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Luftfahrt: Alptraumberuf Pilot
DPA

Nach der Germanwings-Katastrophe berichten viele Piloten über hohe Arbeitsbelastung, Mobbing und Angst vor Jobverlust wegen Krankheit. Die Schwierigkeiten fangen schon in der Ausbildung an.

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ladozs 04.04.2015, 18:42
1. Das Ende eines Klischees?!

Den Traumberuf des Dauerweltreisenden mit einer tollen wartenden Frau(neudtsch.Mann) am jedem Zielort ist schon lange in der Realität angekommen. Mich hat als normaler Fluggast schon immer das Dauerdröhnen, der Jetlag und die vermeintliche Strahlenbelastung genervt, wie soll des da erst dem Flugpersonal ergehen?

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schulz.d 04.04.2015, 18:49
2. Das ist erst jetzt bekannt...

fragwürdig warum so etwas erst jetzt der Presse zu entnehmen ist.
Ich hielt den Job des Piloten für einen Traumberuf...
Catch Me If You Can!

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Barxxo 04.04.2015, 18:52
3. Alptraumberuf

Die Damen und Herren Piloten können ja mal vier Wochen lang bei ner Spedition mit dem LKW Stückgut ausliefern, 60 Stunden/Woche, für 2000 € brutto.
Danach macht das Pilot sein wieder Spaß :-)

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dominiks 04.04.2015, 18:54
4.

Es ist wie in jedem anderen Job auch. Die, die was zu sagen haben, kriegen einen Höhenflug. Nur, dass das bei den Piloten auch buchstäblich so ist.

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p_salto 04.04.2015, 18:57
5. Aufhören mit Billigflügen

Ich zahle gerne mehr für meine Flüge nach Palma. Ich erwarte, dass die Crew gut entlöhnt und zufrieden ist.

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Newspeak 04.04.2015, 18:58
6.

Das fange schon bei der Ausbildung an, deren Kosten die Piloten nach der Einstellung abstottern müssten. Wer sich etwa bei der Lufthansa schulen lässt, muss am Ende 70.000 Euro zurückzahlen. Hinzu kommt ein Darlehen von bis zu 25.000 Euro für Lebenshaltungskosten, zuzüglich Zinsen. Zwar verdienen Co-Piloten bei der Lufthansa von Beginn an mehr als 60.000 Euro im Jahr, langgediente Kapitäne sogar über 200.000 Euro.

Als Student der Naturwissenschaften hat man vergleichbare Schulden/Verdienstausfälle und keine Sicherheit mehr auf einen gutdotierten Job im Anschluß, schon gar nicht im Bereich von 200.000 Euro/Jahr. Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen.

Pilot wird man aus Überzeugung, die Auswahl ist streng, die Privilegien hoch, wer die Verantwortung/den Stress nicht möchte, der selbstverständlich damit verbunden ist, der sollte sich eben von Anfang an einen geruhsamen Angestellten-/Bürojob suchen.

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bernhard29 04.04.2015, 18:58
7. Dieser Beitrag ist zum Lachen.

Wusste gar nicht das die Piloten so leiden. Bei 12 Streiks in 12 Monaten kann die Arbeitsbelastung doch wahrlich nicht mehr so hoch sein ,jedenfalls trifft. dies auf die Lufthansa zu.

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darksystem 04.04.2015, 19:02
8.

Der letzte Satz im Artikel ist entscheidend.

Wir wollen für 30 Euro um die halbe Welt fliegen, unser "Steak" im 4er Pack darf nicht mehr als 4 Euro kosten und ein Kleidungsstück jenseits der 30 Euro gilt als "teuer", egal ob Hose, Pulli oder Hemd.

Und da wundert man sich darüber das Firmen und Konzerne so wenig Geld wie möglich für Dienstleistungen und Produktion ausgeben und gerade mal das gesetzlich notwendige tun und bei jeder Verschärfung direkt Sturm gegen die Politik gelaufen wird?

Kunststück. Die Folgen einer solchen Minderqualitätsgesellschaft kommen ja nur extrem selten mal ans Tageslicht. Da stürzt mal ein Flugzeug ab, na und? In 3 Monaten erinnert sich da keine Sau mehr dran. Da gibts mal nen Gammelfleischskandal bei sonstwem... 3 Wochen Aufregung und nach ein paar Monaten ist es alles wieder Schnee von gestern und wir kaufen weiter Billigfleisch beim Discounter.

Gut... nun sind über hundert Menschen gestorben... hätte mehr Investition in die Flugtauglichkeitsprüfung das Unglück verhindern können? Z.B. quartalsmäßige (oder MONATLICHE?) psychologische Untersuchungen bei einem unabhängigen Mediziner? Wenn die Erkrankung länger bestand... dann wäre das bei einem solchen Rythmus aufgefallen. Und ich rede auch nicht von 3 popeligen ja/nein Fragen, sondern einem ERNSTEM Gespräch.

Ich denke das, nur das, hätte die "Katastrophe" verhindern können. Dafür müssten WIR aber bereit sein auch 200€ für einen Flug auszugeben, und die Politik müsste das zwingend notwendig machen. Ansonsten nehmen nach wie vor alle die Billigairline... denn solange die Wahrscheinlichkeit eines Problems geringer ist als der Lottogewinn... warum sollten wir das 4-fache ausgeben? "Trifft mich schon nicht"... lautet da meistens die Antwort.

Fragen wir mal die Fluggäste von diesem Flieger was die davon halten... oh wait.

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wahrsager26 04.04.2015, 19:05
9. Piloten

Darum prüfe,wer sich ewig bindet!Mit cool,super und dergleichen ist es nicht getan.Es ist eben ein Beruf mit Risiken-allerdings, was glauben die Herrn Piloten?Hat der normale Arbeitnehmer nicht auch Sorgen,Angst vor Kündigung,vielleicht läuft das Geschäft schlecht,Schlafstörungen-es muss noch nicht mal selbst verschuldet sein...Eine knallharte Psyche mag Vorraussetzung sein,etwas Glück gehört auch dazu....klar,immer billiger trägt negative Früchte-hoffentlich berücksichtigen das auch beim Diskutieren die Foristen-indirekt tragen wir da was ungutes mit..... Ansonsten will ich mich nicht über die Piloten erheben,aber wer es Geschäft hat,ja,der kann immer noch fürstlich verdienen -und zu einem Selbstmord ist weiß Gott kein Anlass gegeben!Danke

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