Forum: Wissenschaft
Mach Druck: Windkraft im Boden

Zu den größten Nachteilen der Ökostrom-Erzeugung gehört es, dass der nicht immer dann zur Verfügung steht, wenn man ihn gerade braucht. Das, glauben findige Entwickler, ließe sich ändern: Man müsste nur*Hohlräume*im Boden nutzen.

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Silverhair 15.04.2011, 14:42
10. Nicht ganz

Zitat von Vergil
Interessant. Denn hierbei handelt es sich ja tatsächlich um eines der größten Hindernisse für die Einführung von regenerativer Energie.
Nicht wirklich - Wie Beitrag http://forum.spiegel.de/showpost.php...52&postcount=4 auch aufführt liegt das Größte Problem im Gigantomanismus - und dieser ist schlicht und einfach dem Wirtschaftsystem = Renditen geschuldet!

Wir haben den Renditen schlicht die "Redundanz" in der Technologie geopfert. Wir riskieren bewußt das wenn ein "Grosswerk" eine Panne hat das gleich ganze Regionen, Länder hopfs gehen - egal ob das AKW's oder CO2 Speicherung im Boden betrifft!

Dezentrale Energie Erzeugung ist zwar nicht "effizient" - aber sie ist Ausfallsicherer, und sie erlaubt keine Gigantischen Katastrophen eben!

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tumatsch 15.04.2011, 14:46
11. Noch son Spaßvogel.

Zitat von ivobuerhop@gmail.com
Die Technik klingt durchaus interessant um sie im kleinen Rahmen beispielsweise auf dem Land für Einfamilienhäuser einzusetzen aber man kann wohl kaum ernsthaft im großen Stile unsere begrenzte Atemluft unterirdisch Bunkern wollen.
Toll. Wir melden uns nächsten Fteitag wieder, schönes Wochenende noch.

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derivo 15.04.2011, 14:49
12. dr.titel

Zitat von mcmercy
Halte ich für ein Gerücht, CO2 ist im gegensatz zu CO nahezu ungiftig, da müssten Sie schon in einem geschlossenen Raum sein, der mit CO2 geflutet wird damit sie daran ersticken, im Freien dürfte das so gut wie ausgeschlossen sein, da sich das CO2 schnell verteilt und entsprechend verdünnt wird.
muss kein geschlossener raum sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Nyos-Se...rophe_von_Nyos

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Silverhair 15.04.2011, 15:27
13. Nicht für Grosstechnologie(Mengen) geeignet

Zitat von mcmercy
Halte ich für ein Gerücht, CO2 ist im gegensatz zu CO nahezu ungiftig, da müssten Sie schon in einem geschlossenen Raum sein, der mit CO2 geflutet wird damit sie daran ersticken, im Freien dürfte das so gut wie ausgeschlossen sein, da sich das CO2 schnell verteilt und entsprechend verdünnt wird. Davon abgesehen wird ja kein .....
Es gibt noch einen mehr als guten Grund Wasserstoff nicht zu speichern oder als Gas über grössere Strecken zu transportieren - sobald er an die normale Luft kommt entsteht "Knallgas" - und der kleinste Auslöser läßt das sich in einer gigantischen Explosion enden!

Ganz dicht ist kein Gefäß oder keine Erdgasleitung - aber im allg stört das nicht sehr, weil Erdgas selber schon eine ziemlich hohe Zündtemperatur hat - Knallgas kann aber schon durch Funkenschlag entzündet werden - und den gibts in unserer Technischen Umwelt mehr als ausreichend!

Man kann die Gefahren von solchen Explosionen mit "begrenzen" Behältnissen zumindest stark eingrenzen - aber für Grosstechnologie kann man das schlicht nicht!

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xhugo 15.04.2011, 15:38
14. Wasserstoff

Zitat von mcmercy
Intersanter finde ich die Frage warum bei der Umwandlung in Gas nicht der Wasserstoff direkt gespeichert wird, sondern erst Methan daraus gemacht wird? Ich vermute mal damit man das ins normale Erdgasnetz einspeisen kann. Aber das wäre ja nicht zwingend notwendig, wenn die Anlage autark arbeiten würde. Per Smart Grid könnte man viele kleine solcher Anlagen vernetzen und den Wasserstoff dort speichern und verwerten, wo er erzeugt wird, direkt in der Nähe der Windparks.
das Problem ist wohl die Lagerung: Wasserstoff ist hochexplosiv und hochflüchtig, in normalen Drucktanks ist nach einingen Tagen des Speicherns nicht mehr viel von ihm übrig: H2-Moleküle sind so klein, daß sie sich verflüchtigen. Um dem entgegenzuwirken, muß man H2-Tanks zusätzlich tiefkühlen und/oder sehr teure Kapillarspeicher verwenden; wieweit sind denn die H2-Fahrzeugflotten (und wie teuer)? Darum Methan, dessen Klimaschädlichkeit aber gegebenenfalls eine andere, aber ähnlich schwerwiegende Hürde darstellt. Das Szenario läßt sich aber weiterentwickeln: mit Erzeugung von Propan, Bhutan, ...
und zum Zwecke der Weiterverwertung ist eventuell auch die CCS-technologie kombinierbar: Nutzen wir also Windkraft, um aus Kohlekraftwerken abgeschiedenes CO2 mit hohem Druck in Kavernen zu pressen, um bei Bedarf mit dem Druck Turbinen anzutreiben, das expandierte CO2 mit weiterer Wind- oder Sonnenkraft zu Methan/Propan/Bhutan zu wandeln und als Kraftstoff für Zusätliche Verbraucher zur Verfügung zu stellen.

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tempus fugit 15.04.2011, 15:42
15. Luftnummer?!

