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Kopenhagen-Fiasko - was muss jetzt passieren?

Fiasko in Kopenhagen: Der Klimagipfel ist an knallharter Interessenpolitik der USA, Chinas und vieler anderer Staaten gescheitert. Was muss jetzt passieren?

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Sir_Lancaster 19.12.2009, 11:30
200. Hoffnung

Bei mir ist ein kleinwenig Hoffnung aufgekommen, dass wir nun endlich über wichtige Themen reden:
- Versorgung Deutschlands mit billiger Energie (Abschaffung EEG, Bau neuer AKWs und Kohlekraftwerke und zwar schnell)
- Schaffung eines leistungsfähigen Bildungs- und Forschungssystems (hier könnten die Milliarden aus der Subventionierung der "Erneuerebaren Energien" gut eingesetzen)
- Schaffung einer einsatz- und kriegsfähigen Armee um unsere Handelswege ggf. freizukämpfen und zu sichern oder Terrorzentren mit massiven Luftschlägen weltweit zu eleminieren.
- Umbau unsere Steuer- und Sozialversichrungssystem, um aus der Schuldenfalle heraus zu kommen

Aber wenn ich hier so einige Kommentare ansehe... Nun Hoffnung bleibt immer. Und als Plan B, ich würde ja auswandern, aber es wiederstrebt mir das Land der Ökoreligion zu überlassen.

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Frank Sobanek 19.12.2009, 11:30
201. Problem erkannt !

Zitat von Bravofox
Es hat hier nie das Waldsterben gegeben .

Ja,ja , die Nummer mit dem Waldsterben

Also bei uns am Rande des Odenwaldes, werden die Menschen erst glauben dass der Wald am Sterben ist, wenn Tante Hilde beim Sonntagsspaziergang keinen Busch mehr findet hinter den Sie pinseln kann .

Aber so ist das eben mit uns Menschen (wie in dem Bericht beschrieben)

Es rächt sich, dass sich der Mensch die Gefahr nicht vorstellen kann

http://www.bund.net/bundnet/themen_u...d/waldsterben/

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MatzeH 19.12.2009, 11:31
202. Große Chance

Auch wenn es zynisch klingen mag, aber ist ein gescheiterter Klime-Gipfel nicht eine große Chance für uns? Falls man den Prognosen der (meisten) Klima-Forscher glauben darf, ist es sowieso schwierig, einen Stillstand der Erderwärmung zu erreichen. Wenn nun der Klima-Gipfel scheitert, muss Deutschland sich auch nicht verpflichten, Millarden-Summen an andere Länder zu zahlen (die wahrscheinlich eh nicht für den Klima-Schutz eingesetzt worden wären...) oder ebensolche Summen mit Emmissionshandel zu verplempern.
Stattdessen können diese Summen in die Vorbereitung auf die Folgen des Klima-Wandels eingesetzt werden. Genauere Forschung wo Probleme in Deutschland wegen des Wandels auftreten werden und welcher Art diese sind. Ich könnte mir z.B. einen trockneren Osten vorstellen, aber ich bin kein Experte. Sind die Probleme identifiziert kann über geeignete Gegenmaßnahmen nachgedacht werden. So hart es auch klingen mag, aber darunter fallen dann auch Umsiedlungsszenarien (von der Küste ins Landesinnere, oder generell aus besonders gefährdeten Gebieten woanders hin). Auch sollte man darüber nachdenken, wie z.B. Häuser aussehen müssen, um starken und stärksten Stürmen trotzen zu können oder ob man die erhöhte Temperatur der Atmosphäre nicht auch zur Umwandlung in für uns nutzbare Energieformen einsetzen kann. Wie muss man unsere Infrastruktur (Straßen, Strom- oder Gasleitungen, Wasserversorgung) umbauen? Diese Frage ist ebenfalls von besonderer Wichtigkeit. Ist diese Technik entwickelt, kann die dann auch exportiert werden.

