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"Lex Wolf": Umweltministerin Schulze will Abschüsse von Wölfen erleichtern
DPA

Wölfe reißen in Deutschland immer häufiger Schafe und Ziegen, zuletzt auch Rinder und ein Pferd. Laut einem Medienbericht will Umweltministerin Svenja Schulze die Kriterien für einen Abschuss herabsenken.

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mhwse 03.03.2019, 14:35
40. steinzeitlich ..

Zitat von Corona17
Ihr Beitrag ist ein Bespiel dafür, wie die Diffamierung eines politischen Gegners à la AfD funktioniert. Sie schreiben: Und die selbsternannten Naturschützer, zumeist in der Stadt zuhause, ohne Garten, mit SUV zum Demeterhof, sollen sich doch einfach mal ein paar Schafe anschaffen und diese in einem Wolfsgebiet als Hobby halten. Wer ist denn näher an der Natur als Bauern und Schäfer ? Was will denn denen ein wohlbestallter Oberstudienrat in A14 erzählen, der mit 58 in Frühpension geht ? Zitatende. Da wird vollkommen faktenfrei das Bild eines ignoranten Städter gezeichnet. Argumente, die für die eigene Position sprechen, oder die des Gegenübers inhaltlich oder logisch entkräften, nennen Sie nicht. Über die Gründe dafür kann man nur spekulieren. Haben Sie vielleicht gar keine Vorstellung von Aspekten, die die Debatte voranbringen?
seit der Steinzeit lebt der Mensch nun nicht mehr von der direkten Jagd - sonder betätigt sich als Gentechniker - aka. Landwirt.

Von da aus geht es direkt in die These "von Nützlingen und Schädlingen". (wie weit das der Naturalismus bringen kann - ist hinlänglich bekannt und bedarf keiner weiteren Ausführung).

Der Mensch kann die Gentechnik gar nicht mehr verteufeln - weil es ohne die Kenntnisse der Landwirte - wie man bestimmte Gene aktiviert - deaktiviert gar keine moderne Gesellschaft gäbe - die Vorfahren wären längst bei der Jagd verhungert ..
(der Wolf, etc. mag ein erfolgreicher Jäger sein - der Kalorienbedarf des Menschen kann von Jagd only - nicht gedeckt werden ..)

Schlussfolgerung: Wenn uns (namentlich nicht so bezeichnete) Gentechnik der Steinzeitmenschen zu dem gebracht hat was wir sind - bleibt nur eins:
eine moderne Methode der Gentechnik - die von der Natur dann entkoppelt unser Nahrung sicher stellt - und Wal, Hai und Wolf etc. langfristig schützt ..
Auf eine "natürlich Regulation" durch Impfverzicht z.B., Hungersnöte + Kriege (in Folge) - würde ich gerne verzichten.

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pia6080 03.03.2019, 14:54
41. Wolfsbestand in Deutschland an die Tragfähigkeit des Habitats anpassen

Die Äußerung von Frau Schulz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings kann ich das erst glauben, wenn auch Taten folgen. Die zeitnahe Anpassung des BNatSchG ist der erste Schritt. Die ebenso zeitnahe Durchführungsverordnung für die Naturschutzbehörden der nächste. Wenn es für den Abschuss des nächsten Wolfes wieder 40 nachgewiesene Risse und unzählige nicht nachgewiesene oder erst gar nicht gemeldete braucht, ist die Ankündigung lediglich ein Ausweis für die Handlungsunfähigkeit der Politik auf aktuelle Probleme und das Papier nicht wert, auf dem sie steht.

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Corona17 03.03.2019, 14:56
42. Fakten

1. Der Wolf ist keine Seuche. Stimmen, die jetzt nach Abschüssen rufen wie nach einem Kammerjäger, erkennen den prinzipiellen Unterschied zwischen Wolfsbestand und Kakerlakenbefall nicht.
2. In Deutschland gibt es keine Wildnis mehr. Wer einen Forst von einem echten Wald nicht unterscheiden kann, versteht auch nicht den Unterschied zwischen Kulturlandschaft und Wildnis. Wölfe sind nun mal aber wilde Tiere, wo sie das nicht sind, heißen sie Hunde. Das heißt aber, dass Wölfe die Wildnis als Lebensraum brauchen.
3. Wenn unsere Gesellschaft den Wolf will, muss sie ihn mit der Aufgabe von großräumigen Teilen von Kulturlandschaft zu Gunsten echter Wildnis bezahlen. Dann könnten auch wieder der Bär und andere folgen.

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neue Legislaturperiode 03.03.2019, 15:02
43. Ungleichgewicht

Die Menschen, die Wölfe füttern, sollten hart bestraft werden. Den Wölfen sollten Rehe und Wildschweine gelassen werden, damit sie nicht auf Haus- und Nutztiere zurückgreifen müssen. Gerade auch Wildschweine werden gern mal zurück geschossen.

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outsider-realist 03.03.2019, 15:05
44. Das Kind

Zitat von salomon17
... sie verlieren ihre Scheu vor Menschen, wenn sie nicht bejagt werden. Spätestens wenn das erste Kind angegriffen wurde, wird das Geschrei groß sein und die erneute Ausrottung des Wolfes wird diskutiert werden. Intelligenter Naturschutz bedeutet, dass der Wolf zwar in Deutschland seinen Platz hat, er aber durch gezielte Bejagung lernt, dass Menschen gefährlich sind. Nur dann wird er sich von Menschen fern halten.
Natürlich muss wieder das Kind herhalten. Was hat ein Kind alleine im Wald verloren?