Zitat von J4cky
Ist ein alter Hut und wird sicher in Deutschland genauso erfolgreich bekämpft wie die CCS-Technik. Da das Prinzip das selbe ist, es sich allerdings um CO2 handelt. Ne hübsche Luftmine baut man im Zweifel dennoch.
Ja - so eine tolle Luftmine - bsplsw. dort, wo heute das harmlose Erdgas als Rdserve gespeichert wird - doch recht sicher?
Und da ist Luft gefährlich?!
Und klar - CCS, also da sollen mal bei plötzlichem Entweichen in Kamerun einige Tausend Menschen erstickt sein,
als sich eine riesige - natürliche - CO2-Blase aus einem
See löste...

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discurso 15.04.2011, 15:51
16. .

Zitat von se123
War nicht erst vor ein paar Tagen ein Artikel in SPON, in dem stand dass Methan wesentlich klimafeindlicher ist als CO2. Mir fehlt der glaube, dass bei geöffneten und wiederbefüllten Erdgaslagern nicht ein kleiner Prozentsatz austritt und somit ist die ganze klimafreundlichkeit weg. Aber grundsätzlich interessante Gedanken
Wenn es denn existiert, so haben wir dieses Problem schon heute, denken Sie nur an unser Erdgasnetz und die dazugehörigen Speicher.

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J-Créme 15.04.2011, 17:05
17. Wasserstoff vs. Methan

Zitat von xhugo
das Problem ist wohl die Lagerung: Wasserstoff ist hochexplosiv und hochflüchtig, in normalen Drucktanks ist nach einingen Tagen des Speicherns nicht mehr viel von ihm übrig: H2-Moleküle sind so klein, daß sie sich verflüchtigen. Um dem entgegenzuwirken, muß man H2-Tanks zusätzlich tiefkühlen und/oder sehr teure Kapillarspeicher verwenden; wieweit sind denn die H2-Fahrzeugflotten (und wie teuer)? Darum Methan, dessen Klimaschädlichkeit aber gegebenenfalls eine andere, aber ähnlich schwerwiegende Hürde darstellt(...)
Ich denke Methan ist klimaschädlich nur wenn es einfach so in die Umwelt gerät und in die Atmosphäre hochsteigt, aber wenn es verbrannt wird, bleibt an Schädlichkeit nur das übliche CO2, wie bei jeder anderen Verbrennung.

Wasserstoff ist zweifellos äußerst schwierig zu handhaben und zu speichern. Wieso da noch rumgetüftelt wird, den Stoff etwa als KfZ-Treibstoff zu verwenden, leuchtet mir nicht ein, wo Methan doch so viel "bedienungsfreundlicher" ist.

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berndschlüter 15.04.2011, 18:11
18. Windkraft im Boden und in den Windradtürmen

Man ist sehr variabel mit dieser Form der Speicherung:
Beim Speichern entsteht Wärme in den Kompressoren. Diese kann man im Winter nutzen, um Häuser damit zu heizen Die kalte Pressluft wird über Gegenstromwärmetauscher (Rekuperatoren) in Hochtemperatrgastrbinen geleitet, die einen hohen Wirkungsgrad von über 40% haben und mit fossilem Brennstoff geheizt werden.
Wird nicht so viel Wärme benötigt, heizt man die Luft lediglich mittels der gespeicherten Kompressionswärme auf (Sommerbetrieb). Fehlende Energie wird dann fossil erzeugt.
Solch ein Windradturm hält einem Luftdruck von ca.200 bar aus und enthält je m³ Luftinhalt 20kWh Druckluftenergie . Ein 100 Meter hoher Turm von 5 Meter Durchmesser am Boden enthält also etwa 20.000kWh Pressluftenergie, die mittels Rekuperator im Speicherbetrieb verdoppelt werden kann (Sommerbetrieb). Ein zweitägiger Sturm lässt sich damit bequem speichern. Erdspeicher können noch deutlich größer sein.
Der größte Energiespeicher ist jedoch im virtuellen Kraftwerk zu sehen: Dabei wird mittels Internetanschluss der Abgabepreis des Stromes extrem variabel gestaltet und es werden die Elektrogeräte je nach Energieanfall ein- und ausgeschaltet. Elektrofahrzeuge, Kühlschränke, Waschmaschinen und Wärmepumpen mit Wärmespeicher bilden dabei ein riesiges Potential. Virtuelles Kraftwerk heißt also, Strom sparen, wenn es sinnvoll ist.
Die alternative Energie kann weiter ausgebaut werden.
Fossile Energie nur noch zur unaufschiebbaren Lastspitzendeckung. Atomkraft nein danke.

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J4cky 15.04.2011, 18:19
19. ....

Zitat von duanehanson
... im Boden zu lagern ist aber ein hübscher Unterschied. Bei einer Undichtigkeit in einem CO²-Lager sterben die drumherumlebenden Menschen nämlich wie die sprichwörtlichen Fliegen, das geht sogar noch wesentlich schneller als bei einem GAU im Atomkraftwerk.
Ihre Aussage bezweifel ich doch sehr stark. Sie nehmen nämlich an, dass große Mengen freigesetzt werden. Sollte dies geschehen entspannt sich der "Druckbehälter" schlagartig und wir reden hier sicher von einigen hundert bar. Die Konsequenz ist eine Druckwelle. Die widerum kann beachtlichen Schaden anrichten, dass stimmt. Dabei ist es aber egal welches Gas sie entspannen lassen. CO2 kann im Gegensatz zu Luft nur nicht geatmet werden. Sollte es möglich sein, dass das CO2 die Umgebungsluft noch verdrängt und Sie die Druckwelle überlebt haben, dann könnte der Tod durch Ersticken folgen. Insgesamt allerdings alles sehr wage Behauptungen.

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