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Krebs-Impfung: Heftiger Disput zwischen Nobelpreisträger und Ärztekammer-Chef

Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen wirbt offensiv für die umstrittene Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs - inzwischen sogar in Anzeigen der Chemieindustrie. Jetzt ist es zu einem heftigen Streit mit Ärztekammerpräsident Günther Jonitz gekommen. Er zeigt, wie gespalten die Ärzteschaft ist.

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hajoschneider 20.07.2009, 11:44
10. Journalistische Verantwortung

Zitat von ubogun
In diesem Bericht vermisse ich schmerzlich die Erwähnungen ungeklärter Todesfälle vorher kerngesunder Mädchen und gravierender vermutlicher Impfschäden, über die zumindest bei Spiegel TV vor nicht allzu langer Zeit berichtet wurde.
... das wäre dann allerdings wieder mal ein Fall von Vernachlässigung journalistischer Sorgfaltspflicht, und zwar nicht der erste bei SPON

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camemberta 20.07.2009, 11:46
11. ...

Zitat von ubogun
In diesem Bericht vermisse ich schmerzlich die Erwähnungen ungeklärter Todesfälle vorher kerngesunder Mädchen und gravierender vermutlicher Impfschäden, über die zumindest bei Spiegel TV vor nicht allzu langer Zeit berichtet wurde.
Das ist richtig, ich habe auch Fälle übelster Nebenwirkungen aus den USA in Erinnerung, die mit der Impfung in Zusammenhang gebracht wurden, muss mal gucken, was das war.

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Teufelsbraten 20.07.2009, 12:42
12. Medizinisches Tollhaus

Sind wir wieder soweit, dass der Funktionär und nicht der Wissenschaftler darüber entscheidet, was medizinisch sinnvoll ist ?

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Gabri 20.07.2009, 12:42
13. Titel

Zitat von ubogun
In diesem Bericht vermisse ich schmerzlich die Erwähnungen ungeklärter Todesfälle vorher kerngesunder Mädchen und gravierender vermutlicher Impfschäden, über die zumindest bei Spiegel TV vor nicht allzu langer Zeit berichtet wurde.
Soweit ich weiß, sind diese Todesfälle genau das: ungeklärt. Kein Mensch bezweifelt, dass es durch Impfungen bei einer sehr geringen Anzahl von Menschen zu Komplikationen kommen kann. Impfungen deshalb abzulehnen ist fahrlässig, wie das Beispiel mit der jüngsten Masern-Zunahme zeigt. Es gibt auch Fälle, bei denen ein Zusammenhang zwischen der Hepatitis A/B-Impfung (Twinrix) und multipler Sklerose vermutet wird (es sind wohl zwei! Fälle bekannt und seitdem steht´s auf dem Beipackzettel). Soll man deshalb auf diese Impfung verzichten? Ich denke nicht. Die HPV-Impfung bietet unseren Töchtern vielleicht eine Chance,von einer schrecklichen Krankheit verschont zu bleiben. Vorsorge, obwohl der Pap-Test mittlerweile auch in die Kritik geraten ist wegen angeblich mangelnder Aussagekraft, ist eine weitere. Warum also darauf verzichten?

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Newspeak 20.07.2009, 12:43
14. ...

Es ist das tragische an erfolgreichen Impfungen, daß das Ausmaß ihres Erfolges langfristig den Impfgegnern nutzt, da mit der Zeit immer mehr auf die geringe Anzahl auftretender Impfschäden verwiesen wird, der Nutzen in Form der Abwendung schwerster Krankheiten aber nicht mehr offensichtlich ist, weil einfach kaum noch jemand mehr elendig an der Krankheit, gegen die geimpft wird, zugrundegeht. Daß heute allerdings nicht mehr ein Großteil der Menschen im Kindesalter an Diphterie oder Polio stirbt, daß eine solche schreckliche Krankheit wie die Pocken, die jedes Jahr Millionen Tote verursacht hat, nicht mehr existieren, das scheinen vielen Menschen zu vergessen.

Was soll es also, wenn die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs "nur" 70% der Fälle, nämlich jene mit den aggressivsten (!) HPV Subtypen, abdeckt? Soll man deshalb nicht alle Mädchen impfen, weil ein Teil dieser Mädchen irgendwann doch aufgrund der Infektion mit einem anderen Subtyp an Krebs erkranken wird?

Und auch das Argument mit der nachgewiesenen Wirksamkeit ist Unsinn. Wenn man jetzt nicht anfängt zu impfen, wird man nie die langjährigen Erfahrungen sammeln können, nach denen man angeblich allein die Wirksamkeit beurteilen kann. Den Menschen einen Impfstoff vorzuenthalten, nur weil dessen Wirksamkeit noch nicht in langfristigen Studien untersucht wurde, halte ich auf jeden Fall auch nicht für ein ethisch besonders ausgezeichnetes Verhalten.

