Forum: Wissenschaft
Kommissar Carlos Moedas: "Ich verstehe Forscher besser"
DPA

In der neuen EU-Kommission spielt das Ressort Forschung nur eine untergeordnete Rolle. Kommissar Carlos Moedas erklärt im Interview, wie er die europäische Wissenschaft dennoch zu radikalen Innovationen führen will.

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bookwood74 30.12.2014, 12:13
1.

Was weiss ein Banker schon von Grundlagenforschung ?? Eine Fehlbesetzung. Den Chinesen und Amis wird es freuen.

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Untertan 2.0 30.12.2014, 12:18
2. Juncker

Zitat von
Präsident Jean-Claude Juncker hat Ihr Ressort komplett der Industrie unterstellt
Was ist von Europas größtem Steuerbetrugs-Beihelfer auch schon Anderes zu erwarten?

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sfk15021958 30.12.2014, 12:19
3. Hört sich gut an, aber Vieles ist Show.

Deutschland zahlt 27 % bekommt aber nur 16,6 % als Förderung. Wie kann man so etwas als "Gewinn" benennen. Spitzenförderung in den zurückliegenden Programmen wurde durch die Pflicht, auch zurückgebliebene Forschergruppen aus allen Herrn Ländern der EU einzubinden, konterkarriert, Nur das "Kennenlernen" war unseren Eurokraten wichtig. Geldverschwendung ohne Ende hier wie auch z.B. in der Landwirtschaft.

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Einweckglas 30.12.2014, 12:31
4. 300 Millionen?

"300 Millionen Euro des Gesamtbudgets von 1,8 Milliarden gingen an deutsche Forschungseinrichtungen" und das macht uns nun zu Gewinnern? Deutschland zahlt 19,3 Prozent des gesamten EU-Budgets und bekommt ungefähr die Hälfte zurück. Bei den Forschungsförderungen sind es dann tatsächliche mehr, weil wir dort führend sind? . Was ist denn das für eine Schönrechnerei, die der liebe "Kommisar" dort betreibt? Der Herbst rückt nahe und es gibt hoffentlich genug derzeitige Nichtwähler, die sich endlich aufraffen, um dieses ganze Lügengebäude auf den Kopf zu stellen.

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christiewarwel 30.12.2014, 12:43
5. Schlimmer geht immer

Die Forscher prügeln sich bereits um Stellen und Gelder, aber der Herr möchte noch mehr Wettbewerb, dem neuzeitlichen Allheilmittel für alle Probleme.

Befristeter Arbeitsvertrag für ein Jahr, 60 Stunden die Woche, 35 davon bezahlt, 10 SWS Lee/hre dazu; geboten werden marode Infrastruktur, veraltete Geräte und eine Halbtags-TA zum Putzen und Spitzen stecken. Erwartet werden mindestens 2 Publikationen in hochrangigen Journals, Millionen an eingeworbenen Drittmittel und eine Patentanmeldung.

Wer möchte gerne? Wie, Sie nicht? Kein Problem. Wir sind offen für alle(s).

Grundlagenforschung und Industrie? Widerspruch in sich. Gute Grundlagenforschung ist in D kaum noch förderungsfähig/vorhanden, denn es dauert zu lange, bis daraus Geld wird, dem neuen Allroundmaßstab aller Dinge.

Das vernünftigste, das der Mensch für die Forschung tun kann, ist, sein Gehalt der DFG zu spenden!

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mborevi 30.12.2014, 14:01
6. Ein Politiker ...

... kann niemals "die Wissenschaft zu Innovationen führen". Das ist eine geradezu groteske Anmaßung. Was Politiker können und auch nicht selten getan haben ist: die Wissenschaft zu behindern.

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ihatezensur 30.12.2014, 15:19
7. Mehr Wettbewerb

heißt mehr quantitative Messmethoden. Die fleißigen Schreibbienchen werden mal wieder belohnt. Was das mit Qualität, geschweige denn Exellenz zu tun hat, ist wohl nur einem Banker klar. Nach Bologna haben wir unsere Studenten für die kurz- und mittelfristigen Interessen der Wirtschaft geopfert, jetzt scheinen auch noch unsere Wissenschaftler dran zu sein. Und wo fällt ein Wort zur Innovationsförderung im nicht.universitären Umfeld, aus welchem so viele unserer Hidden Champions hervorgegangen sind?

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brux 30.12.2014, 15:21
8. +++++

Zitat von bookwood74
Was weiss ein Banker schon von Grundlagenforschung ?? Eine Fehlbesetzung. Den Chinesen und Amis wird es freuen.
Lesen hilft: Der Mann ist Ingenieur.

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lychnis 30.12.2014, 15:25
9.

Ich begrüße die, hoffentlich durchgeführten, Anstrengnungen um Ebola erfolgreich bekämpfen zu können, aber das dies als Grundlagenforschung verkauft wird ist leider traurig. Vielleicht ist es aber auch damit zu erklearen dass Herr Moedas Ingenieur ist, da arbeitet man zumindest meist Ziel- und Problemorientiert. Viel schlimmer finde ich aber, wie auch schon vorher angemerkt, das mal wieder der “Wettbewerb” alles richten soll. Nur wer entscheidet denn wer Wettbewerbsfähig ist und wer nicht? Natürlich gibt es die wissenschaftlichen Gremien, die die Anträge beurteilen. Aber die groben Vorgaben kommen aus der Politik, und dann soll alles wieder einen sofort erkennbaren nutzen haben. Nur leider lässt sich in der Grundlagenforschung die Frage “Und wofür ist das zu gebrauchen” nicht einfach beantworten. Es geht doch erst einmal darum zu verstehen wie die Dinge funktionieren und zusammenhängen. Mit diesem Wissen kann man dann heran gehen und daran arbeiten konkrete Probleme zu lösen, aber dass kann nicht von der Grundlagenforschung gefordert werden.

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