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Konzept 2030: So kann Deutschland die Klimaziele noch erreichen
Brooke Whatnall/ National Geographic RF/ Getty Images

Verfehlt die Bundesregierung die Klimaziele für 2030, könnten Zahlungen von 60 Milliarden Euro fällig werden, warnen Experten. Ein neuer Plan listet auf, wie die Klimawende sozialverträglich gelingen kann.

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karl-felix 14.05.2019, 23:05
60. Nein

Zitat von schlob
1)Der AKW Ausstieg hat zu mehr CO 2 in der Luft geführt -also hat der Ausstieg das Klima geschädigt.- 2)Schlimmer war eine Signalwirkung. 3)Anstatt damals schon 1000 weitere AKW weltweit in Planung zu geben 4)Rechnen Sie einfach mal mit der vereinten Weltintelligenz,wie die CO 2-Situation heute wäre mit 1000 AKW mehr. - 5)Und das habe ich damals vorgeschlagen -hier im SPON.
1) Das ist Unsinn . Ob AKW laufen oder nicht hat mit dem C02 Ausstoss nichts zu tun .

2) Im Gegenteil . Das war die Signalwirkung, dass Atomstrom überflüssig ist wie ein Kropf, gefährlich und viel zu teuer.

3) Hinkley C kostet momentan gut 30 Milliarden Euro . Und Sie wollen 1000 Stück davon ? Wo denn ? in Nordkorea, Iranb und Libyen ?
Albern . Der Mossad und die CIA ziehen Ihnen die Hammelbeine lang .
Atomstrom war nie mehr als ein Nischenfüller und wird auch nie mehr sein . Keine Lösung sondern ein Problem .

4) Die Marsmenschen hätten uns die schenken müssen und dann gäbe es heute die Menschheit nicht mehr. So einfach ist das mit Ihrer Spinnerei.

5) Ich erinnere mich gut . Danach flogen die Reaktoren in Fukushima in die Luft . Gelernt haben Sie nichts daraus. Ich sagte Ihnen ja, solange Sie sich als normal empfinden ist die Welt in Ordnung . Schönen Gruss an Ihren Arzt.

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karl-felix 14.05.2019, 23:19
61. Prinzipiell

Zitat von Freedom of Seech
Er schlägt vor die Bioenergie Produktion auf landwirtschaftlichen Flächen (20-25% der gesamten landwirtschaftlichen Fläche) einzustellen und dort statt dessen alles mit Photovoltaik Panels vollzustellen (weil Energieffizienter).
ist es richtig, dass PV wesentlich höheren Energieertrag bringt als Biomasse.
Deshalb ist es sinnvoll, Fotovoltaik deutlich stärker auszubauen , aber kein Grund deshalb irgendeine andere Produktion einzustellen , Fotovoltaik gedeiht genauso prächtig auf Fabrik und Scheunendächern , auf ALDI OBI und Turnhallendächern wie auf der grünen Wiese.
NTV-Text 16.10.2018:
"Eine vollständige Stromversorgung mit EE würde 2,5% der Fläche Deutschlands benötigen, bei stärkerem PV Ausbau nur 2,3%.
Konflikte mit dem Naturschutz liessen sich lösen , so der WWF" .

Es ist schon in Ordnung, dass die Bundesregierung ab diesem Jahr den Ökostromausbau deutlich steigern will. In diesem Jahr haben wir lt. Managermagazin ( Stand 7.5.2019 ) annähernd 50% EE im Netz .
Und das in knapp 20 Jahren Energiewende. Ich will nicht meckern . Weiter so, könnte ruhig etwas schneller gehen . Die Agora Leute sind da schon auf dem richtigen Weg.

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karl-felix 14.05.2019, 23:28
62. In

Zitat von Freedom of Seech
Ja, mittlerweile sind die Kosten von "Atomstrom" doch sehr hoch (außer bei den noch laufenden alten Kraftwerken). . Ist das auf Deutschland übertragbar? Ja, aber erst mit einer neuen Regierung (und ohne Agora). *Quelle: http://world-nuclear-news.org/Articles/US-nuclear-innovation-act-becomes-law
Deutschland werden keine Atomanlagen zur Stromerzeugung mehr genehmigt . In 3 Jahren geht das letzte AKW vom Netz .
Klare Antwort : Keine Lösung .

Auch in den USA ist das Ende der Atomkraft eingeläutet . Zu teuer, unbezahlbar .

In Deutschland ist sich das Volk seit Jahren in keiner Frage so einig : 93% der Deutschen wollen keinen Atomstrom mehr , in 20 Jahren in jeder Wahl wieder bestätigt von allen demokratischen Parteien , von allen Parlamenten , von allen Verfassungsorganen zum wiederholten mal. .
Eine solche Einigkeit über Jahrzehnte gibt es bei keinem anderen Politikfeld.