Aber so ist das in Deutschland. Man lebt gerne in einem Hochtechnologieland, gibt damit vor anderen an, verunglimpft dann aber die Leute, die diesen Luxus, auch im Medizinwesen, erst ermöglichen, und ist sich dabei nicht mal zu dumm, mit seinem offenkundig mangelhaften naturwissenschaftlichen Wissen und der Ignoranz und Ablehnung vielversprechender neuer Forschungszweige, wie der Gentechnik, zu kokettieren.

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Westley 20.07.2009, 12:54
15. Nebenwirkung von Gardasil: Tod!

Einige denken hier ja darüber nach Ihre Töchte impfen zu lassen.
Wenn einem das Leben der eingen Kinder egal ist, kann man das ja gerne machen. Allen anderen empfehle ich bei mercola.com mal nach Gardasil zu suchen (http://search.mercola.com/Results.as...il&k=gardasil). Wer danach noch seine Kinder impfen läßt, ist selbst Schuld. Generell kann eine Suche der beiden Begriffe ‘vaccincation’ und ‘eugenics’ in einer Suchmaschine sehr lehrreich sein. Gibt man SV40 und Impfung in die Suche, lernt man, daß auch in der jüngeren Vergangenheit Impfungen nicht sicher waren.
Wacht auf! Impfungen sind nur in den seltensten Fällen dafür da Menschen zu helfen.

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S.Geiss 20.07.2009, 12:54
16. Wollen wir 50 Jahre warten?

Die mit der Impfung verbundenen Nebenwirkungen wurden extrem genau geprüft. Nur nach erfolgter allgemeiner Unbedenklichkeit, wird eine Impfempfehlung der "StiKo" ausgesprochen. Sehr selten sind Nebenwirkungen trotzdem möglich - wie beispielsweise bei Impfungen gegen Keuchhusten oder Masern. Leider, leider werden die möglichen Nebenwirkungen extrem thematisiert und führen immer häufiger zu einer abelehnenden Haltung und Impfmüdigkeit.
Wie fatal das ist, zeigen die zunehmenden Opfer von Masern. Laut Schätzung der WHO haben z.B. Masern im Jahr 2000 fast die Hälfte der 1,7 Millionen, durch Impfung vermeidbaren Todesfälle bei Kindern verursacht, bei geschätzten 30 bis 40 Millionen Krankheitsfällen in jenem Jahr.

Völlig unverständlich für mich ist die Haltung des Ärztekammer-Chefs. Zum ersten Mal haben wir die Chance, einen hohen Prozentsatz unsere Töchter vor einer möglichen Krebserkrankung zu schützen und was macht dieser Mann, er warnt und relativiert. Und wenn wir nicht impfen und in 50 Jahren tausende Frauen an Krebs gestorben sind, was dann Herr Ärztekammerpräsident? Zahlen Sie dann Schmerzensgeld?

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Psychonaut 20.07.2009, 14:48
17. Impfrisiko und Statistik

Zitat von S.Geiss
Die mit der Impfung verbundenen Nebenwirkungen wurden extrem genau geprüft. Nur nach erfolgter allgemeiner Unbedenklichkeit, wird eine Impfempfehlung der "StiKo" ausgesprochen.
Da beschreiben Sie einen schönen Idealzustand. In der Realität sieht es leider etwas anders aus. Nur ein Bruchteil von Impfschäden werden auch wirklich als solche anerkannt und tauchen in den Statistiken auf. Und hierbei beziehe ich mich nicht auf irgendwelche diffusen Erkrankungen wie chronische Müdigkeit und Allergien, von denen Impfkritiker behaupten, diese könnten auch nach Jahren als Folge von Impfungen auftreten. Auch bei schweren Erkrankungen, die bei kerngesunden Menschen innerhalb von Tagen bis Wochen nach Impfungen auftreten und der Zusammenhang evident ist, wird ein solcher von Ärzten und Gutachtern fast immer energisch bestritten. Mir sind in meiner Bekanntschaft mehrere solcher Fälle bekannt. In einem Fall wurde die ganze Familie nach einer Polioschluckimpfung schwer krank, bei einem Familienmitglied mit Todesfolge. Den Angehörigen wurde von einem Arzt sogar im Vertrauen gesagt, dass der Todesfall mit Sicherheit auf die Impfung zurückzuführen sei, er aber seine berufliche Laufbahn knicken könnte, wenn er das offiziell zugibt. In zwei weitern Fällen kam es nach HPV-Impfungen zu Entzündungen im Gehirn, in einem Fall mit schweren bleibenden Schäden. In beiden Fällen wurde von Ärzten behauptet, es sei ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen von Impfung und Infektion mit einem Erreger, ein Zusammenhang zwischen beidem sei absurd. Für die Anerkennung als Impfschaden wird ein Nachweis mit 100%er Sicherheit verlangt, was bekanntermaßen unmöglich ist.