Ich bin zwar nur ein kleiner Misanthrop, aber ich glaube nicht, dass die Menschheit in der Lage ist, das Problem gemeinsam anzugehen. Erstens gibt es 'die Menschheit' nur als abstrakten Begriff, tatsächlich sind die Menschen aber viel zu unterschiedlich, als dass man sich leicht einigen kann. Zweitens dürften auch die Auswirkungen des Klima-Wandels in den Regionen der Welt viel zu unterschiedlich ausfallen, als dass sich 'die Menschheit' auf ein gemeinsames Vorgehen festlegen können wird. Zumindest - wie in dem Artikel beschrieben - bis der Großteil der Menschheit davon betroffen ist. Und selbst dann käme es darauf an, dass die Entscheidungsträger ebenfalls davon direkt betroffen sind. Man sieht es ja z.B. an der Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den USA. Dort schert sich niemand um diejenigen, die wegen des zügellosen Banken-Systems in den Abgrund gefallen sind.

Wie eingangs gesagt mag das zynisch klingen, aber ein gescheiterter Gipfel kann durchaus auch andere Perspektiven eröffnen. Das setzt natürlich voraus, dass die Geldsummen nicht wieder für die so immens wichtige Förderung von Hoteliers und Erben eingesetzt werden...

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Silverhair 19.12.2009, 11:33
203.

Zitat von Leo40
Die Erwärmung des Planeten ist reine Propaganda um wieder Atomwerke zu bauen. Der Planet sorgt für sich selbst. Was uns bevorsteht ist die nächste EISZEIT, die durch Kometen verursacht wird. Alles andere sind politische Ablenkungsmanöver.
Na Na, Atomkraftwerke und Erderwärmung das passt aber überhaupt nicht zusammen. AKW's müssen gekühlt werden, und jährelich werden jetzt schon diese Kraftwerke über ein paar Wochen abgeschaltet wenn die Kühlung über Flüsse oder die Atmosphäre nicht mehr gewährleistet werden kann.

Also Erderwärmung und Kohlekraftwerke - das geht Hand in Hand - was da die Erderwärmung nicht schafft kann man über die Kohle locker hinzufügen. PS: Wir haben ja den Kapitalismus .. das Mantra der Geldschöpfung - wir müssen die Geldscheine nur ausdrucken dann können wir kapitalistisch Egoistisch beliebig weitermachen :))

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Chirac 19.12.2009, 11:34
204. Einschüchterung vor Kopenhagen kontraproduktiv

Zitat von Galaxia
Sie haben anscheinend noch nicht den Ernst der Lage erkannt. Schauen sie sich die Gefahrenabwehr beim Terrorismus an und nun dagegen die Gefahrenabwehr beim Klimawandel (Welche gerade im entstehen ist). Der Klimawandel ist inzwischen eine größere Bedrohung für die Zivilisation, als Terrorismus. Und beim Klimawandel geht es ums Ganze, nicht um ein geografisch überschaubaren Bereich. Es geht um die Zukunft aller Nationen. Civil Conspiracy Lawsuits Filed Against Climate Change Deniers
Es gibt in der Welt, trotz IPCC, bekanntlich immer noch ziemlich unterschiedliche Meinungen über die Klimaänderung und ihre Folgen. Der plötzliche Alarmismus von IPCC Spitzenwissenschaftlern kurz vor Kopenhagen hat vielleicht zum Scheitern beigetragen, weil die Klimawissenschaft überzogen hatte und es offenbar mit Einschüchterung versuchte, wo Überzeugung fehlte (Ein Schelln, wer Böses dabei denkt).

Dem gleichen Ziel der Einschüchterung dienen offenbar
die von Ihnen zitierten Versuche in den USA, Klima-Skeptiker, Leugner und ähnliche Ketzer auf dem Klageweg zum Schweigen zu bringen. Obwohl in Amerika Rechtsanwälte sonst alles können, hier haben sie auf Granit gebissen, wie man sieht:

"While the court upheld the right to seek damages, however, it rejected the civil conspiracy claim due to prudential standing that bars "adjudication of generalized grievances" that are common to all citizens and therefore more appropriately addressed in the representative branches."

