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Kreativität und Schizophrenie: Forscher enttarnen das Gen der Genies
Corbis

Genie und Wahnsinn liegen näher beieinander als gedacht: Forscher haben ein Gen entdeckt, das gleichermaßen für Kreativität und für Verrücktsein verantwortlich zu sein scheint. Positiver Nebeneffekt: Der Erbfaktor macht seinen Menschen sexy.

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westerwäller 08.12.2012, 20:00
10. Ein böser Weg ...

... die Beschäftigung mit menschlichen Genen sollte eigentlich die Domäne der "exakten" Wissenschaften bleiben.

Es zeichnet sich immer mehr ein Trend ab, dass anstelle exakter Wissenschaft in Zukunft vermehrt "Studien" betrieben werden, die wie es bei fast allen "Studien" heutzutage der Fall ist, mit etwas selbst gebasteltem Statistik-Voodoo aus den Genen lesen, wie die Wahrsagerin aus dem Kaffeesatz ...

Diesen Weg hat es auch von der Lebensmittelchemie in der Anwendung zur "Ernährungslehre" gegeben. Was dabei herausgekommen ist, kann man jeden Tag in Zeitschriften (Spon mittendrin) lesen ...

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Schizo-Gen 08.12.2012, 20:00
11. Ha, ha,...

Zitat von sysop
Genie und Wahnsinn liegen näher beieinander als gedacht: Forscher haben ein Gen entdeckt, das gleichermaßen für Kreativität und für Verrücktsein verantwortlich zu sein scheint. Positiver Nebeneffekt: Der Erbfaktor macht seinen Menschen sexy.
Wird wohl an der Zeit den Benutzernamen zu ändern. So schnell wird man vom gemeingefährlichen Irren zum kreativen Genie umverklärt.
Weder das eine noch das andere wird der Wirklichkeit gerecht und darum geht es nur. Also "Kreativität" an sich kann es gar nicht geben, allnfalls bei "kreativer Buchführung" oder dem Erfinden von Geschichten, zum Zwecke der Manipulation anderer. Das Geniale kann aber nur im adäquateren Beschreiben der Wirklichkeit liegen, bzw. beim Entdecken neuer realistischer Möglichkeiten. Also eine "technische Erfindung" ist an sich keine Erfindung, sondern nur die Wahrnehmung einer Möglichkeit der Problemlösung. Auf seine Gene könnte man sich auch nur etwas einbilden, wenn man sie sich selbst erfunden hätte.

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fagus 08.12.2012, 20:01
12.

Zitat von sysop
Genie und Wahnsinn liegen näher beieinander als gedacht: Forscher haben ein Gen entdeckt, das gleichermaßen für Kreativität und für Verrücktsein verantwortlich zu sein scheint. Positiver Nebeneffekt: Der Erbfaktor macht seinen Menschen sexy.
Schizotyp, schizophren, Borderliner, paranoid, verrückt, wahnsinnig... schön, daß das alles in dem Artikel so bunt durcheinandergeworfen wird. Oder soll das das kreative Querdenken fördern?

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reflexxion 08.12.2012, 20:04
13. das geniale an Steve Jobs war doch das Marketingkonzept

Apple Produkte selbst waren immer etwas schlechter als der Wettbewerb. Zumindest waren sie bei halbwegs gleicher Qualität wesentlich teurer als andere Angebote.

Jobs hat es aber dank eines Kredits vom Wettbewerber die Firma vor der sicheren Pleite zu retten. Die Wende kam mit dem optisch innovativen, innerlich aber eher rückständigen iMac G3. Plötzlich mußte wer in sein wollte so ein Ding haben. Es war ungeeignet für ernsthafte Anforderungen aber es sah irgendwie niedlich aus. Aus dem iMac entstanden die vielen i-x Proukte, weil ein "i-" vor dem Namen cool war. das Samsung Galaxy S3 ist das beste "smartfone" auf dem Markt, aber es ist eben nicht so cool wie ein i-phone.

Wie gesagt, das ist das geniale an dieser Firma, man verkauft Emotionen nicht Elektronik.

Ich habe nichts gegen Apple, aber es ist nicht meine Welt. Ich werde immer Windows User sein und bleiben, da mir das neue Windows 8 zu "äppelig" ist (ich habs gekauft, installiert und wieder entfernt) werde ich bei Windows 7 bleiben, wie früher bei XP als Vista kam. Ich hoffe die "wisch-und-weg Idee" verschwindet wieder, ich will keine Touchscreens. Mir reichen Maus und Tastatur - beides auch von Microsoft!

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mrsa 08.12.2012, 20:07
14.

