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"Lex Wolf": Umweltministerin Schulze will Abschüsse von Wölfen erleichtern
DPA

Wölfe reißen in Deutschland immer häufiger Schafe und Ziegen, zuletzt auch Rinder und ein Pferd. Laut einem Medienbericht will Umweltministerin Svenja Schulze die Kriterien für einen Abschuss herabsenken.

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Haudegen 03.03.2019, 10:47
10. Selbst im 21. Jahrhundert ist immer noch das ...

"Abknallen" die einzige Antwort auf eine Natur, die nicht kompatibel mit der "menschlichen Natur" ist. Toller Fortschritt! Gerade der Mensch ist es jedoch, der den gesamten Planeten mehr lebensfeindlich gestaltet. Auf der anderen Seite beißt sich die quasi als "Reinigungspolizei für Wald und Flur" agierende Jägerschaft in S.- H. seit Wochen die Zähne aus, um einen zum Abschuss frei gegebenen Isegrim zu erlegen. Gibt es mal eine wirkliche Herausforderung, weil ein Raubtier auch nur eine geringe Chance gegenüber Flintenträgern hat, dann ist die heilige Jägerschaft schon in der Endlage. Sie werden es irgendwann schaffen - da bin ich mir dennoch sicher. Wir sollten zu deren Unterstützung am besten alle Bäume roden, um freie Schusslinie zu haben. Dann haut der Wolf auch von ganz alleine ab. Der Mensch hat dann noch mehr Fläche für lebendes Fleisch zum schlachten und die Bäume braucht er zum Autofahren ja auch nicht! MfG

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da_pheles 03.03.2019, 10:51
11. mal ehrlich...

dass der Wolf sich immer weiter in deutsche Wälder ausbreitet war lange bekannt. Dass es sich nicht um süße und zahme Tierchen handelt auch. Da in den Wäldern keine großen Tatbestände existieren, die die Existenz von freilebenden Wolfsrudeln rechtfertigt, war es nur eine Frage der Zeit, wann sich die Tiere an Nutzvieh ranmachen. Mich wundert es schon sehr, wie schlecht vorbereitet sich die Politik nun gibt. Das Szenario von heute hätte man schon vor Jahren vor Augen haben können.

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nadennmallos 03.03.2019, 10:58
12. Generell: Jedes wilde Tier ist ein bequemer Jäger, denn ...

Zitat von lupo44
Der freilebende Wolf ist ein Jäger .Leider ist er auch ein Bequemer Jäger.An ein ausgewachsendes Wildschwein geht er nicht ran.Und davon haben wir leider mehr als genug.Diese Tiere im Rottenverband machen jedes Jahr einen großen Schaden in Flur und Garten.Zurück zum Wolf seine Bequemlichkeit läßt ihm einfach in Herden von Schafen,Ziegen und nun auch Pferden eindringen um diese zu töten. Wir haben wohl derzeig eine hohe Anstiegzahl zur Kenntnis zu nehmen bei den Wölfen. Keine Feinde,gutes Futter und die Population ist enorm.Es wird zur Plage eines Tages.Der Mensch soll den Wolf nicht ausrotten aber seine Anzahl auf ein vertretendes Mass halten.Das ist alles!!! Und das ist richtig.Denken wir dabei auch an Kinder und Alte Bürger die sich auch in den Wald wagen dürfen ohne Angst.Deshalb muß der Schutz an erster Stelle stehen gegenüber den Wolf.
.... leichte Beute bedeutet weniger Kalorienverbrauch, weniger Verletzungsgefahr. Warum also Wildschwein, wenn es ein Schaf in der Nähe gibt?! Ökonomisches Verhalten macht Sinn, gerade in der Wildnis. Wildschwein kommt erst in Frage, wenn man im Rudel jagt und auch da, wird man das schwächste Tier aussuchen. Der Wolf ist nicht zuständig für die Regulierung der Wildschweinpopulation. Sicherlich besteht eine Gefahr für den Menschen, aber eine geringe. Würden Sie in Wyoming leben, hätten Sie unter Umständen einen Grizzly in der Nachbarschaft, das allerdings wäre ernster. Auch wenn der Ihnen meistens aus dem Weg geht, der wittert Sie ( änlich dem Wolf) schon deutlich früher, als Sie überhaupt ahnen. In unseren Breiten werden Sie eher von einem Raser platt gefahren, als von einem Wolf verletzt. Die Hysterie greift in der BRD langsam aber sicher um sich (Lol). Und für die Schafe, Rinder gibts Hütehunde ( z.B. Kangals). Zum Schluss die allseits bekannte, aber gern verdrängte Wahrheit: Das effektivste Raubtier im Ausrotten anderer Spezien sind wir. Unangefochten stehen wir einsam an der Spitze.

