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Lernerfolg: Bildung ist erblich
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In die Wiege gelegt oder hart erarbeitet? Eine Studie mit Zwillingspaaren zeigt: Der Bildungserfolg hängt zum größten Teil von ererbten Eigenschaften ab. Die Intelligenz ist dabei der entscheidende Faktor.

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albert schulz 19.10.2014, 14:58
110. erst lesen dann antworten

Zitat von taglöhner
Viele Worte. Wenn Sie noch präzisieren könnten, wie der Menschheit in der Ahnenreihe zum Flagellaten seine Intelligenz ohne Vererbung zuteil wurde.
Es wurde an keiner Stelle geleugnet, daß menschliche Eigenschaften vererbt werden. Wenn man den schwachsinnigen Begriff der Intelligenz benutzt, so sollte man vorsichtshalber darauf hinweisen, daß sie aus Myriaden von Elementen und deren gegenseitigen Wirkmechanismen besteht. Die Unmengen von Faktoren respective Genen und deren Mutationen und unterschiedliche Herkunft ergeben an keiner Stelle irgendwelche eineindeutigen kausalen Konsequenzen. Man kann also nirgendwo schlüssig ableiten, woher und wie sich das Denkvermögen eines Menschen zusammensetzt, zumal es von allerlei emotionalen Regungen beeinflußt wird, die zwar in der Anlage vererbt sind, aber deren Erweckung äußerer Impulse bedarf, etwa das Interesse. Auch die Lebensenergie, der Wille, die Durchsetzungskraft beruhen auf genetischen Anlagen, sind aber zahlreichen äußeren Einflüssen unterworfen. Es soll Unmengen von literarischen Werken geben, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen. Wirklich gute Erzählungen schildern nur, miese Elaborate bieten Erklärungen an.

Ich versuche es mal mit Logik: „Sein Vater war ein ungestümer Berserker und Schürzenjäger, so daß Wilhelm gar nichts anderes übrigblieb, als ein feinsinniger und zurückhaltender Künstler zu werden. Zur Sicherheit wurde er auch noch schwul, widmete sich lebenslang der Askese und Besinnlichkeit. …“

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albert schulz 19.10.2014, 21:36
111. erst lesen dann antworten

Zitat von taglöhner
Viele Worte. Wenn Sie noch präzisieren könnten, wie der Menschheit in der Ahnenreihe zum Flagellaten seine Intelligenz ohne Vererbung zuteil wurde.
Es wurde an keiner Stelle geleugnet, daß menschliche Eigenschaften vererbt werden. Wenn man den schwachsinnigen Begriff der Intelligenz benutzt, so sollte man vorsichtshalber dar-auf hinweisen, daß sie aus Myriaden von Elementen und deren gegenseitigen Wirkmecha-nismen besteht. Die Unmengen von Faktoren respective Genen und deren Mutationen und unterschiedliche Herkunft ergeben an keiner Stelle irgendwelche eineindeutigen kausalen Konsequenzen. Man kann also nirgendwo schlüssig ableiten, woher und wie sich das Denk-vermögen eines Menschen zusammensetzt, zumal es von allerlei emotionalen Regungen beeinflußt wird, die zwar in der Anlage vererbt sind, aber deren Erweckung äußerer Impulse bedarf, etwa das Interesse. Auch die Lebensenergie, der Wille, die Durchsetzungskraft beru-hen auf genetischen Anlagen, sind aber zahlreichen äußeren Einflüssen unterworfen. Es soll Unmengen von literarischen Werken geben, die sich mit dieser Problematik auseinanderset-zen. Wirklich gute Erzählungen schildern nur, miese Elaborate bieten Erklärungen an.

Ich versuche es mal mit Logik: „Sein Vater war ein ungestümer Berserker und Schürzenjä-ger, so daß Wilhelm gar nichts anderes übrigblieb, als ein feinsinniger und zurückhaltender Künstler zu werden. Zur Sicherheit wurde er auch noch schwul, widmete sich lebenslang der Askese und Besinnlichkeit. Spindeldürr aber wahrhaft glücklich zog er durch die Tundra, ein-sam und doch im Reinen mit sich selbst. Er verhungerte, weil ihn das erbeutete Kaninchen so liebevoll und treuherzig anblickte, daß er es nicht übers Herz brachte, das süße Tierchen abzumurksen.“

Es gibt und gab Menschen, die dem Spiegel gewisse aufklärerische Absichten meinten un-terstellen zu dürfen, unter anderem mich. Was er an vermeintlich genetischen Gesetzmäßig-keiten hinausposaunt, ist nicht nur äußerst fragwürdig und falsch, sondern läßt den Schluß zu, daß er sich um eine verwandelte Abstammungslehre verdient machen will, ganz im Sinne gewisser amerikanischer Kastentheoretiker, die sich ganz bequem auf das Alte Testament berufen können, auch wenn die Rassenkiste mit den Semiten und den „Kaukasiern“ eine überaus zweifelhafte Angelegenheit ist. Dabei ist die Lehre doch ganz einfach und ohne die-sen ideologischen und pseudowissenschaftlichen Müll verständlich: Wer reich ist, ist klug und schön, und diese Eigenschaften hat er ersichtlich vererbt bekommen. Das ist zwingende Logik, eines Chamberlain, Rosenberg oder Sarrazin würdig.

Ich habe übrigens keineswegs etwas gegen aristokratische Kastensysteme, solange sie durchlässig und flexibel sind. Ich würde allerdings nicht die Gene zu ihrer vermeintlichen Rechtfertigung mißbrauchen.

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taglöhner 19.10.2014, 22:20
112. Wow, Intelligenz abgeschafft

Intelligenz als schwachsinnigen Begtiff zu vewerfen ist interessant.

Wie würden Sie die Leistungen identifizieren, die Organismen mit einem komplexeren und konkurrenzfähigeren Verhaltensrepertoire von anderen unterscheidet?

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albert schulz 23.10.2014, 22:47
113. nicht flächendeckend

Zitat von taglöhner
113 Wow, Intelligenz abgeschafft Intelligenz als schwachsinnigen Begtiff zu vewerfen ist interessant.
Nur bei einigen wenigen Leuten. Es gibt durchaus welche, die auf Einsichtsfähigkeit vollkommen verzichten, und auch gar keinen Versuch unternehmen, Buchstaben der Reihe nach verstehen zu wollen. Wobei zu klären wäre, ob die Fähigkeit zu lesen genetisch bedingt ist oder erlernt werden kann. „Lernerfolg: Bildung ist erblich“ heißt es doch. Der Bücherschrank meines Vaters beweist es.

113 "Wie würden Sie die Leistungen identifizieren, die Organismen mit einem komplexeren und konkurrenzfähigeren Verhaltensrepertoire von anderen unterscheidet?"

Könnte man Denkvermögen nennen. Das müßte man allerdings auch einer Reihe von Tieren zugestehen. Es ist keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal. Es handelt sich allerdings um ein ziemlich undifferenziertes Pauschalurteil, das letztlich nichts hergibt.

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