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Lernerfolg: Bildung ist erblich
DPA/ Picture Alliance/ ZB

In die Wiege gelegt oder hart erarbeitet? Eine Studie mit Zwillingspaaren zeigt: Der Bildungserfolg hängt zum größten Teil von ererbten Eigenschaften ab. Die Intelligenz ist dabei der entscheidende Faktor.

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learjet35 07.10.2014, 09:45
10. kaum zu glauben

"Einen großen Teil mache dabei die Intelligenz aus, schreiben die Forscher."

Ob jemand etwas in der Birne hat oder nicht, hängt offensichtlich von der Intelligenz ab. Wer hätte das gedacht? Vielen Dank für diese bislang nicht denkbare Erkenntnis. Weiter so!

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uksubs 07.10.2014, 09:47
11. widerspruch

gibt es aber nicht auch jenen versuch, in dem kinder teils auch gewissermaßen in schlechter gestellte kreise adptiert werden und entsprechend auch schlechter in der schule sind wie auch umgekehrt? das würde dieser untersuchung doch absolut entgegenstehen!

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uksubs 07.10.2014, 09:50
12. ps:

und was ist mit dem verschiedenen erbgut eines paares ganz generell? mal kommt ja die mutter, mal der vater mehr durch, und wenn nun diese paare aus unterschiedlichen intellektuellen hintergründen kommen, dann müßten ja auch die kinder einer familie immer unterschiedlich intelligent sein

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jujo 07.10.2014, 09:53
13. ...

Lernerfolg hat also mit Intelligenz zu tun und mit der Herkunft.
Echt? das hätte ich jetzt aber nicht vermutet!

Mal im Ernst. Mich würde mal interessieren wie das bei Adoptierten aussieht. Ich gehe mal davon aus das die Mehrzahl der adoptierten Kinder bildungsferner Abstammung sind und die Adoptiveltern mehrheitlich der gebildeten Schicht angehören.
Ich glaube die Kinder wachsen den Adoptiveltern angepasst auf und haben später auch in etwa den gleichen Bildungsgrad wie die Eltern! Gene scheiden aus!
Folglich ist die Studie eigentlich Unfug?

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winkdon 07.10.2014, 09:54
14. ...

Zitat von neromancer
Hier wird ja nur vom Engagement der Eltern und den eigenen persönlichen Merkmalen geredet. Wo bleiben denn die anderen Einflussfaktoren wie Mitschüler, Freunde und Lehrer. Ich halte die Studie für einen Schuss ins Blaue. Diese isolierte Aussage hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
Das macht man ja nicht zum ersten Mal. Man untersucht die ergebnisse von Zwillingen und vergelicht diese mit den Ergebnissen von anderen Geschwistern. So lassen sich die genetischen Faktoren von den anderen Faktoren abgrenzen. Deswegen sind diese isolierten Aussagen wichtig und entscheidend.

Natürlich gibt es andere Einflussfaktoren - wie Mitschüler, Fremde und Lehrer. Die Studie hat ja nicht behauptet, dass der akademische erfolg zu 100% von den Genen abhängt, aber der Erfolg hängt zum grössten Teil (>60%) von den genetischen Eigenschaften ab. Was auch idR gezeigt wird: der Einfluss der Eltern über deren genetische Vererbung hinaus ist sehr gering. Da haben Fremde, Mitschüler und Lehrer einen grösseren Einfluss.

Die Studie sticht in die Eiterblase unserer linken Politik, die glaubt, alle möglichen Gegebenheiten mit Social Engineering ausgleichen zu können. Das ist ein Murks, der nie funktionieren wird. Die Menschen sind unterschiedlich - und zwar von Natur auf. Die Politik kann sich bestenfalls darum bemühen, gleiche Chancen herbei zu führen. Wenn man aber gleiche Chancen mit gleichen Ergebnissen verwechselt, dann rutscht man in die Gleichmacherei ab, die allen schadet.

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Sibylle1969 07.10.2014, 09:55
15. Sinn dieser Studie?

Ist heute kaum noch möglich, aber echte Zwillingsforschung müsste eineiige Zwillinge untersuchen, die in unterschiedlichen Umgebungen aufgewachsen sind. Nur so kann feststellen, was die Gene und was das soziale Umfeld ausmachen. Nichtsdestoweniger wären Forderungen, Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern wären eh dumm und Förderung würde daher nichts bringen, völlig unangebracht.

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Emil Peisker 07.10.2014, 09:57
16.

