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Luftfahrt: Alptraumberuf Pilot
DPA

Nach der Germanwings-Katastrophe berichten viele Piloten über hohe Arbeitsbelastung, Mobbing und Angst vor Jobverlust wegen Krankheit. Die Schwierigkeiten fangen schon in der Ausbildung an.

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spon-facebook-611357678 04.04.2015, 19:17
20. Ansehen leidet

Auch im privaten Bekanntenkreis kann ich das bestätigen. Hier im Rheinmain Gebiet kenne ich einige Piloten. Seit es oft in der Presse steht, geht das Image noch steiler bergab.

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wahrsager26 04.04.2015, 19:18
21. Piloten

Ein Nachtrag!Es ist doch nichts Neues,sich auf besonderem Wege für die Testfragen vorzubereiten(Könnte man solche Angebote unter Strafe stellen?)Auch werden solche Wackelkandidaten anderen Gedanken wenig aufgeschlossen gegenüberstehen:es ist Selbstbetrug,in dem Beruf letzten Endes nicht zurecht kommen,viel Geld eingesetzt haben um dann doch zu scheitern.Der Pilot mit seinen 5Testen mag Recht haben,andererseits haben die Prüfer auch Berufserfahrung....Einen Fehler sollte man jetzt nicht machen:Bei Herrn Lubitz ist gar nicht geschaltet worden-jetzt sieht man wieder Riesen Probleme bei der Kandidatenwahl....Danke

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Havel Pavel 04.04.2015, 19:18
22. Das kann ich mir lebhaft vorstellen was sich da abspielt

Es ist kein Wunder, dass auch im zivilen Pilotenberuf die Hackordnung erbarmungslos zuschlägt. Ich hatte nie die Absicht nach meinem Einsatz als Pilot bei der Bundeswehr in die Zivilluftfahrt zu wechseln, wie dies einige meiner ehemaligen Kameraden seinerzeit taten.
Beim Militär steht Kameradschaft ganz oben, zumindest war es zu meiner Zeit so, hässliche Dinge wie Mobbing oder unkameradschaftliches Verhalten gab es nicht und wäre mit Sicherheit vom Geschwaderkommandanten disziplinarisch geahndet worden, was für den Betroffenen keine Beförderung mehr zugelassen hätte. Als Jetpilot, damals auf der F 104G, wurde von jedermann im Geschwader alles getan damit man sich sicher fühlen konnte, was aufgrund des anspruchsvollen Fluggerätes unverzichtbar war, was jedem rundum bewusst war. Niemand wäre auch nur im Entferntesten darauf gekommen in irgendeiner Weise etwas zu tun was einen negativen Einfluss auf den Piloten hätte ausüben können. Natürlich gab es keine Sicherheit dafür, dass man als Jetpilot jahrelang fliegen kann, regelmässig müssen verschiedene Gesundheitchecks durchlaufen werden und dabei kann es auch vorkommen, dass die weitere uneingeschränkte Flugtauglichkeit nicht mehr erteilt werden kann. Aber das ist nicht als Schikane zu sehen, sondern dient nicht zuletzt auch der eigenen Sicherheit. Dies kommt nach meiner Erfahrung nicht sehr häufig vor. Einen Kameraden dem dies widerfährt blieb dann meist der Einsatz in einem anderen Verwendungsbereich, also kein damit verbundener Jobverlust.
Aber was macht ein ziviler Pilot einer Fluggesellschaft wenn er nicht mehr fliegen kann? Soll er dann etwa in der Passage arbeiten oder als Steward zu einem Bruchteil seines Piloteneinkommens?

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migimore 04.04.2015, 19:20
23. schmunzel

2 Jahre Ausbildung
80 Std im MONAT.
60000? - 200000? pro Jahr

Was gibt's denn da zu meckern???

In vielen Berufen wird gemobt, es werden unbezahlte Überstunden verlangt, es wird in Schichten gearbeitet ohne so genau auf die Ruhe Zeiten zu achten, usw...

Es sei den Piloten doch all das gegönnt, aber bitte nicht jammern, es könnte dem normalen, auf dem Boden arbeitenden Menschen wie eine Verarschung vorkommen...

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Pflegeengel 04.04.2015, 19:22
24. ....dann eben...

