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Kritik an Weltraumbehörde Nasa: Ziellos im Weltall
dpa

Die Nasa hat ihren Kompass verloren: Der Weltraumbehörde fehlt ein Ziel, das die eigenen Mitarbeiter oder gar die USA begeistern könnte. Ein Expertenbericht, von der Nasa selbst in Auftrag gegeben, offenbart jetzt das ganze Ausmaß der Misere.

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n01 08.12.2012, 13:20
1. Die Frage ist, was wollen wir eigentlich da?

Zitat von sysop
Die Nasa hat ihren Kompass verloren: Der Weltraumbehörde fehlt ein Ziel, das die eigenen Mitarbeiter oder gar die USA begeistern könnte. Ein Expertenbericht, von der Nasa selbst in Auftrag gegeben, offenbart jetzt das ganze Ausmaß der Misere.
Als sie zum Mond geflogen sind, gab es ein Ziel. Eher da zu sein als die Russen. Als das erreicht wurde, gab es dort nicht viel zu holen außer ein paar Steine. Im Prinzip sieht es auf dem Mars momentan ähnlich aus. Nichts als Steine. Und lohnt es sich, dort Menschen hinzuschicken. Gut, als Prestigeobjekt, ja. Aber was sollen die dann dort machen. Steine mitbringen? Das lohnt sich nicht. Die Technik ist noch nicht soweit, das man wirklich sagen könnte, wir bauen massiv etwas auf dem Mars auf. Vor allem Dingen muss man auch wissen, warum man Menschen dort hin schickt. Was sollen die dort machen? Einfach nur, das mal einer da war? Das bringt nichts und kostet nur, und ist ja auch nicht gerade ungefährlich und sagenhaft aufwendig.
Im Moment sind wir wohl eher noch an unsere gute alte Erde gebunden. Und das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Ist eben so. Ich schätze, es wird noch bestimmt 50 Jahre dauern, bis die Technik wirklich so ausgebaut ist, das man die ersten Menschen dort für längere Zeit ansiedeln könnte. So einer das freiwillig will.

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TS_Alien 08.12.2012, 13:21
2. .

Ein bemannter Flug zum Mars ist viel zu gefährlich. Das dürfte der Hauptgrund sein, diesen nicht in Angriff zu nehmen. Die ISS bringt wissenschaftlich wenig bis nichts. Für die Kosten der ISS kommt dabei viel zu wenig heraus. Die bemannte Raumfahrt steckt insgesamt in einer Sackgasse. Daher muss man mehr auf unbemannte Projekte (Raumsonden, Satelliten, ...) setzen. Auch wenn das nicht "sexy" ist und die Bevölkerung nicht gerade vom Stuhl hauen wird: wissenschaftlich und ökonomisch gesehen ist das der einzige Weg.

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Lu_ke 08.12.2012, 13:22
3.

Die Ziele der NASA sollten auch daran festgemacht werden, was aus wissenschaftlicher Sicht am sinnvollsten ist und nicht was sich am spektakulärsten anhört.

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Frau Mau 08.12.2012, 13:36
4. Banken oder Forschung?

"Angesichts der heutigen wirtschaftlichen Lage dürfte eine deutliche Budget-Erhöhung allerdings kaum in Frage kommen."

Ich verstehe nicht, warum das 95% der Menschen der westlichen Hemisphäre so sehen und stattdessen den Banken (z.B. der BayernLB usw...) jährlich das zigtausendfache hinterherschmeißen. Allein mit den Bankenhilfen Deutschlands könnte man 20 Apollo Programme gleichzeitig stemmen. Und die hätten wirtschaftlich gesehen einen erheblich höheren Nutzen in Form von Technologie und ausgebildeten Leuten.