Zitat von oldkool
...dass man auch herausgefunden hat wie sich generelle Schwachsinnigkeit äußert. Sie geht meist einher mit einfältigen Kommentaren zum Konsumverhalten der Mitmenschen. Dabei ist die manische Fixierung auf eine spezielle Marke festzustellen.
Na ja, der Bezug wurde ja vom Autor des Artikels selbst vorgeben:

"Sie wirkten sexy, hatten mehr Sexualpartner. " und "Unweigerlich denkt man an den iPhone-Erfinder Steve Jobs, durch den wir über unsere Handys streicheln, Geräte intuitiv, fast zärtlich bedienen: Er war sicher einer der Explosivstoffe unserer Zeit."

Die Verwendung des Handys als sinnliche Erfahrung klingt in dem Kontext, als ob die Zärtlichkeit zum Gerät eine Art Ersatzhandlung darstellt. Da bekommt auch der Vibrationsalarm eine ganz neue Bedeutung.

Mir stellt sich allerdings nun die Frage, ob eine sehr erfolgreiche (mittlerweile verstorbene) Erotikwarenverkäuferin ebenfalls das entsprechende Gen aufwies und ob der Autor ähnliche Assoziationen bei dem Anlegen eines Verhüterlis hat :-).

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Jasro 08.12.2012, 20:12
15. "Schizophrenie" und "Borderline" ist zweierlei

Zitat von sysop
(...) Befragte man Probanden, beurteilten diese die Kreativen als attraktiver als Normale. Die Magie und Faszinationskraft der genialen Menschen hatte es schon immer gegeben, die Romantiker schwärmten davon als Magnetismus und Inspiration, all die modernen Borderliner gelten als Verführer und Charismatiker. Unweigerlich denkt man an den iPhone-Erfinder Steve Jobs, durch den wir über unsere Handys streicheln, Geräte intuitiv, fast zärtlich bedienen: Er war sicher einer der Explosivstoffe unserer Zeit. (...)
Dieser Absatz enthält zwei Fehler: Erstens ist eine Borderline-Persönlichkeitsstörung nochmal etwas anderes als Schizophrenie, und zweitens ist, bzw. war Steve Jobs weniger einer jener "Grenzgänger zwischen Kreativität und Wahnsinn", als die man Friedrich Hölderlin, Vincent van Gogh, Robert Walser, Oskar Panizza und andere einstufen könnte. Sondern Steve Jobs gehörte vielmehr eher zu jener Kategorie jener u.a. von der us-amerikanischen Schriftstellerin Ayn Rand verherrlichten Ultrakapitalisten, die Genialität und absolute Skrupellosigkeit miteinander verbinden und so - angeblich - den technischen Fortschritt der Menschheit voranbringen. Andere Beispiele von solchen "genialen Psychopathen-Unternehmern" dieser Kategorie wären Howard Hughes, Henry Ford, Bill Gates oder, ganz aktuell, John McAffee.

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hannns 08.12.2012, 20:13
16.

interessant wie der verfasser von schizophrenie und genie den bogen zum iphone und steve jobs schlägt, war das jetzt so eine freie gedankenverknüpfung zu der nur träger einer bestimmten genvariante fähig sind? ich scheinbar nicht! gott sei dank möcht ich sagen :)

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Cassandra105 08.12.2012, 20:24
17.

Zitat von danido
Aber Hype-Apfel- :)
Was ist an Apple denn bitte genial? Die Art und Weise wie Menschen für blöd verkauft werden? Toll, wenn das für Genie steht, sollte das Gen ruhig aussterben.

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richard-erb 08.12.2012, 20:28
18. Ein Gen mit Signalübertragungsfunktionen?

Da muss ich etwas missverstanden haben. Ich dachte, ein Gen sei ein Teil der DNA. In dem Artikel hört sich das aber so an, als sei das Gen NRG1 Teil eines Zellvernbades und verfüge als solches "über über Signalübertragungsfunktionen zwischen Zellen "
Das kann doch so nicht stimmen, oder?

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karstenkk 08.12.2012, 20:28
19. Hochsensibilität

Als Ergänzung zu diesen Erkenntnissen möchte ich noch auf eine weitere Kongruenz hinweisen,die beschriebenen Phänomene decken sich nämlich sehr stark mit denen der Hochsensibilität, leider gibt es hierzu noch nicht sehr viele wissenschaftlichen Erkenntnisse, der Begriff ist noch recht neu.
Eine erste Beschreibung hat Frau Dr Elaine N. Aaron vor ein paar Jahren hierzu geliefert, wen es interessiert, einfach mal googeln.
Es wurden in dem hiesigen Medium zwar bereits mehrfache Teilaspekte beleuchtet, die ganze Komplexität aber meines Wissens noch nicht.
Karsten

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