Das liegt u.a. darin , dass die preiswertesten Verfahren Strom zu erzeugen in Deutschland on-shore-Wind und Fotovoltaik sind.
Unschlagbar billig , sauber, unendlich, friedlich.

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karl-felix 14.05.2019, 23:35
63. Erklären

Zitat von apfelmännchen
Mit AKW allein können sie KEINE Atombombe herstellen. Ein AKW ist nicht in der Lage hochangereichertes Uran (HEU) oder hochangerereichertes Plutonium zu erzeugen.
Sie das dem Mossad und dem CIA , die sind auf Ihre Expertise angewiesen .
Der Anteil der Atomenergie in den USA sinkt beständig . In Deutschland geht in 3 Jahren das letzte AKW vom Netz.

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Ökofred 14.05.2019, 23:39
64. Wirklich? Wo denn?

Zitat von didel-m
Ja, Leute auch auf dem Atomsektor ist die Zeit nicht stehen geblieben, in einigen Köpfen aber leider schon. Jedenfalls ist das weitere Kaputtsanieren von Gebäuden oder die Verspargelung der Landschaft keine Option. Der Rest des Vorschlags ist hohler Krimskrams.
Lol, aber megateure Atomkraft ist eine Superoption. Könnten Sie bitte posten, wo Greta Thunberg das gesagt hat? Danke!
(Hat sie nämlich nicht, aber ein schöner neuer fake)

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karl-felix 14.05.2019, 23:45
65. Die

Zitat von Freedom of Seech
...wenn die anderen Argumente ausgehen: Die Amis wollen nur die Bombe (die sie ohnehin schon haben). Also meine größere Befürchtung ist, dass wir in Deutschland mit den Erneuerbaren und den exorbitant hohen Kosten dieser Infrastruktur (vergessen Sie die Gestehungskosten), die deutsche Industrie zerbomben.
Besorgnis kann ich Ihnen nehmen . Entgegen dem Vorurteil, die Erneuerbaren machten das Stromnetz instabil, war während der vergangenen Jahre der gegensätzliche Trend zu beobachten . Die Dauer der Versorgungsunterbrechungen ist heute deutlich niedriger als 2006 und wir haben heute die wohl höchste Versorgungsqualität der Welt und unsere Stromkosten steigen seit Jahren nicht mehr..
Der Volkswirtschaftliche Nutzen der EE überwiegt die Kosten um viele Milliarden im Jahr.

Der Forist hat aber nicht Unrecht. Ausser den Atommächten und denen die nach Atomwaffen streben nutzen nur eine Handvoll anderer Nationen Atomkraft. Über 150 Staaten dieser Erde nutzen die Atomkraft nicht und Deutschland ab 2022 nicht mehr, schlicht zu teuer und zu gefährlich .

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Ökofred 14.05.2019, 23:49
66. Von welchem Land reden Sie?

Zitat von Freedom of Seech
Ja, mittlerweile sind die Kosten von "Atomstrom" doch sehr hoch (außer bei den noch laufenden alten Kraftwerken). Das war vor nicht allzu langer Zeit mal anders. Für den Preisanstieg gibt es einen ganz zentralen Grund: Die Regulierungsauflagen wurden drastisch verschärft - natürlich um die Sicherheit der Kraftwerke zu verbessern. Da uns Sicherheit sehr wichtig ist, werden dann gerne auch mal beim Bau eines Atomkraftwerkes weitere Sicherheitsvorschriften erlassen (gerne mehrfach). Dadurch verbessert sich schließlich die Sicherheit der Reaktoren und dafür muss man eben mal eine erhebliche Verlängerung der Bauzeit (inkl. Kostenexplosion) in Kauf nehmen - wie gesagt: für unserer aller Sicherheit. Nun gibt es allerdings böse Ketzer die behaupten, dass es bei all den Regulierungsvorschriften primär gar nicht um Sicherheit geht sondern darum die Kosten von Atomstrom dramatisch anwachsen zu lassen - auch eine Art die Konkurrenz loszuwerden. Verschwörungstheorie? Möglich. Wie auch immer: der US Kongress hat vor wenigen Monaten ein neues Gesetz verabschiedet (fast einstimmig mit den Stimmen von Republikanern und Demokraten). Dieses Gesetz (US-nuclear-innovation-act)* legt fest, dass der gesamte Wildwuchs bei den Regulierungsvorschriften für Kernkraftwerke radikal ausgemistet wird um die Kosten für Kernkraft wieder zu senken (das Gesetz legt außerdem eine massive Förderung moderner Kernkrafttechnologien vor). Ist das auf Deutschland übertragbar? Ja, aber erst mit einer neuen Regierung (und ohne Agora). *Quelle: http://world-nuclear-news.org/Articles/US-nuclear-innovation-act-becomes-law
So als Beispiel ist ja immer mal interessant ins Ausland zu schauen, in DE geht ja grad nix mit Atom. Nur ist es so, dass momentan eigentlich nur noch Länder mit Atomwaffen AKW bauen, China, Indien und Russland bspw. Die USA haben alle AKW Neubauprojekte eingestellt. In GB gibt es dieses unsägliche Hinckley Point Project, das den Strom für 11 Cent / kWh liefern wird (plus Inlfationsausgleich.. da wird teuer). Flameville und da in Finnland mit dem schwierigen Namen werden nicht fertig und nur teurer, so ne Art BER Projekte.
Aber ganz sicher sind da auch nur die ganzen neuen Sicherheitsvorschriften dran schuld, das die Atomkraft sich einfach nicht mehr rechnet..... vor allem die Vorschriften in DE.. ?