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Hajojunge 08.12.2012, 13:45
5. Der gewaltige Kraftakt Mondlandung ist verpufft

Zitat von sysop
Die Nasa hat ihren Kompass verloren: Der Weltraumbehörde fehlt ein Ziel, das die eigenen Mitarbeiter oder gar die USA begeistern könnte. Ein Expertenbericht, von der Nasa selbst in Auftrag gegeben, offenbart jetzt das ganze Ausmaß der Misere.
Hätte man das Apollo-Programm konsequent weiterverfolgt, könnte es bereits heute eine bemannte Mondstation geben, eine ideale Ausgangsbasis für weitere Erkundungsflüge ins All. Stattdessen baute man das viel zu teure Spaceshuttle, und das Knowhow aus der Apollomission ist längst versandet. Computeraufzeichnungen aus dieser Zeit sind gelöscht bzw. nicht mehr rekonstruierbar, Konstruktionszeichnungen futsch. Für eine neue Mondmission müßte man fast wieder bei Null anfangen.
Damals gab es den politischen Druck, es nach dem Versprechen Kennedys den Sowjets mal richtig zu zeigen. Diese Motivation ist dahin, gute Fachleute wie Wernher von Braun sind längst unter der Erde, und es gibt keine klare Linie mehr. Zudem zeigt die Marsmission, dass auch da nur Gestein zu holen ist, das dem irdischen ähnelt. Wie sollte es auch anders sein. Neue Erkenntnisse über die Geschichte des Alls sind so nicht zu gewinnen. Da können uns nur unbemannte Missionen voranbringen.
Und überhaupt - haben wir nicht genügend andere Probleme auf dieser Welt?

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ihawk 08.12.2012, 13:47
6. NASA Projekte

Ich wüsste schon zwei wichtige Projekte ...
a) Die Entwicklung von effizienten Hochleistungstriebwerken
b) Das Einsammeln von Weltraum-Schrott.

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darkk 08.12.2012, 13:49
7. schade...

tja, leider wird in unserem global vernetzten Wirtschaftssystem mehr wert auf die 100 sorte marmelade gelegt, als auf zukunftsweisende projekte wie die erforschung und mögliche nutzbarmachung des weltraums.natürlich hilft uns das nicht unbedingt, auf der erde unsere probleme zu lösen (bis auf ausnahmen), könnte aber in der zukunft übertlebensnotwendig sein. geld ist mit der raumfahrt auf lange sicht nicht wirklich zu verdienen, sieht man vom sehr seltenen weltraumtourismus oder den abschuss von sateliten einmal ab, daher sollte dieser bereich unbedingt staatlicherseits weiter stark gefördert / betrieben werden. man sollte sich vielleicht auch mal die frage stellen, welche projekte uns wirklich nützen könnten, ein bemannter mond- oder marsflug hat ja eher symbolischen charakter. für die unterstützung der bevölkerungen sind sie aber um so wichtiger. Darüber hinaus muss aber überlegt werden, was man im all gemeinsam will, seien es permanent bemannte stationen in unserem sonnensytem, oder der abbau von seltenen rohstoffen im asteroidengürtel, oder die tatsächliche langfristige besiedelung des raumes. solange keine außerirdischen aufkreuzen mag eine nach außen gerichtete verteidigung der erde wohl lächerlich erscheinen, aber vielleicht sollte man zur sicherheit auch diesen bereich nicht ganz aus den augen verlieren ;-) ich finde es aber auf ejden fall falsch zu sagen, dass die raumfahrt ein reines luxusthema ist, das angegangen werden kann, sobald man alle probleme auf der erde gelöst hat, denn dann könnte man auf das meiste der aktuellen produktionsketten verzichten.

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astrobyte 08.12.2012, 13:50
8. Es kommt zu wenig dabei raus...

Im Augenblick ist es weitaus sinnvoller, das Geld für Projekte auf der Erde zu nutzen. Eine Mars-Siedlung zu errichten, bleibt noch für viele Jahrzehnte Utopie - da könnten die USA mit einem Bruchteil der Kosten die Majave-Wüste fruchtbar machen. Oder preiswerte Wohnungen in den sozialen Brennpunkten amerikanischer Städte errichten.

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korox 08.12.2012, 13:50
9. ..

Es lässt sich immer ein Grund zum Zögern finden und wenns nur danach geht, kann man gleich alles abblasen, sich unter der "Bettdecke" verkriechen und ewig davon "träumen" wie einen allein wirtschaftliche Kostenbetrachtungen zu neuen Perspektiven und Erkenntnissen treibt. Nach dem Motto: Ich will nix lernen, ist mir zu teuer, zu gefährlich ......
Wie kann man bloss der Neugierde nachgeben, sowas gehört sich doch heutzutage nicht!

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