Forum: Wissenschaft
Luftfahrt: Alptraumberuf Pilot
DPA

Nach der Germanwings-Katastrophe berichten viele Piloten über hohe Arbeitsbelastung, Mobbing und Angst vor Jobverlust wegen Krankheit. Die Schwierigkeiten fangen schon in der Ausbildung an.

Seite 26 von 28
marina 05.04.2015, 15:47
250. Das sehe ich genauso...

Zitat von kuschl
Eine Typisch Deutsche Diskussion: Nach einer gewissen Schamfrist kommen sie alle wieder aus ihren Löchern gekrochen: die Missgünstigen, die anderen keinen Cent mehr gönne, egal wie deren Berufsbild aussieht und von dem sie maximal klischeehafte, dabei noch von keiner Sachkenntnis getrübte Vorstellung haben, die Frustrierten, die trotz Studium in einem Sch.....arbeitsverhältnis leben und natürlich raushängen lassen müssen, daß im Gegensatz zu Ihnen der Pilot ja noch nicht mal ein Studium braucht, aber natürlich ungerecherweise viel mehr verdient. Und dann noch die, die den Aufnahmetest nicht bestanden haben und im Nachhinein kein gutes Haar an dem Job lassen können. ...
Dem sehr gelungenen Beitrag ist nichts mehr hinzuzufügen.

Das sehe ich auch so. Der Beruf hat seine Vorteile und Nachteile wie jeder andere Beruf auch.
Klischeedenken ist deshalb nicht angebracht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Demokrator2007 05.04.2015, 16:28
251. Fehler im System

Das dieser Beruf nicht so sein kann, wie man sich das klischeehaft vorstellt, war mir schon weit vorher bekannt. So sollen Inlandflieger in den USA gerade mal so viel verdient haben wie Greyhound Busfahrer und in Buffalo/USA kam es vor Jahren mal zum Absturz weil Pilot oder Copilotin völlig übermüdet waren, die hatte vorher nämlich noch gekellnert.
Ans Licht kam das als der "Held vom Hudson", das war der Pilot der die Maschine sicher im Hudson gewassert hatte als ihm ein Gänseschwarm in die Treibwerke geriet, mal Tacheles redete.
Ich finde wenn unsere entartete Geiz ist Gesellschaft mit Leuten mies umgeht von der unser aller Leben abhängt, dann brauchts vielleicht von Zeit zu Zeit einen "Wachrüttler", auch wenn das nicht unbedingt 150 Tote zur Folge haben muß.
Ein Verbrecher wie ein Freund von mir meinte ist dieser Andreas Lubitz für mich nicht unbedingt, eher ein trauriges Beispiel dafür wie ausbeuterisch und teilweise gewissenloses der heutige Arbeitsmarkt geworden ist, weil die Politik sich die Rahmenrichtlinien der jew. Märkte von Lobbyisten vorschreiben läßt.

Ciao
DerDemokrator

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ClausWunderlich 05.04.2015, 17:11
252.

Zitat von marina
Dem sehr gelungenen Beitrag ist nichts mehr hinzuzufügen. Das sehe ich auch so. Der Beruf hat seine Vorteile und Nachteile wie jeder andere Beruf auch. Klischeedenken ist deshalb nicht angebracht.
Und die Zeiten ändern sich auch! Was gestern noch Top war kann heute schon ein Flop sein. Und Pilot sein ist heute ein JOB wie viele andere. Das Fliegen ist zum Massenprodukt geworden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maxroos 05.04.2015, 20:07
253. Nee, stimmt nicht!

Zitat von cafe_kehse
"Albtraum" galt bis zur Rechtsschreibreform ausschließlich. Seitdem gelten beide Schreibweisen gleichwertig.
Ich muss Ihnen - belegbar - widersprechen: DUDEN, Ausgabe Februar 1986:
"Albtraum" gibt es überhaupt nicht, "Alptraum" ist die einzig korrekte Schweibweise.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maxroos 05.04.2015, 20:21
254.

Zitat von Wirbelwind
Danke. Ich habe mich in den vergangenen Tagen schon mehrmals gefragt, ob es sowas wohl gibt. Eine andere Frage ist natürlich, wie viele Piloten eine solche Versicherung abschließen und ob Lubitz eine solche Versicherung hatte. Da bei ihm schon während der Ausbildung eine relevante Erkrankung auftrat, ist ja denkbar, dass er überhaupt keine solche Versicherung abschließen konnte.
Mein Sohn ist bei der Flugsicherung. Er hat monatelang suchen müssen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt zu finden!!! Bei Piloten dürfte es vergleichbar sein.
Die meisten Versicherungen lehnen dieses Risiko ab bzw. sie haben es gar nicht erst im Angebot.
Und die Berufsunfähigkeit kann verdammt schnell eintreten - schneller als dem Versicherungsnehmer und auch den Versicherern lieb sein kann. Ich meine, mich entsinnen zu können, dass er zum Schluss europaweit (!) ganze drei Angebote bekam!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maxroos 05.04.2015, 20:28
255.