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Ökofred 15.05.2019, 00:06
67. ja ja.. da ist was dran..

Zitat von Paul-Merlin
Im Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 ist allein die unter dem Dach der EU-28 eingegangene Zusage völkerrechtlich verbindlich, gemeinsam die Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 gegenüber 1990 um 40 % zu senken. Unabhängig davon zeigt der SPON-Beitrag was für Dilettanten sich für Deutschland an die Verhandlungstische setzen. Wenn das Ergebnis wirklich so aussieht, dass ggf. Milliarden von EUR vom deutschen Steuerzahler abkassiert werden müssen, dann kann das nur als Desaster bezeichnet werden. Man kann das nicht oft genug wiederholen: Das kleine Deutschland mit seinen gut 80 Millionen Einwohnern kann das Weltklima nicht messbar verbessern. Die oft als Argument vorgebrauchte angebliche "Vorbildfunktion" unseres Landes ist eine hohle Phrase. Anzunehmen ist, dass Deutschland das einzige Land ist, dass letztlich wirklich zahlen würde. Die großen Umweltbelaster China, Indien, die USA werden sich ganz gewiss nicht bei den Zahlmeistern einreihen.
Danke für den Tipp, habe meinem Finanzamt jetzt geschrieben, dass mein geringer Beitrag von 0.00000000000002% am Steuervolumen ganz unmöglich geeignet ist DE zu retten und das Finanzklima zu verbessern, Autobahnen zu bauen und Schulen zu bezahlen. Da sollen doch erstmal die Großen, Daimler, VW, Siemens etc ihren Beitrag bezahlen aber die halten sich ja an nix und hinterziehen ständig!
Das wird man doch mal sagen dürfen!

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quark2@mailinator.com 15.05.2019, 01:55
68.

Es dürfte für DE billiger sein, die AKW eben doch weiter zu betreiben und sich ggf. mit anderen EU-Ländern dafür einzusetzen, mehr CO2-Verschmutzungszertifikate übrig zu lassen. Wie man bei Trump sehen kann, sind Verträge nicht in Stein gemeißelt und auch die EU hat schon so viele innere Verträge gebrochen (Maastricht, No-Bailout, Dublin, teilweise Schengen), da kommt es auf die CO2-Zertifikate nicht mehr an. Ach ja, ich habe was dagegen, die ganze Industrie von hier in den Ural zu treiben, nur weil wir so tun wollen, als könne man effizient produzieren, ohne das CO2 frei wird. Das ist ein schöner Wunschtraum. Im Moment mag die Dienstleistungsgesellschaft ohne Produktion ja noch Spaß machen, aber das wird sich in den nächsten 20 Jahren ändern, wenn China da ist, wo wir heute sind, so daß wir das Zeug von dort nicht mehr billig kaufen können werden. Und irgendwie ist das Afrika südlich der Sahara nicht wirklich attraktiv als alternative Location für die Weltproduktion.

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ohminus 15.05.2019, 02:36
69.

Zitat von poisonnuke
Ausstoß zu senken ist auf der einen Seite ja schön und gut, aber wenn immer mehr Grünflächen zubetoniert werden, kann es auch nichts werden mit der Bilanz, da Pflanzen bekanntermaßen C02 verbrauchen.
Tatsächlich nimmt die Waldfläche in Deutschland aber zu. Die Holzmenge in deutschen Wäldern nahm von 2012-2017 um 6% zu, auch die Fläche hat zugenommen. Es wird jährlich nur das Äquivalent von 3/4 des Zuwachses entnommen oder durch natürliche Prozesse verloren, 1/4 des Zuwachses trägt zur Vermehrung der Holzmenge und Vergrößerung der Waldfläche bei.

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