Forum: Wissenschaft
Mäuse-Embryonen: Nanopartikel stören Genaktivität

Wie gefährlich sind Nanopartikel? Forscher haben winzige Titandioxid-Teilchen, die unter anderem in Sonnencremes vorkommen, schwangeren Mäusen injiziert. Beim Nachwuchs war danach die Aktivität Hunderter Gene verändert - ähnlich wie bei neurologischen Erkrankungen.

Miguelito 29.07.2009, 09:01
1. Warum eigentlich nicht schon früher getestet?

Ich bin nun wirklich kein Technikfeind ... aber eine Frage tut sich mir hier schon auf: Warum sind diese Tests eigentlich nicht schon im Vorfeld gemacht worden?

Medikamente werden doch auch erst getestet und dann erst auf Menschen losgelassen? Ich dachte eigentlich (auch wenn es dazu oft Kritik gibt) daß dies bei Salben, Cremes, etc. auch gemacht wird...

Gerade bei einer völlig neuen Technologie sollte man bei aller Begeisterung sorgfältig überprüfen, ob es nicht böse Nebenwirkungen gibt.

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lalito 29.07.2009, 09:18
2. tja

Die Feldversuche werden kostengünstig bei den Konsumenten vorgenommen.

Wie bei den Automobilherstellern auch. Schnellstens an den Markt mit der Neuentwicklung aus dem Computer. Der Konsument ist der Tester in der Realität.

"Anpassungen" dann im Laufe der Serie vornehmen. Geht halt manchmal böse daneben dieses Unwesen, hier gerade dann wenn es niemand sieht . . .

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Godwael 29.07.2009, 10:20
3. *seufz*

Wie wär's denn mal mit nem Link zu der Studie? Die ist sogar Open Access...

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M. Michaelis 29.07.2009, 14:52
4. ...

Zitat von sysop
Wie gefährlich sind Nanopartikel? Forscher haben winzige Titandioxid-Teilchen, die unter anderem in Sonnencremes vorkommen, schwangeren Mäusen injiziert. Beim Nachwuchs war danach die Aktivität Hunderter Gene verändert - ähnlich wie bei neurologischen Erkrankungen.
Wenn man jemand Orangensaft injiziert wird er auch gesundheitliche Probleme bekommen.

Solche Tests besagen im Grunde nichts. Es gibt keine Substanz die in Testdosen Mäusen verabreicht keine nachteiligen Effekte hervorruft.

Alles was auf einen Organismus einwirkt kann krank machen.

Alles was längeren Kontakt mit unserer Haut hat findert sich in geringen Mengen im Blut wieder und kann dort gesundheitliche Effekte haben. Im Blut finden sich Substanzen aus Wäsche-Waschmitteln, Textilien, Kosmetikprodukten, Seifen und Deos. Die gehören alle eigentlich nicht in die Blutbahn und können prinzipiell krank machen.

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M. Michaelis 29.07.2009, 15:00
5. ...

Zitat von sysop
Wie gefährlich sind Nanopartikel? Forscher haben winzige Titandioxid-Teilchen, die unter anderem in Sonnencremes vorkommen, schwangeren Mäusen injiziert.
In Zahnpasta sind seit Jahrzehnten weitaus grössere Mengen als in Sonnencremes und die nehmen wir sogar in den Mund.

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Newspeak 30.07.2009, 04:50
6. ...

"In ihrer Arbeit weisen die Forscher allerdings darauf hin, dass den Mäuse-Müttern vergleichsweise hohe Dosen Titandioxid gespritzt wurden."

Aha...sowas erfährt man beiläufig. Immerhin haben die Forscher darauf hingewiesen und damit im Grunde ihre eigene Arbeit ad absurdum geführt. Wenn ich nachweisen will, daß Kochsalz lebensgefährlich ist, muß ich auch nur eine hochkonzentrierte Lösung intravenös verabreichen...und das geht ganz ohne Nanopartikel! Wenn man wirklich wissen will, ob Nanopartikel schädlich sind (in irgendeiner Form und zur falschen Zeit am falschen Ort sind sie es sogar bestimmt), dann sollte man schon überprüfen, ob a) der Modus der Inkorporierung überhaupt den realen Umständen und Möglichkeiten entspricht (z.B. oral, perkutan...sicher aber nicht intravenös o.ä., zumindest wenn es um Sonnencreme geht) und b) ob die Nanopartikel überhaupt noch nano sind. In den allermeisten Fällen haben es die Wissenschaftler, die sich mit Nanopartikeln beschäftigen nämlich damit zu tun, daß die Natur solche relativ hochreaktiven Teilchen mit großer Oberfläche überhaupt nicht bevorzugt, so daß sich fast immer sehr schnell größere Aggregate bilden, die ziemlich bald den nano Bereich verlassen. Das wären nur zwei Dinge, von vielen anderen, die man prüfen bzw. gewährleisten müsste. Da die Forscher das offenbar nicht getan haben sind ihre Forschungen nicht mehr als Schrott!

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ozzoid 30.07.2009, 07:31
7. Nano what?

Zitat von M. Michaelis
In Zahnpasta sind seit Jahrzehnten weitaus grössere Mengen als in Sonnencremes und die nehmen wir sogar in den Mund.
Dann ist ja alles in bester Ordnung... oder?

Ich bin sicher, zukünftige unerwünschte Nanopartikel im Blutstrom können unter Anwendung gezielter Intelligenz leicht aus dem menschlichen Körper hinausgeschwemmt werden, z.B. durch stufenweise Applizierung größerer Mengen Alkohols am Wochenende. Empfohlenes Minimum: 1L Rotwein, aber Gin oder Wodka tragen schneller zur Entgiftung bei.

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M. Michaelis 30.07.2009, 09:45
8. ...

Zitat von ozzoid
Dann ist ja alles in bester Ordnung... oder?
Es gibt keine ungefährlichen Substanzen sondern nur unzureichend untersuchte.

Die Angst vor gesundheitsschädlichen Stoffen ist selbst ein psychopathologischer Sachverhalt der viel zu wenig Beachtung findet.

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Newspeak 30.07.2009, 22:54
9. ...

Zitat von M. Michaelis
Es gibt keine ungefährlichen Substanzen sondern nur unzureichend untersuchte. Die Angst vor gesundheitsschädlichen Stoffen ist selbst ein psychopathologischer Sachverhalt der viel zu wenig Beachtung findet.
Die meisten Leute, die Angst vor gesundheitsschädlichen Stoffen haben, sind selbst zu bequem sich ein Mindestmaß an chemischen Kenntnissen anzuschaffen. Wenn man diese Leute fragt, dann sind in Bio-Tomaten selbstverständlich keine Gene, man putzt nur "ohne Chemie" und Atome gibt es auch nur im Atomkraftwerk. Ich gehe jede Wette ein, daß man sich auf die Strasse stellen könnte, eine Schüssel Haushaltszucker auf der Linken, eine Schüssel "Saccharose" auf der Rechten, ein bißchen Bio auf der Linken, ein bißchen Chemie auf der Rechten und die Leute würden scharenweise die böse Chemiesubstanz verteufeln, obwohl es ein und dasselbe ist. Mit solchen Leuten kann man erst gar nicht vernünftig über die realen Gefahrenpotentiale der Nanotechnik sprechen. Die sind schlicht und einfach zu dumm.

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