Zitat von fabi.c
Pilot ist nicht mehr wie im Jahre 1970. da gab es keinen Autopiloten . Andere Berufe sind viel stressige. Z.B Chirurg . Die Herrschaften haben vergessen,dass sie in Jahre 2015 Bekommt ein Chirurg nach getane Arbeit 3 ich wiederhole 3 Tage frei? Leider viel zu hoch bewertet. "BASTA"
Also vom Fach sind SIE bestimmt nicht! Der Autopilot war schon in den 40er Jahren bei den Transportflugzeugen der Luftwaffe zwar noch nicht Standard, wurde aber eingebaut, wenn mal wieder eine Maschine in die Werft musste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maxroos 05.04.2015, 20:50
256.

Zitat von 009988b
Ich habe mich bewusst gegen den Militaerpilot entschieden auf Anraten meines Vaters, der es war. Ich werde immer wieder in meiner Entscheidung bestaetigt. 50-100h im Jahr zu fliegen ist mir zu wenig. Das Cockpit zu eng, zu laut, zu ungeschuetzt (z.B. gg. Strahlung). Die Sauerstoffmaske, G-Hose und der Helm nerven nach 2h, In einen Beutel Pinkeln. Und Haelfte aller Fluege wird kurzfristig abgesagt/verschoben, weil das Ding kaputt ist und die BW das auf dem buerokratischen Weg anfordern muss. Die koerperl. Belastung ist ab 40 nicht mehr zu managen, deshalb sind die Fighterpiloten ab 41 auch raus (SaZ BO41). Alle 1,5 Jahre eine Tour, D am Hindukusch verteidigen... Nein Danke. Und besser (aber auch nicht schlechter) fliegen koennen die auch nicht. Kein Unterschied beim Basic Training in den USA in der Bonanza zu den LH-Schuelern. In meiner Flugschule hatte ich auch einige, die dann auf Zivilpilot umgesattelt haben. Deren Multi Engine IFR wurde nicht vom LBA anerkannt und sie mussten das nachmachen. Und da haben die sich nicht als die besten herausgestellt. Trotzdem ist ihre Erfahrung immer gern geschaetzt, weil sie manchmal bei Problemen auch zu anderen Loesungsansatzen fuehrt. Und immer wieder sitzt neben mir auf der Arbeit ein ehem. Tornado-Pilot, der rechtzeitig die Reissleine gezogen hat und es auch nicht bereut und die Motivation genau, wie ich, manchmal auch nur daraus zieht, wenn 190 Passagiere, Maenner, Frauen, Kinder, Familien und Freunde nach einem entspannten und sorglosen Flug applaudieren und mit einem Grinsen im Gesicht in ihren wohlverdienten Urlaub starten. Und jetzt fahre ich mal, Papa besuchen und ihm zu Ostern ein Kirschkernkissen gegen seine Rueckenschmerzen aus der Militaerpilot-Zeit schenken.
Nur kurz zum Thema "Strahlung":
Da ist es völlig schnuppe, in was für einer Art von Flugzeug Sie sitzen. Auch der Militärjet fliegt nicht permanet in 20 km Höhe.
Die Strahlenbelastung beträgt im Mittel etwa 0,5 mrem/h (ich verwende bewusst die alten Einheiten); zulässig sind 300 mrem p.a. Daraus resultiert für das GESAMTE fliegenden Personal die Maximnal-Flugzeit pro Jahr von etwa 600 Stunden (also ohne briefing etc.)

P.S.: Die harte Gamma-Strahlung wird von KEINEM Material, das im Flugzeugbau Verwendung findet, in nennenswertem Maße abgeschirmt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lostandfound 05.04.2015, 22:59
257. Billigflieger sind besser?

Komisch, von Ryanair, nach Passagieren größte Fluggesellschaft in der EU, wird nicht gejammert. Bei Ryanair ist auch noch nie ein Passagier oder Besatzungsmitglied gestorben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl-felix 06.04.2015, 01:06
258. Ein

Zitat von maxroos
Mein Sohn ist bei der Flugsicherung. Er hat monatelang suchen müssen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt zu finden!!! Bei Piloten dürfte es vergleichbar sein. Die meisten Versicherungen lehnen dieses Risiko ab bzw. sie haben es gar nicht erst im Angebot. Und die Berufsunfähigkeit kann verdammt schnell eintreten - schneller als dem Versicherungsnehmer und auch den Versicherern lieb sein kann. Ich meine, mich entsinnen zu können, dass er zum Schluss europaweit (!) ganze drei Angebote bekam!
ganz wichtiger Aspekt, wenn man sich überlegt, wie man die gesetzliche Rentenversicherung zusammengeknüppelt hat, ohne dass die Bevölkerung aufschrie.
Da hat man sich das Trägheitsmoment zunutze gemacht und gesagt : Bis die Leute merken, wie wir sie über den Tisch gezogen haben, sind wir Politiker längst in Pension.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
humptata 06.04.2015, 04:27
259. Wirklich? Setzen Sie sich doch mal mit der Lufthansa

Zitat von maxroos
Mein Sohn ist bei der Flugsicherung. Er hat monatelang suchen müssen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt zu finden!!! Bei Piloten dürfte es vergleichbar sein. Die meisten Versicherungen lehnen dieses Risiko ab bzw. sie haben es gar nicht erst im Angebot. Und die Berufsunfähigkeit kann verdammt schnell eintreten - schneller als dem Versicherungsnehmer und auch den Versicherern lieb sein kann. Ich meine, mich entsinnen zu können, dass er zum Schluss europaweit (!) ganze drei Angebote bekam!
in Verbindung, die können Ihnen da sicher weiterhelfen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 26 von 28