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Magic Mushrooms: Pilz-Trip öffnet Menschen dauerhaft

Zauberpilze mit Rauschwirkung verändern die Persönlichkeit länger als gedacht: In einer Studie haben Psychologen bei Probanden die Effekte auch noch mehr als ein Jahr nach dem Pilz-Trip nachgewiesen. Die Psychopilze fördern die Offenheit - und könnten von therapeutischem Nutzen sein.

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Faust007 11.10.2011, 14:38
30. Thema

Stammte diese Studie noch aus Hamsterdam? :-D

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Heinzel 11.10.2011, 14:40
31. ....

Zitat von sysop
Zauberpilze mit Rauschwirkung verändern die Persönlichkeit länger als gedacht: In einer Studie haben Psychologen bei Probanden die Effekte auch noch mehr als ein Jahr nach dem Pilz-Trip nachgewiesen. Die Psychopilze fördern die Offenheit - und könnten von therapeutischem Nutzen sein.
Also, ich persönlich kenne zwei Menschen in unserer Stadt, die nach der Einnahme psychoaktiver Substanzen hängengeblieben sind. Das Risiko sollte nicht unterschätzt werden. Ein enger verwandter von mir hat Pharmaka gegen Depressionen bekommen. Auch sehr bewusstseinsverändernd, leider aber nicht unbedingt zum Guten. Man kann es mit der "Offenheit" vor lauter Begeisterung auch mitunter übertreiben, wenn das Selbstbewusstsein plötzlich ins Unendliche wächst.

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diamorphin 11.10.2011, 14:44
32. Das stimmt....

Zitat von hanspeda
Also diese Erkenntnisse sollten seit Timothy Leary nicht wirklich neu sein. Ich würde ja Cannabis, Pilze und LSD an Autisten testen und sehen ob sich eine bessere Entwicklung in Richtung Offenheit ergibt. Dennoch: Keine zu hohe Euphorie bitte. Die Horrortrips sind nicht zu unterschätzen und man kann definitiv hängenbleiben. Set und Setting sind hier das wichtigste Gebot.
Ich bin selber (funktionierender asperger-) Autist, und ja, es kann durchaus sein diese Substanzen Vorteile bringen. Als ich in meiner Jugend noch nicht wirklich über den Autismus bescheid wusste, habe ich diverse psychedelische reisen unternommen. Was ich heute natürlich alleine meiner Psyche zuliebe nicht mehr tun würde.

Aber vor allem Empathogene - also etwa MDMA als bekannten Vertreter - hat bei mir extrem gute Effekte erzielt. Vor allem was eben die Empathie, das Mitgefühl und das Hineinversetzen in andere Menschen angeht. Es war, als ob eine Barriere, eine dicke Schicht aus Eis, die bis heute trotz Therapie und Medikamente nicht behoben werden konnte, einfach weggefegt war.

Soll heissen, ich konnte endlich normal auf Menschen zugehen, normal mit ihnen kommunizieren, sie nicht als Zahlen und Statistiken ansehen sondern wirklich als Menschen. Als Wesen mit Gefühlen, wobei ich sonst aufgrund dem Autismus eine Gefühlskälte habe, die mich wie gesagt daran hindert, Menschen wirklich als das zu erkennen, was sie sind.

Habe mich auch diesbezüglich mal erkundigt gemeinsam mit meinem Arzt was die Gesetzgebung angeht, leider sind Empathogene nicht zugelassen für eine Therapie oder sonstwie für eine Verschreibung (d.h. nichtmal verkehrsfähig). Das finde ich sehr schade.

Freundliche Grüsse
diamorphin

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admiral_crunch 11.10.2011, 14:47
33. lol

Zitat von simple mind
verändern die Persönlichkeit? Und das sogar dauerhaft? Wer hätte das gedacht?
ich glaub eher die "Dauer" verändert die Persönlichkeit ^^

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IsArenas 11.10.2011, 15:00
34. ...

