Forum: Wissenschaft
Macht der Vorurteile: Es ist schwer, kein Rassist zu sein
DPA

Ob gegen "Nafris" oder Skinheads - Vorurteile sind stärker, als wir glauben. Sie formen unser Denken und Handeln. Und zwar automatisch und unbewusst, sagt die Forschung. Wehren kann man sich dagegen kaum. Oder doch?

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willibrand 08.01.2017, 12:25
80. alles Rassisten

wer gegen unkontolierte Einwanderung ist ?
Warum machen z.B. Frankreich oder GB ihre Grenzen dicht ? diese Länder haben ihre Erfahrungen gemacht und daraus gelernt.

Fakt ist, dass sich die meisten Nahostler und Nordafrikaner bei uns nicht integrieren werden. Genau wie ein Mitteleuropäer sich nicht in deren Ländern behaupten kann.
(Urlauber und auf Zeit entsandte Manager ausgenommen )

Und leider muss man sagen, dass Menschenleben nicht den unseren Stellenwert haben, auch die Selbstmordattentäter spiegeln das wieder, sei es aus eigen-Hass Antrieb oder Fremdbestimmt.

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langenscheidt 08.01.2017, 12:26
81. Vorurteils-Sau durchs Dorf getrieben

Jeder Mensch trägt Vorurteile in sich - jeden Tag! Sei es z.B. gegen einen weißen Arbeitskollegen, gegen einen weissen Kunden oder gegen ein Down-Syndrom-Kind. Es ist lediglich die Kunst Vorurteile nicht öffentlich zu machen. Die Arbeit von Beamten ins Rassismusklischee zu verwursten ist ein Vorurteil. Vielleicht hilft ein simples Beispiel: ein Bürger (Selbständiger) kommt wegen geschäftlicher Insolvenz in die Schufa. Dieser Bürger hat kaum bis gar keine Chance irgendwelche preiswerteren längerfristigen Verträge bei Strom, Telefon oder anderen lebensnötigen Alltagssachen abzuschliessen, obwohl Umstieg auf sozialversicherungspflichtigem Einkommen seit Monaten gelungen. Anhand des Schufascore wird dem Bürger grundsätzlich eine schlechte Zahlungsmoral unterstellt und vorverurteilt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Mitbürger gibt die an den Weihnachtsmann glauben, dass es Männer gibt die sich nicht zusammenrotten, um in der Masse unauffälliger zu sein, Frauen tätlich anzugreifen, zu schikanieren, zu verletzen oder zu vergewaltigen bzw. zu bestehlen. Sie können einfach nicht die Realität akzeptieren, dass "Gäste" in Deutschland sowas tun könnten.

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mijaps 08.01.2017, 12:26
82. Völlig an der Wahrheit vorbei

Da lassen sie tausend Sprechblasen mit den immer gleichen Lügen los. Wenn 600 bis 900 Nafris gleichzeitig zum Jubiläum erfolgreicher Taten am Dom auftauchen um den Deutschen mal zu zeigen wer hier wirklich das Sagen hat dann sind die Polizisten gefordert dies nicht zuzulassen. Sie haben dann etwa 900 Platzverweise ausgesprochen und stundenlang jeden Nafri kontrolliert. Auch wenn sie nur drei Haftbefehle ausführen konnten und keine der sicher im Dutzend vorhandenen Mehrfachidentitäten aufdecken konnten so haben sie doch Geschehnisse wie im Jahr vorher verhindert.

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drtrollinger 08.01.2017, 12:29
83. Das liegt an unseren Ur-Genen

Bis heute hat sich der ,, Homo sapiens ,, ein höheres Säugetier, aus der Ordnung der Primaten, zugehörig zu der Unterordnung Trockennasenprimaten und dort zur Familie der Menschenaffen, nicht grundlegend verändert. Will heißen : Wir sind in unserm zentralen Denken immer noch , wie unsere Ur.Vorfahren : Sozial primitiv, nur auf die eigene ethnische Arterhaltung fixiert auch wenn wir es nicht wahr haben wollen oder die politische Korrektness es so sehen will. Forschung hin , Forschung her, an diesem Verhalten wird sich bis zum Ende unserer Spezies nichts , aber auch gar nichts verändern. Ein Rückblick in den geschichtlichen Verlauf unsere Spezies sollte eigentlich für jederfrau , jedermann selbst erklärend sein, sofern man(n) , frau es sehen wollen, zu begreifen gewillt sind.

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spiegelobild 08.01.2017, 12:30
84.

"Vorurteile" beruhen auf Erfahrung Ohne solche Urteile aus Erfahrungen würde niemand von uns überleben. Zum Beispiel ist das Vorurteil lebensnotwendig, dass man nicht auf der Autobahn einen Spaziergang machen sollte, auch wenn nicht unbedingt etwas passieren wird.
Wer diese Urteile aufgrund von Erfahrungen aus ideologischen Gründen bekämpft, richtet viel Unheil an und ist ziemlich dumm.

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shardan 08.01.2017, 12:30
85. Es ist...