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wettersbach 03.03.2019, 15:14
45. zwei Kangal bei jeder Herde und das Problem ist erledigt

Zitat von fleischwurstfachvorleger
Der Wolf ist strengstens in der EU geschützt. Viele Risse werden dem Wolf untergeschoben, wurden aber von Hunden verursacht. Hütehunde und entsprechend hohe Zäune würden Hund und Wolf abhalten. Will man aber nicht flächendeckend. Jagdlobby und Bauernverband bedienen sich mal wieder erfolgreich der Politik.
Zwei Kangal- Hütehunde bei jeder Schafherde und kein Wolf wagt sich in die Nähe. Der große anatolische Kangal wird seit Jahrhunderten in wolfreichen Regionen wie Südosteuropa und der Türkei als Hütehund gezüchtet. Auch bei uns wird er als Haustier gehalten. Da wagt sich kein Wolf in die Nähe der Herde, wenn diese riesigen, starken Hunde die Schafe bewachen. Man sollte den Schafzüchtern bei der Anschaffung dieser Hunde finanziell helfen. Dann braucht man auch keine teuren Zäune, die nicht immer die Wölfe abhalten.

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Haudegen 03.03.2019, 15:26
46. Das müssen Sie dem Wolf sagen!

Zitat von IngoLars
Ich als Jäger frage mich, wer denn den Wolf abschießen soll? Wenn er nicht im Jagdrecht ist, wird sich kein Jäger dafür finden lassen. Das geht schon aus versicherungstechnischen Gründen nicht, selbst wenn man eine Genehmigung von der Behörde dafür bekommt. Bleiben nur noch die Förster. Die haben aber eigentlich kein Interesse daran, da der Wolf ja das Schalenwild dezimiert, was die in ihrem Wald aufgrund von Verbissschäden sowieso am liebsten ganz draußen hätten. Mich nervt diese ganze Diskussion. Sind wir nicht bestens 100 Jahre ohne den Wolf ausgekommen? Warum müssen Schäfer und Bauern um Ihre Existenz bangen nur weil ein paar urbane Naturromantiker etwas in unseren Wäldern haben wollen, mit dem sie sich im täglichen Leben niemals auseinander setzen müssen? Auch frage ich mich, warum das ganze dann noch vom Steuerzahler bezahlt werden soll?
Denn der ist nun mal wieder in Deutschland eingewandert - die "Naturromantiker" hat er nicht gefragt! Ob Letztere den nun hier haben wollen oder nicht ist dem Wolf auch egal - glauben Sie mir das. MfG

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zaunreiter35 03.03.2019, 16:06
47. Nein.

Also ich finde, das muss nicht sein.
Das kann man doch auch versicherungstechnisch regeln, wenn Schafe und Ziegen gerissen werden. In unserer Vollkasko-Gesellschaft können doch Schäfer und Bauern auch gegen Tierriss geschützt werden, ohne dass gleich alle Wolfsrudel eliminiert werden.
Da würde ich dann eher Abschussprämien gegen Waschbären einführen. Die gibt es doch in Massen, wie z.b. um den Edersee in Nordhessen herum.

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MatthiasPetersbach 03.03.2019, 16:27
48.

Zitat von Ezechiel
Ich wohne in einer der waldreichsten Kommunen der BRD. Im Forst entstehen Schäden in Millionenhöhe wegen der Überbestände an Wild. Die Jagdpächter sollen seit 3 Jahren mit Nachlässen bei der Jagdpacht dazu gebracht werden, die Wildbestände nach und nach auf das vorgeschriebene Maß zu reduzieren. Schon jetzt ist zu sehen, dass dies nur zum Teil funktionieren wird, weil einige Pächter die Jagdbestände hoch halten wollen, damit zur Jagd eingeladene Geschäftspartner und Freunde Abschüsse sicher haben. Deshalb …. her mit dem Wolf.
Nun ja, geschossen wird viel. Bei den Schweinen mehr als jemals.
https://www.jagdverband.de/jagdstatistik

Die Problematik - abseits von Jagdeinladungen - ist leider, daß man die Tiere (insbesonders Wildschweine) schlecht kriegt und auch keine Reduktion hinkriegt. Ob das an der ART der Jagd liegt, vermute ich, kann das aber mangels fundiertem Wissen darüber nicht absolut behaupten. An den traumhaften Lebensbedingungen der Tiere liegts natürlich auch.

Und die zweite Problematik ist eben, daß der Wolf was ganz anderes tut als ausgerechnet Wildtiere zu jagen. Der ist ja nicht blöd. Der ist da keine Lösung.

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mundusvultdecipi 03.03.2019, 16:33
49. Sie zahlen doch..

Zitat von IngoLars
Ich als Jäger frage mich, wer denn den Wolf abschießen soll? Wenn er nicht im Jagdrecht ist, wird sich kein Jäger dafür finden lassen. Das geht schon aus versicherungstechnischen Gründen nicht, selbst wenn man eine Genehmigung von der Behörde dafür bekommt. Bleiben nur noch die Förster. Die haben aber eigentlich kein Interesse daran, da der Wolf ja das Schalenwild dezimiert, was die in ihrem Wald aufgrund von Verbissschäden sowieso am liebsten ganz draußen hätten. Mich nervt diese ganze Diskussion. Sind wir nicht bestens 100 Jahre ohne den Wolf ausgekommen? Warum müssen Schäfer und Bauern um Ihre Existenz bangen nur weil ein paar urbane Naturromantiker etwas in unseren Wäldern haben wollen, mit dem sie sich im täglichen Leben niemals auseinander setzen müssen? Auch frage ich mich, warum das ganze dann noch vom Steuerzahler bezahlt werden soll?
..die Subventionen für Schäfer(meist Hobby)und Bauern auch mit Ihren Steuergeldern

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