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Lohnt sich Klimaschutz?

Gigantische Investitionen, kaum Nutzen: Wie sinnvoll ist der Versuch, die Klimakatastrophe aufhalten zu wollen?

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atair 24.09.2007, 12:12
1. auf alle Fälle: Die Frage ist nur - für wen...?

Zitat von sysop
Gigantische Investitionen, kaum Nutzen: Wie sinnvoll ist der Versuch, die Klimakatastrophe aufhalten zu wollen?
Wieso? Das Geld 'verschwindet' ja nicht im Nirwana --- das wandert nur in andere Taschen. Und für deren Besitzer lohnt es sich unbedingt...

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jomeier 24.09.2007, 12:27
2.

Der Klimaschutz lohnt sich. Z.B. für Al Gore mit seinem CO2-Zertifikate Hedgefond. Und für die Klimawissenschaftler, die bekommen im Dezember mal wieder eine schöne Reise nach Bali von den Stromkunden in den Industrieländern bezahlt. Auch lohnt es sich für Konzern-Projekte, die ohnehin durchgeführt würden (z.B. Staudammbauten, Verwertung vom Gas bei der Ölförderung usw.) die Zuschüsse aus dem CO2-Zertifikate - Handel mitzunehmen.

Für uns Bürger lohnt es sich nicht. Wir müssen das alles bezahlen.

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Albedo4k8 24.09.2007, 12:31
3. Lomborg mal wie immer kein Plan!

Das faengt schon in seiner Problemliste an (in der er mal wie immer die Zusammenhaenge der Probleme nicht kapiert).

Die Wasserversorung haengt ziemlich stark mit dem Klimawandel zusammen. Mehr Duerre, mehr Ueberschwemmungen, steigender Wasserspiegel damit Eindrinken von Meersalzwasser in das Suesswasserreservoir. All das wird Einfluss auf die Wasserversorgung haben.

Das mit dem Hunger dito
Krankheiten dito

Aber was unser Lomborg ueberhaupt nicht kapiert wie fast jeder Oekonom (leider) ist die Knappheit von Resourcen insbesondere auf dem Sektor der Energietraeger. Wenn man dort die falschen Weichen stellt dann ist es ziemlich bald aus!

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Ingeboorg 24.09.2007, 12:31
4. Prima Klima

Glasklar ist ja wohl, dass das ganze hysterische Klimageschrei nur die Taschen der Emissionshändler füllen soll. Sparen - ja. Solar- und Windenergie voll nutzen - ja. Aber alles andere ist rausgeschmissenes Geld.

Das Klima wandelt schon immer - mit und ohne MENSCH.

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LouisWu 24.09.2007, 12:41
5.

Zitat von sysop
Gigantische Investitionen, kaum Nutzen: Wie sinnvoll ist der Versuch, die Klimakatastrophe aufhalten zu wollen?
Es gibt keine Klima"katastrophe". Die Temperaturen werden sich ein wenig ändern, wie sie es in der Erdgeschichte schon häufig -und viel stärker- getan haben. Die Menschen haben Zeit genug, sich daran anzupassen, und es wird dabei wie immer Gewinner und Verlierer geben. Der Klima-Aktionismus steht in der schwachsinnigen Tradition der "Tut Buße!"- und "Das Weltenende ist nahe!"-Aufrufe, die es schon immer und zu allen möglichen (und unmöglichen) Anlässen gegeben hat.

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eridon25 24.09.2007, 12:48
6. Statistik und Glaubwürdigkeit

Die in dem Artikel enthaltene Annahme, dass eine Tonne emittiertes Kohlendioxid einen Schaden von 2 US$ anrichten werde, habe ich auch schon mal mit einer anderen Hausnummer gesehen.
Eine Studie von Allianz Group & WWF verwendet in ihrer Risikokalkulation die Hausnummer von 80 - 140 € pro tCO2. Welche Zahl die richtige ist, ist sehr schwer zu sagen.
Fest steht, dass man sich solche Angaben so "hindefinieren" kann, dass damit jede nur denkbare These gestützt werden kann.
Quelle: http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/p...nd_Finance.pdf (darin Seite 10, rechte Spalte).

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georgeskoch 24.09.2007, 12:53
7. Lieber warm, als kalt?

Professsor Lomborg möchte mehr Geld in die Erforschung neuer Energieträger stecken.
Wir haben einen begrenzten Vorrat an Erdöl und Erdgas.
Diese Vorräte liegen zu ihrem grösstem Teil in Ländern die entweder keine Demokratie haben und auch nicht haben wollen, oder in Ländern in denen Demokratie klein geschrieben wird.
Es gibt ein nicht unerhebliches Erpressungspotenzial, wie wir es schon ansatzweise erleben.
Also müssen wir den Verbrauch verteuern, damit sich technische Entwicklungen lohnen, die den Verbrauch senken.
Ausserdem müssen wir bereits vorhandene Techniken nutzen, wie zum Beispiel die Dämmung unserer Behausungen.
Die schützt sowohl vor Kälte als auch Wärme.
Ich mag es übrigens lieber etwas kühler.
Simple Problemlösung, ich ziehe etwas mehr an.
Ist es aber zu heiß, muss ich schwitzen oder mich ständig in klimatisierten Räumen aufhalten, was wiederum Energie kostet.

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Samtiger 24.09.2007, 12:57
8. Das darauf noch keiner gekommen ist

Zitat von Ingeboorg
Das Klima wandelt schon immer - mit und ohne MENSCH.
Menschen sind schon immer gestorben - wozu Medizin.
Sturmfluten gab es schon immer - wozu Deiche.
Und zum Thema des Threads:

Diese ganzen Betrachtungen sind Milchmädchenrechnungen.
Irgendwelche Detailkosten gegeneinder abzuwiegen ist bei einem derart globalen Einflussgröße wie dem Klima völlig sinnfrei. Wie bereche ich die z.B. die Folgekosten wenn 2 Millionen Menschen aus Bangladesch (s. die entsprechenden Artikel im Spiegel Online) umgesiedelt werden müssen ? Oder als unkonrolliere Völkerwanderung in die Nachbargebiete strömen ? Oder durch Grenzen gerade davon abgehalten werden müssen ?
Die öknonomisch billigste Lösung ist übrigens immer noch: die Menschen vor Ort sterben zu lassen.
Soviel zum Thema Ökonomie soll unser Handeln bestimmen.

Auch das Beispiel mit Wärmetote gegen Kältetote aufrechnen ist Unsinn. Klimawandel heißt eben nicht die Temperaturen verschieben sich in eine Richtung, heißt nicht es gibt mehr Wärme- und weniger Kältetote. Klimawandel bedeutet Wärme- und Kälteperioden werden extremer; also kann es auch gleichzeitig mehr Wäre und Kältetode geben.
Ich kann nicht glauben, daß das dem Author nicht klar ist, aber anscheinend geht es ihm mehr darum eine Meinung und ein Buch zu verkaufen, als wissenschaftlich zu argumentieren.

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demut 24.09.2007, 13:00
9.

Ich finde gut, dass ausnahmsweise ein Forscher mal nicht mit Angst argumentiert hat, um damit seine eigenen Forschungsgelder zu sichern.

Was die Investition in den Klimaschutz angeht, so geht es um ein Abwägen der Kosten gegen den Nutzen.
Denn nicht jede gutgemeinte Investion und Steuererleichterung führt zum gewünschten Erfolg, wie die Subventionen für Solarenergie zeigen.

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