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isadora05 20.07.2009, 15:23
18. HPV-Infektionen sind keine Masern

Das Problem mit der HPV - Impfung ist doch, dass da, wo sie wirklich gebraucht wird, nämlich in den Entwicklungsländern, keiner das Geld dafür hat. In Europa würde diese Impfung mitnichten "tausende" von Leben retten, auch wenn versucht wird, uns das so zu verkaufen.Hier ein paar Zahlen zu diesem Thema:

In Deutschland stecken sich ca. 80 von 100 Frauen im Laufe ihres Lebens mit einem der HPV Typen an ( davon ungefähr jede 10-te mit den Virentypen 16 und 18).
Nach zwei Jahren ist wiederum bei 80 von diesen 100 infizierten Frauen keine Infektion mehr nachweisbar, da sie nämlich meist von selbst folgenlos ausheilt.
Die übrigen 20 entwickeln eventuell Veränderungen (Dysplasien) am Gebärmutterhals, die auch dann wiederum meist von selber ausheilen.
Nur ein ganz kleiner Teil erkrankt tatsächlich an einer chronischen Infektion, die wiederum durchschnittlich ca. 10 Jahre braucht, um dann möglicherweise Gebärmutterhalskrebs auszulösen.

Ein stabiles Immunsystem sorgt dafür, dass der Körper in der Regel selbst mit der Infektion fertig wird.

Rauchen gehört mit zu den großen Risikofaktoren bei Gebärmutterhalskreb, die Giftstoffe des Tabaks finden sich konzentriert im Schleim des Gebärmutterhalses.
Als weitere Risikofaktoren gelten die Pille, die Spirale, häufig wechselnder ungeschützter Sexualkontakt, ein geschwächtes Immunsystem

Konsequenter Kondomgebrauch kann die Ansteckung mit den Viren verhindern.
Ein gesunder Körper kann eine mögliche Infektion überwinden.
(Nicht rauchen, wenig Alkohol, genügend Schlaf etc...)
Eine regelmäßige Vorsorge kann Veränderungen (meist) rechtzeitig feststellen.

Es gibt also keinen Grund zu dieser Panikmache!

Wenn wir unsere Töchter(und Söhne) stark machen,so dass sie auf sich und ihren Körper achten, beim Sex Kondome zu benutzen (schützt bekannntermaßen ja nicht nur vor HPV), nicht zu rauchen, dann ist schon eine Menge getan.

Ob die Impfung angenommen wird oder nicht sollte jede junge Frau/Mädchen oder Mutter für sich entscheiden und dafür unabhängige Informationen bekommen .
Leider findet das kaum statt, im Gegenteil, es wird Druck ausgeübt, ein schlechtes Gewissen bei Eltern erzeut, falsche Zahlen verbreitet.

Keine Impfung ist ohne Nebenwirkungen, daher muss jede Frau die Möglichkeite haben, das für und wider für sich objektiv abwägen zu können.Die Nebenwirkungen bei Gardasil und Cevarix sind oft harmlos, können aber auch schwerwiegend sein (es gibt auch Untersuchungen zu Fehlgeburten und Fehlbildung bei Neugeborenen nach der Impfung während einer Schwangerschaft)

Gebärmutterhalskrebs ist eine Krebsart, die durch die Vorsorge in den letzten Jahren stetig abgenommen hat und mittlerweile an 12-ter Stelle der Krebsneuerkrankungens steht.

In Entwicklungsländern, in denen eine Gesundheitsvorsorge nicht stattfindet oder auch durch schlechtere Lebensbedingungen die Immunabwehr von Frauen geschwächt ist, steht diese Krebsart an Platz 2.

Für mich ist diese ganze Impfkampagne die Lizenz zum Gelddrucken auf Kosten tausender junger Mädchen, die zum großen Teil eh niemals in ihrem Leben an Gebärmutterhalskrebs erkranken werden.

Gardasil ist seit 2007 übrigens das meistverkaufte Arzneimittel in Deutschland....

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ReneMeinhardt 20.07.2009, 15:42
19. Kleiner Fehler

Zitat von isadora05
Gardasil ist seit 2007 übrigens das meistverkaufte Arzneimittel in Deutschland....
Laut GEK-Arzneimittelreport steht Gardasil nur an 5. Stelle, also keine falsche Werbung bitte!

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