Zitat von reinhard_m
A(...9 in meinem Garten die kleinen,unscheinbaren graubräunlichen Pilze, die nach meiner vorherigen Internet-Recherche genau die bewußten "magischen Pilze" sein mußten konsumiert. (...).
Lustiger Bericht, ernste Warnung meinerseits: die Wirkung solcher frei wachsender Pilze ist vollkommen unkalkulierbar, weil deren Inhaltsstoffe extrem unterschiedlich sein koennen. Finger weg!

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graf_krolock 11.10.2011, 15:04
35. Wenn der Schein das Sein bestimmt

Sicherlich ein interessantes und viel versprechendes Forschungsfeld. Allerdings eben in erster Linie für Wissenschaftler und nicht für Leute die nur mal eben ihren tristen Alltag ausblenden wollen. Ein systematischer, verantwortungsvoller Umgang mit den verschiedenen Drogen ist angesichts der vielfältigen Gefahren die sie bergen unbedingt angezeigt.

Zu viele fundamentlose und unreflektierte Urteile zum Wesen und Nutzen von Drogen sind im Umlauf. Und zwar sowohl von Seiten der Gegner als auch von Seiten der Befürworter. So ist es, meines Erachtens, schon fragwürdig von "Bewusstseinserweiterung" zu sprechen, was eine Wertung enthält, anstatt von Bewusstseinsveränderung. Fast alle Erfahrungen unter Drogeneinfluss, die mir Freunde und Bekannte bislang geschildert haben und meist von ihnen für ungeheuer bedeutend gehalten und mit missionarischem Eifer verbreitet wurden lassen sich, meiner bescheidenen Meinung nach, nicht objektiv fassen und in ihrem Wert bestimmen. Welchen Wert etwa sollte es haben wenn jemandem Farben plötzlich intensiver erscheinen als zuvor? Zumal Farbe ohnehin ein ein Stück weit illusionäres Phänomen ist. Welchen Wert sollte es für mich haben wenn ich Dinge sehe, höre oder fühle die nicht wirklich da sind? Wie kann ich sicher sein, dass längst vergessene Erinnerungen, die mir plötzlich wieder ins Gedächtnis kommen, der Wirklichkeit entsprechen und nicht gerade erst in meinem Kopf entstanden sind? Im Zusammenhang mit Drogen von "Erfahrungen" zu sprechen ist also bereits irreführend.

Mehr Offenheit würden wir uns sicherlich häufig von so manchem, oft auch von uns selbst wünschen. Aber auch Geheimdienste, die Polizei oder Kriminelle könnten darin einen Nutzen für sich sehen Leute "offener" zu machen. Die Katholiken etwa nutzen bereits seit Jahrtausenden Weihrauch zu diesem Zweck.

Ich glaube, dass Drogen und der Umgang mit ihnen in der Tat viel mit Religion zu tun haben und es sehr schwer ist zu ihnen eine objektive Haltung einzunehmen, zumal sie unsere Emotionen stimulieren. Insofern kann ich in diesem Zusammenhang nur furztrockenen Versuchsreihen einen Wert beimessen und nicht den vermeintlichen Erleuchtungserlebnissen von Party- oder Feierabendkiffern, selbsternannten Experten oder gar Gurus wie Tim Leary. Ebenso wenig natürlich den vor lauter Scheuklappen notorisch nahezu blinden Konservativen die eh alles für böse halten was es früher so nicht gegeben hat.

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stiffmaster1976 11.10.2011, 15:08
36. Mal ehrlich

Zitat von reinhard_m
Als mittlerweile verbürgerlichter Alt-Hippie, ..... in meinem Garten die kleinen,unscheinbaren graubräunlichen Pilze, die nach meiner vorherigen Internet-Recherche genau die bewußten "magischen Pilze" sein mußten konsumiert. Aber - "viel hilft viel" - vermutlich in einer Menge, die für eine komplette Elefanten-Herde ausgereicht hätte. ... Das Ergebnis war ein grauenhafter, unvorstellbarer Horrortrip,
.... da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln.... wie kann man(zumal mit Erfahrung in dem Bereich) in Massen Pilze essen.

