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Landwirtschaft: Bio kann sich für Bauern lohnen
DPA

Wer Bio-Lebensmittel kauft, muss mehr bezahlen. Für die Bauern lohnt sich das Geschäft. Sie verdienen oft mehr als konventionelle Landwirte, zeigt eine Studie - für Deutschland gilt das allerdings nicht.

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gekreuzigt 02.06.2015, 12:45
1. Es kommt sicher bald die Forderung

nach einer Zwangsfinanzierung durch den Verbraucher, etwa wie beim sog. Ökostrom.

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spiegelleser987 02.06.2015, 12:49
2. zwei Dinge

Heute wird fast nur noch über Gewinn und Profit geredet. Doch wie solles ohne gehen?

Da sollte man in der industriellen Landwirtschaft über Gewinn und Profit reden. In der Biolandwirtschaft klingt der "Begriff "Erlösüberschuss" aus den Zeiten des Sozialismus doch viel ökologischer.

Und was ist eigentlich mit den Chemikalien? Da protestierten vergangene Woche Politiker von SPD, Linken, Grünen und CDU in Berlin und Brandenburg gegen die angestiegene Menge an Sulfat in der Spree. Aber was für ein Sulfat ist es denn. Das haben die Forscher nicht ermittelt. Sie haben die Ursache nur auf die Braunkohle geschoben. Und was ist mit der angestiegenen Menge an Kupfersulfat in der Biolandwirtschaft? Das wird gegen Schimmelpilze im beim Anbau von Biokartoffeln eingesetzt. Auch andere Kupfersalze und Viren werden in der Biolandwirtschaft versprüht. Darüber redet niemand. Das Kupfer ist dann für immer in der Erde und im Grundwasser gleichmäßig verteilt und lässt sich kaum wiedergewinnen. Andere Pflanzenschutzmittel würden sich nach einigen Wochen wieder zersetzen und würden Stoffe in der Erde erzeugen, die auch die Natur schon dort macht.

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dernordenrockt 02.06.2015, 12:53
3. Wie geht das zusammen-

geringere Erträge und Sicherung der Welternährung? Vermutlich nur, wenn man die Flächen um etwa die Hälfte ausweitet, nur: woher soll die Fläche kommen?

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Der Terraner 02.06.2015, 14:07
4. Fehlentwicklung

Höhere Preise und geringere Ernten sind sicher kein Problem für Leute, die genügend Geld haben, aber in anderen Ländern kommt es dann zu Hungeraufständen. Die Probleme einer wachsenden Weltbevölkerung lassen sich wohl kaum durch Bioprodukte lösen, die sich in ihrer Qualität ohnehin kaum von konventionellen Lebensmitteln unterscheiden.

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Spiegelleserin57 02.06.2015, 14:10
5. die Welternährung ist schon längst da!

Zitat von dernordenrockt
geringere Erträge und Sicherung der Welternährung? Vermutlich nur, wenn man die Flächen um etwa die Hälfte ausweitet, nur: woher soll die Fläche kommen?
es wird massenhaft produziert, mehr als verbraucht wird.
In Deutschland stehen mittlerweile riesige Kühlhallen in denen das Fleisch gelagert wird das nicht verkauft werden konnte. Bei Obst und Gemüse dürfte das auch nicht viel anders sein. Da werden noch vom ZUSÄTZLICH Subventionen gezahlt. Es ist mehr wie genug da man muss nur sorgsam mit den Lebensmitteln umgehen, da liegt das Problem!

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winki 02.06.2015, 14:16
6. Für die Bauern lohnt sich das Geschäft

Kann schon sein. Aber noch mehr lohnt es sich wohl für die Händler. In meiner Nachbarschaft befindet sich ein Bio-Laden, dort kosten 1 Kg Paprika oder 1 Kg Tomaten
7,99 €. Demnach müsste der Bauer so um die 4 € für das Kg bekommen. Ich glaube, da träumt jeder Bauer davon. Für mich steht jedenfalls fest, die Deppen sind auf alle Fälle wir Verbraucher. Normale Rentner, Arbeitslose oder Geringverdiener können sich diese Preise nicht leisten. Bleibt nur zu hoffen, dass auch in der Bio-Branche der Wettbewerb die Preise regelt.

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moelln56 02.06.2015, 14:20
7. Wo Bio draufsteht

ist leider oft kein Bio drin. Man sollte Bio anders definieren. " Bio ist das, was nicht unmittelbar zum Tode führt".

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TheBear 02.06.2015, 14:36
8. Lobby bedingt

Es ist nicht gerechtfertigt für Bio-Lebensmittel mehr zu bezahlen, denn die Nicht-Bio-Lebensmittel sind in ihrer Herstellung ja teurer.

Das Problem ist, dass die Schäden, die der Allgemeinheit zugefügt werden, beim Gebrauch von Pestiziden und anderen Giften, nicht in die Berechnung für die Nicht-Bio-Lebensmittel eingehen.

Das ist nicht korrekt, sondern bedingt durch eine Lobby.

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anchises 02.06.2015, 14:45
9. Zitat:

von der in anderen Ländern unterscheidet, ist unklar."

Nein ist sie nicht. Dazu war vor einigen Tagen ein ausführlicher Beitrag auf Deutschlandradio Kultur zu hören. Da wurde genau das sehr gut hinterfragt und ausgeleuchtet.

Einige der Gründe sind beispielsweise wachsender Preisdruck aus Osteuropa und extrem gestiegene Pachtzahlungen der Biobauern. Bei den Erzeugern bleibt in der Tat sehr wenig hängen. Den großen (Bio)Reibach macht der Handel.

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