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Liebe und Scheidung: Wenn Gefühle zur Gefahr werden
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Die Regierung denkt darüber nach, das Sorgerecht für Geschiedene endlich zu modernisieren. Das ist gut so - erfordert aber auch, dass wir mit einem von Romanciers und Werbung genährten Irrglauben aufräumen.

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stagedoor 10.02.2019, 20:34
10. Bescheid wissen

Ich muss es wissen, denn wir praktizieren es. Das sogenannte, und unzutreffend beschriebene "Wechselmodel". Seit 4 ein halb Jahren. Unsere Tochter entwickelt sich gut. Scheint sehr glücklich zu sein, auch in der Schule. Sie hat 2 Lebensmittelpunkte. Verrückt oder? So etwas kennen wir Erwachsene so gar nicht. Ein Einwand lautet: "halbwegs kühler Kopf". Mein Argument lautet: den braucht man immer. Auch und ich behaupte noch mehr, wenn das Kind, leider zumeist den Papa, nur alle 14 Tage sieht. Wenn es selbstverständlich für die Eltern ist, das 2Zuhausemodell, kann es dies für das Kind auch sein. Im Sinne von Genuss des Jetzt und Vorfreude auf das Danach. Für alle Beteiligten. Nur Mut. Mit Verantwortung beider Elternteile. Da brauchen wir reife Mütter, die nicht so weit verbreitet sind, wie man dachte und ebensolche Väter, die stärker vertreten sind als manche glauben wollen. Kontinuität, wie ein Vorredner schrieb , ist lebenswichtig. Hauptsächlich in Bezug auf unsere Beziehungen. So kann das Kind weiterhin gestärkt werden durch beide Elternteile. Es ist eine große Illusion zu glauben alles sei gut wenn das Kind bei einem Elter verbleibt. Denn der andere stirbt dadurch einen Tod. Und das Kind mit. Im Übrigen findet man auch bei funktionierenden Familien den einen oder anderen Abgrund. Da ist so ein Ende der Paarbeziehung segensreich. Mit Luft dazwischen die Wohnräume betreffend kann das gut klappen. Kurzum: Kinderrechte stärken, Väterrechte stärken, die Arbeit beider Eltern würdigen und bewusst wertschätzen.

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elibobo 10.02.2019, 20:37
11. Das Pendelmodell

setzt voraus, dass die Eltern am gleichen Ort wohnen bleiben. So nah, dass die Schule von beiden Wohnungen aus gleich gut erreichbar bleibt. Viel Erfolg auf dem heutigen Markt! Oder beruflich bedingte Wohnortwechsel eines Elternteils verhindern ein solches Modell in vielen Fällen. Gute Idee, aber viele Hürden...

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nimby 10.02.2019, 20:42
12. Scheint so...

als müsste man den modernen Menschen auf Risiken und Nebenwirkungen einer Ehe wie bei einem Medikament oder einem Heißgetränk im Pappbecher hinweisen!
Geht’s noch?Werdet endlich erwachsen und steht zu euren Entscheidungen.Heiratet oder lasst es und lasst die Kinder nicht darunter leiden.Habe im Bekanntenkreis diverse Rosenkriege mitbekommen.Widerlich.Krieg um Winterreifen oder Wohnwagen und Besuchszeiten.Und den Mist muss man sich dann ständig von der einen oder anderen Seite anhören und immer ist dann der andere Schuld.Und wer leidet darunter?Die Kinder!

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carlitom 10.02.2019, 21:46
13.

Zitat von krautrockfreak
Pfarrer und der Standesbeamte nur schöne Worte reden, statt die Heiratskandidaten mal ehrlich aufzuklären, was sie da unterschreiben - einen knallharten Vertrag, der einen ein Leben lang die Freude am Leben vergällen kann, weil man plötzlich einen Menschen versorgen muss, mit dem man eigentlich nichts meht zu tun haben möchte. Der Staat ist fein raus und lacht sich eines... dafür gab es als "Belohnung" vorher ja den Steuervorteil....
Meine Güte, müssen Sie frustriert sein. Das nächste Mal einfach einen Ehevertrag oder am besten der Weiblichkeit gleich ganz fern bleiben, dann kann Ihrem angekratzen Ego nichts mehr passieren.

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Lykanthrop_ 10.02.2019, 21:48
14.

Da ist wohl viel Wahres dran Herr Stöcker.
Zum Familienrecht habe ich im Rosenkrieger Artikel unter Karrierespiegel auch schon viel geschrieben.
Auf Bento wird aktuell argumentiert Männer sollten für den Feminismus sein, weil der Feminismus sie vom Druck des Ernährermodells befreit und mehr soziale Zeit verschafft. Ich frage mich wie Feministinnen dazu stehen, fördern sie eine Modernisierung des Familienrechts, die Gleichstellung von Mütter und Väter und die Beseitigung der asymmetrischen Machtposition der Mütter ?