Da ist so ne negative Erfahrung kein Wunder. Wenn ich mir einen Trinken will, hau ich mir doch auch nicht 3 Flaschen Schnaps mit dem Trichter rein und schau dann was passiert.

In jedem Smartshop sagen sie dir "nie mehr als eine Portion " und probier erstmal die Hälfte".

Vitamin C hätte in Ihrem Fall wahrscheinlich auch nicht mehr geholfen.

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cecil250 11.10.2011, 15:09
37. Falsche Gleichmacherei& 40 Jahre Drogenpolitik

Der wesentliche Punkt an dieser ganzen Diskussion um Psychedelika und Rauschmittel ist das diese höchst unterschiedlich wirken. Das alles in einen Topf zu schmeissen ist höchst fahrlässig. Nichtsdestotrotz ist genau diese falsche Gleichmacherei Grundlage unserer seit 40 Jahren bestehender Drogenpolitik.

Ein psychisch stablier User kann auf Psilocybin so gut wie nicht hängenbleiben. Auf Engelstrompeten aber schon beim ersten Mal. Cannabis führt weder zu wesentlichen physischen Schäden noch zur Sucht. Kokain aber sehr wohl.
Neulich habe mal wieder so eine Dokumentation über die Cannabis Kontrollen an der Deutsch Holländischen Grenze gesehen. Die Beamten benannten alle sichergestellten Substanzen als "Drogen". Ob es für sie wohl eine entsprechende Dienstanweisung gibt die ihnen genau diese Rhetorik vorschreibt?

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rotertraktor 11.10.2011, 15:10
38. Brave New World

Zitat von Michael82
ich bin auch gegen eine legalisierung, zumindest so lange man sich noch nicht recht im klaren ist, was genau diese pilze bewirken.
Ich hoffe, dass Sie beim Thema Gentechnik eine ähnlich restriktive Handhabung vertreten. Abgesehen von den immensen Umweltschäden wird das Zeug nämlich tatsächlich zwangsverfüttert, und zwar an uns alle.

Ok, es gibt die Kennzeichnungspflicht für Direktprodukte, aber spätestens beim nicht kennzeichnungspflichtigen Fleisch aus GVO-Futtermitteln hat man höchstens noch die Chance Vegetarier zu werden, um sich davor zu schützen.

Schon seltsam, dass ich für mich selbst nicht entscheiden darf, welche (psychoaktiven) Substanzen ich zu mir nehme, aber die mrd.-schweren Gentech-Konzerne dürfen gleich flächendeckend alle und alles verseuchen.

Kein Wunder, dass nur abstumpfende Drogen (Alk, Nikotin) bei uns legal sind, damit jeder schön in seinem kleinen Ego gefangen bleibt und brav weiter funktioniert im kollektiven Konkurrenzkampf.

Man stelle sich mal eine Welt vor, in der alle Menschen sich wie Brüder und Schwestern verhalten und auch Tiere, Pflanzen und die gesamte Natur mit Liebe und Respekt behandeln ... mein Gott, eine furchtbare Welt für unsere Profi(t)-Elite.

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PHPeter 11.10.2011, 15:25
39. Wer es nicht lassen kann...

Niemlas ohne Tranquilizer (Valium etc.) in Griffnähe als Rückfahrticket für den Notfall nehmen und die Umstände sehr gut planen auf eine sichere Umgebung, nüchterne Vertrauensperson und eine positive Grundstimmung, sonst kann ein möglicher Horrortrip eine der schlimmsten Erfahrungen werden, die man machen kann, das darf man auf gar keinen Fall unterschätzen.

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