Von Versuchen, freie Meinungsäußerung und Kritik abzuwürgen sollte man sich distanzieren. Sonst haben wir morgen, im Dienst der guten Sache versteht sich, Totalitarismus und Inquisition wieder- und das wäre nicht weniger schlimm als Klimawandel.

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descartes101 19.12.2009, 11:34
205. .

Zitat von kleiner-moritz
Und aben Sie schon mal darüber nachgedacht, was die bewirken wird? Die 3 Mrd. Menschen, die dort vermutlich noch hinzukommen, werden weit mehr CO2 und vor allem Methan produzieren, als ganz Europa.
Das ist eben der Punkt. Alle unsere noch so gut gemeinten Massnahmen sind zum Scheitern verurteilt, solange die Entwicklungsländer fleissig auf Masse produzieren. Jede weitere Entwicklungs-, medizinische oder Hungerhilfe ist nichts weiter als das Aufstellen weiterer Kegel in den Weg einer Kugel, die schon längst ins Rollen gekommen ist.

So grausam sich das anhört, die Evolution hat nicht umsonst hohen Forpflanzungsraten immer auch hohe Sterberaten entgegengesetzt. Anders geht es nämlich nicht. Ich bin für Geburtenkontrolle und Fortpflanzung in einem vernünftigen Rahmen.

Die Weltbevölkerung ist jetzt schon zu gross. Über kurz oder lang wird sie sinken müssen, auch wen einige unverbesserliche Phantasten von 20 Milliarden Menschen brabbeln, die angeblich in Friede, Freiheit und Wohlstand auf dem Planeten leben könnten, wenn man nur die Ressourcen richtig managt. Damit meinen die wahrscheinlich Kannibalismus. Ansonsten sind diese Zahlen reine Hirngespinste.

Die Forderungen der Entwicklungsländer nach immer mehr Transfer ist einfach unrealistisch. Westeuropa oder die USA, die lange weit über ihre Verhältnisse gelet haben, als Massstab zu nehmen, ist unrealistisch und dumm. Wenn alle so verantwortungslos wie die Amerikaner leben würden, wären die Ressourcen unseres Planeten in drei Tagen aufgebraucht.

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Internetnutzer 19.12.2009, 11:35
206. Kopenhagen Fiasko, nein, Freude

Endlich hat dieser klimaunsinn ein Ende, war natürlich vorauszusehen, weil die Industrieländer fast pleite sind, und die anderen zuviel Geld gefordert haben.
Und außerdem hätte man mit viel Geld kein Klimaretten können.
Vielleicht glauben die Politiker auch nicht mehr den gefälschten und weit übertriebenen Statisken .
Somit warten wir jetzt auf die nächste Katastrophe, mal sehen was das wieder ist.
Irgendwann muß die Welt ja untergehen.

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Cephalotus 19.12.2009, 11:36
207. ewiges Wachstum

Zitat von morgeneyer
Die ökologischen Lebenslügen müssen auf den Tisch und wir müssen darüber diskutieren, dass Kohle und Atomkraft die Energie der Zukunft ist und nicht Solarenergie.
ok, aber dann beantrage ich das gedankenexperiment, dass man alle leute, die das auch so sehen geminsam mit dem Kohlkraftwrek unter eine luftdichte Glasglocke steckt. Dort können sie dann die billige Energie tausend Jahre lang nutzen , wenn sie nicht vorher erstickt sind.


Zitat von
Die Legende vom Peak-Oik wurde uns schon seit den 70ern eingetrichtert, sie trat indes nicht ein.
Ca. 60 Länder der Welt haben peak oil schon längst erreicht.

Zitat von
Ich denke es werden neue Ölfelder entdeckt
Seit 30 Jahren wird regelmäßig deutlich wneiger entdeckt als gefördert wird. Das wird teilwise noch kompsniert, weil man alte Felder heute effizienterv ausbeutet, aber simple Mathematik der Unterstufe reicht aus um zu Verstehen, dass sich das nicht beliebig verlängern lässt.

