Forum: Wissenschaft
Konzept gegen Produktpiraterie: Das Leuchten verrät, wer 'ne Fake-Uhr trägt
DPA

Gefälschte Produkte verursachen Schäden in Milliardenhöhe. Ein neues Markierungssystem mit seltenen Metallen soll helfen.

Seite 2 von 12
xvxxx 29.01.2018, 10:25
10. Nicht verstanden?

Liebe Vorredner,
das Hauptproblem habt ihr, denke ich , nicht verstanden:
Es geht darum, dass Billigkopien als das Original verkauft werden, d.h. blanker Betrug begangen wird.
Und hierbei geht es nicht nur um sowas schnödes wie eine Luxusuhr, sondern u.A. um Flugzeugteile.
Da hört dann der Spass auf und es ist alles andere als ein "Luxusproblem".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rathat 29.01.2018, 10:29
11. @ swische

Das sehe ich genauso. Von dem angesprochenen Schaden von 95 Mrd. $ wird durch dieses Verfahren wohl kaum ein Cent minimiert. Allein im Gebrauchtmarkt wird dieses Verfahren für mehr Sicherheit sorgen. Aber Hersteller wollen ja Neuprodukte verkaufen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
12many 29.01.2018, 10:29
12.

"Der Schaden wird laut einer Studie der Beratungsfirma EY von 2015 allein für deutsche Unternehmen auf jährlich rund 56 Milliarden Euro geschätzt"
So ein Quatsch, bitte übernehmt doch keine PR-Meldung als Bericht! Jemand, der ernsthaft eine Rolex haben will, wird sich eine kaufen, wenn er sie sich leisten kann. Wer sie sich nicht leisten kann, kauft sie nicht, oder eine Fälschung. Den Firmen entsteht dabei faktisch kein materieller Schaden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lord Menial 29.01.2018, 10:34
13. Häufig ist das neue "selten"

Wir lesen (allen Ernstes):
"Die Forscher nutzen für ihre patentierte Methode unter anderem Seltene Erden. Das sind chemische Elemente, die teils nur in kleineren Mengen in der Natur vorkommen wie Lanthan und Europium."

1) sind "seltene Erden" keine (!) chemischen Elemente. "Erden" ist ein veralteter Ausdruck für Oxide. "Seltene Erden" ist ein obsoleter (!) Ausdruck für die Oxide der Lanthanoide (obsolet: "SeltenerdMETALLE").
2) Die obigen Begrifflichkeiten sind deshalb obsolet, weil die Lanthanoide (mit Ausnahme des radioaktiven Promethiums (61)) gar nicht selten sind.
3) Das genannte Lanthan ist in der Erdkruste häufiger als so bekannte Metalle wie Zinn oder Uran.
Europium ist immer noch wesentlich häufiger als so bekannte Elemente wie Quecksilber (!) oder Helium. Selbst Jod ist seltener als Europium.
Von wirklich seltenen Elementen wie dem allseits bekannten Gold oder dem wirklich echt seltenen Krypton gar nicht zu reden.
Daß die Lanthanoide fälschlicherweise als "seltene Elemente" empfunden werden, hat zuvorderst damit zu tun, daß z.B. das Euopium erst im 20. Jh. entdeckt (nachgewiesen) wurde, während das viel seltenere Silber schon in der Antike bekannt war.

In einem elektronischen Medium wie dem WWW sollte man überholte, weil irreführende Begrifflichkeiten des 19. Jh. nicht weiter verweden und verbreiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wrkffm 29.01.2018, 10:39
14. Nur für die Zollbehörde wohl einfacher und schneller.

Wer z.B. für seine Rolex 300.- € bezahlt hat, wird wohl wissen was er da am Arm trägt. Plagiate werden ja nur auf Grund des niedrigen Preise in großen Mengen abgesetzt. Aber jemand der mehrere Tausend Euro ausgeben will, wird Objekte in dieser Preisklasse sowiso erst begutachten lassen, oder zumindest bei einem offiziellen Konzessionär erwerben. Wer wird aber einen Legobaukasten auf Echtheit überprüfen lassen ? Solch eine Überprüfung ist sicher nicht kostenfrei und auch nicht an jeder Ecke zu haben sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ringotheone 29.01.2018, 10:40
15. Falsch verstanden

