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Luftverschmutzung durch Kaminöfen: Leider dreckig
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Ein Kamin gilt als behaglich, natürlich und sogar nachhaltig. Wie Messungen zeigen, tragen die Öfen jedoch erheblich zur Feinstaubbelastung bei.

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huba-buba 05.03.2019, 23:11
60. Jammern auf hohem Niveau

Heutzutage kann man doch machen was man will, es ist verkehrt. Es werden immer neue Heizungsanlagen angepriesen. Aber nach ein paar Jahren ist diese dann auch ein Umweltsünder, weil zuviel Feinstaub, CO2 oder sonstiges in die Luft geblasen wird. Am besten wir bauen nur noch Häuser ohne Heizung. Dann kann man ja nichts falsch machen. Bibbern erzeugt auch Wärme.
Ich jedenfalls werde auf meine Gasheizung und den Kaminofen nicht verzichten.

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spmc-12355639674612 05.03.2019, 23:16
61. Oh, ein Unverbesserlicher!

Zitat von harald441
Der nächste Luftzug trägt den Kaminofenqualm weg und verdünnt ihn mit der 3. Potenz der Entfernung zum Schornstein. Der nächste Regen wäscht ihn aus der Luft und die ach sogefährlichen Feinstubkörnchen in Mikrometergröße düngen die Wiese. Fazit: In der Umgebung meines Kaminofenschornsteins ist noch kein Tier verendet, kein Mitmensch hat einen Erstickungsanfall bekommen, und kein Baum ist eingegangen. Also was wollt Ihr altdeutschen Besserwisser denn nun?
Netter Vortrag, fürwahr!
Und Sie glauben das wirklich, was Sie hier von sich geben? An der 3. Potenz müssen Sie noch ein wenig arbeiten, denn anzunehmen, dass sich das Zeug gleichmäßig in alle Richtungen verteilt, ist, sagen wir, relativ optimistisch. Auch über die düngende Wirkung aromatischer Kohlenwasserstoffe und von Rußpartikeln sollten Sie noch ein Weilchen reflektieren.
Nein, diese Schornsteine sollten meiner Meinung nach genau denselben gesetzlichen Auflagen unterliegen wie jede andere gesundheitsschädliche Immission, also der Pflicht zum Einbau zeitgemäßer Abgasreinigungsanlagen mit regelmäßiger Kontrolle durch den Schornsteinfeger Ihres Vertr... äh Ihres Kehrbezirkes.

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HerbieVS 05.03.2019, 23:23
62. Diese albernen Napolenhüte auf den Schornsteinen verbieten

... wäre mal der erste Schritt. Sämtliche Nachbarn um mich herum heizen mit Holz und zwar im Winter meist täglich. Der Gestank im ist fast unerträglich und die albernen Napoleonhüte auf den meisten Schornsteinen drücken den Rauch auch noch zusätzlich runter. Meistens und gut sichtbar jedenfalls. Ich habe übrigens auch einen Kaminofen, den ich allerdings nur 3-4 mal im Jahr anfeuere. Den würde ich heute auch nicht mehr kaufen. Die in Baden-Württemberg vorgesehene Schornsteinerhöhung betrifft ja wohl nur Schornsteine, die nicht über den Giebel hinausgehen. Hier sind alle Schornsteine höher als der Giebel. Das würde bei uns überhaupt nichts bringen.

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huba-buba 05.03.2019, 23:36
63. Erst verbieten, dann eine Lösung suchen

Ist die Devise von unserer Regierung. Gesetze zum Klimaschutz, Feinstaub und Atomkraft verabschieden, aber keine alltagstaugliche Alternative anbieten. Solarstrom ist toll, aber Nachs scheint keine Sonne... Heizen mit Solarenergie, im Sommer Überschuss und im Winter gerade mal keinen Frost im Haus.
Wasserstoff mit Brennstoffzellen zum Stromerzeugen wäre doch am Sinnvollsten. Mit Überschüssigem „Biostrom“ Wasserstoff erzeugen und wenn es mal zu wenig Sonne und Wind gibt den Wasserstoff wieder in Stom umwandeln. Da braucht man keine Batterien, die auch viele Ressourcen in Herstellung und Entsorgung verbrauchen.
Kein Feinstaub, kein CO2 nur Wasser als Abfallprodukt.
Bis es aber soweit ist, heize ich mit Gas und Holz. Bezahlbare Alternativen gibt es ja noch nicht um einen Altbau warm zu bekommen.

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bookwood74 06.03.2019, 00:02
64.

Es gibt Methoden um zu verstehen woher der Feinstaub kommt: Diesel oder Kamin. Diese wurden vor zwei Jahren im Chamonixtal am Mont Blanc verwendet (das Chamonixtal ist in Frankreich mit Paris die Gegend mit der hoechsten Feinstaubkonzentration). Und siehe da, dort machten die Messungen klar, dass 90% des Feinstaubes im Tal von Kaminoefen stammen und nicht von den Dieselmotoren des Transitverkehrs. Kaminfeuer strahlen Gemuetlichkeit und Naturverbundenheit aus und genau da liegt dieses Umweltproblem.