Zitat von
und auch unter dem Meeresgrund liegen noch gigantische Ölvorkommen,
Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Sie wären ein extrem reicher Mann, könnten Sie Ihre Vermutungn nur belegen.
Die Frage von peak oil ist aber eine Frage, ob man an das Öl heran kommt und wie schnell man es fördern kann.
Und schlussednlich ist es auch eine Frage des Preises.
Öl 3000m unter dem Meeresspiegel ist halt teurer als der Strom aus einer Windkraftanlage.

Zitat von
Diese lehnen die Marktwirtschaft die uns allen Wohlstand bringt,
Ich stimme überein, dass die Marktwirtschaft gut funktioniert hat, als es galt, die Ressourcen im Überfluss schnellstmöglichst zu nutzen.
Diese Zeiten sind nun weitgehend vorbei, jetzt bemerken wir, dass wir auf einer endlichen Welt leben.

2009 war bisher (zumindest für mich) nicht so wirklich erkennbar, dass ungezügelte Marktwirtschaft Wohlstand über die Welt gebracht hätte.

Ich glaube es ist eher eine Frage, ob die Menschen klug genug sind zu erkennen, wann man ein System ändern muss.
Auf der osterinsel (z.B.) ist das nicht gelungen, da hat man an ewiges Wachstum geglaubt. Die Konsequenzen sind bekannt.

Ich sehe da starke Parallelen zwischen Ihner Argumentation und den Osterinselbewohnern. Sie wären einer von denne gewesen, die aufgetsanden wären ud gesagt hätten, man solle gefällisgt den letzten Wald auch noch abholzen, den Holz wird es immer genug geben, nur so ist der Wohlstand gesichert. Man hat dort auf Ihresgleichen gehört, das Risiko, dass man auf Ihresgleichen heute auch wieder hört, darf also keinesfalls unterschätzt werden.

mfg

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ikaros70 19.12.2009, 11:36
208. tstststs,

Leute, Leute, ist doch egal, was das Ergebnis des Klimagipfels ist. Wichtig war es, daß es ihn überhaupt gab. Eine nun hoffentlich jährlich oder halbjährlich stattfindende Veranstaltung, um uns Menschen zu zeigen, wie nah der Untergang der Welt doch ist. Das hatten wir ja auch schon mal so herrlich.... vor dem Jahr 1000. Da wurde die Aufgabe vor dem Weltuntergang zu warnen von den Kirchen und Prediger übernommen,und heute, weil denen keiner mehr so richtig glaubt, springen die Politiker in die Bresche...

Seit 1989 hat uns ja der Russe als bedrohlicher Weltenzerstörer im Stich gelassen und da mußte halt nun was anderes her. Und Leut, wenn eines sicher ist, das Klima bleibt uns immer. Das kann uns als Bedroher nicht so plötzlich im Stich lassen......

Einen großen Haufen an Menschen kann man nun mal schlecht ohne Bedrohungszenarien führen. Da zerfällt jeder Staat, allen voran die Demokratien. Nun, in der gesamten Geschichte gibt es keinen größeren Staat, der ohne Bedrohungsgefühl geführt werden konnte (mit Ausnahme in den Zeiten der Expansion...da durfte man andere bedrohen und bekam viel geschenkt). Das eint... und das wissen auch die Politiker(gell,liebe Frau Merkel)

....und von anderen Themen lenkt es ja auch schön ab

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Ein Belgier 19.12.2009, 11:37
209.

Zitat von Frank Sobanek
Ja,ja , die Nummer mit dem Waldsterben Also bei uns am Rande des Odenwaldes, werden die Menschen erst glauben dass der Wald am Sterben ist, wenn Tante Hilde beim Sonntagsspaziergang keinen Busch mehr findet hinter den Sie pinseln kann . Aber so ist das eben mit uns Menschen (wie in dem Bericht beschrieben) Es rächt sich, dass sich der Mensch die Gefahr nicht vorstellen kann
Chronik einer Panik

Ein Vierteljahrhundert Waldsterben – oder wie ein deutscher Mythos entstand, sich verfestigte und allmählich zerbröckelt. Beobachtungen aus dem Bundesforschungsministerium

http://www.zeit.de/2004/51/N-Waldsterben

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