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Konferenz-Verhalten: Warum Männer immer die meisten Fragen stellen (auch wenn sie in
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Ein Raum voller Frauen und trotzdem spricht ein Mann: In Diskussionsrunden ist das häufig der Fall. Forscher haben untersucht, was Frauen zum Mitreden animiert. Eine Quote für Podien braucht es nicht.

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bwidmer72 08.07.2019, 14:10
1. Besserwisser sind meist Männer

An Konferenzen stellen viele Männer nur vordergründig eine Frage. Sie nutzen die Gelegenheit vielmehr dazu, ihre eigene vermeintliche Originalität oder Intelligenz zur Schau zu stellen.

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klimaterium 08.07.2019, 14:23
2. @1

Und auf welcher(n) Studie(n) fusst Ihre Erkenntnis?

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I.L.Callis 08.07.2019, 14:25
3. Null Interesse?

Im letzten Herbst erschien im Emonsverlag mein Genetikthriller "Das Alphabet der Schöpfung." Es geht um die Genscherentechnik, das Zeitalter der Hybride und die Frage, wohin die Menschheit geht. Bei der sehr gut besuchten Premierenlesung ist das Verhältnis Mönner zu Frauen etwa 1/3 zu 2/3. An der anschließenden Diskussion beteiligen sich bis auf eine junge Frau nur Mönner. Sie stellen interessierte Fragen, bringen eigenes Wissen ein, sind gut informiert, alle bleiben im Saal. Die Frauen tuscheln, sind vom Gespräch sichtlich gelangweilt, viele gehen einfach. Für mich als Autorin war es eine sehr aufschlussreiche Erfahrung.

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GoaSkin 08.07.2019, 14:34
4. @1

Zitat von bwidmer72
An Konferenzen stellen viele Männer nur vordergründig eine Frage. Sie nutzen die Gelegenheit vielmehr dazu, ihre eigene vermeintliche Originalität oder Intelligenz zur Schau zu stellen.
Um etwas Anderes geht es aber meistens auch dann nicht, wenn Frauen Fragen stellen, auch wenn sie sich seltener zu Wort melden. Fragen nach langen Reden haben allgemein vor allem den Sinn, die geschilderten Thesen zu hinterfragen oder ihnen etwas hinzuzufügen, weil man dem Vortrag etwas hinzufügen möchte und nicht bereit ist, alles Gesagte als Perfekt zu akzeptieren. Und man erwartet, dass über das in Form von Fragen andere Licht, dass dann auf die Sache geworfen wird, weiter geredet wird.

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quark2@mailinator.com 08.07.2019, 15:08
5.

Ehrlich gesagt ist es mir wurscht, ob die Fragen von Männern oder von Frauen gestellt werden, Hauptsache sie sind dazu geeignet, die Diskussion voran zu bringen. Nach meiner Erfahrung halten sich Leute zurück, wenn sie meinen, keinen guten Beitrag leisten zu können. Da wäre es kontraproduktiv, sie künstlich zu motivieren, bzw. andere, die eigentlich etwas sagen wollen, künstlich zu demotivieren. Zumindest in meinem Umfeld kommt es selten vor, daß "dumme" Fragen gestellt werden. D.h. ich sehe jetzt nicht das Problem, daß die Männer etwa bergeweise Nonsense reden. Am Ende gehen auch meist eher die Fragen aus, als die Zeit. D.h. jeder/jede kann fragen. Ich sehe da keinerlei Vorteil darin, nun künstlich auf 50:50 kommen zu wollen. Übrigens: Wie sieht es bei Themen aus, wo Frauen sich kompetent fühlen, also z.B. auf Konferenzen zu Bildung und Kinderbetreuung ? Man hört immer mal wieder, daß auf Elternabenden Väter eher untergebuttert würden, daher meine Nachfrage.

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kreuzberger36 08.07.2019, 15:08
6. #3

Ja, ein Aspekt der selten Beachtung findet. Positiv denken! Wir gehören zusammen, gerade wegen der „Unterschiede“!

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phboerker 08.07.2019, 15:12
7. Koedukation

Koedukation war mal eine sehr moderne Neuerung, allerdings erscheint fraglich, ob der gemeinschaftliche naturwissenschaftlich-mathematische Unterricht gut für Mädchen ist. Dort werden sie nämlich von Anfang an von den hälftig vertretenen Jungen untergebuttert, sodass die im Artikel und der Studie beschriebene Zurückhaltung der späteren Frauen auf diese Erfahrung zurückgehen könnte.

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freigeistiger 08.07.2019, 15:19
8. Typischer Genderismus

Es ging um Diskussionen bei Naturwissenschaften. Es studieren mehr Männer als Frauen Naturwissenschaften und Technik. Deshalb sind Frauen auch in Führungspositionen und Diskussionsrunden seltener vertreten. __ „ … klassisch weiblich besetzte Themen … - etwa, wenn es um ethische, rechtliche oder soziale Aspekte der Genforschung ging.“ Es wird als typisch weibliche Themen bei Naturwissenschaftsdiskussionen dargestellt, nicht fachliche Fragen. __ In dem Artikel wird Geschlechterungleichheit wie selbstverständlich mit Geschlechterungerechtigkeit gleich gestellt. Das sagt frau üblicherweise so. Es gibt den Grundsatz fordern und fördern. Frau muss sich auch selber anstrengen. Sich auf die Parität auf Grund ihres Geschlechtes zu berufen ist einfacher.

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karlo1952 08.07.2019, 15:32
9. Eine der ersten Seminarlehren

ist, wer fragt, der führt. Das wird eben praktisch angewandt. Warum hätte ich das sonst gelernt?

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