Forum: Wissenschaft
Macht der Vorurteile: Es ist schwer, kein Rassist zu sein
DPA

Ob gegen "Nafris" oder Skinheads - Vorurteile sind stärker, als wir glauben. Sie formen unser Denken und Handeln. Und zwar automatisch und unbewusst, sagt die Forschung. Wehren kann man sich dagegen kaum. Oder doch?

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fanasy 08.01.2017, 09:25
1. Ein guter Ansatz

für ein friedliches Miteinander. Die Frage sei erlaubt: Wie oft darf man enttäuscht werden, BIA wieder sie mentale Abkürzung greift?

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Pfaffenwinkel 08.01.2017, 09:30
2. Was will uns der Autor eigentlich sagen?

Ja, es ist schwierig, alle Vorurteile, die wir mehr oder weniger haben, aus dem Kopf zu bekommen. Dieser Reifungsprozess dauert eben.

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koech 08.01.2017, 09:32
3. Gehts noch?

Jeder Mensch ist per se Rassist und Sexist? Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett?
Diese Denkabkürzung sollte bestimmt nicht als Zusammenfassung unter so einem durchaus interessanten Beitrag stehen...
Ich halte das nämlich für Ihr größtes Vorurteil, sollten Sie dran arbeiten Herr Stöcker!

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Akonda 08.01.2017, 09:33
4. Das hört sich an.....

....als wäre es uns in die Wiege gelegt, ein Rassist zu sein.
Es ist doch aber eher eine Sache der Übernahme von Vorurteilen, oft schon aus dem Elternhaus, später dann von Freunden oder Bekannten oder auch aus den Medien, die ja durchaus nicht immer sachlich berichten.
Man könnte beispielsweise damit beginnen, die modischen oder verbalen Auswüchse der eigenen Kinder weitmöglichst zu ignorieren oder tolerieren als Zeiterscheinung auf dem Weg zum Erwachsensein. Wir vergessen nur leider, dass auch wir vielleicht irgendwann aus dem Rahmen gefallen sind - vorübergehend wenigstens. Was ja eigentlich das Verständnis für die jungen Menschen wecken sollte. Die meisten derartigen "Erscheinungen" verlieren sich über kurz oder lang von selbst.
Allerdings müsste dazu ein gesunder Familienverband vorhanden sein, und das ist wohl immer seltener der Fall.

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murksdoc 08.01.2017, 09:34
5. Vorurteil

Ihr Vorurteil gegen die Kölner Polizisten ist, diese hätten aus rassisitischen Motiven gehandelt. Dabei wurde weiter differenziert. Als zusätzliches Kriterium wurde eingeführt: "Die die zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort waren". Dadurch wurde auch nicht das Vorurteil: "Die sind schlecht" oder: "Die sind schlechter als wir" aufgerufen, sondern es wurde ein Motiv unterstellt, von dem man annimmt oder sogar weiss, dass es gesellschaftlich unerwünscht ist und zwar bei Ethnien jeglicher Art und Herkunft. Also hat man die, die dieses Motiv haben könnten, versucht, von denen zu trennen, die es nicht haben. So wie der Skihead nämlich freiwillig ein bestimmtes Outfit wählt, haben die, die nach Köln gefahren sind, freiwillig entschieden, dort hinzufahren, Silvester wird schliesslich auch an anderen Orten gefeiert. Und weil man ein Motiv nicht auf der Stirn spazieren trägt musste man durch Kontrollen die herausfinden, die bereits negativ durch die einschlägige Motivation bei uns aufgefallen waren. Dass das nicht 100% der gesamten Gruppe waren, ist jedem klar, auch dem Kölner Polizisten. "Rassismus" ist zu glauben, dass die, die versuchen, zu differenzieren, dieses aus niedrigen rassistischen Motiven tun.

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Lagenorhynchus 08.01.2017, 09:42
6. ..ach ja?

"Wer seine Vorurteile zu unterdrücken versucht, lebt sie danach um so stärker aus."

Stimmt.
Und ist Ihnen klar, was Sie da schreiben?
Politische Korrektheit ist die Organsation derartigen Unterdrückens bei gleichzeitiger Unterbindung eines Diskurses darüber.
Und dieser Überhitzte Dampfkessel ohne Sicherheitsventil prallt gerade auf die Realität. Na, das kann ja lustig werden.

Die Gesellschaft hätte bei einem ehrlichen Diskurs helfen können. Beim Differenzieren.
Hat sie aber nicht, die argumentative Nazikeule hat zu gut funktioniert.

Es gibt auch schöne Untersuchungen darüber, dass diskriminierte Gruppen sich nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeihung irgendwann dem Klischee gemässe Tendenzen entwickeln.
Aber das gilt natürlich nur für Ausländer, nicht für vermeintliche Rechtspopulisten.

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fellmonster_betty 08.01.2017, 09:49
7. Was bitte, hätte die Polizei denn machen sollen?

Um diese lächerliche Rassismusdiskussion zu beenden schlage ich folgendes vor: Die Zweifler und Bedenkenträger kommen nächstes Sylvester mit der Bahn nach Köln, aber bitte mit viel weiblicher Begleitung!
Die Polizei hält sich wunschgemäss zurück und erscheint nur mit Sozialarbeitern, um zu diskutieren.
Am nächsten Morgen wird zusammen gezählt, und wenn auch nur eine Frau begrapscht wurde, hat die Polizei am Sylvestertag 2016 absolut richtig gehandelt.

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james_napier 08.01.2017, 09:49
8. Rassismus ist nicht dasselbe wie racial....

...Profiling. Warum darf ein Israeli auf dem Ben-Gurion-Flughafen mit literweise Flüssigkeit im Handgepäck ins Flugzeug steigen, während mir in Stuttgart gestern ein 150 ml-Tiegel Haarstyling-Produkt abgenommen wurde? Weil die Israelis racial profiling mit Selbstverständlichkeit einsetzen: http://www.haaretz.com/israel-news/1.743291

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magik_one 08.01.2017, 09:54
9.

Vorurteile haben in vielen Fällen vor allem eines: einen wahren Kern. So ist etwa schwer von der Hand zu weisen, dass Nordafrikaner überdurchschnittlich oft kriminell in Erscheinung treten. Nicht nur in Deutschland, sondern genauso in Holland, Spanien oder Frankreich. Das bedeutet keineswegs, dass jeder Nordafrikaner kriminell ist - was im Übrigen sicher nicht einmal schlimmste Nazis behaupten würden. Es muss aber erlaubt sein, Muster zu erkennen und diese auch vor Augenscheinnahme des konkreten Falls in seine Überlegungen einzubinden. Anders kämen wir weder durch den Alltag noch wissenschaftlich, politisch oder gesellschaftlich voran.

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