... auch Erziehungssache. Mein Vater ist zu Zeiten des Dritten Reiches im "Volkssturm" zum lebenslangen Krüppel geschossen worden. Er war grade 17 geworden, als er seinen Arm verlor, Beine und Rücken schwer verletzt wurden. Mein Vater war später sehr konsequent mit der Auffassung "Das darf sich niemals wiederholen". Bei uns wohnte trotz nicht all zu üppiger Räumlichkeiten immer ein Student der benachbarten Hochschule - immer ein Ausländer. Schon als kleines Kind habe ich so Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen kennengelernt, darunter Indien, Afrika und etliche andere. Urlaub - regelmäßig im Ausland. Mit Beginn der Schule hatte ich vermutlich mehr "Auslandserfahrung" als die meisten Mitschüler. Bis heute bin ich für diese Erfahrungen dankbar. Sie ermöglichen es mir, vergleichsweise vorurteilsarm mit Ausländern umzugehen. Es ist leicht, über den Polizeieinsatz in Köln zu schwadronieren. Es ist offenbar weniger leicht zu erklären, wie man statt dessen hätte vorgehen sollen. So ist denn auch weder im Artikel noch in so manchem Forenposting irgend eine Alternative für die Vorgehensweise der Polizei zu finden. Kurz: Hinterher meckern ist einfach - und billig. Für diejenigen, die sehen wollen, was Krieg in einigen der Länder bedeutet, sei die Fotogalerie von James Nachtwey empfohlen. ""I have been a witness, and these pictures are. my testimony. The events I have recorded should. not be forgotten and must not be repeated." - "Ich war Zeuge und diese Bilder sind meine Aussage. Die Ereignisse, die ich aufgezeichnet habe, dürfen nicht vergessen werden und dürfen sich nicht wiederholen".

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NewHuman 08.01.2017, 12:32
86. Vorurteile an sich sind weder gut noch schlecht

Ich denke, Herr Stöcker macht einen Denkfehler. Vorurteile, die ja nichts anderes sind als implizite Erwartungshaltungen, sind an sich weder gut noch schlecht. Sie können sich automatisch/unbewusst bilden, und zwar über die Ähnlichkeit, die wir mit anderen Menschen wahrnehmen. Das beschreibt man in der Sozialpsychologie als Ähnlichkeits-Anziehungs-Effekt. Er besagt, dass Menschen andere umso mehr mögen, je ähnlicher diese ihnen selbst sind. Der Effekt bezieht sich auf alle wahrnehmbaren Merkmale. Das bedeutet aber nicht, dass wir Menschen, die uns unähnlich sind, hassen. Vorurteile können auch implizit gelernt sein, indem man z. B. seine Vorstellungen von Menschen an das Menschenbild der Eltern oder der Gesellschaft anlehnt. Aber Vorurteile werden auch durch positive und negative Erfahrungen angepasst. Das alles sind sinnvolle und "lebensnotwendige" Mechanismen.
Die zentrale Frage ist doch nicht, ob wir Vorurteile haben, die zentrale Frage ist, wie aus Vorurteilen Ressentiments und Hass gegen andere wird. Dafür ist nämlich eine ganz andere Grundmotivation des Menschen verantwortlich, nämlich die des Strebens nach Macht und Überlegenheit.
An dieser Linie entzünden sich Konflikte und Gewalt zwischen Gruppen. So sind z. B. alle Ideologien (ob politische oder religiöse), die eine eigene Überlegenheit postulieren, grundsätzlich dazu angetan, Gewalt gegen andere zu erzeugen. Es sind also nicht Vorurteile an sich, die Gewalt erzeugen, sondern Vorurteile, die durch das Streben nach Macht und Überlegenheit verstärkt und getrieben werden.

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markus.w77 08.01.2017, 12:35
87.

wenn man das alles weiß, warum wird dann nicht einfach akzeptiert, das nicht alle Menschen mit allen Menschen gut auskommen können? Nur so als Frage: Wenn ein Dorf in Sachsen keine oder wenig Ausländer haben möchte, warum wird das nicht akzeptiert? Erfahren die halt nicht die kulturelle Bereicherung. Nur so ein Gedanke.

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flipbauer 08.01.2017, 12:38
88. hm

Zitat von spiegelobild
"Vorurteile" beruhen auf Erfahrung
Dann wären es Nachurteile.

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Misha 08.01.2017, 12:39
89. Vorurteile sind essentiell für den Alltag

Erstmal: Das Bild des Artikels erzeugt/bedient ein Vorurteil.
So, im Alltag hat man ständig mit irgendwelchen Abschätzungen zu tun, auch gegenüber anderen Menschen. Wie kann ich sicher sein, daß sich der Radfahrer an die Regeln hält, daß er nicht den Gehweg benutzt - wie kann ich sicher sein, daß der Autofahrer beim Ampelüberqueren nicht doch plötzlich Gas gibt? Eben - dank gelernter Vorurteile, die auch durch andere Menschen oder Erzählungen entstehen.
Und soweit ich das global betrachte: 95% der Menschen sind rassistisch, 95% der Menschen sind sexistisch. Und? Es scheint ein natürliches Element der Menschen zu sein (das uns abgezüchtet werden soll). Natürlich immer graduell ausgeprägt.
Der neue Jakobinismus ist echt übel.......

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