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"Lex Wolf": Umweltministerin Schulze will Abschüsse von Wölfen erleichtern
DPA

Wölfe reißen in Deutschland immer häufiger Schafe und Ziegen, zuletzt auch Rinder und ein Pferd. Laut einem Medienbericht will Umweltministerin Svenja Schulze die Kriterien für einen Abschuss herabsenken.

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chasseur 04.03.2019, 12:37
70. Falsch gerechnet

Zitat von NeugierX
Tja Frau Schulze, es gibt weiterhin keinen funktionierenden Herdenschutz. Und ohne Regulierung der Wölfe, werden Weidetiere solange Beute sein, bis sie flächendeckend in Wolfsgehegen eingezäunt sind. Entspr. der Berechnungen des LfL Bayern wird das bundesweit Milliarden kosten, künftig also Millionen je Wolf. Dieser nun anstehende Landschaftsumbau durch Aufgabe von auf Beweidung angewiesenen vernetzten Biotopen, und die Zerschneidung von Habitaten durch Zäune, wird Tausende bedrohter Arten ausrotten. Eine schwedische Studie hat das längst belegt. Allein das beweist, dass von deutschen Natur- o. Tierschützern o. sog Experten keine Rede sein kann. Leute, die so etwas befürworten, gehören nicht in Politik, BfN o. als Missionar in Medien und Schulen. Und reicht es nicht, dass diese es bisher geschafft haben, Gesellschaft, Medien und einige Parteien für ihr persönliches Idol-Tier falsch zu beraten? Die berufen sich auf eine eigennützige BfN-Vorschrift die sie selber installiert haben, um Akzeptanz zu schaffen. Akzeptanz für ein nicht bedrohtes aber so kontraproduktives Tier. FFH-Anhang 2 und 4 und BNatSchG müssten aber wie in anderen EU-Ländern aussehen. So hat z.B. Skandinavien Natur und doch ein Bestandslimit bei 400. Schon komisch, dass alle anderen Länder ganz anders handeln als Deutschland. Von der franz. Studie J.M. Moriceau, die 2017 10 000 Tote als 15 % des Gesamtgeschehens vor der Ausrottung dokumentiert hat, gleich mal ganz zu schweigen.
Da sich der Wolfsbestand innnerhalb von ca 3 Jahren verdoppeln wird, werden die Kosten natürlich pro Kopf sinken . 2019 = ca 1000 Wölfe , 2022 = ca 2000 Wölfe .

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IngoLars 04.03.2019, 13:15
71. da fällt mir noch was "nettes" ein...

wenn der Wolf so behandelt werden könnte wie der Hund, so hatten Sie es ja eingangs geschrieben, könnte ich den ja eigentlich beim Wildern auch abschießen? So ist es zumindest wenn Hunde im Wald dem Wild nachstellen. :-) Da wären alle Probleme schon gelöst!

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NeugierX 04.03.2019, 14:15
72. Fehlen Informationen?

@chasseur, Kommentar 70:
Ihre Ironie ist nicht klar.
Sollte es Ihnen wirklich nicht einmal passen, dass "mehrere Milliarden Euro durch mehrere Tausend Wölfe geteilt = Millionen Euro je Wolf" ergeben wird, dann wäre es auch gleich an der Zeit, dass man Ihnen erklärt, warum im 20 Jahrhundert fast keine Opfer in Europa vorkamen, obwohl z.B. gegen 1700 sogar bis zu 450 Franzosen jährlich starben (siehe NZZ vom 18.8.2014):

Es ist lediglich darauf zurückzuführen, dass der damalige geringe Wolfsbestand auf unzugängliche Rückzugsgebiete beschränkt war, wo die europäischen Wölfe überlebten. Länder mit diesen Rückzugsräumen halten ihren Bestand auch heute weiter niedrig, legal wie illegal.
Die Wölfe die sich nun in unserem einmalig dichten Siedlungsgebiet vermehren, finden zunächst noch große Überbestände an Wild vor und sind immer satt, sodass Beutereflexe bei Kindern, Joggern und Radlern noch ausbleiben.

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