmeres dahinter steckt. Es ist ja mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass unsere Autoindustrie noch möglichst lange ihre alte Technik verkaufen möchte und dafür ist ihnen sicher jedes Mittel Recht.
Gähn, ist man per se "nichtgestrig" weil man jeden Hype, sei er auch noch so unsinnig einfach unreflektiert mitmacht?
Wenn Elon es tatsächlich schaffen sollte Akkus komplett ohne Kobalt zu produzieren, was in benötigter Menge noch zu beweisen wäre, werden wesentlich grössere Mengen an Nickel als Ersatz benötigt (Kobalt ist eigentlich ein "Abfallprodukt" bei der Nickelgewinnung), insofern ist dies kein Argument für das Thema dieses Artikels, weil sich an den Abbaubedingungen nichts ändern wird.

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cindy2009 16.10.2019, 19:31
103. @spon

Muss das sein? Der Titel passt überhaupt nicht zum Text. Oder Sie schreiben mal entsprechend "Öl-Kinder, Tee-Kinder,.... -.. Dafür sterben Menschen " . Es geht nicht um verharmlosen. Aber man sollte doch wohl die Wortwahl der Headline auch erklären und nicht denen überlassen, die jetzt meinen, wie AfD und Co "Wir haben das ja schon immer gesagt" .

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alt-nassauer 16.10.2019, 19:31
104. Also "Norwegische" Verhältnisse haben wir...

Also "Norwegische" Verhältnisse haben wir noch nicht, auch nicht in Aussicht! Heißt ein Verbot von Verbrennungskraftfahrzeugen - Erdgas und LPG wäre ja auch noch eine Alternative zum Diesel/Benzin.

Was ich aber Eigentlich Aussagen möchte. Mich und keiner wird doch gezwungen E-Fahrzeug zukaufen. Wenn Leute mit den paar "Kröten" die der Staat das als Anschubfinanzierung auf den Weg bringen will. Soll es doch tun, der hat so viel "Kröten" das er den Rest wohl auch bezahlen kann und sogar will.

Solange muss man sich doch kein E-Auto mit fehlender Infrastruktur, geringe Reichweite und den Kosten sich doch gar nicht anschaffen...

..genauso wenig das man keine Flugreisen, Kreuzfahrten usw. wegen Klimaschutzgründen nicht tun sollte.

Dennoch steigen die Zahlen der die es weiter nutzen. So ähnlich wird es noch auf Jahrzehnten mit PKW und Verbrennungsmotoren weiter gehen.

Zu dem wo die Empörung im allgemeinen über das "Mining" jeglicher Rohstoffe - Kupfer, Bauxit, Zinn, Gold - ja und Uran? Tun wir doch nicht so Ahnungslos! Es geht eben einfach so weiter...

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neue_perspektiven 16.10.2019, 19:32
105. Widerspruch

Die interessanten und relativierenden Aussagen des Interviewpartners stehen im krassen Widerspruch zur Überschrift. Das passiert, wenn es nur noch um Klickzahlen geht und provoziert leider die beobachtbaren Phänomene der gegenwärtigen Debattenkultur. Ich hätte auch geklickt, wenn die Überschrift: „Ausmaß der Kinderarbeit in der Kobaltgewinnung im Kongo - Experteninterview“ oder so ähnlich gewesen wäre.

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Bernd Hofstetter 16.10.2019, 19:36
106. Genau

Zitat von engel1978
Und das fällt erst jetzt auf, nachdem das E-Auto quasi heilig gesprochen wurde? Da sollte man sich als E-Auto-Fahrer ja mehr schämen als mit nem Diesel SUV! Von Seiten der Umweltverbände wurde doch jedes "gesparte" Gramm CO2 beweihräuchert, aber alle Hinweise das dafür Menschen das Material aus irgendwelchen Löchern kratzen müssen hat man sauber ignoriert?
Es freut mich, dass endlich mal jemand das E-Auto entzaubert. Die Öko-Hipster hier in Deutschland üben sich ja gerne in Realitätsverdrängung. Nicht nur das Kobalt ist ein Problem. Für das Lithium in den Batterien werden in Südamerika riesige Süßwassermengen vernichtet. Studien zufolge ist auch die CO2-Bilanz der E-Autos verheerend.

Ein Elektroauto hat bereits bei Auslieferung soviel CO2 verursacht, wie ein Verbrenner nach 100.000 km. Und da der Strom nicht aus der Steckdose, sondern aus dem Kohlekraftwerk kommt, kann man zusammenfassen, dass beim E-Auto halt der Dreck einfach da verursacht wird, wo ihn der Öko-Bürger nicht sehen und riechen kann. Besser wird es dadurch aber auch nicht.

Alle, die nun gleich wieder nach dem Wasserstoffauto schreien werden, muss man leider ebenfalls desillusionieren. Auch hierfür braucht man Strom und noch viel mehr als für das E-Auto, weil man erst mal Strom in H2 umwandelt und das mit einem Wirkungsgrad von max. 30%. Man braucht also ca. dreimal soviel Strom.

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roland_waldo 16.10.2019, 19:36
107. Das typisch reißerische Geschreibsel des Spiegel (für die Autolobby?)

Ja wir machen einfach so weiter mit den Autos und auch anderen umweltschädlichen Dingen. Klar die E-Autos sind nicht der Stein des Weisen aber ein Anfang. Wie die Vorgänger erwähnten ist in allen LI-IO Akkus Kobalt drin. Nicht nur in Autos. Tesla garantiert "sauberes" Kobalt aber das wird auch mal wieder ignoriert (Autolobby). Ich gehe jetzt mir einen 8 Zylinder Diesel kaufen ;-)

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kaltmamsell 16.10.2019, 19:39
108. Kobalt-Abbau-Firmen:Neben guten Großen soll es böse Kleine geben? Aha.

Gut zu wissen. Für mich ist das ein relativ klarer Indikator, dass eben auch bei den Großen was nicht stimmen kann. Ja, Batterien: Der gesamte Lebenszyklus von Batterien und die darauf basierende gesamte Energiebilanz muss man mit einem gewaltigen Fragezeichen versehen. Zudem haben wir das Problem, dass die Energie-SPEICHER-Kapazität das eigentliche, bisher in seiner Essenz weitgehend ungelöste Problem darstellt.

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L_P 16.10.2019, 19:43
109. Kupfer, das Lieblingspestizid der Grünen?

Zitat von Zuversicht
"Gefördert wird der Rohstoff vor allem als Nebenprodukt beim Nickel- und Kupferabbau. " Also bevor hier über Kobalt diskutiert wird, wie wäre es alle Produkte mit Kupfer zu kritisieren? Das wird dort in deutlichen größeren Volumen gefördert - auch durch den Kleinbergbau. Die machen das dort ja nicht aus Spaß und guter Laune. Sie brauchen diesen Abbau, weil sonst die Familien schlichtweg nicht überleben können. Aber man pickt sich mal wieder einen kleinen Teilbereich heraus mit reißerischer Überschrift.
Kupfer...? Ja doch, das ist das Lieblingspestizid der Grünen, das in rauen Mengen im "Bio-, "Öko-" und "Organischen" Landbau angewendet wird. Dummerweise ist es sehr giftig für Regenwürmer. Deren Aussterben die "grünen" Täter dann beklagen können. Was ihnen aber wirklich nur noch die Unaufmerksamsten abkaufen.

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