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Kosmisches Rätsel: Forscher finden überraschend viel Antimaterie im All
NASA

Die Ergebnisse des Experiments sind eine wissenschaftliche Sensation: Erstaunlich große Mengen Antimaterie strömen durch den Weltraum. Das haben Forscher jetzt mit Hilfe eines Teilchendetektors auf der Internationalen Raumstation nachgewiesen. Es könnte ein Hinweis auf die mysteriöse Dunkle Materie sein.

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bratswurst 03.04.2013, 23:48
40. Im Prinzip ja,

Zitat von hirsnemehism
...bratswurst, Sie meinen eher -273,15°C = 0 Kelvin, dem (absoluten (?)) Nullpunkt der Temperatur!?
aber zur Synthese von Antimaterie bedarf es einer Verdoppelung des Einsatzes.

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spon-facebook-10000191703 04.04.2013, 00:04
41.

Mal eine ernst gemeinte Frage zur dunklen Materie.
Ich bin lediglich interessierter Laie, hab ein bisschen populärwissenschaftliches gelesen.

Ich habe es so verstanden:
Bei Messungen der Rotationsgeschwindigkeiten von Galaxien hat man beobachtet, dass sich die äußeren Sterne "zu schnell bewegen".
Es müsste wie in unserem Sonnensystem sein
Je weiter die Objekte vom Zentrum entfernt sind, desto langsamer ist ihre Umlaufgeschwindigkeit.
Die Schlussfolgerung: Es muss dort wesentlich mehr Materie vorhanden sein, als "sichtbar" ist. Kein Gas, kein Fels, kein Plasma.. Irgendetwas völlig anderes, das aber gravitativen Einfluss auf die uns bekannte Materie hat..

Nun zu meiner Frage:
Warum ist es so absurd, in diesem Fall die Gravitationstheorie in Frage zu stellen?
Es ist doch allgemein akzeptiert, dass es irgendwo zwischen Makro- und Mikrokosmos einen "Punkt" gibt, an dem die Gravitationstheorie nicht anwendbar ist und man auf die Quantenmechanik, mit völlig anderen Gesetzen, angewiesen ist.
Ist es denn so abwegig, dass es eine weitere "Grenze" gibt, an dem die Gesetze der Gravitation so nicht mehr anwendbar sind?
Ist es so abwegig, dass man evtl. die Mechanik unseres Sonnensystems nicht auf die Mechanik ganzer Galaxien übertragen kann?

Einstein wird sicher nicht widerlegt werden. Dazu machen seine Theorien viel zu präzise Vorhersagen.
Aber vielleicht braucht man für die ganz großen Objekte eine weitere Theorie. So wie man eine brauchte, als man die ganz kleinen Objekte entdeckt hat.

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der.tommy 04.04.2013, 00:06
42. nur so anbei

der tensor der art gestattet negative energien bzw. negative raumkruemmung die wiederum nur durch negative energiedichten bewirkt werden kann....nur so am rande

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der.tommy 04.04.2013, 00:10
43. das mit der antimaterie

ist schon verzwickt wenn man wenig ahnung von der bedeutung dahinter hat ;) antimaterie heisst keinneswegs "nicht"-materie. im gegenteil, im higgs-feld haben beide arten korrespondierende anregungen. antimaterie unterscheidet sich von materie hinsichtlich der vorzeichen bei schwacher, starker und elektromagbetischer wechselwirkung. relativistische quantenmechanik kann ich da empfehlen.

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musik03 04.04.2013, 03:28
44. das erscheint mit wenig plausibel

Sollte dunkle Materie nicht prinzipbedingt nicht-baryonisch sein? Antimaterie ist aber auch baryonisch, also quasi spiegelsymmetrisch zur normalen Materie. Somit müsste sie ebenso Photonen abgeben, also sichtbar sein.

Dann könnte es aber eben keine dunkle Materie mehr sein.

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WernerT 04.04.2013, 03:37
45. Frage, wer behauptet, dass das Universum aus Materie besteht?

Der intergalaktische Raum ist 'leer' genug, dass sich Teilchen und Antiteilchen nicht treffen und in großer Zahl auslöschen, sprich die eine Hälfte des Universum besteht aus Materie und die andere Hälfte aus Antimaterie, damit wäre die Grundfrage, warum es scheinbar ein Übergewicht der Materie gibt, beantwortet. Die Beobachtungen einer Materie und einer Antimaterie Galaxis verhalten sich identisch, so lange es nicht zu einer Auslöschung kommt, kann man nicht einmal sagen, was man beobachtet

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h.j.unsoeld 04.04.2013, 04:07
46. Begrenzt gültiges Raum-Zeit-Konzept

Das allen diesen Thesen und mathematischen Formulierungen zugrunde liegende Konzept von quasi präexistenten RaumZeit-Koordinaten scheint immer noch fast niemand infrage zu stellen. Innerhalb eines Schwarzen Loches und auch innerhalb des winzigen Bereiches einer Paarbildung sind Raum und Zeit kaum geeignete Bezugsgrößen, was zu völlig anderen Schlüssen führen kann:
http://www.ars-una.net/spacetimeconcept.htm

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Cthulhu1979 04.04.2013, 06:15
47.

Zitat von wr4th
P.S. mit negativen Temperaturen (unter 0K, die es ja nicht gibt) hat Anti-Materie natürlich auch nichts zu tun.
Man hat schon Systeme mit unter 0K erzeugt, ist nur recht aufwändig, da u.a. eine Energieobergrenze erzwungen werden muss.
Negative temperature - Wikipedia, the free encyclopedia
Für freie Materie ohne Energiebeschränkung ist bei 0K allerdings tatsächlich Schluss.

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thufir1971 04.04.2013, 06:37
48. Wenn man keine Ahnung hat ...

Zitat von spon-facebook-1810274577
Antimaterie - so ein Quatsch! Entweder ist Materie Materie oder sie ist es eben nicht. Sie kann nicht das Gegenteil sein! Die Herren Physiker sollten erstmal ihre Begrifflichkeiten sortieren, dann wüssten sie, dass es Antimaterie gar nicht geben kann!
... sollte man sich erstmal selbst sortieren.

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aigo+ 04.04.2013, 06:57
49. Falsifikation

Wissenschaft basiert auf Beobachtung und Aufstellen einer Theorie, die Vorhersagen treffen und (im besten Fall) so oft wie möglich geprüft und nicht widerlegt werden kann. "Bewiesen" wird da nichts! Der Stand der Dinge ist das, was mit den derzeitigen Mitteln (und unter Berücksichtigung der Fehlerquellen) ermittelt werden kann. Dass eine neue Beobachtung die Anpassung der Theorie an die Realität oder sogar eine Revolution mit sich bringen kann liegt in der Natur der Wissenschaft. Sich irgendetwas auszudenken, was gut klingt, oder gleich einer Doktrin anzuhängen ist natürlich wesentlich einfacher.

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