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paul42 06.03.2019, 00:06
65. Das ungeregelte Verbrennen von Holz muss verboten werden!

Das ungeregelte Verbrennen von Holz muss verboten werden! Nur weil etwas pseudo CO2 neutral ist, muss es noch lange nicht ökologisch sein. Alle manuell betriebene Anlagen sind eine ökologische Katastrophe. Wenn überhaupt sind nur dezentrale Blockheizkraftwerke mit entsprechender Filter- und Bestückungstechnik zulässig. Alles andere entspricht passiv rauchen auf dem Schulhof.

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gerhard2010 06.03.2019, 02:27
66. CO2 Footprint ?

Auch verbranntes Holz hat einen CO2 Footprint. Nur für über lange Zeiträume gemittelte Brechnungen (100Jahre) ist es richtg, daß verbranntes Holz wieder nachwächst. Aber die Zeitspanne von heute bis in 100Jahren macht eine fette Beule in die CO2 Bilanz, die sich das globale Klima nicht leisten kann.
https://www.smithsonianmag.com/smart-news/epa-declares-burning-wood-carbon-neutral-180968880/
Vielleicht besser Kamine mit Wasserstoff und Katalysator betreiben, oder elektrisch. Glimmt auch schön gemütlich. G2010.

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bambini 06.03.2019, 05:32
67. Holz, Pellet und Konsorten

Die Diskussion war überfällig. Seit ein paar Jahren wird es bei uns immer schlimmer, Raumlüftung ist morgens und abends kaum noch möglich. Das Beste sind jedoch die Gespräche im Freundeskreis. Selbst unsere eingefleischten Öko-Freunde, wobei Fleisch ja mittlerweile nicht mehr böse ist wenn es vom Öko-Bauern kommt und auf einem Hypser Grill zubereitet wurde, bekommen auf Nachfrage einen Gesichtsausdruck der jedem Altkommunisten vor dem KGB Tribunal ehre machen würde. Politisches eingreifen ist hier unabdingbar. Gleiches Recht für alle. Wer unseren geliebten Diesel an die Wand nagelt hat sein Recht auf Sylvester Feuerwerke, Kuschelöfen und Pelletheizungen verwirkt.

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Allgemeinbetrachter 06.03.2019, 06:56
68. Untersuchung der Werte zu unterschiedlichen Jahreszeiten

Ich gehe davon aus, dass das definitiv gemacht wird. Generell mal aber dennoch in den Raum gestellt: Gibt es drastische Unterschiede der Feinstaubbelastung abhängig nach Jahreszeit. Wenn z.B. Spätherbst, Winter, Frühlingsanfang die Feinstaubwerte massiv erhöht sind. Dann liegts definitiv nicht an den Dieselfahrzeugen, sondern an genau solchen Kaminen. Dies sollte in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit und Regenhäufigkeit ins Verhältnis gesetzt werden. Sicher kommen da weitere Faktoren hinzu. Ich gehe schon davon aus, dass Kamine, auch wenn sie toll sind (bzgl. Eigenversorgung und Behaglichkeit) ein Großteil der Feinstaubproblematik erzeugen könnte. Simulationen von Luftströmungen müssten aber noch zeigen, dass der Feinstaub in den Bodenbereich kommt. Autos sind im Bodenbereich. Mietshäuser in Städten (3-4 Etagen) eher nicht. Wir reden ja auch nicht über staub. Sondern über "Feinstaub". Ich gehe mal davon aus, dass dieser auch wesentlich leichter ist und nicht so schnell auf den Boden sinken wird.

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mustermann2 06.03.2019, 08:00
69. Vergleich Holz und Gas dramatisiert

Ich finde den Feinstaub Vergleich von Holz und Gas hinkt und dramatisiert die Zahlen. Bei der Verbrennung von Holz handelt es sich um einen Feststoff (Stichwort Pyrolyse) mit nicht brennbaren Bestandteilen, sichtbar als Asche die zurückbleibt. Bei Gas geht alles durch den Kamin. Holz ist also eher mit Kohle und Heizöl zu vergleichen. Auch bei Kohle und Heizöl bleiben Rückstände in Brennraum und die müssen Entsorgt werden.
Die Feinstaubwerte von Öl und Kohle sind übrigens auch deutlich höher als Erdgas!
https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/strategien-zur-emissionsminderung-von/emissionsminderung-bei-kleinfeuerungsanlagen#textpart-1
Der Blick sollte nicht nur auf die Feinstaubwerte reduziert werden sondern auf die Umwelt und Gesundheits Belastung der gesamten Abgase und Abfälle.
Aber Heizöl (Diesel ähnlich;-) ) und die Kohle sind Politisch belastet. Ich habe den Eindruck hier wird eher eine Ausrede für den Diesel gesucht. Da Holz ja viel schlimmer ist muss ja beim Diesel nichts gemacht werden. Also alles gut für die Autofahrer und Konzerne.

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