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uhrentoaster 03.03.2019, 11:00
13. Wölfe

Offensichtlich haben viele Menschen Angst vor Wölfen. Wer weiss, wie Wölfe ticken, hat keine Angst vor ihnen. Ich habe jedenfalls keine Angst vor Wölfen. Leider wird in der Schule dieses Wissen nicht vermittelt. Alles reine Panikmache und typisch "German Angst".

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salomon17 03.03.2019, 11:15
14. Wölfe sind intelligent, ...

... sie verlieren ihre Scheu vor Menschen, wenn sie nicht bejagt werden. Spätestens wenn das erste Kind angegriffen wurde, wird das Geschrei groß sein und die erneute Ausrottung des Wolfes wird diskutiert werden. Intelligenter Naturschutz bedeutet, dass der Wolf zwar in Deutschland seinen Platz hat, er aber durch gezielte Bejagung lernt, dass Menschen gefährlich sind. Nur dann wird er sich von Menschen fern halten.

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harronal 03.03.2019, 11:19
15. Da Sie geflissentlich verschweigen,..

Zitat von charly05061945
Endlich mal eine Politikerin (und das von der SPD!) die versucht ohne Schaum vor dem Mund sich dieses Problemes sachlich anzunehmen. Bei uns in der Gegend (Dörverden/Nds) gibt es das sogenannte "Wolfscenter" in dem Wölfe in einem Zwinger ("Gehege") gehalten werden. Ist das noch "artgerechte Haltung" und falls nein wo bleibt der Aufschrei der selbsternannten Tierschützer von BUND, PETA und Co. die sich gerne über Tierhaltung in Zoo und Zirkus das Maul zerreissen? Wurde hier schon eimal von den betreffenden Damen und Herren Anzeige erstattet?
...dass die im Wolfscenter Dörverden beheimateten (sic!) Wölfe alle von menschlicher Hand aufgezogen wurden, geht es Ihnen so wie Frau Schulze offensichtlich nicht um eine sachliche Diskussion über den erleichterten Abschuss von in freier Wildbahn groß gewordenen Wölfen, sondern um das Bedienen diffuser Ängste in Wählerkreisen.

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gastundredner 03.03.2019, 11:28
16. Qui bono

Der Wolf nützt besonders den hauptamtlichen Wolfschützern. Auf diese und die dazu gehörende Verwaltung entfallen mindestens 3/4 aller Kosten für den Wolf. Also sollte diese als befangen gar nicht mitreden dürfen. Und die selbsternannten Naturschützer, zumeist in der Stadt zuhause, ohne Garten, mit SUV zum Demeterhof, sollen sich doch einfach mal ein paar Schafe anschaffen und diese in einem Wolfsgebiet als Hobby halten. Wer ist denn näher an der Natur als Bauern und Schäfer ? Was will denn denen ein wohlbestallter Oberstudienrat in A14 erzählen, der mit 58 in Frühpension geht ?

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sm.kw 03.03.2019, 11:33
17.

Zitat von jufo
Unglaublich, dass offenbar Menschen Wölfe füttern, wie sie diese interessant finden. Das nimmt den Wölfen die Scheu mit unabsehbaren Folgen. Aber das ist auch eine Folge davon, dass Wölfe von Naturschützern als harmlos dargestellt werden und es stellt sich immer mehr heraus, dass Naturschützer irrren. Wölfe überwinden Absperrungen und töten auch größere Tiere. Das hätte laut Naturschützern nicht passieren sollen. Was passiert in Zukunft noch? Mir sind Schafe lieber als Wölfe.
Und wieder taucht das Märchen vom bösen Wolf auf. Der Wolf soll abgeschossen werden, weil er durch unser Zutun seine Scheu vor den Menschen verloren hat. Das Problem sind doch hier die Wildtierfütterer. Jeder holt sich seine Nahrung dort, wo sie am bequemsten zu beschaffen ist. Wildschwein, Wolf und Mensch. Oder tingelt jemand von Bauernhof zu Bauernhof statt im Supermarkt einzukaufen? Solange wie jedes Fleckchen Erde für uns beanspruchen, wird es immer wieder "Problemtiere" geben. Vielleicht sollten wir dabei mehr an die "Problemmenschen" denken, ob dann Abschuss eines ganzen Rudels auch die Lösung ist?

