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Künstliche Intelligenz: Ein Gott braucht keine Lehrmeister
DPA

Vor kurzem ist etwas passiert, das die Geschichte der Menschheit mindestens so sehr verändern wird wie die Erfindung des Telefons. Mitbekommen hat es kaum jemand. Es geht um künstliche Intelligenz.

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frytom 29.10.2017, 17:39
1. Die Zeitfalle

Die Probleme, die die Menscheit mit sich selbst und gerade den Anderen und ihren Dependenzen hat, lassen sich nicht durch Andere lösen, nur wir selbst müssen endlich in den Spiegel blicken und unsere fundamentalen, akkumulierten Fehler erkennen und die Aufhebung suchen!
Wir spiele gerne Götter, halten unsere Egos allesamt für Gotteswesen. Nun wir sind keine. Punkt. Nur simple Lebewesen, wie die Anderen auch. Weder sind wir besser noch schlauer. Die Zeit arbeitet gegen uns.

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uherm_ 29.10.2017, 17:47
2. Unfassbar

Danke für den Beitrag. Das wäre mir sonst entgangen.
Es ist unfassbar. Was vor 1-2 Jahren noch undenkbar erschien, ist Wirklichkeit geworden. Wann entwickelt sich ein eigenes Bewusstsein?
Da will man keine Prognose mehr wagen. Aber viele von uns werden es bestimmt noch erleben.

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aysnvaust 29.10.2017, 17:48
3. Das ist in der Tat...

...bemerkenswert und markiert einen Meilenstein. Und, wie der Autor richtig mutmaßt, es war mir vollkommen entgangen. Danke für den Artikel, guter Gesprächsstoff für das heutige Abendessen...

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nadennmallos 29.10.2017, 17:49
4. Faszinierend ...

... und zukunftsweisend, ohne Frage. KI ist d a s Thema der kommenden Jahre. Es wäre natürlich schön, wenn dann die KI auch solche Problemfälle hinbekommen würde wie: Exakte Klimaentwicklungen, Korrekturen politischer Problemstellungen à la Trump, Lösungen des Nahostkonflikts, wann bricht der Vesuv aus, warum wird BER nicht rechtzeitig fertig, usw., usw. Aber Spaß beiseite: Wir sollten bei alledem nicht vergessen, dass die KI uns dient und, ein wichtiger Punkt, auch der ethische Faktor nicht zu kurz kommt. Ich fürchte, dass die Weiterentwicklung der KI in erster Linie den Götter "Wachstum und Macht" in die Hände spielt.

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jens.kramer 29.10.2017, 17:52
5. Na und?

So ein KI-Gebilde gewinnt bestimmte Spiele oder trifft irgendeine möglichst optimale Entscheidung und braucht dazu eine vorher geleistete Konditionierung und Einspeisung.

Wenn man diese "Intelligenz" in einen Wald stellt und sich selbst überlässt, ist die Kunst sofort zu Ende.

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Lutz Albrecht 29.10.2017, 17:53
6.

Leider blenden Sie total aus, dass dahinter keine wirkliche Intelligenz und Kognition steckt, sondern 99 % dieser (Schein-)KIs auf statistischen Modellen beruhen, also die Computer mittlerweile den Menschen nur darin schlagen, -zig Milliarden Lösungsvarianten durchzuprobieren, Übereinstimmungen mit Mustern zu finden oder wie im Bereich Bildbearbeitung anhand von Milliarden Beispielen bestimmte Parameter wie Anordnung von Bildelementen, Farben usw. zu erkennen. Es gibt ja schon die Gegenbewegung, die Rechner mit "schlechten Daten" zu füttern, und sie so falsche Dinge "lernen" zu lassen. Ich sag ja nicht, dass bestimmte Dinge wie Spracherkennung mit Alexa & Co., Sortieren von Fotosammlungen oder semantische Analyse von Texten nicht sinnvoll sind, aber solange das Primärinteresse dabei zu sein scheint, uns diese Dinge als Dienstleistung zu verkaufen und das alles nur auf gigantischen Serverfarmen läuft, sehe ich da noch keine wirkliche Revolution.

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gweihir 29.10.2017, 17:59
7. Unsinn

Hier geht es um "schwache KI", das ist die "KI" ohne I. Eigentlich nennt man sowas "Automatisierung", aber "KI" klingt halt besser. Jedenfalls handelt es sich um statistische Klassifikation, und die ist tatsaechlich dumm wie Brot. Dass auch unueberwachtes Lernen mit vorgegebenen Qualitaetsktiterien manchmal funktioniert und vernuenftige Ergebnisse liefert hat nichts mit "Lehrnen ohne Lehrmeister" zu tun, sondern damit, dass durch die Vorgaben das Problem extrem offensichtlich wird.

Also alles (mal wieder, bzw. immer noch) falscher Alarm. Das einzige, was gezeigt wurde, ist dass Go auch ohne Intelligenz ganz gut spielbar ist, nicht dass diese Machiene intelligent waehre. Das ist sie naemlich nicht.

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MattKirby 29.10.2017, 18:02
8. Anstatt

mit der Erfindung des ollen Fernsprechers, sollte man die Entwicklung der KI eher mit der Kernspaltung vergleichen. Positives ist möglich aber Negatives ist wesentlich wahrscheinlicher.

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Herr Knigge 29.10.2017, 18:03
9.

"wenn sich das Problem ausreichend exakt beschreiben lässt" und genau dies ist der Punkt, der in der Realität noch SOOOO weit weg ist...Go ist ein sich geschlossenes System, keine äußerlichen Einflüsse, keine widersprüchlichen Ziele, klare Sieger und Gewinner. Das Leben ist (zum Glück!) nicht schwarz-weiß. Wenn die Systeme stumpfe (wenn auch komplexe) Arbeiten übernehmen - bitte, damit ist der Menschheit sicher geholfen. Aber am Ende zählt Empathie, Selbstlosigkeit, Liebe, Wärme...Das Tier "Mensch" mit seinem sozialen und persönlich differenzierten Wesen (genau wie die meisten anderen Tiere) hat einen Teil, den Computer vermutlich erst in geraumer Zeit erfassen können. (Ob der nun Computer das akzeptiert oder den Menschen vorher neutralisiert steht auf einem anderen Blatt...)

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