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Lion-Air-Unglück: "Die Piloten haben bis zum Ende gekämpft"
REUTERS

Mehr als zwei Dutzend Mal zogen die Piloten die Nase der Boeing 737 nach oben - dann verloren sie die Kontrolle: Nach dem Lion-Air-Unglück liegen laut "New York Times" nun die Daten des Flugschreibers vor.

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weroc 27.11.2018, 23:35
1. Informatik 2.Semester

Da lernt man wie man richtig dokumentiert und welche Fehleranalysen durchzuführen sind. Spätestens im 3. Semester. Boeing sollte die verantwortlichen Manager entlassen, den hier wurde offensichtlich nicht genug Wert auf die Testphase gelegt.

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bluebill 27.11.2018, 23:41
2. na super.

Da wird Software, die offenbar nicht ausgetestet ist, einfach eingebaut und laufen gelassen. Ohne die Piloten zu informieren oder garzu schulen.
Vermutlich war dafür keine Zeit, weil das Produkt zum Zeitpunkt X unbedingt zur Verfügung stehen musste. Wie leider so oft. Fehler eerden später per Update korrigiert.
Was bei PC-Software ärgerlich ist, kostet im Flieger Menschenleben. Da sollten die Verantwortlichen schon überlegen, was wichtiger ist, ein eingehaltener Termin oder solide Sicherheit.

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swandue 27.11.2018, 23:42
3.

Wäre jetzt interessant zu wissen, wie umfangreich die Handbücher sind und an welcher Stelle wie über diese Änderung informiert wird. Kann man sicher davon ausgehen, dass das jeder zur Kenntnis nimmt oder muss auf wesentliche Änderungen zusätzlich in anderer Form hingewiesen werden?

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berlinger22 28.11.2018, 00:07
4. Im Handbuch nachsehen

Es wird ja wohl ein Manual dieses Musters aufzutreiben sein, zumal diese meines Wissens auch beim Luftfahrt Bundesamt LBA in Braunschweig freigegeben sind. Also her mit der Kopie: Wird das MCAS-Modul beschrieben oder nicht? Ist ein Notverfahren bei Fehlfunktion beschrieben? Falls ja, mangelte es an der Weiterbildung der Piloten. Falls nein, müssen einige Leute von Boeing und von der US-Zulassungsbehörde FAA auf die Anklagebank.

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lotharbongartz 28.11.2018, 00:53
5. Ganz einfach schlechte Software

Die Software darf auch bei fehlerhaften Sensoren nicht zum Absturz führen. Es gibt Simulatoren für die Piloten. Auch die Software sollte Simulationen mit defekten Sensoren überstehen. Fehlererkennung und -behandlung sollten bei einem solchen System mindestens soviel Aufwand zukommen wie der Kernsoftware.

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quark2@mailinator.com 28.11.2018, 02:09
6.

Wir nehmen Automatisierung, weil Menschen fehlerhaft sind. Und dann stellt sich raus, daß die Menschen, die die Automatisierung machen, ebenfalls fehlerhaft sind. Ich frage mich immer, warum es nicht vorn in der Mitte einen großen roten Schalter gibt, der im Prinzip sagt - "Alles auf neutral und der Pilot fliegt so direkt wie möglich". Allerdings ist ein völlig auf "Nase runter" getrimmtes Flugzeug auch nur zu retten, wenn die Piloten halt dran denken und die Trimmung zurückführen. Die verzweifelten Jungs im Cockpit tun mir leid. Die Passagiere und all die Angehörigen natürlich auch.

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Romulus 28.11.2018, 04:40
7. Blinder Technikglaube

hat schon immer zu Unglücken schweren geführt. Wenn die Piloten nicht mehr in der Lage sind, eine Verkehrsmaschine manuell und ohne Fluglageautomatik zu fliegen, dann reicht ein defekter Sensor und die Maschine stürzt ab. Wir sind noch weit weg vom vollautomatischen Fliegen ohne Piloten, auch wenn sich die Airlines dies wünschen. Das Gleiche gilt im Übrigen für das autonome Fahren. Auch dort wird es noch ein böses Erwachen geben, wenn hier allzu technikhörig entwickelt wird.

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ulrics 28.11.2018, 05:32
8. Tödliche Softwarefehler

Boeing dürfte hier viel Vertrauen verspielen, wer weiß ob nicht andere Abstürze, die noch ungeklärt sind auch auf Softwarefehler zurückzuführen sind. Aber Hinweis das etwas in einem Handbuch stünde reicht keinesfalls aus. Die Handbücher für so ein Flugzeug sind sicherlich nicht dünn.
Die Toten hätte es nicht gegeben hätte Boeing sauber gearbeitet. Man sollte sofort alle Maschinen sperren, wenn die Piloten nicht entsprechend ausgebildet sind.

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ElJefe 28.11.2018, 05:58
9. State of the art

Warum werden solche Produkte, die nicht nach State of the art entwickelt wurden, auf die Menschheit losgelassen? Weil die Zulassungsbehörden den State of the art selber nicht kennen. Das läßt Böses ahnen für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge.

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