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RobertKless 03.03.2019, 11:35
18. Herdenschutz statt Schießen

Am sinnvollsten: präventiver flächendeckender Herdenschutz - dann lernen Wölfe überhaupt erst nicht, Nutztiere als Nahrungsquelle zu bevorzugen. Und hier ist insebsondere Ministerin Klöckner gefragt; insebondere extensiv wirtschaftende Widetierhalter müssen besser unterstützt werden, denn sie leisten eine wichtige Aufgabe beim Arten- und Naturschutz!

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Aberlour A ' Bunadh 03.03.2019, 11:36
19. und ein greifbares Feindbild!

Zitat von da_pheles
dass der Wolf sich immer weiter in deutsche Wälder ausbreitet war lange bekannt. Dass es sich nicht um süße und zahme Tierchen handelt auch. Da in den Wäldern keine großen Tatbestände existieren, die die Existenz von freilebenden Wolfsrudeln rechtfertigt, war es nur eine Frage der Zeit, wann sich die Tiere an Nutzvieh ranmachen. Mich wundert es schon sehr, wie schlecht vorbereitet sich die Politik nun gibt. Das Szenario von heute hätte man schon vor Jahren vor Augen haben können.
Der Wolf hat als regulativ für das Ökosystem Wald wichtige Funktionen. Durch Wölfe wird das pflanzenfressende Wild im Wald vitaler, d.h. muss raus aus der Komfortzone. Wichtig für die Verjüngung des Waldes, da inaktives Wild jeweils kleinräumig alle sich bildenden Jungtriebe abfrisst. Und wenn man vitaler wird, gibt's auch eine faire Chance für Pflanzenfresser gegen Fleischfresser. Selbst das zurückbleibende Aas übernimmt im regulativ eines gleichgewichtigen Ökosystems wichtige Funktionen, die bei reiner Bejagung durch unsere Waidmänner nicht enstehen.
Wir leben nicht mehr im Mittelalter, wo ein einziges Schaf oder Rind im Besitz einer Familie für die Existenz lebensnotwendig war. Was bei einem Riss durch Wölfe eben existenzbedrohend war. Heute gibt's eine finanzielle Entschädigung bei einem nachgewiesenen Wolfsriss. Eine friedliche Koexistenz von wilden Tieren und Menschen muss möglich sein, denn eine Welt, aus der sämtliche Wildtiere verschwunden wären, wäre eine verdammt armselige Welt. Friedliche Koexistenz heißt auch: Wölfe haben in der Nähe von Kindergärten nichts zu suchen. Aber anstatt hysterisch zu reagieren, sollte man der Bevölkerung, nachdem wieder Wölfe durch die Lüneburger Heide streifen, Tipps geben, wie man sich richtig verhält und vereinzelte Tiere innerorts wieder vertreibt. Oder zuhören was Profis, wie Vollzeitschäfer Holger Benning von der Schäferei Wümmeniederung in der Lüneburger Heide sagen, der bis jetzt kein einziges Schaf an Wölfe verloren hat: "Dort, wo vernünftige Hunde stehen, ist das Risiko zumindest gering." Hier ein Interview mit ihm, unbedingt lesenswert: (https://www.almonature.com/de/blog/familie-benning/).
Benning:
"Wenn jeder Flächeneigentümer unsere Dienstleistung angemessen bezahlen würde und wir für unsere hochwertigen regionalen Lebensmittel angemessene Preise erzielen würden, hätten wir nicht Jahr für Jahr existentielle Sorgen und etwas Planungssicherheit.
Der Wolf ist nur der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt und ein greifbares Feindbild!".

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