Zitat von neromancer
Hier wird ja nur vom Engagement der Eltern und den eigenen persönlichen Merkmalen geredet. Wo bleiben denn die anderen Einflussfaktoren wie Mitschüler, Freunde und Lehrer. Ich halte die Studie für einen Schuss ins Blaue. Diese isolierte Aussage hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
Somit gewännen die Gymnasiumsempfehlungen von Kindern akadamisch Gebildeten und Eltern mit einem hohen IQ erneut eine Legitimation auf wissenschaftlicher Grundlage.

Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass aus dem restlichen Pool von 38% auch lernbereite und ausreichend intelligente Kinder kommen können.

Kluge Lehrer haben dies schon immer berücksichtigt; die individuelle Prüfung der Gymnasiumskandidaten ist schon deshalb wichtig, weil aus begüterten Kreisen auch immer die Ansicht verbreitet wird, dass deren Kinder auch zu den Überfliegern gehören.

Ein hohes Einkommen trägt allerdings nichts zur Erhöhung des vererbbaren IQ's bei...:-)

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mborevi 07.10.2014, 09:57
17. Eine Trivialität, die uns da ...

... als umwerfende Neuigkeit verkauft werden soll. Ich denke, diese neue Erkenntnis hat jeder schon gewusst.

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LouisWu 07.10.2014, 09:59
18. Alter Hut..

Diese Erkenntnis, dass Intelligenz zu mindestens 50% vererbt wird, ist ein alter Hut. Die APA (American Psychological Association) hatte 1997 - als Reaktion auf das Buch "The Bell Curve" - ein Statement abgegeben, dass zu diesem Schluß gelangt.
http://www.unc.edu/~nielsen/soci850/odocs/apa_01.htm
Die APA ist "die" Instanz der Fachleute für dieses Thema, zumindest in den USA. Mit wachsendem Alter der Testpersonen bestimmt der genetische Einfluß der Intelligenz sogar 80% des Lebenserfolgs.

Diese Fakten werden nur immer noch mit Leidenschaft ignoriert, denn ihre allgemeine Akzeptanz würde viele Berufsgruppen dezimieren.....

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winkdon 07.10.2014, 10:05
19. ...

Zitat von joemcbro
Für mich sagt der Artikel gar nichts aus. Zunächst mal sind 62% nicht gerade übermäßig viel, das bedeutet immerhin, dass 38% nicht von erblichen Faktoren abhängen. Ganz ab davon wird hier nichts über das Verfahren gesagt. Gab es eine Testgruppe? Wenn ja, wie sah die aus? Wenn nicht, wieso nicht? In welchem Bereich der Standardabweichung bewegen wir uns hier - 1 σ, 2 σ, 5 σ? Aus welchen gesellschaftlichen Schichten kommen diese Jugendlichen? Der Schulabschluss ist nicht unbedingt das Entscheidende. Welche Förderung haben sie auf dem Weg zu ihrem GCSE erhalten? … Auf das meiste davon geht der Artikel nicht oder zumindest nicht ausreichend ein und darum ist er meiner Ansicht nach absolut nichts sagend.
Der Artikel ist nur für die nichtssagend, die mit dem Resultat nicht umgehen können, weil es ihr vorgefasstes Weltbild zertrümmert. Social Engineering, wie von den Linken in europa gepredigt funktioniert nicht. Das sagt die Studie aus - und das ist nicht wirklich eine neue Erkenntnis. Studien mit Zwillingen (genetisch kontrollierte Studein) zeigen das immer und immer wieder.

Ihre Fragen zu Vorgehensweise, Methodik usw. werden im Fachmagazin beantwortet, auf das sich der Artikel beruft. Nur weil der SPON das hier nicht noch einmal aufführt, heisst das nicht, dass die Methodik angezwifelt werden muss. Bei wissenschaftlichen Arbeiten kontrollieren die Fachmagazine, ob die Studien, über die sie schreiben, auch methodisch korrekt durchgeführt worden sind. Noch ein Tipp zu Ihrer Kritik an der Methodik: bei Aussagen zu Korrelationen spielen Standardabweichungen keine Rolle. Aber es hört sich besserwisserisch an.

Natürlich sagt der Artikel (und dementsprechend die Studie), dass "lediglich" 62% der Erfolges mit genetischen Faktoren erklärt werden können. Entsprechend bleiben 38% des Erfolges unerklärt - und sind mit Sicherheit zumindest zum Teil auf soziale Faktoren zurück zu führen.

Dessen ungeachtet: wenn ich versuche (wie das in unserer linken Bildungspolitik herbeigezwungen wird) alle Kinder zum gleichen Akademischen Ergebnis zu prügeln, dann murkse ich herum, weil ich über die Hälfte des Erfolges gar nicht steuern kann, selbst wenn ich es wollte. Selbst bei den 38%: Nicht einmal Stalin konnte 100% der sozialen Faktoren beeinflussen.

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