Die meisten Kommentare zum Artikel lassen erkennen, dass er nicht verstanden wurde.
Es geht nicht darum, dass ein Kunde mit seiner echten Uhr angeben kann.
Es ist vielmehr eine Sache für Händler. Seit Jahren wird der Markt von gefälschten Produkten überschwemmt. Diese sind zum Teil hervorragend gemacht, verletzen aber Patentrechte und richten für die Hersteller des Originals riesigen Schaden an. Die gefälschten Importartikel werden über Großhändler vertrieben und landen in den Geschäften.
Hier ist nicht die falsche Rolex vom Flohmarkt in der Türkei gemeint

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomymind 29.01.2018, 10:46
16.

Die Schäden bei Schmuck, Uhren, Bekleidung sind doch gelinde gesagt Blödsinn. Oder kauft sich jemand Boos anstelle Boss? Und jemand der sich eie Rolex für 50 Euro kauft, weiss das diese nicht echt ist und jemand der eine für 5000 kauft diese im Laden und damit echt.
Die gleich eGeschichte wie bei der Film und Musikindustrie.
Glaubt jemand wirklich, dass ein Downlaoder sich all die Filme im Kino angeschaut bzw die Alben gekauft hätte?
Viel schlimmer sind für mich Medien wie SPON, die all dies ungeprüft in die Welt hinaus posaunen und nichts anderes machen als PR zu betreiben.
Shame on you SPON!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aurichter 29.01.2018, 10:47
17. Vielleicht

geht es nicht nur um Uhren aus dem Hochpreisaugen Sektor? Es gibt genug Artikel, gerade im Automobilsektor aus dem Bereich Sicherheit - Ford Mal nach Billigteilen aus Fernost bei Bremsen/Bremsscheiben etc nachfragen - bei denen es absolut einen Sinn ergibt, da durch diesen Nachweis diese Plagiate zu identifizieren. Halte es für angebracht, so auf falsche und billig nachgemachte Produkte hinzuweisen. Wer dafür kein Verständnis hat und permanent nur auf irgendwelche Uhrenmarken herumreiten, der hat den tatsächlichen Sinn nicht wirklich verstanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peterpullin 29.01.2018, 10:49
18. @ beitrag 2

nein, das stimmt eben nicht. bei uhren z.b. sind die fälschungen so gut, dass der konzessionär nicht mehr erkennen kann ob dei uhr echt ist. selbst die seriennummern sind echt. lediglich der zufall hilft oft noch - wenn z.b. eine uhr mit papieren von wempe kommt - der computer bei christ aber sagt "wir haben die verkauft". erst dann kann eine tragfähige untersuchung erfolgen.
es stimmt bei bestimmten marken alles: die gehäuse aufs hundertstel gramm, die zifferblätter, werke. da ist nichts mit kurz mal reinsehen. habe selbst so eine uhr schon zum konzessionär gegeben. letztendlich ist das nur noch über eine kleinigkeit aufgefallen (die ich hier nicht nennen werde). bei mir war es eine cartier - vom seriösen händler der selbst betrogen wurde.

bei textilien ist es oft noch schwerer. bei autoteilen gar lebensgefährlich. denn die landen auch beim normalen händler der betrogen wird.

also bitte nicht als luxusproblem abtun - ist es nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DorianH 29.01.2018, 10:53
19.

Zitat von thomas234
Sinnvoll für sicherheitsrelevante Produkte wie Medikamente, Auto- oder Flugzeugerstazteile. Sinnlos für Rolex-Blender. Wer von denen, die mit so einem Honkong-Fake beeindruckt werden sollen, fordert den Träger wohl auf, das Teil zur Echtheitsprüfung unter die Lampe zu legen?
Schon interessant, wie sich hier alle gleich auf das Luxussegment einschießen.
Springt brav übers Stöckchen.

Wenn der Artikel mal richtig gelesen worden wäre, dann wäre klar, daß es sich nicht nur für Luxusartikel, sondern für jedwede Artikel eignet.

Und wenn das wirklich nur 13 Cent kosten würde, einen Artikel zu markieren, frage ich mich, wo da jetzt eine relevante verteuerung gerechtfertigt sein sollte.

Das würde mit der zeit eher sogar billiger werden, wenn das Standard würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 12