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jufo 10.02.2019, 21:51
15. #4 stimmt, man sollte über die Kinder nicht so verfügen

Kinder brauchen nach meiner Erfahrung ihr Umfeld, ständiges Wechseln kann dies schwierig machen. Ich fand auch in dem Artikel den Plan komisch, wann die Kinder wo zu sein haben, das geht so über die Kinder hinweg. Das hängt aber natürlich auch vom Alter der Kinder ab, irgendwann wollen die aber mitreden und dazu haben sie ein Recht. Sie haben sich die Trennung nicht ausgesucht, müssen aber mit den Folgen klarkommen. Grundsätzlich glaube ich, dass die Kinder nach der Trennung eine Hauptbezugsperson haben und die kann auch wechseln aber zu glauben man könne Kinder aufteilen wie den Kontostand wird den Kindern nicht gerecht denke ich. Trennungen sollte man sich also sehr gut überlegen, sie sind absolut die Ultima Ratio.

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s.l.bln 10.02.2019, 21:56
16. Das Wechselmodell...

...existiert bereits,für alle die es wollen. Das praktizieren wir seit vielen Jahren Und unsere Kinder freuen sich drüber. Auch eine Scheidung kann komplett schmerzfrei verlaufen, wenn man sich einig ist.
Natürlich ist eine staatliche Initiative zur Modernisierung zu begrüßen, aber letztlich ist der Staat machtlos, wenn verletzte Egos nach gescheiterten Beziehungen Kinder zur Kriegsbeute machen, ohne Rücksicht auf Verluste.
Was ich da im Bekanntenkreis erlebt habe, ist mit fehlender Zurechnungsfähigkeit nur unzureichend beschrieben.
Es spielt keine Rolle, was für Modelle der Staat etabliert. In der Realität führt der Zwang zur Kooperation zweier verfeindeter Elternteile u.U. zu noch schlimmerer Feindschaft, weil das Unrechtsbewußtsein oft fehlt.

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Panikpräsident 10.02.2019, 21:58
17. Sich scheiden lassen kann...

...trotzdem eine gute Idee sein.

Wenn es keine weiteren Beteiligten gibt gerne. Aber oft gibt es Kinder und die zahlen dann die Rechnung.
Die Überfrachtung einer Partnerschaft mit immer währender Liebe sorgt bei vielen dafür, dass sie dem perfekten Glück hinterher rennen anstatt zu erkennen wie toll das ist was sie haben.
Wie bei "Oh wie schön ist Panama"
Traurig

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cremuel 10.02.2019, 22:03
18.

Deprimierender Text, deprimierende Kommentare.
Ihr wollt Euch alle nur gegenseitig darin bestärken, irgendwas zwischen unmündigem Kind und verzagter Verkalkter sein und bleiben zu dürfen.
Ich habe schon viele Typen den Quatsch von der angeblich kommerziellen, unrealistischen romantischen Liebe erzählen hören. Meistens sind sie zu geizig zum Blumenschenken und zu eitel, einen Partner überhaupt wahrnehmen zu können.
Werft Eure Angst beim richtigen Menschen weg und Ihr werdet vielleicht aufgefangen! Versicherungsvertreter-Logik hat noch Keinen glücklich gemacht.

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Lykanthrop_ 10.02.2019, 22:04
19.

Zitat von jufo
Kinder brauchen nach meiner Erfahrung ihr Umfeld, ständiges Wechseln kann dies schwierig machen. Ich fand auch in dem Artikel den Plan komisch, wann die Kinder wo zu sein haben, das geht so über die Kinder hinweg. Das hängt aber natürlich auch vom Alter der Kinder ab, irgendwann wollen die aber mitreden und dazu haben sie ein Recht. Sie haben sich die Trennung nicht ausgesucht, müssen aber mit den Folgen klarkommen. Grundsätzlich glaube ich, dass die Kinder nach der Trennung eine Hauptbezugsperson haben und die kann auch wechseln aber zu glauben man könne Kinder aufteilen wie den Kontostand wird den Kindern nicht gerecht denke ich. Trennungen sollte man sich also sehr gut überlegen, sie sind absolut die Ultima Ratio.
Es gibt Studien die das Gegenteil belegen. Unter Eltern-Kind-Entfremdung leiden besonders die Kinder, die nur eine Hauptbezugsperson haben.
Das heißt nicht, dass man die Zeit 50-50 Minutengenau aufteilen muss oder dies entgegen des Kindeswohls geschehen soll, aber es heißt, dass es förderlich ist, wenn es zwei gleichwertige Elternteile gibt.
Das Problem ist, dass viele Mütter um ihr Hauptbezugspersonsmonopol fürchten, bei vielen Müttern wäre das ein Verlust von Macht und Selbstwertgefühl.

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