... sollen sie erst einen KNOCHENHARTEN PFLEGEBERUF ergreifen.... da sind die Umgangstöne auch nicht schöner.... geschweige denn die Hierarchie eine bessere... Frohe Ostern noch

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_gimli_ 04.04.2015, 19:23
25.

Zitat von Barxxo
Die Damen und Herren Piloten können ja mal vier Wochen lang bei ner Spedition mit dem LKW Stückgut ausliefern, 60 Stunden/Woche, für 2000 € brutto. Danach macht das Pilot sein wieder Spaß :-)
Genau das ist der Punkt. Ich lese hier im Artikel lediglich, dass es Piloten genau geht, wie anderen Berufstätigen auch. Genau wie despotische Flugkapitäne gibt es despotische Manager, Küchenchefs, Logistiker, Firmenchefs ...

Ich glaube übrigens auch nicht, dass die Mehrheit der Piloten derart weinerlich veranlagt ist. Sie werden für ihre Arbeit gut bezahlt und wissen das.

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tom196800 04.04.2015, 19:24
26. Traumberuf

Ich bin Pilot, und für mich ist es nach 20 Jahren immernoch ein Traumberuf. Allerdings habe ich vorher in einem anderen Beruf gearbeitet und weiss meinen jetzigen Job durchaus zu schätzen, im Gegensatz zu vielen , die als verzogene Muttersöhnchen von der Schulbank auf den Copilotensitz eines Verkehrsflugzeugs gehoben wurden und sich nach der Ausbildung selbst als unfehlbare Genies sehen.

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basiliusvonstreithofen 04.04.2015, 19:24
27. Ein Pilot ist ein besserer Busfahrer...

...und immer ein Dienstleister wie ein Schuhputzer im Basar auch.

Er fährt Leute von A nach B - nicht mehr und nicht weniger. Mit seiner Uniform wird er bei einigen Zeitgenossen überhöht. Eine Uniform hat jedoch die McDonalds-Bedienung auch.

Wenn man noch bedenkt, dass man man für diesen Beruf weder Abitur noch ein Universitätsstudium braucht - eine brave Pilotenschule genügt. Volksschulausbildung genügt. Da sage ich "Igitt".

Und wie man bei dem Unglück sah, muss der Pilot sogar auch auf Toilette gehen wie ein Normalsterblicher Clochard. Viele Leute, die bisher vor Piloten in Ehrfurcht erstarrten, wussten das gar nicht.

Wenn das Unglück ein Gutes hatte, dann war es das, wonach man diese überbezahlte Zunft im wahrsten Sinne des Wortes auf den Boden zurückholte.

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Gutenmorgenallerseits 04.04.2015, 19:24
28. Mir kommen die Tränen!

Fragen Sie doch bspw. mal Ärzte in der Traumatologie nach dem was sie so tun. Und nach ihrer Verantwortung. Und nach dem was sie verdienen! Als Chirurg nach all den Jahren des Studiums und der beinharten Spezialausbildung, nach all den Entbehrungen, Demütigungen und den Gratisstunden im 'Dienste der Menschheit' kann ich nur müde schmunzeln über das, was alles so als 'knochenharter' Job gilt. Mein herzliches Beileid an alle fliegenden Busfahrer!

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Nr43587 04.04.2015, 19:25
29.

Was soll eigentlich die Aussage dieses schlechten Artikels sein?
Albtraumberuf Co-Pilot? Weil die Hierarchie nicht flach wie ein See ist? Aber Im Vergleich zum Nahen Osten und zu Asien immer zigmal flacher?

Der gierige Passagier, der sich doch erdreistet, unter Inkaufnahme starker Einschränkungen, günstige Flugtickets zu kaufen?

Psychotests, die immer auf Antworten der Teilnehmer aufbauen müssen, weil man eben dem Mensch nur vor den Kopf schauen kann.

Alles in einen Topf geschmissen und gut durchgerührt.

Pilot ist ein Beruf mit hohen physischen und psychischen Anforderungen, der aber auch sehr gut bezahlt wird.

Lufthansa und Germanwings sagen, der Fall von Andreas L. sei ein absoluter Einzelfall gewesen und könne sich so nicht wiederholen.
Dies gilt es kritisch zu hinterfragen. Insbesondere, ob es nicht möglich ist, indirekte Psychotests zu machen, bei denen ein Pilot eben nicht eine erwartete Antwort vorspielen kann.

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